1934

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[bearbeiten] Deutschland

  • 1. Januar: Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
  • Januar: Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter von Mecklenburg
  • 20. Januar 1934: Schaffung neuen Arbeitsrechtes durch Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit (u. a. soziale Ehrengerichtsbarkeit).
  • 24. Januar 1934: Tagung der Führer der Hitler-Jugend als Vertreter der geeinten deutschen Jugend in Potsdam; Schirach weiht in der Potsdamer Garnisonkirche 342 neue Bannfahnen der HJ. -- Hitler beauftragt Rosenberg mit der Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, der gleichgeschalteten Verbände und des Werkes Kraft durch Freude.
  • 24. Januar 1934: HJ-Bannfahnenweihe in Potsdam.
  • 25. Januar 1934: Völlige Verschmelzung der SA-Reserve I (Kernstahlhelm), die künftig nur die braune Uniform trägt, mit der SA; Unterstellung der SA-Reserve I unter die Führer der einzelnen SA-Gruppen; Aufhebung der Dienststelle des Führers der SA-Reserve I.
  • 26. Januar 1934: Als erste Frucht von Hitlers Friedenspolitik Unterzeichnung des auf 10 Jahre abgeschlossenen deutsch-polnischcn Verständigungsabkommens durch Reichsaußenminister von Neurath und den polnischen Gesandten Josef Lipski.
  • 30. Januar 1934: Anläßlich des Jahrestages von Hitlers Machtübernahme spricht dieser vor dem Reichstag über alle innen- und außenpolitischen Fragen. Einstimmige Annahme des verfassungsändernden Gesetzes über den Neuaufbau des Reiches im Reichstag und Reichsrat; endgültige Beseitigung der Landtage, Übertragung der Länderhoheitsrechte auf das Reich, Unterstellung der Länderregierungen unter die Reichsregierung, Ermächtigung für die Reichsregierung zum Erlaß eines neuen Verfassungsrechtes. Auf Grund dieses Gesetzes am 5. Februar (mit Wirkung vom 7.) die deutsche Reichsangehörigkeit geschaffen und am 14. Februar Aufhebung des Reichsrates.
  • Januar: Errichtung der 4 SA-Inspektionen West, Südost, Mitte, Ost.
  • Januar/März: Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Obersten SA-Führung Schaffung eines Politischen Amtes, eines Presseamtes (in Berlin unter SA-Gruppenführer Wilhelm Weiß) und eines SA-Ministeramtes (in Berlin unter SS-Gruppenführer Rolf Reiner) der Obersten SA-Führung.
  • 25. Februar 1934: Hitlers Stellvertreter Heß vereidigt vom Königsplatz in München aus durch Rundfunk über eine Million Amtswalter der NSDAP sowie ihrer Neben- und Unterorganisationen und Führer der Hitler-Jugend auf Hitler.
  • 1. März 1934: Bildung der Deutschen Front im Saargebiet;
  • 2. März: Eingliederung der saarländischen NSDAP in die Deutsche Front (Landesleiter Pirro) (am 20. März 1935 aufgelöst).
  • 21. März 1934: Eröffnung der Arbeitsschlacht durch Hitler.
  • 27. März 1934: Umgründung des Stahlhelms in den Nationalsozialististischen Deutschen Frontkämpferbund (NSDFB) mit dem Sitz in Magdeburg unter Bundesführer Seldte (aufgelöst am 7. November 1935).
  • April/May: Bildung drei neuer deutscher SA-Obergruppen (VIII-X).
  • 1. April 1934: Hitler ernennt Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium Gottfried Feder auf Grund des Erlasses vom 29. März zum Reichskommissar für das Siedlungswesen (bis 4. Dezember 1934).
  • 5. April 1934: Der Staatskommissar der Hauptstadt Berlin (Dr. Lippert; am 30. April durch Ministerpräsident Göring eingeführt) durch Gesetz dem preußischen Ministerpräsidenten unmittelbar unterstellt und sein Aufgabenbereich über das Gesetz vom 31. Mai 1933 hinaus wesentlich erweitert.
  • 12. April 1934: Der Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen als Abteilung IV in die Rechtsabteilung der Reichsleitung der NSDAP eingegliedert.
  • 15. April 1934: Nach der Auflösung des Reichsverbandes deutscher Arbeitsdienstvereine wird der Nationalsozialistische Arbeitsdienst (unter Reichsarbeitsführer Staatssekretär [seit 31. März 1933] Hierl) eine Organisation der NSDAP und weiter dann eine staatliche Organisation.
  • 16. April 1934: Errichtung der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums unter dem Reichsgeschäftsführer der NSDAP Philipp Bouhler.
  • 24. April 1934: Ernennung Joachim von Ribbentrops zum Beauftragten für Abrüstungsfragen (Ende Mai 1935 zum außerordentlichen bevollmächtigten Botschafter ernannt). Gesetz über die Schaffung eines Volksgerichtshofes (in Berlin) zur Aburteilung der Hoch- und Landesverräter (am 14. Juli zusammengetreten; Verhandlungsbeginn am 1. August).
  • 1. Mai 1934: Nationalfeiertag des deutschen Volkes. Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Errichtung des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unter dem Preußischen Kultusminister Rust, den Hitler zugleich zum Reichskultusminister ernennt. 12. Dezember: Vereinigung des Reichs- und Preußischen Erziehungsministeriums. Rücktritt Görings als Preußischer Innenminister. Auf Görings Vorschlag ernennt Hitler den Reichsinnenminister Frick auch zum preußischen Innenminister. Inkrafttreten des Göring-Planes zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit in Berlin.
  • 1. Juni 1934: Die Saarabstimmung auf den 13. Januar 1935 festgesetzt (am 16. Juni Bildung des Saarabstimmungsausschusses).
  • 1. Juni 1934: Stiftung des HJ- und BDM- (im Oktober 1935 des Jungvolk-) Leistungsabzeichens durch Reichsjugendführer von Baldur von Schirach.
  • 6. Juni 1934: Der Kampfbund für deutsche Kultur und der Reichsverband Deutsche Bühne (am 23. März 1933 unter Dr. Walter Stang gegründet) durch Alfred Rosenberg zur nationalsozialistischen Kulturgemeinde unter Stang vereinigt.
  • 7. Juni 1934: Abkommen zwischen Reichserziehungsminister Rust und Reichsjugendführer Baldur von Schirach über den Staatsjugendtag für das Jungvolk (Einführung durch Erlaß vom 30. Juli).
  • 14. Juni 1934: Note der Reichsregierung an die ausländischen Gläubigerstaaten (Dawes- und Younganleihe) betr. des Transferproblems.
  • 14./15. Juni 1934: Zusammentreffen Hitlers und Mussolinis zu einer außenpolitischen Aussprache in Venedig.
  • 17. Juni 1934: Reichsjustizminister Gürtner mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Preußischen Justizministers beauftragt. Der bisherige preußische Justizminister Kerrl zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ernannt (seit 16. Juli 1935 Reichs- und Preußischer Minister für die kirchlichen Angelegenheiten).
  • 29. Juni 1934: Hitler besichtigt den Arbeitsdienst in Westfalen.
  • 30. Juni 1934: Hitler verhütet durch überraschendes Eingreifen (Nachtflug Bonn-München) den Ausbruch der von Stabschef Röhm und einem kleinen Kreis höherer SA-Führer zusammen mit General von Schleicher unter dem Schlagwort der zweiten Revolution vorbereiteten Revolte, indem er in München und Wiessee unter persönlichem Einsatz die Verschwörer verhaftet und sie als des deutschen Volkes oberster Gerichtsherr ihrer verdienten Strafe überliefert, während in seinem Auftrag der Preußische Ministerpräsident Göring die Säuberungsaktion in Berlin und ganz Norddeutschland durchführt. Ernst Röhm und eine Anzahl von SA-Führern und -Männern als Hochverräter erschossen. 1. Juli: Abschluß der ganzen Aktion. 2. Juli: Danktelegramme Hindenburgs an Hitler und Göring. 3. Juli: Die Reichsregierung Beschließt ein Gesetz, nach dem Hitlers Maßnahmen als Staatsnotwehr rechtens sind. 10. Juli: Der Reichspropagandaminister Dr. Goebbels wendet sich in einer über alle deutschen und viele ausländische Sender übertragenen Rundfunkansprache gegen die Hetzpropaganda im Ausland wegen der Niederschlagung der Röhm-Revolte. 13. Juli: Hitler erstattet vor dem Reichstag einen ebenfalls über alle deutschen und zahlreiche ausländische Sender verbreiteten Bericht über die mit der Röhm-Revolte zusammenhängenden Vorgänge.
  • 30. Juni: Nach Absetzung des bisherigen Stabschefs Ernst Röhm (am 1. Juli erschossen) und seiner Ausstoßung aus der NSDAP und SA ernennt Hitler den Führer der SA-Obergruppe VI Obergruppenführer Viktor Lutze zum Chef des Stabes und erläßt an ihn eine 12 Punkte umfassende Proklamation über die Neugestaltung der SA. Durchführung einer Reorganisation der SA: u. a. Auflösung der 10 SA-Obergruppen (höchste SA-Einheiten sind in Zukunft die 21 deutschen SA-Gruppen), der 4 Inspektionen, der Generalinspektion der SA, der Generalinspektion des SA-Sanitätswesens sowie des Ministeramtes, des Politischen Amtes und des Presseamtes der Obersten SA-Führung. Verselbständigung des Chefs des Ausbildungswesens (Obergruppenführer Wilhelm Krüger) [[[26. Januar]] 1935: Aufhebung der Dienststelle des Chefs des Ausbildungswesens]. Neubesetzung des Führerpostens der SA-Gruppen Schlesien, Ostmark, Pommern Berlin-Brandenburg, Mitte, Sachsen und Hochland sowie zahlreicher anderer SA-Führerstellen; 1. August: Ende des SA-Urlaubs.
  • 3. Juli 1934: Herman Göring zum Reichsforstmeister ernannt.
  • 6. Juli 1934: Staatssekretär Konstantin Hierl an Stelle des Reichsarbeitsministers Seldte (seit 13. März 1933) zum Reichskommissar für den Arbeitsdienst ernannt.
  • 8. Juli 1934: Hitler Stellvertreter Rudolf Heß richtet von Königsberg aus durch den Rundfunk Friedensappell an die Frontkämpfer aller Länder.
  • 18. Juli 1934: Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund dem Stellvertreter des Führers unmittelbar unterstellt; am 30. Juli Außerdem in die Oberste Leitung der PO und in den Gaustab der Gaue der NSDAP eingegliedert (Albert Derichsweiler als Nachfolger Oskar Stäbels zum Führer des Studentenbundes ernannt), seit 14. November alleiniger Träger der studentischen Erziehung.
  • 20. Juli 1934: Hitler erhebt die SS zu einer selbständigen Organisation im Rahmen der NSDAP. Der Reichsführer der SS Himmler (bisher dem chef des Stabes unterstellt) unmittelbar dem Obersten SA-Führer unterstellt.
  • 25. Juli 1934: Mißlungener Putschversuch in Wien und zahlreichen anderen österreichischen Orten; der bei der Besetzung des Bundeskanzleramtes in Wien schwer verwundete österreichische Bundeskanzler Dr. Dollfuß erliegt seinen Verletzungen. Die deutsche Reichsregierung verfügt sofort eine am nächsten Tage bereits wieder aufgehobene völlige Sperrung der deutschen Grenze gegen Österreich und Verhaftung der Aufständischen im Falle der Grenzüberschreitung. Der deutsche Gesandte in Wien Dr. Rieth wegen unbefugter Intervention sofort durch die Reichsregierung abberufen.
  • 26. Juli 1934: Wegen der Wiedergabe von nicht genügend kontrollierten Meldungen über die österreichischen Vorgänge durch den Münchener Sender der dafür verantwortliche österreichische Landesinspekteur der NSDAP Dr. Theo Habicht von seinem Posten enthoben und zur Disposition gestellt. Der bisherige Vizekanzler Franz von Papen unter gleichzeitigem Ausscheiden aus dem Reichskabinett und unter Entbindung vom Amt des Saarkommissars für eine befristete Zeit in Sondermission auf den Posten des deutschen Gesandten in Wien berufen, um die Beziehungen zwischen Deutschland und Österreich wieder in normale Bahnen zu leiten. Am 10. August der pfälzische Gauleiter Josef Bürckel zum Saarbevollmächtigten des Reichskanzlers ernannt, am 11. Februar 1935 zum Reichskommissar für die Rückgliederung des Saarlandes bestellt.
  • 27. Juli 1934: Reichsarbeitsminister Seldte mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Preußischen Ministers für Wirtschaft und Arbeit in den sozialpolitischen Angelegenheiten beauftragt.
  • 30. Juli 1934: Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht vom Reichspräsident an Stelle des erkrankten Reichswirtschaftsministers Kurt Schmitt (am 30. Januar 1936 zurückgetreten) mit der Führung der Geschäfte des Reichswirtschaftsministers und Preußischen Wirtschafts- und Arbeitsministers betraut.
  • 2. August 1934: Tod des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (6. August: Trauerfeier im Reichstag; 7. August: Staatsbegräbnis im Tannenbergdenkmal). Hitler übernimmt als Führer und Reichskanzler auf Grund des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. August zugleich das Amt des Reichspräsidenten (unter Verzicht auf diesen Titel); Vereidigung der Beamten und Reichswehr auf Hitler.
  • 19. August 1934: Von Hitler am 2. August angeordnete Volksabstimmung über das Gesetz vom 1. August betr. Zusammenlegung der Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers. Bei einer Wahlbeteiligung von 95,7 % werden 38,36 Mill. Ja-Stimmen (89,9 %) abgegeben.
  • 26. August 1934: Hitler betont in seiner Rede auf dem Ehrenbreitenstein bei der Saar-Treuekundgebung Anläßlich der Saarabstimmung die Verständigungsbereitschaft des deutschen Volkes mit Frankreich.
  • 28. August 1934: Motor-SA und Nationalsozialistisches KraftfahrKorps (NSKK; seit dem 26. Oktober 1933 eine SA-Gliederung) zum NSKK unter dem Chef des Kraftfahrwesens der SA Obergruppenführer Adolf Hühnlein (im Dezember 1934 zum Korpsführer ernannt) zusammengefaßt und bei gleichzeitiger völliger Trennung von der SA als selbständige Gliederung Hitler unmittelbar unterstellt.
  • 4./10. September 1934: 6. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg. Appell von 52000 Mann des Arbeitsdienstes und 200000 Politischen Leitern (auf der Zeppelinwiese), 60000 Hitlerjungen (im Stadion), 97000 SA- und 11000 SS-Männern (im Luitpoldhain); Aufmarsch von Reichswehrformationen auf der Zeppelinwiese. Erstmalige Teilnahme des Arbeitsdienstes und der Reichswehr an einem Parteitag der NSDAP. Große kulturpolitische und historische Rede Hitlers.
  • 8. September 1934: 6. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg. Appell von 60000 Hitlerjungen im Stadion. Ansprache Hitler.
  • 9. September 1934: 6. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg; im Luitpoldhain verleiht Hitler der SA 126 Standarten und der SS 75 Standarten; 97000 SA- und 11000 SS-Männer marschieren als Abordnungen der deutschen SA und SS an Hitler auf dem Adolf-Hitler-Platz vorbei.
  • 15. September 1934: Weihe von 28 HJ-Bannfahnen in München durch Reichsjugendführer Baldur von Schirach.
  • 26. September 1934: Einweihung der SS-Reichsführerschule auf Schloß Wewelsburg b. Büren (Westfalen) durch den Reichsführer der SS [Heinrich Himmler|[Himmler]].
  • 30. September 1934: Erntedankfest (Tag des deutschen Bauern). Staatsakt auf dem Bückeberg bei Hameln.
  • 7. Oktober 1934: Bund der Artamanen in die HJ engegliedert.
  • 9. Oktober 1934: Eröffnung des Winterhilfswerkes 1934/35 durch Hitler in der Krolloper in Berlin. Im Winter 1934/35 werden über 362 Millionen Reichsmark an Geld- und Sachspenden aufgebracht.
  • 15. Oktober 1934: Änderung der SS-Gliederung und -Dienstgradbezeichnungen.
  • 16. Oktober 1934: Vereidigung der Reichsminister durch Hitler.
  • 22. Oktober 1934: Vereinigung des Reichs- und preußischen Justizministeriums durch Erlaß vom 16. Oktober; 5. Dezember: Aufhebung der Justizministerien der Länder.
  • 24. Oktober 1934: Hitlers endgültige Verordnung über die Deutsche Arbeitsfront (Zusammenschluß der Angehörigen der ehemaligen Gewerkschaften, Angestelltenverbände und Unternehmervereinigungen mit dem Ziel der Bildung einer wirklichen Volks- und Leistungsgemeinschaft; Trägerin der Organisation: Kraft durch Freude).
  • 25. Oktober 1934: Aufnahme der 21 jährigen Angehörigen des BDM in die NSDAP verfügt, wenn sie dem BDM mindestens zwei Jahre angehört haben (aufgehoben am 14. Mai 1935).
  • 27. Oktober 1934: Auflösung der Obergebiete (Gauverbände) und Oberbanne (Gaue). Die 24 (seit Rückgliederung des Saargebietes: 25) HJ-Gebiete und Obergaue des BDM sind künftig die höchsten Einheiten.
  • 31. Oktober/1. November 1934: Tagung der höchsten deutschen SA-Führer unter Lutzes Vorsitz in Berlin; Hitler gibt ihnen die Richtlinien für die künftige Gestaltung der SA bekannt.
  • 1. November 1934: Vereinigung des Reichs- und Preußischen Innenministeriums durch Erlaß vom 20. Oktober. Vereidigung der Reichsstatthalter durch Hitler.
  • 2. November 1934: Der Gauleiter und Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers Bürckel erläßt für die Zeit vom 10. Januar bis 10. Februar 1935 Anläßlich der Saarabstimmung (13. Januar) für die SA und SS ein Aufmarschverbot innerhalb einer 40-Kilometer-Zone längs der Grenze des Saargebietes und am 6. Dezember ein Einreiseverbot in das Saargebiet für reichsdeutsche SA- und SS-Männer (soweit nicht abstimmungsberechtigt).
  • 5. November 1934: Der Leipziger Oberbürgermeister Gördeler (vom 10. Dezember 1931 bis 16. Dezember 1932 Preiskommissar der Reichsregierung) von Hitler zum Reichskommissar für Preisüberwachung ernannt.
  • 7. November 1934: Verlegung der Reichsführung SS nach Berlin.
  • 9. November 1934: Anläßlich der Totengedenkfeier übernimmt der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß feierlich an der Feldherrnhalle in München die achtzehnjährigen Hitlerjungen und die einundzwanzigjährigen Mitglieder des Bundes Deutscher Mädel in die Partei.
  • 9. November 1934: Vereidigung der neueingetretenen Angehörigen der Leibstandarte Adolf Hitler und anderer aktiver SS-Standarten Anläßlich der Totengedenkfeier an der Feldherrnhalle in München auf Hitler. Übernahme der achtzehnjährigen Hitler-Jungen in die SA, SS oder das NSKK, soweit sie nicht Politische Leiter der NSDAP werden.
  • 18. November 1934: Kreistags- und Gemeindewahlen in Danzig nach fast anderthalbjähriger nationalsozialistischer Regierung. Bei den Kreistagswahlen in den Kreisen Danziger Niederung und Danziger Werder erringt die NSDAP bei einer Wahlbeteiligung von 93,2 % bzw. 92% 11610 Stimmen (79,4 %) bzw. 18102 Stimmen (78 %) [Wahl vom 28. Mai 1933: 62 % bzw. 60,8 %, vom 7. April 1933: 81,6 % bzw. 80,4 %] gegen Christlich-Nationale [Deutschnationale und Zentrum], Sozialdemokraten und Kommunisten. Bei den gleichzeitig durchgeführten Gemeindewahlen erhält die NSDAP sogar 92 % bzw. 86 % der abgegebenen Stimmen.
  • 28. November 1934: Der bisherige Danziger Senatsvizepräsident und Innensenator Arthur Karl Greiser (nat.-soz.) zum Senatspräsidenten (anDr. Rauschnings Stelle) gewählt.
  • 30. November 1934: Eingliederung der Turn- und Sportjugend in die HJ. Stärke der HJ etwa 6 Millionen Mitglieder.
  • 31. Dezember 1934: 2,60 (1933: 4,06) Mill. Arbeitslose in Deutschland.
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