Adler, Victor

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Victor Adler, auch Viktor Adler (geb. 24. Juni 1852 in Prag; gest. 11. November 1918 in Wien) war jüdischer Politiker und Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Österreich.

Werdegang

Zeitlebens war Victor Adler energischer Verfechter des großdeutschen Gedankengutes. Er kam 1852 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns im damals noch überwiegend deutschen Prag zur Welt und wurde 1878 protestantisch getauft. Zunächst war er Programmatiker der deutschnationalen Bewegung in der k. u. k. Monarchie. Er zählte zu den Gründern des Deutschnationalen Vereins, dessen Linzer Programm seine Handschrift trug; es war ein Bekenntnis zu Großdeutschland und zu einem festen Bündnis zwischen Berlin und Wien. Später erfolgte Adlers Hinwendung zum Sozialismus. Er war der eigentliche Begründer der österreichischen Sozialdemokratie. Von seinem großdeutschen Denken wich er aber nicht ab. Als Sozialistenführer unterstützte er ab 1914 die österreichische Kriegspolitik und das Bündnis mit dem Deutschen Reich.[1]

Am 30. Oktober 1918 wurde er österreichischer Außenminister. Bis zu seinem Tode (11. November 1918 in Wien) waren ihm allerdings kaum zwei Wochen in dem Amte vergönnt. Doch auch in dieser kurzen Frist machte er unmißverständlich klar, daß sein Kampf der Abwehr fremden Zugriffs auf deutsche Gebiete wie Sudetenland und Südtirol galt sowie der Schaffung Großdeutschlands.[1] Einen Tag vor seinem Tod schrieb die von ihm gegründete und seit 1889 geleitete Wiener „Arbeiter-Zeitung“ (Untertitel: „Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie in Österreich“) unter der Schlagzeile „Heil Deutschland!“:

„Die österreichische Monarchie ist zerstückelt, das alte Preußen ist gefallen, und auf den Trümmern beider erhebt sich frei und geeint die deutsche Republik, die alle deutschen Stämme vereinigen wird. Wir kehren dorthin zurück, wohin wir nach Geschichte, Sprache, Kultur gehören, zu Deutschland.“ Der ebenso großdeutsch gesinnte österreichische Sozialistenführer Friedrich Adler war Victor Adlers Sohn.

Literatur

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
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