Albaz, Jewgenija

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Jewgenija Markowna Albaz (kyrillisch Евге́ния Ма́рковна Альба́ц, * 5. September 1958 in Moskau) ist eine jüdische Publizistin.

Werdegang

Die in Rußland lebende jüdische Publizistin Jewgenija Albaz arbeitet seit dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft für Zeitungen wie „Московские новости“ und „Chicago Tribune“.[1]

1992 erschien in Moskau (und noch im selben Jahr in deutscher Übersetzung) ihr Buch „Geheimimperium KGB“. Darin schreibt sie über die Sowjetunion:

In diesem Land wurde ein schrecklicher Rekord aufgestellt: Über 66 Millionen Menschen wurden vom Oktober 1917 bis 1959 Opfer der staatlichen Repression und des Terrors – unter Lenin, Stalin, Chruschtschow.[1] Wer wollte zählen, wie viele Schicksale nach 1959 zerstört wurden?

Die Sowjetmachthaber haben, so berichtet Jewgenija Albaz, auch vor Massenvergasungen nicht zurückgeschreckt:

Wegen der großen Zahl an Verurteilten setzte man Vergasungswagen ein und tötete die Menschen mit Auspuffgasen.“ Sie fährt fort: „Als Jüdin interessiert mich, warum gab es unter den gefürchtetsten Untersuchungsführern des NKWD-MGB (stalinistische Terror-Geheimdienste) so viele Juden? Eine Frage, die mich sehr bewegt. Ich habe viel über sie nachgedacht, qualvoll nachgedacht.

In ihrem Buch schildert Albaz ferner, daß einstige Lager wie Buchenwald und Sachsenhausen von den sowjetischen Siegern weiterbetrieben wurden. Gerecht wäre gewesen, findet sie, die bolschewistischen Verbrechen mit anderen Untaten auf die gleiche Stufe zu stellen und die sowjetischen Greueltaten mit jenen gleichzusetzen, wegen derer die Gerichte der UdSSR bis in jüngste Zeit „faschistische Kriegsverbrecher“ zu Höchststrafen verurteilt hätten. Ein „sowjetisches Nürnberg“ habe es leider nicht gegeben.[1]

Werke

  • Мина замедленного действия. Политический портрет КГБ. РУССЛИТ, Moskau 1992, ISBN 5-86508-009-1
    • Deutschsprachige Übersetzung: Geheimimperium KGB. Totengräber der Sowjetunion. dtv, München 1992, ISBN 3-423-30326-3
  • The State Within A State: KGB and Its Hold on Russia. Past, Present and Future. Farrar, Straus and Giroux, New York 1994
  • Еврейский вопрос Пик, Moskau 1995
  • Бюрократия: Борьба за выживание. ВШЭ, Moskau 2001
  • Bureaucrats and Russian Transition: Politics of Accommodation. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) 2004
  • Рынок бюрократических услуг. Препринт. Государственный университет – Высшая школа экономики, Moskau 2005

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 David Korn: Wer ist wer im Judentum? FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9
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