Adelmann, Georg von

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Georg Franz Blasius Adelmann.jpg

Georg Franz Blasius von Adelmann (* 28. Juni 1811 in Fulda; † 16. Juni 1888 in Berlin) war ein deutscher Arzt. Er war Professor für Chirurgie an der Universität Dorpat. Sein Nachfolger war sein Schüler und Schwiegersohn Ernst von Bergmann.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Quelle
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(…) zu Fulda als Sohn des dortigen Arztes, Vincenz Adelmann, geboren, studirte [er] zuerst Naturwissenschaften an der Universität Loewen, sodann Medicin in Marburg und Würzburg. Nachdem er im Jahre 1832 zum Doctor med. promovirt worden, fungirte er mehrere Jahre als Assistent Heusinger's und Ullmann's, anfangs an der medicinischen, später an der chirurgischen Klinik in Marburg, liess sich aber dann als praktischer Arzt in seiner Vaterstadt Fulda nieder, wo er auch die chirurgische Abtheilung des örtlichen Hospitals leitete. Bereits nach 2 Jahren (1837) wandte er sich jedoch wieder der akademischen Laufbahn zu, indem er sich als Pnvatdocent für Chirurgie an der Universität Marburg habilitirte. In dieser Stellung erging an ihn der ehrenvolle Ruf, an Stelle des berühmten Pirogow, welcher nach St. Petersburg übersiedelte, den Lehrstuhl der Chirurgie und Ophthalmologie an der Universität Dorpat zu übernehmen, dem er auch Folge leistete. Volle dreissig Jahre hat Ade1mann den Lehrstuhl der Chirurgie innegehabt, in dieser Zeit die Dorpater chirurgische Klinik vervollkommnet und eine grosse Zahl tüchtiger Schüler herangebildet. Aber nicht allein als academischer Lehrer und geschickter, ja durch seine Technik glänzender Operateur hat A. erfolgreich gewirkt, er hat auch zur Förderung der chirurgischen Wissenschaft durch manche wissenschaftliche Arbeit beigetragen. Wir erinnern hier nur an seine Studien über «Untersuchungen bei krankhaften Zuständen der Oberkieferhöhle» und «Die gewaltsame Beugung der Extremitäten als Stillungsmittel bei arteriellen Blutungen derselben», ferner an seine Abhandlungen aus dem Gebiete der plastischen Operationen und Knochenresectionen. Im Jahre 1871 übergab Ad. den Lehrstuhl der Chirurgie in Dorpat seinem Schwiegersohn und jetzt so berühmten Schüler Dr. Ernst v. Bergmann und siedelte nach Berlin über. Noch rüstig und geistesfrisch gönnte er sich nicht die verdiente Ruhe, sondern nahm bis in sein hohes Alter lebhaften Antheil an allen, namentlich in das Gebiet der Chirurgie und Augenheilkunde schlagenden Zeit- und Streitfragen. (…) Nahezu 77 Jahre alt, erlag er in wenigen Tagen einer für sein hohes Alter verhängnissvollen Lungenentzündung.

Quelle: St. Petersburger Medicinische Wochenschrift, 1888, S. 224 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!


Kurze Einführung in Leben und Werk:[1]

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Nekrolog:[2]

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Werke (Auswahl)

  • De dignitate lithontritiae. Dissertatio inauguralis, 1832 (PDF-Datei)
  • Untersuchungen über krankhafte Zustände der Oberkieferhöhle (PDF-Datei)
  • Beiträge zur Medicinischen und Chirurgischen Heilkunst (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Die Zellengefängnisse in Belgien nach eigenen Beobachtungen und Studien (PDF-Datei)

Verweise

Fußnoten

  1. Julius Hirschberg: „Geschichte der Augenheilkunde“, Band 7, 1915, S. 230ff. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Archiv für klinische Chirurgie, Band 37, 1888, S. 888ff. (Netzbuch) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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