Hitler, Adolf

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Adolf Hitler (Lebensrune.png 20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn; Todesrune.png offiziell 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Künstler, Soldat und Politiker. Ab 1921 war er Parteivorsitzender der NSDAP, ab 1933 Reichskanzler des Deutschen Reiches und ab 1934 bis zu seinem Tod auch Führer des Deutschen Reiches.[1] Unter der Führung Adolf Hitlers errangen die Nationalsozialisten in Deutschland im Jahre 1933 den Wahlsieg mit Regierungsbeteiligung und errichteten in dessen Folge das Dritte Reich, mit dem der Wiederaufstieg des Deutschen Reiches zur Großmacht erfolgte. Während seiner Regierungszeit konnten beachtliche wirtschaftliche und außenpolitische Erfolge erzielt werden. Nach seinem offiziellen Tod wurde das Großdeutsche Reich zerschlagen, Europa geteilt, und es begann der Kalte Krieg. Bis heute gilt Adolf Hitler als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die Faszination für seine Person bleibt ungebrochen.

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Unterschrift hitler2.png
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Inhaltsverzeichnis

Biographie

Herkunft

Hitlers Familie stammte aus dem niederösterreichischen Waldviertel an der Grenze zu Böhmen. Im 19. Jahrhundert schwankte der damals in Österreich nicht unübliche Name der Familie noch zwischen Hüttler, Hiedler, Hittler und Hitler. Wahrscheinlich leiten sich die Namensvarianten von Hütte ab, der Name bezeichnet somit Kleinbauern oder Häusler.

Hitler wurde in der oberösterreichischen Stadt Braunau am Inn geboren. Er war das vierte von sechs Kindern des Zollbeamten Alois Hitler und dessen dritter Frau Klara (geb. Pölzl). Von den sechs Kindern des Paares erreichten nur Adolf und seine Schwester Paula das Erwachsenenalter. Alois Hitler hatte zudem einen unehelichen Sohn und eine Tochter mit seiner zweiten Frau: Alois junior und Angela. In „Mein Kampf“ schildert Hitler seinen Vater als streng, autoritär, mitunter auch jähzornig und gewalttätig.

Kindheit

Beruflich bedingt zog Alois Hitler mit seiner Familie mehrmals um: von Braunau zunächst nach Passau, später nach Lambach und schließlich nach Leonding bei Linz.

In den verschiedenen Volksschulen, welche Adolf Hitler besuchte, war er ein guter Schüler, auf der Realschule in Linz bekam er jedoch Probleme. Bereits das erste Jahr dort, 1900/1901, mußte er wiederholen, und seine Lehrer bescheinigten ihm „mangelnde Arbeitslust“. Die dritte Klasse in der Realschule in Linz schloß er 1904 erneut mit mangelhaften Noten ab, so daß eine Wiederholung der Klasse drohte. Da sein Vater aber in diesem Jahr gestorben war, bot die Schule Hitlers Mutter an, ihn zu versetzen, allerdings unter der Bedingung, daß er die Schule wechselte. Hitler besuchte daher nun die Realschule in Steyr. Aber auch dort besserten sich seine Leistungen nicht wesentlich. Er blieb sitzen, schaffte die Wiederholungsprüfung nicht und verließ die Schule sechzehnjährig, im Herbst 1905, ohne Abschluß.

Hitler bezeichnete dies später als eine Art von Lernstreik gegen den Vater, der ihn in eine Beamtenlaufbahn habe drängen wollen, während er selbst den Beruf des Kunstmalers anstrebte. Diese Eigendarstellung ist insofern stimmig, als Hitler zeitlebens als ausgezeichneter Maler galt, der mit regelmäßiger Arbeit jedoch nicht zurechtkam. Vor allem die architektonischen und perspektivischen Werke Hitlers fanden große Anerkennung, wie sich später auch bei seinem starken Interesse für Architektur zeigte, wobei jedoch seine Portraitzeichnungen eher mangelhaft waren (→ Der Künstler Adolf Hitler).

Der sechzehnjährige Hitler

Die frühen Jahre

Um seine einfache Herkunft und sein Leben vor dem Eintritt in die Politik machte Hitler zeitlebens kein Geheimnis. Der angebliche Ausspruch „Sie dürfen nicht wissen, woher ich komme und aus welcher Familie ich stamme.“ ist durch nichts belegbar. Ein einzelner Nachkriegsautor soll diesen Ausspruch zitiert haben.[2] Woher diese Erkenntnis stammen soll, ist unklar. Der Autor war im Jahre 1945 bei Ende des Krieges 17 Jahre alt. Der Passus taucht ebenso in weiterer Umerziehungsliteratur der Nachkriegszeit auf, wobei offenbar jeder jeden zitiert, nur nicht die Quelle. Das Umerziehungsblatt „Der Spiegel“ versuchte nochmals 22 Jahre nach Kriegsende – im Jahre 1967 – ebenfalls ohne weitere echte Quelle, diese Aussage in einer kruden Geschichte über Hitlers angebliche jüdische Abstammung unterzubringen. Nun soll Hitler diese Äußerung seinem Neffen William Patrick Hitler gegenüber getätigt haben.[3][4] Diese Geschichte wurde allerdings nachweislich von Hans Frank im Angesicht des Galgens herbeiphantasiert, der diese dann später ebenso widerrief. Zuverlässige zeitgenössische Quellen zu dieser angeblichen Aussage fehlen völlig. Es handelt sich schlichtweg um die Folgen der Schwarzen Propaganda.

Trotzdem versuchte Adolf Hitler natürlich, sich und seine Familienangehörigen vor journalistischen Nachstellungen zu schützen. Dennoch ließ er nach der Heimkehr Österreichs ins Reich bei Strones und Döllersheim, der Heimat seiner Eltern, einen Truppenübungsplatz anlegen, um die dünnbesiedelte Gegend wirtschaftlich zu beleben. Bei den Systemgeschichtsschreibern wurde daraus das Dem-Erdboden-Gleichmachen der Geburtsorte seiner Eltern Strones und Döllersheim, oft im Zusammenhang mit der Geschichte seiner angeblich jüdischen Herkunft, die er dadurch zu verschleiern versucht habe.

Jahre in Wien und München

Adolf Hitler am 2. August 1914 auf dem Odeonsplatz in München, kurz nach dem Eintritt Deutschlands in den Ersten Weltkrieg

Von 1903 an bezog Hitler eine Halbwaisenrente. Damit und mit der Unterstützung seiner Mutter konnte er ab 1905 seine Existenz bestreiten. Nachdem er 1907 und 1908 im Auswahlverfahren von der Wiener Kunstakademie abgelehnt worden war, machte er zunächst keine weiteren Anstalten, einen anderen Beruf oder auch nur eine Berufsausbildung in Angriff zu nehmen. Er blieb zunächst in Wien, kehrte aber dann nach Linz zurück, nachdem seine Mutter am 21. Dezember 1907 gestorben war. Hitler besserte damals sein Einkommen zusätzlich durch den Verkauf selbstgemalter Bilder und Postkarten auf. Sein damaliges Einkommen belief sich auf monatlich 58 Kronen aus dem väterlichen Erbteil und 25 Kronen Waisenrente. Ein Jurist mit einjähriger Berufserfahrung erhielt damals 70 Kronen, ein junger Lehrer 66 Kronen. Hitler verzichtete zugunsten seiner Schwester Paula auf seine Waisenrente.[5]

1909, im Alter von 20 Jahren, zog Hitler erneut nach Wien. Dort kam er auch mit den Schriften des Rassenideologen Lanz von Liebenfels, Jörg in Kontakt. Auch die antijudaistischen Schriften von Politikern – wie dem Führer der Alldeutschen Bewegung Georg Ritter von Schönerer und dem Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger – nahm er auf. Seine Auffassung von der überlegenen arischen Rasse dürfte sich damals gebildet haben. Mehr als für Politik interessierte sich Hitler jedoch nach Aussagen seines damaligen Freundes August Kubizek für Opern, insbesondere für die Richard Wagners.

Nach der zweiten Ablehnung durch den Vorstand der Kunstakademie litt Hitler unter Geldmangel; er zog im Jahre 1909 zuerst kurzzeitig in ein Obdachlosenasyl und Anfang 1910 in ein Männerwohnheim. Als Maler u. a. von Wiener Sehenswürdigkeiten fand er in dieser Zeit ein bescheidenes Auskommen.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Der Künstler Adolf Hitler

Nachdem Hitler im Mai 1913 das Erbe seines Vaters ausgezahlt worden war, zog er von Wien nach München, wo er bei dem Schneider Josef Popp zur Untermiete wohnte. In „Mein Kampf“ schrieb er später, daß er sich nach einer deutschen Stadt gesehnt habe. Bei Kriegsausbruch im Jahre 1914 meldete er sich umgehend als Kriegsfreiwilliger.

Hitler und der Erste Weltkrieg

Als Gefreiter des 16. Königlich Bayerischen Reserve-InfanterieregimentsList“ (nach dem Kommandeur Julius List) verbrachte Hitler fast die gesamte Kriegszeit als Meldegänger unmittelbar an der Westfront.

An die Kriegsfront

Stammrollenauszug über die Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse, des Verwundetenabzeichens und des Regimentsdiploms für hervorragende Tapferkeit

Hitler trat am 16. August 1914 als Freiwilliger in die Bayerische Armee beim 2. Rekruten-Ersatz-Bataillon/2. Bayerisches Infanterie-Regiment (Rekruten-Depot VI in München) ein, wurde am 1. September 1914 dem Königlich Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 zugeteilt und in der Münchener Türkenkaserne bei der 1. Kompanie/I. Bataillon ausgebildet. Am 29. Oktober 1914 um 3 Uhr morgens in die Ypernschlacht geworfen. Im Morgengrauen griff das Regiment erfolgreich an, wurde aber später von der rechten Flanke beschossen. Viele Männer fielen, schlimm war die spätere Erkenntnis, daß der „Feind“, der das Feuer eröffnete, eigene Truppen waren. Ein sächsisches bzw., je nach Quelle, württembergisches Regiment hatte die Bayern aufgrund einer Ähnlichkeit der Kopfbedeckung (die grauen Mützenüberzüge) für Briten gehalten. Hitler und sein Kamerad Ernst Schmidt warfen die Mützen hin, rannten durch den Kugelhagel zum Gefechtsstand und meldeten die Situation. Beide wurden für ihr Verhalten für das Eiserne Kreuz vorgeschlagen, zu diesem Zeitpunkt jedoch noch abgelehnt. Hitler und seine Kameraden verloren an diesem ersten Gefechtstag ihren Bataillonskommandeur Major Graf von Zech auf Neuhofen.

Nachdem Regimentskommandeur List wenige Tage später gefallen war, übernahm die Führung des Regiments Hauptmann der Landwehr Franz Rubenbauer und kurz darauf Oberstleutnant Friedrich Petz, der Hitler nach dessen Leistungen bei der Ersten Flandernschlacht zum Meldegänger ernannte. Hitler war somit vom 9. November 1914 bis 7. Oktober 1915 dem Regimentsstab unterstellt. Seine Beförderung zum Gefreiten erfolgte am 9. November 1914 mit Wirkung vom 1. November 1914.

Im Dezember 1914 wurde Hitler, nachdem er gemeinsam mit drei weiteren Meldegängern am 17. November 1914 den schwerverwundeten neuen Regimentskommandeur Philipp Engelhardt in schwerstem Feindfeuer in Sicherheit gebracht hatte, Ritter des Eisernen Kreuzes II. Klasse. In Nordfrankreich wurde er Anfang Oktober 1916 leicht verwundet, blieb bei der Truppe, und wurde am 7. Oktober 1916 erneut verwundet. Man schickte ihn bis zum 1. Dezember 1916 in das Lazarett Beelitz, das ihm „mit seinen weißen Betten und sorgenden Krankenschwestern geradezu unwirklich vorkam.“

Am 3. Dezember 1916 kam Hitler zur Genesung in die 4. Kompanie/I. Ersatz-Bataillon/Infanterie-Regiment Nr. 16, am 5. März 1917 kam er mit dem Infanterie-Regiment Nr. 16 wieder an die Front. Vom 30. September 1917 bis 17. Oktober 1917 war er im Spital. Im August 1918 wurde er – angeblich auf Vorschlag des Regimentsadjutanten Hugo Gutmann (militärhistorisch strittig) – schließlich mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet, das im Ersten Weltkrieg nur in seltensten Fällen an Gefreite verliehen wurde. Am 15. Oktober 1918 wurde er nach einem Gasangriff vorübergehend blind und war vom 21. Oktober bis 19. November 1918 im Preußischen Reservelazarett Pasewalk.

Hitler wird mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet

Eugen Strobel 1934 in der Jugendzeitschrift „Der junge Tag“ über seinen Kriegskameraden Adolf Hitler und die Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse 1914
Adolf Hitler im Jahre 1923

Aus den Erinnerungen von Hitlers Vorgesetztem im Regiment „List“:

„Am 17. November 1914 wurden die Stellungen des Regiments List von starker Artillerie beschossen. [...] Gegen 14.15 Uhr schlug eine schwere englische Granate, [...] in den Befehlsunterstand ein. Drei Mann waren sofort tot; vier andere, darunter der Regimentskommandeur, lagen mit zerschmetterten Gliedern in ihrem Blut. Eisenteile, Erdbrocken und Mauerwerk stürzten auf die Verwundeten und Toten. Ein Mann, Meldegänger des Regimentsstabes, der zum Befehlsstand gehörte, hatte den Keller wenige Sekunden vor dem Volltreffer verlassen und war so dem Tode entgangen: Adolf Hitler. [...] Einer der ständig zum Regimentsstab kommandierten Meldegänger war Adolf Hitler. [...] Auf jeden Fall gehörte er zu denjenigen Soldaten, die mir unmittelbar unterstanden und mit denen ich mich im Laufe der Zeit genauer beschäftigte, um zu wissen auf wen man sich wirklich verlassen konnte... [...] Einer von diesen Zuverlässigen war Adolf Hitler.“[6]

Hitler selbst schrieb in einem Brief im Februar 1915:

„In Messines wurde ich zum ersten Mal, in Wytschaete zum zweiten Mal zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen ... [...] Am 2ten Dezember erhielt ich es dann endlich.“[6]

Am 2. Dezember 1914 erfolgte die Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse für hervorragende Tapferkeit als Meldegänger beim Sturm auf den „Bayernwald“ bei Wytschaete. Am 27. Oktober 1915 wurde Adolf Hitler zum Gefreiten befördert. Am 7. Oktober 1916 wurde er durch Granatsplitter in der Somme-Schlacht verwundet. Am 4. August 1918 erfolgte die Verleihung des Eisernen Kreuzes I. Klasse für besonders kaltblütiges Verhalten im Kampf um den Brückenkopf von Montdidier:

„Das EK I erhielt Hitler [...] für seine hervorragenden Meldegängerleistungen bei der großen Offensive 1918, insbesondere für die persönliche Gefangennahme eines französischen Offiziers mit etwa 15 Mann, denen er auf einem seiner Meldegänge sich plötzlich gegenüber befand und die infolge seines geistesgegenwärtigen, entschlossenen Handelns die Waffen streckten.“[7]

Am 15. Oktober 1918 wurde Hitler nach einem Gasangriff in der Ypern-Schlacht in das Lazarett der pommerschen Stadt Pasewalk eingewiesen:

„... Wahr ist, daß Hitler bei einem Meldegang, trotz Gasmaske durch das schwere Gas-Granatfeuer vergiftet wurde, nahezu erblindete ...“[7]

Die vorübergehende Blindheit, wegen der er behandelt wurde, war auf eine Augenverletzung infolge des Gasangriffes durch Gelbkreuz zurückzuführen. Seine Fronterfahrung war für Hitler ein einschneidendes Erlebnis. In seinem späteren Leben wußte er dies in militärischen Fragen durchaus zu nutzen. Hitler galt als korrekter Soldat. „Den Vorgesetzten achten, niemandem widersprechen, blindlings sich fügen“, so schilderte er selbst seine damalige Haltung während des Putschistenprozesses im Jahre 1924. Eine Beförderung lehnte Hitler im Krieg ab, doch er wurde namentlich in der Regimentszeitschrift erwähnt. Ferner erhielt er ein Regimentsdiplom für hervorragende Tapferkeit.

Bilder Adolf Hitlers aus dem Ersten Weltkrieg

Adolf Hitler, Führer der N.S.D.A.P.

Orden und Ehrenzeichen

Auszeichnungen im Ersten Weltkrieg
Spätere Auszeichnungen

Verleumdungen während der Zwischenkriegszeit

Bereits während der Systemzeit der Weimarer Republik griffen politische Gegner die NSDAP an, indem man versuchte, deren führenden Mitgliedern jede soldatische Leistung abzusprechen. Der SPD-Abgeordnete Erhard Auer unterstellte Hitler im März 1923 in einem Zeitungsartikel frontfernes Ausharren sowie anhaltendes Krankmachen. Hitler konterte, er habe als Meldegänger eine der gefährlichsten Aufgaben an der Front wahrgenommen, habe sich unentwegt in der Gefahrenzone befunden, wie auch seine Verwundungen bewiesen. Zudem sei er keinen einzigen Tag krank gewesen.[9]

Hitlers politischer Aufstieg

1. April 1924: die einzige Aufnahme sämtlicher Angeklagter im Hitler-Ludendorff-Prozeß nach dem Urteilsspruch. Von links nach rechts:
Heinz Pernet, Dr. Friedrich Weber, Wilhelm Frick, Oberleutnant Griebel (Hermann Kriebel), Erich Ludendorff, Adolf Hitler, Wilhelm Brückner, Ernst Röhm, Robert Wagner

Anfänge

Hitler sagte später, die Empörung über den verlorenen Krieg und den Verrat der Novemberverbrecher habe in ihm den Entschluß reifen lassen, Politiker zu werden.

Er kehrte in die Kaserne seines Regiments nach München zurück und wurde mehrfach zum Vertrauensmann seines Regiments gewählt; zudem unterhielt er auch Verbindungen zur Münchner Räteregierung unter dem selbsternannten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (USPD). Nach dessen Entmachtung hielt sich Hitler politisch zunächst zurück und schloß sich auch nicht den völkisch orientierten Freikorps an.

Nach dem Ende der nur kurz währenden Räterepublik schloß sich Hitler der Münchener Reichswehr an. Unter Ernst Röhm und anderen führenden Mitstreitern der sogenannten schwarzen Reichswehr fand Hitler Förderer seines politischen Talents und seiner Redekunst. Hitler erhielt auf diese Weise Rednerschulungen und vermehrten Zugang zu politischen Parteiveranstaltungen und Zirkeln (→ Salon).

Am 12. September 1919 besuchte Hitler erstmals die von Karl Harrer und Anton Drexler ins Leben gerufene Deutsche Arbeiterpartei (DAP); er war damit einem Hinweis Karl Mayrs, Mitglied der Vereinigung Eiserne Faust, gefolgt. Als dabei ein Redner die Trennung Bayerns vom Reich forderte, widersprach Hitler ihm so energisch wie wortreich und fiel durch sein Rednertalent auf. Er konnte Zuhörer fesseln und Emotionen wecken. Drexler meinte sofort zu Harrer: „Dör hot a Goschn, den kennt ma braucha!“ (Hochdeutsch: „Der hat ein Mundwerk, den könnten wir gebrauchen!“) und versuchte, ihn noch am selben Abend anzuwerben.

Am 19. Oktober trat Hitler der DAP bei – als 55. Mitglied, nicht als siebentes, wie später oft behauptet wurde. Seine Mitgliedsnummer 555 rührte daher, daß die Mitgliederzählung der DAP ab der Nummer 501 begann. Während dieser Zeit traf Hitler erstmals auf den Schriftsteller Dietrich Eckart, Mitglied der Thule-Gesellschaft und ab 1920 Herausgeber der Zeitung Völkischer Beobachter; Eckart war einer der ersten großen Förderer und Unterstützer Hitlers.

Hitler gewann durch seine Reden immer mehr begeisterte Zuhörer und Mitglieder für die DAP, die spätere NSDAP; im Frühjahr 1920 war er zudem an der Ausarbeitung des 25-Punkte-Programms der DAP beteiligt. Am 31. März 1920 wurde er aus der Reichswehr entlassen.

Hitlers Zelle

Umsturzversuch und Inhaftierung

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Marsch auf die Feldherrnhalle

Bayern wurde seit dem Ende der Räterepublik von dem nationalistisch und monarchistisch gesinnten Generalstaatskommissar Gustav Ritter von Kahr regiert, der keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen die Demokratie und die rote Reichsregierung machte. Hitler und der frühere Generalquartiermeister der Obersten Heeresleitung (OHL) Erich Ludendorff, der inzwischen zu den Sympathisanten der NSDAP gehörte, sahen in Kahr daher einen Verbündeten in ihrem Plan, nach dem Vorbild von Mussolinis Marsch auf Rom vom Oktober 1922 die Regierung in Berlin gewaltsam zu stürzen. Aufgrund der französischen Ruhrbesetzung, der enormen Inflation und heftiger innerer Unruhen in Deutschland glaubte er, auch bei breiten Bevölkerungsschichten Unterstützung zu finden.

Am Abend des 8. November 1923 stürmten Hitler und einige Bewaffnete den Münchner Bürgerbräukeller, in dem Kahr eine Rede hielt. Unter vorgehaltener Waffe ging dieser auf Hitlers Angebot ein. Am nächsten Morgen trieb jedoch die Polizei den Marsch Hitlers und seiner Anhänger an der Feldherrnhalle auseinander, wobei 16 Kameraden Hitlers erschossen wurden. Ludendorff und Hitler wurden verhaftet.

Verhaftung
Hitler im Jahr 1925

Hitler war nach dem gescheiterten Regierungsumsturz in München ins Haus seines Freundes Ernst „Putzi“ Hanfstaengl in Uffing geflohen. Am 11. November 1923 wurde er dort verhaftet. Seine Festnahme am Nachmittag des 11. November 1923 hielt die Regierung in einem Bericht fest: Demzufolge entschied Oberleutnant Rudolf Belleville, der aus Weilheim mehrere Polizeikräfte mitgebracht hatte, das etwas außerhalb von Uffing liegende Haus von Hanfstaengls Mutter zu umstellen. Das Anwesen wurde eineinhalb Stunden lang vergeblich durchsucht. Die massive Polizeipräsenz hatte zur Folge, daß im Dorf rasch ein Menschenauflauf entstand. Anschließend konzentrierten sich die Polizisten auf die im Ort gelegene Villa der Familie. Dort führte Hanfstaengls Frau Helene den Oberleutnant vor ein Zimmer. Darin stand Hitler, der Arm steckte in einer Binde. Er hatte sich beim Putschversuch, den Regierungstruppen mit Waffengewalt niedergeschlagen hatten, die Schulter ausgekugelt. „Auf die Ankündigung, daß er gekommen sei, ihn zu verhaften, streckte Hitler ihm die Hand entgegen und erklärte, ihm zur Verfügung zu stehen. Er bat nur, ihn vor Anpöbelung zu schützen.“ heißt es in dem Bericht.

Belleville führte den Auftrag, Hitler festzunehmen, nur äußerst ungern aus, denn der Ordnungshüter war mit Rudolf Heß, dem späteren Stellvertreter des Führers, und Hitler selbst aus Kriegszeiten beziehungsweise aus den Tagen des Kapp-Aufstandes bekannt. So ließ Belleville Hitler sogar noch Zeit, Anweisungen an seine Mitstreiter zu formulieren; zudem wurde er beim Ankleiden unterstützt. Nachdem die Polizisten die Straße geräumt hatten, wurde Hitler zum Weilheimer Bezirksamt transportiert. Von dort brachte man ihn nach Landsberg.

Hitler selbst nahm übrigens an, erschossen zu werden. Ernst Hanfstaengl behauptete in seinen Memoiren, daß seine Gattin Hitler handgreiflich vom Suizid abgehalten habe. Hanfstaengl, der auch am Umsturzversuch beteiligt war, setzte sich nach Salzburg ab. Später wurde er Auslandspressechef der Nationalsozialisten. In Landsberg traf Hitler 1924 Belleville wieder. Der Oberleutnant zählte dort zur Bewachungsmannschaft.

Prozeß

Der Prozeß gegen die Teilnehmer am Marsch auf die Feldherrnhalle begann am 26. Februar 1924 vor dem Volksgericht[10] in München. Ludendorff erhielt einen Freispruch. Die Richter taten sich schwer, Hitler überhaupt zu verurteilen und attestierten ihm, während des Aufstandes vom „edelsten selbstlosen Willen geleitet“ worden zu sein. Er wurde wegen Hochverrats zur Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft verurteilt.

Haft

Von der ursprünglich festgesetzten Haftstrafe mußte Hitler lediglich ein Jahr in der Festung Landsberg absitzen. Bereits am 20. Dezember 1924 wurde er entlassen. Er hatte die Haftzeit genutzt, den ersten Teil seines Buches „Mein Kampf“ mit Hilfe seines damaligen Sekretärs Rudolf Heß zu verfassen; in dem Werk legte er seine politischen Ziele und das Wesen der nationalsozialistischen Anschauung dar.

Zu seinem Verständnis von Staatsgewalt schrieb Hitler damals bereits deutlich:

Adolf Hitler am Abend des 30. Januar 1933 nach seiner Ernennung zum Reichskanzler
„Da jede Regierungsgewalt selbstverständlich die Pflicht der Erhaltung der Staatsautorität für sich in Anspruch nimmt, mag sie auch noch so schlecht sein und die Belange eines Volkstums tausendmal verraten, so wird der völkische Selbsterhaltungstrieb bei Niederkämpfung einer solchen Macht, zur Erringung der Freiheit oder Unabhängigkeit, dieselben Waffen zu führen haben, mittels deren der Gegner sich zu halten versucht. Der Kampf wird demnach so lange mit ‚legalen‘ Mitteln gekämpft werden, solange auch die zu stürzende Gewalt sich solcher bedient; es wird aber auch nicht vor illegalen zurückzuschrecken sein, wenn auch der Unterdrücker solche anwendet. Im allgemeinen soll aber nie vergessen werden, daß nicht die Erhaltung eines Staates oder gar die einer Regierung höchster Zweck des Daseins der Menschen ist, sondern die Bewahrung ihrer Art. Ist aber einmal diese selber in Gefahr, unterdrückt oder gar beseitigt zu werden, dann spielt die Frage der Legalität nur mehr eine untergeordnete Rolle.
Es mag dann sein, daß sich die herrschende Macht tausendmal sogenannter ‚legaler‘ Mittel in ihrem Vorgehen bedient, so ist dennoch der Selbsterhaltungstrieb der Unterdrückten immer die erhabenste Rechtfertigung für ihren Kampf mit allen Waffen. Nur aus der Anerkennung dieses Satzes allein sind die Freiheitskämpfe gegen innere und äußere Versklavung von Völkern auf dieser Erde in so gewaltigen historischen Beispielen geliefert worden. Menschenrecht bricht Staatsrecht. Unterliegt aber ein Volk in seinem Kampf um die Rechte des Menschen, dann wurde es eben auf der Schicksalswaage zu leicht befunden für das Glück der Forterhaltung auf der irdischen Welt. Denn wer nicht bereit oder fähig ist, für sein Dasein zu streiten, dem hat die ewig gerechte Vorsehung schon das Ende bestimmt. Die Welt ist nicht da für feige Völker.“

Dank der Berichterstattung über den Prozeß wurde Hitler nun auch im Norden Deutschlands bekannt. Seine Stellung in der NSDAP war gefestigter denn je, und in der völkischen Bewegung gewann seine Stimme erheblich an Gewicht. Hatte er sich bis dahin eher als Trommler der Bewegung gesehen, welcher den Weg für einen anderen Retter Deutschlands wie etwa Ludendorff frei machen sollte, so sah er sich nun zunehmend selbst in der Rolle des Führers der Bewegung.

Hitler und der Wiederaufstieg der NSDAP

Staats-Zeitung und Herold-Artikel vom 19. März 1939

Nach seiner Haftentlassung begann Hitler damit, die NSDAP neu zu ordnen. Dazu hielt er am 27. Februar 1925 eine vielumjubelte Rede im Münchner Bürgerbräukeller und begann im Anschluß daran, die Partei umzustrukturieren. In Norddeutschland hatte sich unter Gregor Strasser ein starker Parteiflügel gebildet, der Hitlers Anlehnung an die alten monarchistischen Machteliten nicht mittragen wollte und einen linken sozialrevolutionären Kurs befürwortete. Hitler gelang es jedoch, Strasser und seine Anhänger politisch zu neutralisieren oder, wie im Fall Joseph Goebbels’, auf seine Seite zu ziehen.

Aus dem fehlgeschlagenen Putsch hatte er den Schluß gezogen, daß es die Macht im Staat nicht auf revolutionärem, sondern auf legalem Weg zu erobern galt. Die NSDAP sollte in die Parlamente einziehen. Zudem sollte die SA mit spektakulären Aufmärschen die Blicke der Öffentlichkeit auf die Partei und deren Führer lenken und zugleich die Schwächen des Systems offenbaren. Bei einem Treffen im Jahre 1928 mit Hans Grimm sagte Hitler:

„Ich weiß, daß jemand unserer Lage gegenüber hervortreten muß. Ich habe nach dem Manne gesucht. Ich habe ihn nirgends entdecken können, da habe ich mich aufgerafft, die Vorarbeit zu tun, nur die dringende Vorarbeit, denn daß ich selbst es nicht bin, das weiß ich. Und was mir fehlt, weiß ich auch. Aber der Andere bleibt noch aus, und sonst gibt sich niemand her, und Zeit darf keine mehr verlorengehen!“[11]

Eine erste Möglichkeit, in ganz Deutschland auf die Mißstände aufmerksam zu machen, war das 1929 von NSDAP und DNVP gemeinsam initiierte Volksbegehren gegen den Young-Plan, der eine vorgeblich abschließende Regelung der Reparationsfragen des sogenannten Versailler Vertrages zwischen Deutschland und seinen ehemaligen Kriegsgegnern vorsah. Das Volksbegehren scheiterte zwar, aber Hitler und die NSDAP gewannen in den Reihen des national-konservativen Bürgertums erheblich an Zustimmung, was sich bei den Landtagswahlen in Thüringen im Herbst 1929 erstmals in einem deutlichen Zuwachs an Wählerstimmen erwies. Vor allem konnte Hitler seither auf die publizistische Unterstützung durch das Presseimperium des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenberg setzen. Dieser sah – wie zuvor Ludendorff und später von Papen – in Hitler und der NSDAP jedoch nur willige, lenkbare Instrumente, um den deutschnationalen Kräften zu einer Massenbasis im Volk zu verhelfen.

Zum Durchbruch auf nationaler Ebene verhalf Hitler die Weltwirtschaftskrise, die Ende 1929 ausbrach und die Deutschland mit voller Härte, vor allem aufgrund des sogenannten Versailler Vertrages, traf. Über der Finanzkrise des Reichs brach am 27. März 1930 die Weimarer Koalition auseinander. Hermann Müller (SPD) folgte das erste Präsidialkabinett des Zentrums-Abgeordneten Heinrich Brüning, das sich allein auf das Vertrauen des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg stützen konnte. Bei den Neuwahlen am 14. September steigerte die NSDAP ihren Wähleranteil mit einem Schlag von 2,6 auf 18,3 Prozent. Statt mit 12, wie bis dahin, zog sie nun mit 107 Abgeordneten in den Reichstag ein. Die bislang staatstragenden Parteien hatten keine Mehrheit mehr im Volke, und Hitlers NSDAP war endgültig zu einem Machtfaktor in der deutschen Politik geworden.

Rede Adolf Hitlers anläßlich einer Wahlkundgebung in Eberswalde 1932: Tondatei des NSL-Archivs (mp3-Format)

Oder auf YouTube:

Hitlers Weg zur Kanzlerschaft

Nach freiwilliger Aufgabe der österreichischen Staatsbürgerschaft war Hitler seit 1925 staatenlos. Die Einbürgerung Adolf Hitlers im Zuge seiner Anstellung als Regierungsrat beim Landeskultur- und Vermessungsamt des Freistaates Braunschweig Ende Februar 1932 machte ihn endgültig zum deutschen Staatsangehörigen. Aus dem Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vom 30. Januar 1934, welches die Hoheitsrechte der Länder aufhob, resultierte die Erfordernis der Einführung einer deutschen Staatsangehörigkeit für das gesamte deutsche Reichsgebiet.

Insofern mußte Hitler nicht erst Braunschweiger werden, sondern wurde einfach deutscher Staatsangehöriger mit entsprechendem Eintrag im Standesregister. Das Besondere an der Verordnung vom 5. Februar 1934 über die deutsche Staatsangehörigkeit war, daß es fortan keine Deutschen mehr mit Landesausweisen gab, welche diese bislang als Badener, Bayern, Preußen usw. ausgewiesen hatten. Damit erfüllte Hitler die Voraussetzung zur Kandidatur bei der Reichspräsidentenwahl im selben Jahr. Nachdem die NSDAP bei den Reichstagswahlen 1932 die stärkste Partei geworden war, ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg ihn am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler, womit die nationale Erhebung eingeleitet wurde.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Warum wurde Hitler gewählt?

Nationalkonservative Kreise um Franz von Papen befürworteten Hitlers Ernennung zum Reichskanzler; sie glaubten, ausreichenden Einfluß auf Hitler dadurch ausüben zu können, indem Papen Vizekanzler wurde mit dem Recht, bei allen Vorträgen des Kanzlers beim Reichspräsidenten zugegen sein zu dürfen und die klassischen Ministerien von Konservativen besetzt wurden.

Zudem setzte das Militär in den neuen Reichskanzler Hitler Hoffnungen auf einen nationalen Aufstieg, auf eine Beseitigung des sogenannten Versailler Vertrages und eine Wiederherstellung der Reichswehr, um den Rüstungsstand demjenigen der Nachbarländer zumindest anzupassen. Nationalkonservative aus Wirtschaft und Politik erhofften sich durch Hitler eine Stabilisierung der Regierung und auch eine Neuorientierung der politischen Kultur in Richtung einer autoritären Monarchie. Aus Anlaß einer Reise Hitlers nach München gab die Reichspressestelle der NSDAP am 5. Februar bekannt, daß Hitler auf seine Bezüge als Reichskanzler verzichte, da „er sich als Schriftsteller sein Einkommen selbst verdient.“ Einen Gehaltsverzicht hatte Hitler schon am 17. Oktober 1932 angekündigt.

Zum Programm der NSDAP und zum Zustand des Reiches äußerte sich Hitler kurz nach seiner Wahl zum Kanzler in seiner Rede vom 10. Februar 1933 im Berliner Sportpalast. Diese Rede wurde im ganzen deutschen Rundfunknetz übertragen.

Filmbeitrag

Auszug aus der Rede vom 10. Februar 1933:

Hitlers Privatleben

Der Genuß von Alkohol und Nikotin war für Hitler seit Anfang der 1930er Jahre verpönt. Obwohl er nach eigenen Angaben in jungen Jahren selbst starker Raucher gewesen war, galt später in seiner Umgebung ein striktes Rauchverbot. Ebenfalls seit Anfang der 1930er Jahre war er überzeugt von der fleischlosen Ernährung. Dennoch aß er in äußerst seltenen Fällen auch Fleisch.[12] Er war der Auffassung, man „solle nur das zu sich nehmen was die Natur freiwillig hergibt“. Er bezeichnete Jagdgenossen als Mordkomplizen gegen wehrlose Tiere und duldete in seinen Räumen keine Schnittblumen, die er als Leichen bezeichnete.

Um Hitler zu diffamieren wird immer wieder über sein Sexualleben spekuliert. Es gilt als gesichert, daß Hitler sexuell normal veranlagt war. In ihren Tagebuchaufzeichnungen vermerkt Eva Braun am 4. März 1935, daß er sie wohl nur für diese „bestimmten Zwecke“ brauche. Sein Kammerdiener Heinz Linge bestätigte eine normale sexuelle Aktivität nach eigenem Augenschein. Sein Leibarzt Dr. Theodor Morell erklärte 1945 bei Verhören gegenüber dem VS-Geheimdienst, daß Eva Braun ab 1943 ihm gegenüber über sexuelle Vernachlässigung geklagt haben soll. Dr. Röhrs bestätigte sogar eine ihm bekannte Schwangerschaft von Eva Braun. Vor seiner Beziehung zu Eva Braun, die er am 29. April 1945 heiratete, hatte der Führer auch verschiedene Kontakte zu anderen Damen. Belegt sind beispielsweise die Beziehungen zur Schauspielerin Margarete Slezak und zu Maria Reiter.

Wissenswertes zu seiner Person

Hitler war ungefähr 176 cm groß und wog 1936 rund 70 kg. Er hatte schwarz-braunes Haar, die Augen waren blau mit schwacher Graufärbung. Seine Blutgruppe war „A“. Obwohl er, abgesehen von seinen ausgedehnten Spaziergängen, keinen Sport trieb, verfügte er bis Ende 1942, abgesehen von einer Sehschwäche, über eine gute, widerstandsfähige körperliche Kondition.[13] Er war sehr auf Körperpflege bedacht, badete gern, benutzte jedoch nie Parfüm.

Er war sehr belesen und begeisterte sich für Kunst und die Natur. Seine Privatbibliothek umfaßte nach Schätzungen rund 16.300 Bücher.[14] Er konnte notenfrei Klavier spielen[15] und gab in früheren Jahren sogar zeitweise Klavierunterricht. Von Weggefährten aus dem Ersten Weltkrieg und der Kampfzeit wurde er als sehr tapfer und couragiert beschrieben, was er insbesondere in den Straßenkämpfen im Jahre 1923 unter Beweis stellte. Er fuhr gern mit dem Auto, jedoch nicht selbst, was einige „Historiker“ nach 1945 zu der Behauptung verleitete, daß Hitler nicht Auto fahren konnte. Die Tatsache, daß er einen Führerschein besaß, wurde geflissentlich ignoriert.[16]

Sein persönliches Umfeld (Hausangestellte, Freunde, Sekretärinnen) beschrieb ihn als äußerst zuvorkommend mit höflichen Umgangsformen. Er war sehr aufmerksam, wenn es um das persönliche Wohl seiner Angestellten ging. Wenn er z. B. auf Reisen war und eine übereifrige Kellnerin Hitler zuerst den Teller servierte, nahm er den Teller und trug ihn zu seinem Chauffeur, denn seine Mitarbeiter sollten zuerst etwas zu essen bekommen.[17] Er liebte Kinder, war aber im Umgang, besonders mit kleinen Kindern, eher unbeholfen. Größte Entspannung hatte Adolf Hitler bei der Beschäftigung mit seinen Schäferhunden, die er in Berlin, am Berghof oder in der Wolfsschanze immer dabei hatte.

Der Führer

Errichtung des Dritten Reiches

Hitler von vorne II.jpg
Hitler (v. l.) als Führer und Reichskanzler, Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Parteivorsitzender

Nach dem Reichstagsbrand, der von dem holländischen Kommunisten Marinus van der Lubbe verursacht worden war, erreichte Hitler von Hindenburg den Erlaß von Notverordnungen nach Artikel 48 der Weimarer Verfassung. Mit ihnen war er als Reichskanzler in der Lage, übergeordnete Rechte einzusetzen. Diese Notverordnungen hatten jedoch nur eine eng begrenzte Gültigkeitsdauer. An ihre Stelle sollte daher eine dauerhafte Regelung treten, das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“, das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“. Dazu benötigte Hitler eine Zweidrittelmehrheit im Reichstag. Um die Zweidrittelmehrheit erreichen zu können, verhinderten SA und preußische Polizei die Teilnahme eines Teiles der Reichstagsabgeordneten an der entsprechenden Parlamentssitzung, nämlich allen 81 Angehörigen der KPD-Fraktion und einigen Sozialdemokraten. Das Gesetz wurde mit Zustimmung der bürgerlichen Parteien, darunter die Zentrum-Partei und die Liberalen, verabschiedet. Die verbliebenen SPD-Abgeordneten stimmten dagegen. Beim Tag von Potsdam, bei dem sich die neue Regierung in die preußische Tradition stellte, wurden bürgerlich konservative und deutsch-nationale Kreise in die Ziele der Bewegung einbezogen.

Hitler und von Papen auf dem Weg zur Garnisonkirche am sogenannten Tag von Potsdam, dem 21. März 1933

Am 1. Juni 1933 wurde die Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft eingeführt, eine Abgabe aller Betriebe zugunsten der NSDAP, berechnet nach der Lohn- und Gehaltssumme. Bis 1945 kamen so 700 Millionen Reichsmark zusammen. Die NSDAP konnte somit zumindest ihre grundlegenden finanziellen Probleme bereinigen.

Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 2. August 1934 ging der Oberbefehl über die Reichswehr auf Hitler über. Dieser ließ durch eine Volksabstimmung das Amt des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers zusammenfassen und nannte sich fortan Führer und Reichskanzler nach dem Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. August 1934, das besagt:

„§ 1. Das Amt des Reichspräsidenten wird mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Infolgedessen gehen die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über.“

Er demonstrierte damit die Vereinigung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers auf seine Person, verwendete jedoch bewußt nicht die Amtsbezeichnung Reichspräsident für sich, denn diese sollte dem verstorbenen Paul von Hindenburg vorbehalten bleiben. Im Erlaß des Reichskanzlers zum Vollzug des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. August 1934 heißt es dementsprechend:

„Die Größe des Dahingeschiedenen hat dem Titel Reichspräsident eine einmalige Bedeutung gegeben. Er ist nach unser Aller Empfinden in dem, was er uns sagte, unzertrennlich verbunden mit dem Namen des großen Toten. Ich bitte daher, Vorsorge treffen zu wollen, daß ich im amtlichen und außeramtlichen Verkehr wie bisher nur als Führer und Reichskanzler angesprochen werde. Diese Regelung soll für alle Zukunft gelten.“

Hitlers Innen- und Volkstumspolitik

Wesentliche Antriebskraft für Hitlers Politik war eine Neuordnung der europäischen und globalen Wirtschaftsverhältnisse im Sinne einer völkisch-nationalen Neubesinnung. Er sah in der Weltgeschichte einen permanenten Kampf, in dem die Starken die Schwachen, die höherwertigen die minderwertigen Rassen beherrschen. Die von Hitler geprägte Anschauung des Nationalsozialismus beabsichtigte keinesfalls eine Selbstverwirklichung des deutschen Volkes zum Nachteil anderer Völker, so wie es für den Chauvinismus typisch ist. Seine Rassenanschauung stand im Gegensatz zum zionistischen Judentum, welches bereits damals die nationale Verwirklichung des jüdischen Volkes auf Kosten anderer Völker und insbesondere des deutschen Volkes zum Ziel hatte. Die BRD-Greuelpropaganda behauptet nach wie vor das Gegenteil.

Adolf Hitler selbst beschrieb den Nationalsozialismus als „die politische Lehre von der Volksgemeinschaft.“ Nationalismus verstand er dabei als die Hingabe des Individuums für dessen Volksgemeinschaft, den Sozialismus als Verantwortung der Volksgemeinschaft für das Individuum. Es galt, einen wirklichen Sozialstaat zu schaffen, in dem sich alle – unter Überwindung eines Egoismus – für das gemeinsame Volkswohl einbringen sollten.

Hitler selbst war nie Anhänger eines Personenkultes. Bereits 1933 gab er Anweisung zur Beibehaltung historischer Straßennamen. Statt dessen sagte er „jede Generation soll nur das auf sich beziehen, was sie selbst geschaffen hat.“ Denn „Nur das, was die Nationale Revolution für die Zukunft selbst erbaut, darf sie mit ihrem und den Namen ihrer führenden Männer verbinden.“ Ebenso lehnte Hitler es ab, Münzen mit seinem Antlitz prägen zu lassen. Eventuell wäre dies erst nach einem siegreichen Kriegsende geschehen. Auf den Reichsmünzen dargestellt wurden hingegen berühmte deutsche Identifikationsfiguren wie Paul von Hindenburg und Friedrich Schiller.[18]

Hitler und der Antijudaismus

Nachkolorierte Profilansicht

Der Antijudaismus, welcher infolge des Sykes-Picot-Abkommens und der gegen Deutschland gerichteten Balfour-Deklaration insbesondere seit Ende des Ersten Weltkrieges erstarkte, war einflußnehmend auf Hitlers weltanschauliche Prägung. In seinem Lebenswerk „Mein Kampf“ befaßt er sich ausführlich mit den Wechselwirkungen zwischen Juden und nichtjüdischen Volkskörpern. Dem Antijudaismus wollte Hitler als der Führer des ab 1933 bestehenden nationalsozialistischen deutschen Staates durch Lösung der Judenfrage in Abstimmung mit jüdischen Interessenverbänden (→ Reichsvertretung der Juden in Deutschland) wirksam entgegentreten.

Nach der jüdischen Kriegserklärung vom 24. März 1933 sowie infolge etlicher antideutscher, von Juden initiierter militanter Aktionen, wie sie z. B. aus den Ermordungen des deutschen Gesandten Ernst vom Rath in Paris und des schweizerischen nationalsozialistischen Landesgruppenleiters Wilhelm Gustloff resultierten, wurde die nationalsozialistische Absicht der konstruktiven Zusammenarbeit mit Judenverbänden zunehmend erschwert. Insbesondere im Vorfeld und nach Entfesselung des gegen Deutschland gerichteten Zweiten Weltkrieges war die Reichsleitung zu einer wiederholten Beschränkung jüdischer Rechte gezwungen, woraus z. B. eine zunehmende Herausdrängung von Juden aus dem politischen und öffentlichen Leben erwuchs.

Im Verlauf des Weltkrieges wurde im Rahmen einer Gesamtlösung der Judenfrage auch erörtert, eine Umsiedlung von Juden in außereuropäisches Gebiet durchzuführen (→ Madagaskar-Plan). Zudem wurden die Juden nach den Jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland ihrem Feindstatus zufolge insbesondere während des Zweiten Weltkrieges in Konzentrationslagern interniert, was auch nach Ansicht des Historikers Ernst Nolte als Schutzmaßnahme gerechtfertigt gewesen sei.[19] Adolf Hitler kündigte in seiner Reichstagsrede vom 30. Januar 1939 für den Fall eines neuerlichen vom Weltjudentum ausgelösten Krieges die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ an.

Hitler war ein Befürworter des Sozialdarwinismus, bei welchem die kulturelle und intellektuelle Höherentwicklung einer Volksgemeinschaft im Mittelpunkt steht. Diesbezüglich vertrat er auch die Ansicht, daß unnötiges Leiden beendet werden darf und sollte; seine Sichtweise fand ihre Umsetzung im Rahmen des Euthanasie-Programmes, welches die Erlösung unheilbar Kranker von sinnlosem Leiden auch im Sinne der Erhaltung eines gesunden Volkskörpers zum Ziel hatte.

Es wird oft behauptet, Adolf Hitler habe bereits in seinem Buch „Mein Kampf“ die Vernichtung der Juden mit Giftgas angekündigt. In diesem Zusammenhang wird folgende Aussage zitiert:

„Hätte man zu Kriegsbeginn und während des Krieges einmal zwölf- oder fünfzehntausend dieser hebräischen Volksverderber so unter Giftgas gehalten, wie Hunderttausende unserer allerbesten Arbeiter aus allen Schichten und Berufen es im Felde erdulden mußten, dann wäre das Millionenopfer der Front nicht vergeblich gewesen. Im Gegenteil: Zwölftausend Schurken zur rechten Zeit beseitigt, hätte vielleicht einer Million ordentlicher, für die Zukunft wertvoller Deutscher das Leben gerettet.“

Diese Passage findet sich im Zweiten Band, und zwar im Kapitel „Notwehr als Recht“, wo Hitler auf die Verhältnisse im Ersten Weltkrieg eingeht und den Marxismus angreift, der in Deutschland vorwiegend von Juden angeführt wurde. Sowohl der Bezug auf die Vergangenheit als auch die Bedingungsform („hätte man“) legen nahe, daß es sich hier um eine rein propagandistische, keineswegs aber um eine planende, programmatische Äußerung handelt. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß der jüdische Schriftsteller Kurt Tucholsky für jene bürgerlichen Schichten, die seine pazifistische Haltung nicht teilten, folgende Wünsche bereithielt:

„Möge das Gas in die Spielstuben eurer Kinder schleichen. Mögen sie langsam umsinken, die Püppchen. Ich wünsche der Frau des Kirchenrats und des Chefredakteurs und der Mutter des Bildhauers und der Schwester des Bankiers, daß sie einen bitteren qualvollen Tod finden, alle zusammen.“[20]

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland

Wirtschaftspolitik

Hitler besichtigt das Modell des KdF-Wagens
Der Führer in seinem Arbeitszimmer auf dem Obersalzberg

Vorrangiges Ziel von Hitlers Wirtschaftspolitik, vertreten durch seinen Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht, war die wirtschaftliche Neuordnung Deutschlands mit dem Ziel der Autarkie. Die Wirtschaftspolitik unter Adolf Hitler ist untrennbar mit dem Programm des Nationalsozialismus verbunden. Getreu Hitlers Devise „Arbeit schafft Geld und nicht umgekehrt“ wurde ein System des gegenseitigen direkten Warenaustausches mit anderen Staaten geschaffen, das die sogenannte Zinsknechtschaft umgehen sollte. Diese Ziele wurden in zwei Vierjahresprogrammen festgelegt.

Der erste Vierjahresplan ab 1933 sollte die Ernährungslage des deutschen Volkes verbessern und einen spürbaren Abbau der Arbeitslosigkeit bewirken. Der inländische Geldkreislauf wurde dabei durch die Einführung der sogenannten Mefo-Wechsel unterstützt.

Im zweiten Vierjahresplan ging es um die Steigerung der Selbstversorgung Deutschlands und seine Exportfähigkeit. Die Erpreßbarkeit Deutschlands durch englische Hungerblockaden, wie in den vergangenen beiden Kriegen, sollten somit für alle Zukunft wirkungslos werden. Die deutsche Wirtschaft sollte ohne ausländische Kredite saniert werden. Gewinne ausländischer Firmen durften nur noch durch Tausch mit deutschen Produkten eingelöst werden (Ware gegen Ware).

Diesem System schlossen sich vorrangig südamerikanische Staaten an. Die Folge war ein devisenloser Außenhandel. Dieses System ließ die bis dahin größten Kreditgeber und Nutznießer des Welthandels und ehemaligen Siegermächte von „Versailles“, die VSA, England und Frankreich, plötzlich außen vor. Deutschland stieg in kürzester Zeit zu einer Wirtschaftsmacht auf, deren Aufstieg und Konkurrenz es zu verhindern galt. Der damalige VS-Präsident Roosevelt sagte dazu später:

„Will irgendwer behaupten, daß Deutschlands Versuch, den Handel in Mitteleuropa zu dominieren, nicht einer der Hauptgründe für den Krieg war?“ [21]

Außenpolitik und Wiederbewaffnung

Dem Führer!
(Gedicht von Agnes Miegel)

Wie schon andere Politiker der Weimarer Republik verfolgte auch Hitler außenpolitisch die Revision des sogenannten Versailler Vertrages. Anders als diese war er aber nicht mehr bereit, dabei nur auf diplomatischem Wege zu handeln, sondern nahm dabei auch notfalls einen militärischen Konflikt in Kauf.

Nachdem Deutschland durch das Versailler Diktat wehrlos gemacht worden war, verpflichteten sich die Siegermächte pro forma ebenfalls zur Abrüstung. Spätestens 1927, nachdem die Bestimmungen in Deutschland vollständig und „Vertrags“-gemäß durchgesetzt waren, hätten die Siegermächte nun ihrerseits abrüsten müssen, um ein militärisches Gleichgewicht in Europa wiederherzustellen. Die Siegermächte lehnten ihre Abrüstungszusagen grundweg ab und verletzten damit ihren eigenen diktierten sogenannten Versailler Vertrag. Folgerichtig versuchte Deutschland nun auf dem Verhandlungswege zu erreichen, daß es von den extremen Rüstungsbeschränkungen befreit wurde. Nachdem alle Verhandlungen diesbezüglich an der Arroganz der Siegermächte des Ersten Weltkrieges gescheitert waren, begann ein deutsches Rüstungsprogramm, um einen Gleichstand wiederherzustellen und die Wehrfähigkeit des Reiches gewährleisten zu können.

Die Entschlossenheit der nationalsozialistischen Außenpolitik zeigte sich bereits im Oktober 1933, als Deutschland Verhandlungen mit Großbritannien und Frankreich abbrach und aus dem Völkerbund austrat, da die Siegermächte des Ersten Weltkrieges keinerlei Interesse an der Lösung der vorhandenen und von ihnen selbst verursachten territorialen und ethnischen Probleme zeigten.

Im März 1938 kam es zur deutschen Wiedervereinigung mit Österreich, der deutschen Ostmark, zum nunmehr „Großdeutschen Reich“ (Unternehmen Otto), wobei Hitler die Begeisterung der deutschen Bevölkerung in Österreich sicher war. Bei seiner Geburtsstadt Braunau überschritt er unter Glockengeläut am 12. März die Grenze und erreichte vier Stunden später Linz. Die Straßen waren von Hunderttausenden gesäumt, die Dörfer mit Blumen geschmückt. Am Abend des 13. März unterzeichnete er im Linzer Hotel Weinzinger das „Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“. Am 15. März empfing ihn Wien mit ungeheurem Jubel – ein Taumel von Blumen und Freudentränen. Deutschland war wieder vereinigt! Hitler zog von Schloß Schönbrunn her unter Glockengeläut in die Innenstadt. Zweihunderttausend Menschen waren auf den Beinen und bereiteten ihm einen enthusiastischen Empfang. Die Masse auf dem Heldenplatz zu Füßen der Wiener Hofburg war die größte Menschenansammlung, zu der Hitler je gesprochen hatte. Vom Balkon der Hofburg aus verkündete er in einer Ansprache am 15. März vor 250.000 Menschen die

„Vollzugsmeldung meines Lebens, den Eintritt meiner deutschen Heimat in das Deutsche Reich.“

Im Oktober desselben Jahres verlangte Hitler die Abtretung des mehrheitlich von Deutschen bewohnten Sudetenlandes von der Tschecho-Slowakei an Deutschland. Das Sudetenland wurde im Zuge des Versailler Diktates im Jahre 1919 vom Deutschen Reich und von Deutsch-Österreich abgetrennt und dem damals auf englisches Bestreben hin neu geschaffenen Staatsgebilde „Tschecho-Slowakei“ zugeschlagen. Die Folge waren große wirtschaftliche Not und schwere Repressalien der dort lebenden deutschen Bevölkerung. Da die Tschechoslowakei jedoch mit Frankreich und Großbritannien verbündet war, drohte schon damals der Ausbruch eines Krieges. Auf Vermittlung Mussolinis hin kam jedoch in München eine Konferenz mit dem britischen Premier Arthur Neville Chamberlain und dem französischen Ministerpräsidenten Édouard Daladier zustande. Aufgrund dessen wurde das Münchener Abkommen abgeschlossen, in dessen Folge das deutsche Sudetenland der tschechischen Knechtschaft entrissen und dem Reiche wieder angegliedert werden konnte.

Hitler sprach in seiner drei Tage zuvor erfolgten Rede vom 26. September 1938 im Berliner Sportpalast eine Bestandsgarantie für die sogenannte „Rest-Tschechei“ aus. Im März 1939 kam es dann zur Errichtung des Protektorates Böhmen und Mähren, nachdem die Slowakei das Deutsche Reich offiziell um Hilfe gebeten hatte, um der Fessel von Versailles und der damit einhergehenden tschechischen Knechtschaft entkommen zu können. Die Rest-Tschechei unter ihrem damaligen Präsidenten Emil Hácha wurde daraufhin unter Wahrung ihrer kulturellen und innenpolitischen Identität als Reichsprotektorat dem Reiche unterstellt.

Gleichwohl sollte Hitler wenige Monate später zu Recht die Wiederangliederung der deutschen Stadt Danzig an das Reich fordern. In dem geheimen Zusatzprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt vom August 1939 stimmte Hitler der vorübergehenden Aufteilung Polens und des Baltikums zwischen Deutschland und der Sowjetunion zu, sofern es zu keiner Einigung mit Polen über die polnisch besetzten deutschen Gebiete im sogenannten Polnischen Korridor kommen würde. Gestärkt insbesondere durch die englische Garantieerklärung zeigte Polen keinerlei Bereitschaft zur friedlichen Lösung der deutsch-polnischen Territorialkonflikte und forderte dadurch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges förmlich heraus. Es kam zum sogenannten Polenfeldzug. Auf diesen Krieg war Hitlers Denken und Regierungshandeln jedoch nicht vorbereitet. Dies unterstreicht auch noch einmal das Schlußwort des deutschen Außenministers Joachim von Ribbentrop im Jahre 1945 vor dem sogenannten alliierten Nürnberger Kriegsverbrechertribunal.

Der Führer auf der historischen Reichstagssitzung vom 1. September 1939

Hitler und der Zweite Weltkrieg

Neben dem Erhalt des deutschen Volkes durch den nationalsozialistischen Staat verfolgte Hitler nur ein einziges weiteres politisches Ziel, das er ebenfalls schon in „Mein Kampf“ benannte: die europäische Vormachtstellung Deutschlands unter dem Dach einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftsunion. Dabei ging es ihm vorrangig um die Revision der territorialen und wirtschaftlichen Repressionen infolge des Ersten Weltkrieges, die in dem „Schanddiktat von Versailles“ (→ Versailler Diktat) geendet und das ehemals wirtschaftlich reiche und politisch aufstrebende Deutschland in Armut und Elend gestürzt hatten.

Trotz ständiger deutscher Friedensvorschläge vor allem an die englische Seite bemühten sich Frankreich und England um die bolschewistische Sowjetunion als unnatürlichen Verbündeten. Stalin und sein Außenminister Molotow ließen entsprechende Verhandlungen jedoch scheitern, da sie der Meinung waren, Großbritannien und Frankreich benötigten die Hilfe der Sowjetunion dringender als diese die Unterstützung des Westens. Stalin rechnete mit einem langen Stellungskrieg im Westen wie nach 1914 und plante, mit der Roten Armee Deutschland erst anzugreifen, wenn alle anderen Kriegsparteien erschöpft seien. Zudem benötigte er Zeit, um die während der von ihm selbst veranlaßten politischen „Säuberungen“ der vergangenen Jahre geschwächte Rote Armee zu reorganisieren.

Hitlers Interessen deckten sich trotzdem teilweise mit denen Stalins. Auch ihm kam es darauf an, Zeit zu gewinnen. Er wollte einen Zweifrontenkrieg wie zwischen 1914 und 1918 unbedingt vermeiden und zunächst die Bedrohung durch Frankreich im Westen neutralisieren. Weiterhin versuchte er, Großbritannien möglichst durch einen Friedensvertrag zu gewinnen und erst dann Rußland und dessen Bolschewismus abzuwehren. Zur allgemeinen Überraschung unterzeichnete der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop am 23. August 1939 in Moskau einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion, der in einem geheimen Zusatzprotokoll die vorübergehende Aufteilung Osteuropas in eine deutsche und eine sowjetische Interessensphäre im Kriegsfalle vorsah. Gedeckt durch den Hitler-Stalin-Pakt konnte Deutschland nun endlich die durch den Versailler Vertrag auf englisches Bestreben hin von Deutschland abgetrennten und von Polen besetzten deutschen Gebiete zurückfordern. Die englische Garantieerklärung an Polen durchkreuzte dann sämtliche Bemühungen um eine friedliche Revision.

Vorschlag Hitlers aus der deutschen Presse zur geplanten Korridorabstimmung[22]

In seinem Buch „Widerstand im Dritten Reich“ geht Heinz Roth von einem gezielten Verrat durch die „Abwehr“ unter Wilhelm Canaris aus:

„Wenn auch Englands und Polens Spekulation auf den Berliner Militärputsch keineswegs die erhofften Früchte brachte, so hatten beide Mächte immerhin erreicht, Adolf Hitler von seinem bisher friedlichen Weg zur Revision des Versailler Diktats, der ebenso friedlichen Einigung der großen, vom Bolschewismus bedrohten Völker, – München war ein letztes Wiederaufflackern des europäischen Viermächtepaktes von 1933, – zwecks gemeinsamer Bekämpfung Moskaus endgültig abzudrängen. Nachdem die Westmächte sich jetzt als völlig blind gegenüber der bolschewistischen Gefahr erwiesen, und damit Europa seinem Schicksal überantworteten, entschloß sich Adolf Hitler, alles auf seine eigene Schulter zu nehmen. Unter dieser Last ist er dann auch zusammengebrochen.“ [23]

Polenfeldzug

Den Abschluß des Paktes verstand Großbritannien als Signal für den unmittelbar bevorstehenden Kriegsbeginn. Tatsächlich forderte Hitler von Polen nun prompt die Rückgabe des im Versailler Vertrag festgelegten und mitten durch deutsches Reichsgebiet führenden sogenannten Korridors zwischen dem deutschen Hinterpommern und dem deutschen, vom Reiche abgeschnittenen, Ostpreußen sowie rechtmäßig die Wiederangliederung der deutschen Stadt Danzig an das Reich.

Zeitgleich verstärkte die deutsche Presse nun ihre Berichterstattung über die ständigen Greueltaten und Massaker von Polen an Volksdeutschen und forderte endlich ein Einschreiten gegen das polnische Vorgehen. Diese Provokationen waren zuvor auf Hitlers Anordnung hin in der Presse nicht in ihrem wirklichen Ausmaß dokumentiert worden, um seine Friedensbemühungen nicht zu gefährden.

Nachdem die Ausschreitungen Polens, gedeckt durch die Garantieerklärungen des Westens, ein unerträgliches Maß angenommen und deutsche Flüchtlingsströme aus dem deutschen Grenzgebiet zu Polen die Aufnahmefähigkeit des Kernreiches wirtschaftlich überfordert hatten, wurde auch der deutsche Vorschlag über eine Volksabstimmung im sogenannten Korridor durch die polnische Seite verweigert. Je nach Abstimmungsergebnis sollte die unterlegene Seite eine exterritoriale Verbindung bekommen, und zwar entweder Deutschland nach Ostpreußen oder Polen zu einem exterritorialen Hafen bei Gotenhafen.

Alle diese Vorschläge Adolf Hitlers wurden von Polen rundweg abgelehnt. Letztendlich provozierte Polen damit ein militärisches Handeln von deutscher Seite und war somit hauptverantwortlich für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Am 1. September verkündete Hitler in seiner Rede vor dem Reichstag, Polen habe Deutschland, diesmal auch mit regulären Truppen, angegriffen und seit 5.45 Uhr werde jetzt zurückgeschossen.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Polenfeldzug, Chronologie antideutscher Gewalt von Polen

Hitler am Morgen des 23. Juni 1940 in Paris

Der Ausbruch des Krieges gegen Deutschland

Heinrich Himmler, Adolf Hitler und Erwin Rommel, 1940

Großbritannien und Frankreich hatten den aus Notwehr entstandenen Polenfeldzug zum Anlaß genommen, Deutschland am 3. September 1939 einseitig den Krieg zu erklären, wodurch der Zweite Weltkrieg in Europa entfesselt wurde. Polen war jedoch bereits nach 18 Tagen besiegt, und wie in dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes festgelegt, marschierte dann am 17. September die Rote Armee im sogenannten Ostpolen ein. Sie eroberte damit das 20 Jahre zuvor in den Wirren des russischen Bürgerkrieges von Polen geraubte und sowjetisch verwaltete Gebiet Weißrutheniens und der Ukraine wieder zurück. Das von Deutschland vorübergehend besetzte polnische Gebiet war Bestandteil der nun folgenden deutschen Friedensvorschläge.

Polen sollte in seinen ursprünglichen Grenzen als selbständiger Staat wiederhergestellt werden. Diese Vorschläge wurden, vorrangig von englischer Seite, allesamt abgelehnt, da es nicht um Frieden, sondern um die totale Vernichtung des deutschen Volkes und seiner wirtschaftlichen und ideologischen Vormachtstellung in Europa gehen sollte, wie im geheimen Churchill-Stalin-Pakt dargelegt. Nach dem sowjetischen Angriffskrieg auf Finnland im Winterkrieg von 1939/40 wendete sich nun auch noch das deutsche Vertrauen in die Friedensbereitschaft der damaligen Sowjetunion.

Im Frühjahr 1940 besiegte die Wehrmacht Frankreich, das zuvor einseitig Deutschland den Krieg erklärt hatte. Auf diese Weise war Frankreich als Kriegsgegner ausgeschaltet.

Hitler umringt von Arbeitsmännern der Organisation Todt (OT), links Fritz Todt
Der Führer besichtigt durch Terrorbombardement zerstörte Gebäude.

In Großbritannien wurde Arthur Neville Chamberlain mittlerweile verhängnisvollerweise von Winston Churchill abgelöst, der schon seit 1914 ein kompromißloses Auftreten gegenüber Deutschland verlangt hatte. Unterdessen suchte die deutsche Regierung unter Reichskanzler Hitler in Großbritannien einen Verbündeten und unternahm zahllose Versuche, mit dem Inselstaat Frieden zu schließen. Er bot dem Land freie Hand in seinem Kolonialreich an, wenn Großbritannien im Gegenzug Deutschlands rechtmäßige Hegemonie über den europäischen Kontinent anerkenne. Churchill lehnte jedoch kompromißlos jede Verständigung mit Deutschland ab und ließ damit wissentlich später den deutschen Konflikt mit Polen zum Weltkrieg eskalieren.

Besprechung mit Generälen der Wehrmacht

Dann fügte die Royal Air Force der deutschen Luftwaffe in der Luftschlacht um England die erste bedeutende militärische Niederlage zu. Aufgrund der fehlenden Luftherrschaft und der Tatsache, daß Großbritannien zu diesem Zeitpunkt keine akute Bedrohung darstellte, ließ Hitler im Frühjahr 1941 die Planungen für das Unternehmen Seelöwe, der Invasion Englands, abbrechen. Er wandte sich nun dem wichtigeren Ziel zu, der endgültigen Befriedung und Neuordnung des Ostens.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Lebensraum im Osten

Zunächst mußte die Wehrmacht im Frühjahr 1941 im Balkankrieg dem verbündeten Italien zu Hilfe kommen, dessen sinnloser Angriff auf Griechenland gescheitert war. Die vorübergehende Besetzung des Balkans sollte aber auch der Sicherung der deutschen Südflanke vor allem in bezug auf die rumänische Erdölversorgung des deutschen Reiches vor dem russischen Zugriff dienen.

Am 10. Mai 1941 flog der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß in einer letzten verzweifelten Aktion nach England, um durch einen erhofften Friedensschluß eine Ausweitung des Krieges zu einem Weltkrieg zu verhindern, nicht ahnend, daß eben diese Ausweitung bereits beschlossene Sache war.

Der Beginn des Feldzuges gegen die bolschewistische Sowjetunion, die mittlerweile nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa bedrohte, erfolgte viele Wochen verspätet unter dem Namen Unternehmen Barbarossa am 22. Juni 1941. Stalins Truppen waren bereits in Angriffsstellung aufgestellt, eine weitere Verzögerung hätte zur Katastrophe für ganz Europa geführt. Notwendig wurde dieser Feldzug als Kampf des Antikommunismus, des Antibolschewismus und der abendländischen Kultur gegen „asiatische Barbarei“ und den „jüdischen Bolschewismus“. Ziel war die Befreiung der russisch unterjochten Satellitenstaaten vom Bolschewismus und die anschließende Errichtung freier Staaten, um den zukünftigen Schutz Europas vor dem Bolschewismus zu sichern.

Nach anfänglichen Erfolgen der Wehrmacht blieb der Feldzug im Dezember 1941 kurz vor Moskau stecken. Am 7. Dezember griff Japan den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an und die Vereinigten Staaten traten nun auch offiziell in den Weltkrieg ein, nachdem sie bereits zuvor ihre Flotte in britischem Interesse zur Verfügung gestellte hatte. Das Deutsche Reich erklärte demzufolge am 11. Dezember 1941 den VSA den Krieg.


Ausschnitte aus der Rede vom 11. Dezember 1941:



Das ursprüngliche Ziel des Führers war es, die VSA konsequent aus dem europäischen Konflikt herauszuhalten um eine Ausweitung zum Weltkrieg unbedingt zu verhindern. Am 19. Dezember 1941 übernahm er deshalb auch den Oberbefehl über die Wehrmacht. Nachdem die deutsche Wehrmacht 1942 noch einmal in die Offensive gegangen war, erlitt sie zu Jahresbeginn 1943 in der Schlacht von Stalingrad ihre bis dahin erste verlustreiche Niederlage, die auch allgemein als Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges angesehen wird. Verantwortlich für diese schwere Niederlage war die Überdehnung der sowjet-bolschewistischen Front, die trotz Warnungen von Hitler in Kauf genommen wurde, um eine Neuformierung der feindlichen Streitkräfte zu verhindern, da es keinerlei Planungen für einen längeren Krieg im Osten zuvor von deutscher Seite gegeben hatte. Erschwerend hinzu kam die verräterische Aktivität von Gegnern im Dienste der Feinde u. a. im Oberkommando der Wehrmacht.

Adolf Hitler: Ansprache auf dem Heldengedenktag am 15. März 1942: (mp3)

Im selben Jahr erlangten die alliierten Bomberverbände die Lufthoheit über dem Deutschen Reich. Im zynisch so genannten Luftkrieg versanken viele deutsche Städte in Schutt und Asche. Die Auslöschung von deutschen Städten wie Dresden und Königsberg hatte vor allem zum Ziel, das deutsche Volk seiner Identität und seiner geschichtlich gewachsenen Kultur zu berauben. Die Opfer von Hunderttausenden Frauen und Kindern unter der Zivilbevölkerung wurden dabei ganz bewußt in Kauf genommen. Am 6. Juni 1944 eröffneten die Westalliierten mit der Invasion in der Normandie eine zweite Front im Westen. Trotz aller Niederlagen, trotz immenser Verluste der Zivilbevölkerung aller beteiligten Länder, trotz gewaltiger Zerstörungen und obwohl Hitler selbst schon 1943 geäußert hatte, daß ein militärischer Sieg nicht mehr zu erringen war, mußte der Krieg noch für zwei volle Jahre in grausamster Härte weitergeführt werden, da die Forderung der britischen und amerikanischen Seite nach „bedingungsloser Kapitulation“ auf der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 unannehmbar war. Sämtliche Friedensbemühungen von deutscher Seite, um mit den Westalliierten einen Separatfrieden zu schließen, wurden mit dem Ziel der totalen Zerstörung Deutschlands und der Vernichtung alles Deutschen abgelehnt. Als Reaktion auf die Forderung nach „bedingungsloser Kapitulation“ kam es zur Verkündung des totalen Krieges in Deutschland. Als die Westalliierten an der Elbe standen und die bolschewistische Rote Armee bereits im Stadtzentrum von Berlin wütete, nahm Adolf Hitler sich nach offiziellen Angaben in Anbetracht der unausweichlichen Niederlage des Reiches im Kanzleibunker das Leben. Die Konsequenz des durch Englands Kompromißlosigkeit und dem unnötigen Kriegseintritt der VSA zum Weltkrieg eskalierten Schreckens waren die Auflösung des Deutschen Reiches, die Verwüstung weiter Teile Europas mit Millionen von Toten, das in dem Völkerverbrechen der Vertreibung von 15 Millionen Deutschen und der Ermordung von Millionen Deutschen auch noch nach Kriegsende gipfelte.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Rheinwiesenlager

Das Gebiet von Ostdeutschland wurde unter vorübergehende polnische und sowjetische Fremdverwaltung gestellt. Eine weitere Folge war die 40 Jahre währende Hegemonie der Sowjetunion über Osteuropa und die Teilung der Mitte und des Westens Deutschlands und Europas in zwei sich feindlich gegenüberstehende Machtblöcke, die zumindest teilweise erst 1989/90 durch das wiedererstarkte gesamtdeutsche Bewußtsein in Mitteldeutschland überwunden werden konnte. Die Lehren aus den beiden weitgehend selbstverschuldeten schrecklichen Weltkriegen hatte England offenbar bis dahin trotzdem immer noch nicht gezogen. Selbst jetzt, wie schon 70 Jahre zuvor in Versailles, verweigerte die englische Regierung in der üblichen Arroganz weiterhin dem Deutschen Volke das Recht auf freie Selbstbestimmung. Der Beitritt Mitteldeutschlands zum Besatzungskonstrukt BRD kam gegen hartnäckigste englische Blockadeversuche nur durch das staatsmännische und weitsichtige Verhalten der damaligen Präsidenten der VSA, George H. W. Bush, und der damaligen UdSSR, Michail Gorbatschow, zustande.

Hitler zum Kriegsende

Adolf Hitler am 20. März 1945 vor dem Kanzleibunker. Der zwölfjährige Hitlerjunge Alfred Czech schaut zu, wie zu seiner Rechten einer der Helden von Lauban, der 16jährige Wilhelm Hübner, den Handschlag und die Gratulation von Adolf Hitler entgegennimmt. Danach ist Alfred an der Reihe.
Hauptartikel: Schlacht um Berlin

Am 30. Januar 1945 hielt Adolf Hitler seine letzte Rundfunkansprache.

Hitlers Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe des Krieges. Seine zittrige Hand, die Hitler selbst mit den Worten: „...allein der lange Krieg, schlaflose Nächte und viele Sorgen haben meine Hand so zitterig gemacht...“ begründete[24], wurde fälschlicherweise erstmalig 1965 als Parkinson-Krankheit gedeutet.[25] Obwohl bereits seit 1971 mehrmals bewiesen wurde, daß Hitler nicht an dieser Krankheit litt,[26] wird diese Behauptung immer noch beharrlich weiterverbreitet.[27]

Bezeichnend ist, daß Adolf Hitler noch am Tage des Attentats vom 20. Juli 1944 Mussolini und andere Gäste empfing. Da sein rechter Arm wegen der Verletzungen geschient war, reichte er den Gästen die linke Hand. Dies ohne Zittern oder irgendeine Unsicherheit, wie sich unschwer an damaligen Filmaufnahmen erkennen läßt. Obwohl Hitlers Leibarzt Theo Morell bereits im August 1941 eine leichte „Schüttellähmung“ der linken Hand bemerkt haben will, war ihm dies bis 1945 keine Behandlung wert. Hitler soll nach dem Attentat geäußert haben:

„Bei mir ist das Wunder eingetreten, daß durch diesen Schlag mein Nervenleiden fast verschwunden ist. Ich habe noch immer etwas Zittern am linken Bein, wenn die Besprechungen zu lange dauern, aber vorher habe ich mit diesem Bein im Bett gezittert. Das ist auf einmal durch diesen Schlag völlig verschwunden; wobei ich nicht sagen möchte, daß ich das für die richtige Kur halte.“[28]

Dies deutet auf eine Folge der jahrelangen nervlichen Belastung hin, da es ansonsten die erste dokumentierte Form einer Selbstheilung der angeblichen Parkinson-Erkrankung wäre. Trotz seines Gesundheitszustandes, der sich nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 noch verschlechtert hatte, behielt der Führer weiterhin seine von vielen Zeitzeugen beschriebene Suggestivkraft. Am 19. März 1945 gab er schweren Herzens den Befehl zur Zerstörung der Infrastruktur im Deutschen Reich beim Rückzug der Wehrmachtsverbände, um weitere Zeit für den noch geplanten Einsatz der deutschen Wunderwaffen zu gewinnen, der jedoch von Rüstungsminister Speer unterwandert wurde.

Am 22. April 1945 erlitt Hitler bei der täglichen Lagebesprechung im Kanzleibunker unter der Neuen Reichskanzlei in Berlin einen Nervenzusammenbruch, als er erfuhr, daß der von ihm befohlene Entsatzangriff der Armeegruppe „Steiner“ gar nicht stattgefunden hatte.

SS-Obergruppenführer Steiner hatte diesen Angriff angesichts des unmöglichen Kräfteverhältnisses als undurchführbar und „glatten Selbstmord“ bezeichnet und den Befehl verweigert. Hitler äußerte, daß nun endgültig alles verloren ist und alle ihn verraten hätten, auch die SS. Er entließ Teile seines Stabes und weigerte sich, trotz Bittens von Bormann, Keitel und Göring, die Reichshauptstadt Berlin zu verlassen. Er beauftragte seinen Chefadjutanten SS-Obergruppenführer Julius Schaub, alle seine persönlichen Unterlagen und Dokumente aus den Tresoren der Reichskanzlei und des Kanzleibunkers zu verbrennen und das gleiche auch in München und auf dem Obersalzberg zu tun. Rochus Misch, der Leibwächter und Telefonist Hitlers, hat über die letzten Tage im Bunker später umfassend berichtet, so daß über diese Zeit recht authentische Informationen existieren.

Nachdem Hitler am 29. April um 4.00 Uhr sein politisches Testament und ein neues privates Testament unterzeichnet hatte, heiratete er am selben Tag seine langjährige Lebensgefährtin Eva Braun. Die Trauung wurde von Walter Wagner durchgeführt.

Martin Bormann schrieb dazu an Karl Dönitz ebenfalls am 29. April:

„Lieber Großadmiral! Da wegen des Ausbleibens aller Divisionen unsere Lage hoffnungslos erscheint, diktierte der Führer in der vergangenen Nacht das anl. politische Testament. Heil Hitler!“

Tod

Am Tag darauf, dem 30. April 1945, sollen Adolf Hitler und seine Frau gegen 15.30 Uhr nach offiziellen Angaben und Zeugenaussagen Suizid verübt haben. Eva Braun soll sich durch eine Giftampulle und Hitler durch einen Schuß in die Schläfe getötet haben. Die Leichen sollen von Martin Bormann, Hitlers Kammerdiener Heinz Linge, Hitlers SS-Adjutanten Otto Günsche und einigen Leibwächtern aus dem Führerbegleitkommando im Garten der Neuen Reichskanzlei – gemäß Hitlers letzter Verfügungen – verbrannt und die sterblichen Überreste, nach offizieller Version, in einem Granattrichter beigesetzt worden sein.[29]

Der Reichssender Hamburg vermeldete im Wehrmachtbericht vom 1. Mai 1945 den Tod von Adolf Hitler: (ram-Datei zum anhören)

„Aus dem Führerhauptquartier wird gemeldet, daß unser Führer Adolf Hitler
heute Nachmittag in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei bis zum letzten Atemzuge gegen den Bolschewismus kämpfend für Deutschland gefallen ist.“
Nachruf auf den Führer
(Marburger Zeitung, 3. Mai 1945)
Oberdonau-Zeitung - Meldung vom Tode des Führers.jpg
„Adolf Hitler besaß bis an sein Ende die breite Zustimmung, das Vertrauen, die Verehrung, ja die Liebe der Deutschen.“[30]

„Der Führer ist nicht tot!“

In seinem eigenen politischen Testament schrieb Julius Streicher am 3. August 1945 während seiner Internierung in Mondorf auf sein Todesurteil wartend:[31]

„Der Führer ist nicht tot! Er lebt weiter in der Schöpfung seines gottnahen Geistes. Sie wird überdauern das Leben derer, die vom Schicksal dazu verdammt waren, den Führer nicht zu verstehen, als er noch lebte. Sie werden ins Grab sinken und vergessen werden. Der Geist des Führers aber wird hinauswirken in die Zeit und seinem versklavten Volk und einer verführten Menschheit zum Erlöser werden.“

Postulierter Verbleib der sterblichen Überreste

Die Stelle am Fluß Ehle bei Biederitz, an welcher der Russe im April 1970 angeblich die Asche des Führers verstreut haben will

Die sterblichen Überreste Adolf Hitlers und seiner Frau sollen in den ersten Maitagen von sowjetischen Beauftragten wieder ausgegraben und anhand von Röntgenbildern und Zahnschemata identifiziert worden sein. Jedoch schrieb die Zeitschrift „Der Spiegel“ in einer Ausgabe im Jahre 1968, daß der sowjetische Berlin-Eroberer, Marschall Georgij Schukow, im Juni 1945 Journalisten in seiner Wannsee-Villa mitgeteilt hatte:

„Wir haben keinen Leichnam gefunden, der als Hitler identifiziert werden konnte. Er mag im letzten Augenblick mit einem Flugzeug entkommen sein.“[32]

Nach Ende des Kalten Krieges wurde hingegen kolportiert, daß die Überreste Hitlers und Eva Brauns auf dem Gelände einer sowjetischen Kaserne bei Magdeburg vergraben waren und erst 1970 auf Anweisung von KGB-Chef Andropow angeblich vollständig verbrannt und die Asche in den Fluß Ehle bei Biederitz gegeben worden sein soll[33] – in der Nähe ebenjener Stelle, an der im Jahre 1813 beim Ehlegefecht bei Möckern der erste deutsche Sieg über die französischen Invasoren während der Befreiungskriege errungen worden war.

Spekulationen um den Tod

Seitenansicht von Hitlers persönlichem Flugzeug, der einzigen je gebauten Junkers Ju 290 A-6, die Ende April 1945 mit unbekannten Passagieren nachweisbar in Barcelona landete. Das Flugzeug hatte für diesen Langstreckenflug damals noch das äußerst knappe Flugbenzin erhalten, während nahezu die gesamte Luftflotte wegen Spritmangels an den Boden gefesselt war. Angeblich lag aber gar kein wichtiger Flugauftrag vor, was zu weiteren Spekulationen veranlaßte.

Gregory Douglas, der Autor des Buches „Geheimakte Gestapo-Müller“,[34] schrieb zu den Todesumständen Hitlers:

Zunächst ist es eine bewiesene Tatsache, daß weder Hitler noch seine Leiche jemals gefunden wurden. Im Gegensatz zu vielen sowjetischen Behauptungen ist das, was in Moskau aufbewahrt wird, offenbar nicht Hitlers Leiche, denn wenn sie es wäre, dann hätten die Sowjets schon vor langer Zeit eine internationale medizinische Untersuchung seiner Überreste erlaubt. Aber das erlauben sie noch nicht einmal heute... [...] Sodann ist es eine bewiesene Tatsache, daß Hitlers persönliches Flugzeug, eine Langstrecken-Ju 290-A6, an dem angegebenen Datum [30. April 1945] von einem nahe Salzburg gelegenen Flugplatz nach Barcelona flog. Es handelte sich bei diesem Flugzeug um eine Sonderanfertigung, von der nur ein Exemplar gebaut wurde. Es war ein viermotoriges, 50-sitziges Passagierflugzeug mit Druckkabine für hohe Flughöhen, eingesetzt zur persönlichen Verwendung für den Führer. [...] Das Flugzeug wurde schließlich vom I/KG 200 in Finsterwalde für Sondertransporte und -operationen übernommen und wurde in der letzten April-Woche 1945 von Hauptmann Braun, dem Staffelkapitän der LTS 290, nach Barcelona geflogen. [...] Nichts davon beweist, daß Hitler in der letzten Woche des Krieges nach Spanien flog, aber es beweist, daß sein persönliches Flugzeug dorthin flog. Wer sich – abgesehen von der Besatzung – im Flugzeug aufhielt, wird nirgends erwähnt, aber es ist zweifelhaft, daß das 50-sitzige Flugzeug Putzfrauen der Reichskanzlei nach Spanien flog! Während der letzten Kriegstage wäre es annähernd unmöglich gewesen, für Hitlers persönliches Flugzeug ausreichend Treibstoff für einen Flug nach Spanien aufzutreiben, wo es zudem eine Landeerlaubnis bekommen mußte! Zu solch einem Unternehmen hatten offensichtlich nur die höchsten deutschen Autoritäten die Macht. [...] Es war – und ist – übliche Praxis, daß hohe politische Führer (oder andere Berühmtheiten) Doppelgänger haben, einschließlich Hitler. Es mag sehr wohl sein, daß einige Zeugen glaubten, Hitler oder seine Leiche gesehen zu haben, aber wenn es sich dabei um seinen Doppelgänger handelte, wie hätten sie dies unterscheiden sollen?[35] Adolf Hitler soll nach dieser Spekulation bereits am 26. April 1945 die Reichshauptstadt Berlin verlassen haben, wobei allerdings außer acht gelassen wird, daß es zahllose andere Gründe für den genannten Spanien-Flug gegeben haben kann.
Derzeitiger Platz des Kanzleibunkers in Berlin an der „Gertrud-Kolmar-Straße“ Ecke „In den Ministergärten“

Englische Rundfunkmeldung vom 9. Mai 1945: Hitlers Leiche ist nicht auffindbar (mp3)

Der Autor Sven Peters vertritt in seinem Buch „Hitlers Flucht – Geheime Reichssache, wie sein Tod erfunden wurde“ die These, daß es tatsächlich Hinweise gebe, die auf ein Entkommen schließen lassen. Stalin sei von Anfang an überzeugt gewesen, daß Hitler keinen Freitod wählte. Bei der gefundenen Leiche soll es sich angeblich um einen Doppelgänger handeln. Ausschnitt aus der Dokumentation Mythos Neu-Schwabenland (ab 7:30 min.):

Thesen über den Verbleib Hitlers seit 1945

Vorbemerkung

Seit 1945 kursieren diverse, auch bösartige, gegen das Deutsche Volk, Deutschland, den Nationalsozialismus und seinen Begründer Adolf Hitler gerichtete, zu Umerziehungszwecken postulierte Thesen bzw. Gerüchte. Es ist für den unbedarften Leser oftmals sehr schwierig einzuschätzen, wie hoch der Wahrheitsgehalt der betreffenden Medienprodukte ist oder ob es sich gänzlich um Lügen handelt.

Thesen

Es folgt eine Auflistung einer Auswahl:

  • Jan van Helsing behauptete in einem Gespräch mit Kopp-Online, daß Adolf Hitler und seiner Ehefrau zum Kriegsende 1945 angeblich die Flucht vor den herannahenden sowjet-bolschewistischen Horden gelungen sei. Das Ehepaar soll laut van Helsing noch etliche Jahre in Argentinien überlebt haben.[36] Diese Theorie wurde auch in einer Dokumentation des „Discovery Channel“ aus dem Jahre 2003 mit dem Titel „Spekulationen um Hitlers Tod“ vertreten, in der ebenfalls angeblichen Spuren in Argentinien nachgegangen wurde.[37]
  • Nach Angaben des Buchautors Robin de Ruiter soll Hitler eine Flucht aus Berlin mit Hilfe des britischen Geheimdienstes gelungen sein.[38] Weshalb es zum Verlassen Berlins nun ausgerechnet der Mithilfe des englischen Geheimdienstes bedurft hätte, verschweigt der Autor jedoch geflissentlich.

Attentate

Gegen Hitler wurden insgesamt 42 Attentate geplant oder durchgeführt.[39] Zum Teil waren es unwahrscheinliche Zufälle, die sein Leben retteten. Dies bestärkte ihn in seinem Glauben, von der Vorsehung auserwählt zu sein. Im Jahre 1939 versuchte der Schweizer Maurice Bavaud Hitler zu erschießen, scheiterte jedoch, da er nicht an Hitler herankam. Im selben Jahr explodierte ein von dem Handwerker Georg Elser im Münchener Bürgerbräukeller angebrachter Sprengsatz, wenige Minuten nachdem Hitler, der gegen seine Gewohnheit nur kurz geredet hatte, den Raum verlassen hatte.

Bei einer Bombe, die Stauffenbergs Mitverschwörer Henning von Tresckow 1943 in Hitlers Flugzeug schmuggelte, versagte die Zündung. Wenige Tage später scheiterte ein geplantes Attentat, bei dem sich Rudolph-Christoph Freiherr von Gersdorff, ein weiterer Mitverschwörer des 20. Juli, bei einer Ausstellung im Berliner Zeughaus mit Hitler zusammen in die Luft sprengen wollte daran, daß Hitler die Ausstellung schon nach wenigen Minuten wieder verlassen hatte. Am 20. Juli 1944 scheiterte ein Bombenattentat im Führerhauptquartier Wolfsschanze. Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der die Bombe abgelegt und einen Staatsstreich vorbereitet hatte, wurde noch am selben Tag in Berlin zusammen mit einigen Mitstreitern festgenommen. Friedrich Fromm, einer der Mitverschwörer, ließ sie anschließend erschießen, um sein eigenes Leben zu retten.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Attentate auf Adolf Hitler

Verschiedenes

  • Das TIME Magazine wählte Hitler 1938 zum „Mann des Jahres“ (Man Of The Year, Ausgabe Januar 1939). Die Intention dieses Titels war es, herauszustellen, wer aus Sicht der Redaktion in einem bestimmten Jahr den größten Einfluß auf die Weltpolitik hatte. Demzufolge wurde er auf dem Deckblatt in einem geschichtsverfälschenden und wahrheitswidrigen Kontext dargestellt, um der antideutschen Propaganda zu genügen.
  • Nach den Erinnerungen des NS-Rüstungsministers Albert Speer hatte Hitler in den dreißiger Jahren äußerst unregelmäßige Arbeitsgewohnheiten. Er ging normalerweise erst um fünf oder sechs Uhr morgens ins Bett, schlief dann bis zum Mittag, verbrachte viel Zeit mit Mahlzeiten und Teestunden und verbrachte die übrige Zeit mit dem Anschauen von Filmen und langen Monologen im Beisein seiner Minister. Einer normalen, routinierten Büroarbeit gegenüber war Hitler stets abgeneigt. Deshalb wunderte sich Speer darüber, wann Hitler überhaupt Zeit fand, irgendetwas wichtiges zu unternehmen, und bezweifelte, daß er sich wie ein Diktator verhielt.
  • Schon kurz nach der Nationalen Revolution 1933 gab es an deutschen Universitäten Bestrebungen, Hitler den Ehrendoktor zu verleihen. Am 4. Mai 1933 ließ Hitler durch die Kanzlei den ihm von der Technischen Hochschule Stuttgart angetragenen Ehrendoktor ablehnen, „da er grundsätzlich Ehrendoktortitel nicht anzunehmen gedenke.“[40]
  • Das Institut für Demoskopie in Allensbach fragte in den 1950er Jahren, welcher Deutsche am meisten für Deutschland geleistet habe. Sowohl 1950 als auch 1952, 1953 und 1955 lag Otto von Bismarck mit 36 bis 30 Prozent deutlich an der Spitze. An zweiter Stelle wurde Adolf Hitler genannt; 1950 von 10 Prozent der Befragten, 1952 und 1953 waren es 9 und 1955 7 Prozent.[41] Im Juli 1952 hatten noch 24 Prozent aller Westdeutschen eine gute Meinung von Hitler.[42] Erst in den sechziger Jahren fiel er aufgrund der erfolgreichen Umerziehung zurück.

Verliehene Ehrenbürgerwürden

Dem Retter des deutschen Volkes aus Schmach und Niedergang

Adolf Hitler war Ehrenbürger einer großen Anzahl deutscher Städte. Unter anderem erhielt er auch folgende Ehrenbürgerschaften:

  • Ehrenbürgerwürde der niederbayerischen Stadt Kelheim im Oktober 1933[43]
  • Ehrenbürgerwürde der niederösterreichischen Gemeinde Amstetten 1938
  • Ehrenbürgerwürde der Stadt Regensburg 1933 (Wird seit 1966 nicht mehr in der Liste der Ehrenbürger geführt).

1936

Anläßlich der Olympischen Spiele 1936 erhielt der Reichskanzler ca. 5.000 Ehrenbürgerbriefe aus aller Welt[44].

2011

Amstetten entzog im Mai 2011 Hitler die Ehrenbürgerwürde, nachdem man 73 Jahre lang keinen Anstoß daran genommen hatte. Zweifelhafter Grund war die bevorstehende 900-Jahr-Feier der Gemeinde. [45]

Thematisierung seiner Person in der BRD

Hauptartikel: Hitler-Kult in der BRD

Zitate von und über Hitler

Adolf Hitler (Porträts 1916-1936).jpg
Hauptartikel: Hitler-Zitate
  • „Die Masse ist nicht in der Lage, nun zu unterscheiden, wo das fremde Unrecht endet und das eigene beginnt. Sie wird in einem solchen Falle unsicher und mißtrauisch, besonders dann, wenn der Gegner eben nicht den gleichen Unsinn macht, sondern seinerseits alle und jede Schuld dem Feinde aufbürdet. Was ist da erklärlicher, als daß endlich das eigene Volk der feindlichen Propaganda, die geschlossener, einheitlicher vorgeht, sogar mehr glaubt als der eigenen? Und noch dazu bei einem Volke, das ohnehin so sehr am Objektivitätsfimmel leidet wie das deutsche! Denn bei ihm wird nun jeder sich bemühen, nur ja dem Feind nicht Unrecht zu tun, selbst auf die Gefahr der schwersten Belastung, ja Vernichtung des eigenen Volkes und Staates.“ („Mein Kampf“, S. 201, 16. Oktober 1924, Landsberg Gefängnis)[46]

Filmbeiträge

Aufnahmen von Adolf Hitler in Farbe
„Gebt mir 4 Jahre Zeit“ (1937, Kulturfilm)

Bildergalerie

Schriften

Siehe auch

Literatur

Adolf Hitler mit Joseph und Helga Goebbels

Verweise

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Filmbeiträge

  • Filme „Die großen Reden Adolf Hitlers“ (E-Muleverweise, vier Teile):
    • ed2k://|file|DgRAH1.avi|366049280|793FFB18E903692999E7212F59940FC8|h=JYJ4APXH4PKV7GZDENKT2PCYV5BUHHPK|/
    • ed2k://|file|DgRAH2.avi|366145536|029EB8AC95D59613284FBBE3F31DAC80|h=2VBQS4BUIK75ZCONA3WMZSWPNHPNLCCC|/
    • ed2k://|file|DgRAH3.avi|366266368|6637A06C6A59A74CEF201CD43C26A437|h=Z74H3OU354HX4JPN2SUDJICU7L4PREL4|/
    • ed2k://|file|DgRAH4.avi|366362624|020033CC64E121522BAABDBA12963409|h=MHXZP6F6KCEORQOTF5KYEKQOGKVQRN3Z|/
    • (Bestellmöglichkeit)

Tonbeiträge


Zu den Ursachen des Krieges und des Rußlandfeldzuges:

Reden

Hitlers Reden Schallplatte.jpg

Philipp Bouhler:



Weltnetz

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Weiteres:

Fußnoten

  1. Erlaß des Reichskanzlers zum Vollzug des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches vom 1. August 1934 (2. August 1934)
  2. Christian Graf von Krockow: Hitler und seine Deutschen
  3. Spiegel.png  Umerziehungsliteratur: ArtikelDie Abstammung Hitlers, Der Spiegel, 31/1967, 24. Juli 1967, S. 46 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  4. Vgl. auch George Victor: Hitler: The Pathology of Evil, Potomac Books, Inc. 1999, S. 17, ISBN 1574882287 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  5. Vgl. Werner Maser: Adolf Hitler, Legende-Mythos-Wirklichkeit. Heyne-Verlag, 1971, 8. Auflage, Seite 80 ff.
  6. 6,0 6,1 Christian Zentner: Der Erste Weltkrieg, Daten, Fakten, Kommentare, Moewig, 2000, S. 299
  7. 7,0 7,1 Tatsachen und Lügen um Hitler (1932); (mit Zip gepackte PDF-Datei), S. 19
  8. Von 1905 bis 1918 erhielten nur 834 Soldaten diesen hohen Orden in der III. Klasse mit Schwertern
  9. Deutsche Militärzeitschrift (DMZ), Verlag Deutsche Militärzeitschrift (VDMZ), Nr. 51 (Mai–Juni 2006); Seite 27
  10. Zur Bedeutung der Volksgerichte in Bayern – http://www.kanzleifeser.de/gerichte/glossar/v/index.html#814468a064078530a
  11. Vgl.: Hans Grimm: Warum, woher, aber wohin, S. 14
  12. „Da habe ich Hitler zum einzigen Mal Fleisch essen sehen“, Rochus Misch: Der letzte Zeuge, Piper-Verlag, S. 121
  13. Nach Kriegsende fertigten die Amerikaner über Hitler einen ausführlichen medizinischen Bericht an. Grundlage waren die Verhöre von Hitlers Ärzten, zu denen auch Morell gehörte, sowie die beschlagnahmten Krankenakten. Die Akte ist abgedruckt in W. Maser: Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin
  14. Timothy W. Ryback: Hitler’s Private Library, Knopf, 2008, zitiert nach: Gerard Menuhin: Wahrheit sagen, Teufel jagen, Seite 78 deutsche Ausgabe
  15. Henry Picker: Hitlers Tischgespräche (im Kommentar von Henry Picker, Seite 95). Ullstein 1989, ISBN 3-550-07615-0
  16. Heinz Linge bestätigte 1976 gegenüber Werner Maser, daß Hitler Auto fahren konnte. Hitlers Führerschein wurde in den 1970er Jahren beim Münchener Auktionshaus „Hermann-Historica“ versteigert.
  17. Vgl. W. Maser: Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin
  18. Vgl. http://muenze.com/mz/geschichte_der_mark_drittes_reich.htm
  19. Der Spiegel vom 3. Oktober 1994: „Ein historisches Recht Hitlers“?
  20. Die Weltbühne, XXIII. Jahrgang, Nr. 30 vom 26. Juli 1927, Seite 152
  21. Schultze-Rhonhof: 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte
  22. zitiert in: Die Wehrmacht: Der Freiheitskampf des Großdeutschen Volkes (PDF-Datei 18 MB)
  23. Heinz Roth: Widerstand im Dritten Reich (1976) (PDF-Datei)
  24. [1] vgl. Beileidsschreiben bzgl. Inga Ley vom Dezember 1942
  25. Vgl. Hans-Dietrich Röhrs: Hitler die Zerstörung... S. 186 und S.191
  26. W. Maser: Adolf Hitler, S. 534, S. 582, S. 585
  27. Nach Kriegsende fertigten die Amerikaner über Hitler einen ausführlichen medizinischen Bericht an. Grundlage waren die Verhöre von Hitlers Ärzten, zu denen auch Morell gehörte, sowie die beschlagnahmten Krankenakten. Die Akte ist abgedruckt in W. Maser Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin, siehe auch ebd. S. 413
  28. Zitiert in: Helmut Heiber: Lagebesprechungen im Führerhauptquartier, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1963, S. 271
  29. DIE ZEIT, 2. August 1968, Nr. 31
  30. Rafael Seligmann, WAMS.de, 7. März 2004
  31. Julius Streicher: Politisches Testament
  32. DER SPIEGEL 32/1968
  33. Vgl.: Der Große Wendig Band 4, 839 „Zum Schicksal von Hitlers Gebeinen“ • 527
  34. http://www.vho.org/D/ggm1/index.html
  35. Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(3) (2002), S. 263–268. zitiert in: vffg 3/2002 Befangene Unkenntnis Von Gregory Douglas
  36. Gespräch mit Jan van Helsing auf Kopp-Online
  37. Video zur These: [2]
  38. Adolf Hitler – Chronik seiner Flucht aus Berlin mit Hilfe des Britischen Geheimdienstes (Taschenbuch, erschienen im Jahr 2012)
  39. Berthold: Die 42 Attentate auf Adolf Hitler. Blanvalet, München 1981
  40. Manfred Overesch: Das III. Reich 1933–1939. Eine Tageschronik der Politik, Wirtschaft, Kultur. Weltbild Verlag 1982, Ausgabe 1990, S. 52
  41. Elisbeth Noelle: Jahrbuch der öffentlichen Meinung 1947–1955. Allensbach 1956, S. 133
  42. Elisbeth Noelle: Jahrbuch der öffentlichen Meinung 1947–1955. Allensbach 1956, S. 135
  43. Kelheim erkennt Hitler die Ehrenbürgerwürde ab, 26. November 2008
  44. Henry Picker: Hitlers Tischgespräche. Ullstein-Verlag 1989, ISBN 3550076150
  45. Amstetten entzieht Hitler Ehrenbürgerwürde, 24. Mai 2011
  46. Zitiert auf Website-Berlin.org
  47. Indiziert, bundesweit beschlagnahmt und eingezogen durch Beschluß des BGH vom 11. September 1957 (Az., 1 Si E 6/57)



Amt Vorgänger Regierungszeit Nachfolger
Deutscher Reichskanzler Kurt von Schleicher Der Führer Joseph Goebbels
Amt Vorgänger 1933/34 - 1945 Nachfolger
Deutscher Reichspräsident Paul von Hindenburg Der Führer Karl Dönitz

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