Aktion Reinhardt (Geschichtsfälschung)

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Über das Reinhardt-Programm

Die Aktion Reinhardt war eine Steuerbegünstigung auf vorzeitige Verschrottung als Abwrackprämie und Teil des gesamten Reinhardtprogramms, um die Wirtschaft zur Zeit des Nationalsozialismus zu beleben. Die Aktion Reinhardt wurde durch die Verschrottungsverordnung vom 13. Dezember 1933 geregelt. Die Verordnung wurde am 31. August 1934 wieder aufgehoben. Der Name der Aktion bezog sich ursprünglich auf den Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichtsfälschung

Verwendung der Bezeichnung nach dem Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland

Feldöfen zur Lebensmittelversorgung für die „Aktion Reinhardt“. Im Militärjargon steht die Bezeichnung für eine mobile Bäckerei. Nachkriegsinterpretationen besagen, daß es sich dabei um fahrbare Krematorien gehandelt haben soll.

Im Juli 1942 soll Heinrich Himmler den Lubliner SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik mit einer „Aktion Reinhard[t]“ beauftragt haben, der systematischen Erfassung und Umsiedlung aller Juden, die sich in den fünf Distrikten des Generalgouvernements aufhielten.

Angebliche Ziele

Mit der Aktion Reinhardt war die Befriedung des polnischen Gebietes nach den jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland im Rahmen einer künftigen europäischen Friedensregelung beabsichtigt. Nachdem Pläne für eine Umsiedlung der Juden im Rahmen des Madagaskarplanes durch den Krieg nicht durchführbar waren, wurde die Umsiedlung der Juden in die besetzten Ostgebiete beschlossen.[1]

Wofür diese Bezeichnung tatsächlich verwendet wurde, ist strittig. Karl Wolff, immerhin persönlicher Adjutant Heinrich Himmlers, erklärte am 3. Juni 1947 im Wilhelmstraßenprozeß:

(...) Daß es eine ‚Aktion Reinhard‘ gab, noch dazu unter dem Namen Reinhard, habe ich hier überhaupt erst erfahren in Nürnberg (...).[2]

Angebliche Durchführung

Die Aktion erfolgte vorrangig über die Durchgangslager Belzec, Sobibor und Treblinka. Sie befanden sich abgeschieden an der östlichen Grenze des Generalgouvernements, aber bewußt in der Nähe von Eisenbahnlinien. Als zukünftiges Siedlungsgebiet war, so der Buchautor Steffen Werner in seinem Buch Die zweite babylonische Gefangenschaft, das südliche Gebiet Weißrutheniens vorgesehen. Arbeitsfähige Personen wurden weitgehend zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Hermann Julius Höfle war „Referent für Judenangelegenheiten – Aktion Reinhardt“ in Lublin und Stellvertreter des SS- und Polizeichefs von Lublin, Odilo Globocnik. Er war es, der im Januar 1943 in einem Funkspruch vermeldete, daß bis Ende 1942 insgesamt 1.274.166 Personen nach "B.", "S." und "T." verbracht worden waren. Auch ein anderes Schlüsseldokument über die Judendeportationen ist mit seinem Namen verbunden. Am 17. März 1943 verfaßte Ernst Reuter, ein Angestellter der Abteilung Bevölkerungswesen und Fürsorge des Amtes des Generalgouverneurs des Distrikts Lublin, einen Vermerk, in dem er unter Berufung auf eine am Vortag mit Höfle geführte Unterredung festhielt:
"Mit Hstuf. Höfle vereinbarte ich für Montag, den 16. 3. 42, eine Unterredung, und zwar um 17.30 Uhr. Im Laufe der Unterredung wurde von Hstuf. Höfle folgendes erklärt:
Es wäre zweckmäßig, die in den Distrikt Lublin kommenden Judentransporte schon auf der Abgangsstation in arbeitseinsatzfähige und nicht arbeitseinsatzfähige Juden zu unterteilen. […] Nichteinsatzfähige Juden kommen sämtlich nach Bezec [richtig: Belzec], der äußersten Grenzstation im Kreise Zamosc. […] Anschließend erklärte er [Höfle], er könne täglich 4 – 5 Transporte zu 1.000 Juden mit der Zielstation Bezec aufnehmen. Diese Juden kämen über die Grenze und würden nie mehr ins Generalgouvernement zurückkehren.
Der Wortlaut dieses Vermerks lässt keinen Spielraum für Interpretationen offen: Höfle hatte Reuter erklärt, nicht arbeitsfähige Juden würden via Belzec – das wie Sobibor im äußersten Osten Polens liegt - über die nahe Grenze deportiert, d. h. in die Ukraine. Dies belegt klipp und klar, dass Belzec ein Durchgangslager war. Da Höfle in seinem Funkspruch "B." (Belzec), "S." (Sobibor) und "T." (Treblinka) in einem Atemzug genannt hatte, ergibt sich daraus zwangsläufig, daß es sich auch bei Sobibor und Treblinka um Durchgangslager handelte. Hält man sich vor Augen, daß Himmler Sobibor in seinem Rundschreiben von 5. Juli 1943 ausdrücklich als "Durchgangslager" bezeichnet hatte und daß es im Korherr-Bericht hieß, bis Ende 1942 seien 1.274.166 Juden "durch die Lager im Generalgouvernement durchgeschleust" worden, so fügen sich die Steine zu einem immer vollständigeren Mosaik zusammen.[3]

Darüber hinaus beinhaltete die Aktion die Beschlagnahme des jüdischen Vermögens. In den Protokollen des Nürnberger Tribunals heißt es dazu:[4]

Die gesamte Aktion Reinhardt zerfällt in 4 Gebiete:
A) Die Aussiedlung selbst,
B) die Verwertung der Arbeitskraft,
C) die Sachverwertung,
D) die Einbringung verborgener Werte und Immobilien.

Zu den dabei beschlagnahmten Vermögen heißt es im Verhör von Walter Funk vor dem Nürnberger Tribunal:[5]

MR. DODD
(...) Sie waren hier im Gerichtssaal, als Herr Elwyn Jones von der Britischen Anklagevertretung das Dokument 4024-PS vorlegte, das von der Aktion »Reinhardt« handelt. Sie haben zugehört, als dieses Dokument hier besprochen wurde, nicht wahr?
FUNK
Ja.
MR. DODD
Dieses Dokument liegt dem Gerichtshof vor. In dieser Aktion allein – und wir wissen nicht einmal, ob das alles ist – wurde eine Gesamtsumme von RM. 100.047.000.- entweder bei der Reichsbank oder im Wirtschaftsministerium deponiert. Dies nur aus dieser einen Aktion. Wollen Sie dem Gerichtshof sagen, daß dieser Betrag von über 100 Millionen Reichsmark im Laufe eines Jahres, oder zum mindesten eines Jahres, in Ihrer Bank deponiert oder diese Werte gutgeschrieben worden sind, ohne daß Sie als Reichsbankpräsident etwas davon wußten? Sie hätten doch davon wissen müssen, nicht wahr?
FUNK
Darf ich die Summe noch einmal hören? Es scheint nicht richtig übersetzt worden zu sein.
MR. DODD
Wir brauchen nicht auf den Pfennig zu gehen. Es waren über 100 Millionen Mark.
FUNK
Eine Million?
MR. DODD
Nein, 100 Millionen.
FUNK
100 Millionen Mark an Devisen? Das ist völlig ausgeschlossen. Das ist ja absurd.
MR. DODD
Aber das Dokument zeigt es.
FUNK
Wo sollen da 100 Millionen herkommen? Das ist absurd.

Gegenwärtige Umdeutung der Thematik

Nach der gegenwärtigen Geschichtsschreibung zielte die Umsiedlungsaktion ausschließlich auf eine postulierte Massenermordung der betreffenden Juden ab.

Das deutsche historische Museum weiß zu berichten:

In der "Aktion Reinhardt" wurden zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 über zwei Millionen Juden sowie rund 50.000 Sinti und Roma ermordet. Damit kam etwa jedes dritte Opfer des NS-Völkermords im Rahmen der "Aktion Reinhardt" ums Leben.[6]

Bogdan Musial schreibt in seinem Buch "Aktion Reinhardt" im Jahre 2004:

Etwa die Hälfte der 5 bis 6 Millionen Opfer des Holocaust waren polnische Juden. Alle Vernichtungslager, in denen vor allem polnische, aber auch westeuropäische Juden vergast wurden, befanden sich auf polnischem Territorium, vier von ihnen im sog. Generalgouvernement: Treblinka, Majdanek, Sobibor und Belzec. Allein im Rahmen der "Aktion Reinhardt" (Deckname für den Mord an den Juden im Generalgouvernement) wurden weit mehr als zwei Millionen Juden ermordet.[7]

Das DÖW teilt mit:

Von Lublin aus wurde die "Aktion Reinhardt", die Ermordung von mehr als anderthalb Millionen Menschen in den Vernichtungslagern Treblinka, Sobibór und Belzec 1942/43 koordiniert. An der Organisation des Massenmords sowie an der Beraubung von Geld, Schmuck und Wertsachen der Ermordeten (178 Millionen Reichsmark) waren besonders viele Österreicher beteiligt (...)[8]

Verweise

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Fußnoten

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