68er-Bewegung

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von 68'er)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter dem Begriff 68er-Bewegung werden verschiedene linksgerichtete Studenten-, und Bürgerrechtsbewegungen zusammengefaßt, die mehr oder weniger gleichzeitig in den 1960er Jahre ihren Ursprung haben. Der Name bezieht sich auf das Jahr 1968, in dem einige der durch diese Bewegungen thematisierten Konflikte eskalierten. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird in Deutschland mit dem Begriff häufig die deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre bezeichnet. Als Beginn der Bewegung gilt das Jahr 1961, in dem der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) aus der SPD ausgeschlossen wurde.

Die Bewegung hat es geschafft, das Denken – insbesondere in moralischen und gesellschaftlichen Fragen – in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend zu verändern, und hat daher viel zum Niedergang des deutschen Volkes und der deutschen Kultur beigetragen. Hauptsächlich aus der ersten umerzogenen Generation nach dem Kriege bestehend, war sie Teil der von den VSA ausgehenden Internationalen Studentenbewegung, wurde aber auch wesentlich von der jüdisch dominierten Frankfurter Schule inspiriert.

Inhaltsverzeichnis

Selbstverständnis

Die politische Bewegung hatte den Anspruch, die Menschen zu „emanzipieren“, wobei sie – im antifaschistischen Duktus auftretend – ihrerseits totalitäre Züge annahm. Ihrem Selbstverständnis nach antiautoritär, richtete sie sich gegen jede Form von Verpflichtung und Bindungen.

Argumentatorisches Vehikel der Bewegung war die ihrer Meinung nach unzureichend bewältigte Vergangenheit, die sie zu ihren Zwecken instrumentalisierte. Der Verweis auf die „nationalsozialistische Vergangenheit“ diente ihr als bequemer Vorwand, sich der gewachsenen deutschen Kultur zu entledigen. Man frönte dem Hedonismus und proklamierte die Promiskuität.

Die Bewegung richtete sich gegen den Geist der jungen Bundesrepublik, die sie der DDR-Ideologie gleich als faschistisch einstufte. Vorbilder der Bewegung waren ausgerechnet Figuren, die den Mord an Millionen Menschen zu verantworten hatten, wie Mao, Lenin oder Che Guevara. Die Studentenbewegung mündete einerseits in den RAF-Terrorismus, und andererseits in „gemäßigteren“ Strömungen, wie bspw. den Grünen, die durch „den Marsch durch die Institutionen“ ihre Ideale tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelt haben.

Kritik

Während es lange als Konsens anerkannt war, daß die internationale Bewegung von 1968 sowohl politisch (etwa Hochschulreformen), als auch kulturell (Bekleidungs-Konventionen und sexuelle Revolution) „fortschrittliche“ Veränderungen gebracht habe, war immer schon eine kritische Sicht zu vernehmen, die vor allem von Konservativen vertreten wird.

Demnach haben „die 68er“ mit ihren Utopien und Experimenten eine intakte Gesellschaft (z. B. Familie) der 1950er Jahre zerstört, Sekundärtugenden seien dadurch in Vergessenheit geraten, weshalb Helmut Kohl bei seinem Amtsantritt 1982 auch eine „geistig-moralische Wende“ hin zu konservativen Werten und Moralvorstellungen ausrief.

Innerhalb der katholischen Moraltheologie bzw. Soziallehre wird der 68er-Bewegung eine deutliche Mitschuld an der heutigen gesellschaftlichen Situation („Zerrüttung von Familien, Ehescheidungen, Verwahrlosung“) gegeben. Dies liege vor allem daran, daß es in der 68er-Bewegung zu einer Umdefinierung der bisher daher gültigen Werte gekommen sei, daß also z. B. die bis dahin intakte Familie von den 68ern zur „kaputten“ erklärt worden sei.

Das egalitäre Streben nach Gleichheit der 68er und ihrer Vorgänger (Französische Revolution) und Nachfolger trifft auf aktuelle neokonservative Tendenzen, die verstärkt wieder auf Elite-Konzepte und „Neue Bürgerlichkeit“ setzen.

Während der Kanzlerschaft von Willy Brandt (1969–1974) kam es zu einer schockartigen Ausweitung der Stellen für Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes. Diese beruflichen Lebenspositionen wurden, in geradezu kohortenartigen Einstellungsschüben, vor allem mit Parteigängern der Sozialdemokratie, und ihren Achtundsechziger Neuzugängen, der Geburtsjahrgänge 1940–1944 besetzt. Danach gab es vierzig Jahre lang nur noch eine marginale Stellenfluktuation und dann den allmählichen Beginn systematischer Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst.

Anfang der 1970er Jahre erfolgte ein epochemachender Tarifabschluß – im zweistelligen Prozentbereich – der ÖTV, der diese staatspfründnerische Klientel schubförmig in eine höhere Gehaltsklasse beförderte. 1976 hatte die SPD deshalb zum ersten Mal in ihrer Parteigeschichte über eine Million beförderungswillige Parteimitglieder (unter nun allerdings, nach der „Ölkrise“ von 1973/74, völlig veränderten ökonomischen Randbedingungen).

Mehr noch als ideologische Vorlieben (Schuldkult, Egalitarismus, Quotenfeminismus und eine uferlose Ausweitung der Staatstätigkeit auf Kosten der freien Wirtschaft) hat ein bestimmter Habitus der Achtundsechziger leider Schule gemacht: Es ist die Unart des umfassend abgesicherten Staatsdieners, von allen totale Toleranz zu verlangen, stets anbiedernd zu grinsen, reale Mißstände totzuschweigen, aber zugleich staatlichen Planungskomissionen, „Ausschüssen“, „Gremien“ und „Gutachten“ schrankenlose Steuermittel (ohne jede wirksame Kontrolle) zuzuweisen.

Siehe auch

Literatur

  • Karlheinz Weißmann: Kulturbruch '68 – Die linke Revolte und ihre Folgen, Verlag Junge Freiheit, Berlin 2017, ISBN 978-3929886672
  • Markus Willinger: Die identitäre Generation – Eine Kriegserklärung an die 68er. Arktos Media Ltd., 2013, ISBN 978-1907166402
  • Rolf Kosiek: Die Machtübernahme der 68er. 7. Auflage, 400 Seiten, ISBN 978-3-89180-087-4
  • Akif Pirinçci: Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Manuskriptum Verlagsbuchhandlung [Lichtschlag in der Edition Sonderwege], Waltrop / Leipzig 2014, ISBN 978-3-944872-04-9
  • 68. Ursachen und Folgen, Schnellroda, IfS 2008
  • Andreas Pflitsch / Manuel Gogos (Hgg.): 1968. Kurzer Sommer – lange Wirkung. Ein literarisches Lesebuch. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008, ISBN 978-3-423-13656-3 [in Kooperation mit der gleichnamigen Ausstellung des Historischen Museums Frankfurt am Main]

Verweise

Fußnoten

Meine Werkzeuge