Albers, Hans

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Hans Albers (1891-1960))
Hans Albers (1891-1960))

Hans Philipp August Albers (* 22. September 1891 in Hamburg; † 24. Juli 1960 in Kempfenhausen bei Starnberg) war ein deutscher Schauspieler und Sänger.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Leben

Wie kein anderer männlicher Schauspieler steht Hans Albers für die Ufa, deren prominentester, bestdotierter Mitarbeiter er war. In den 15 Jahren zwischen 1917 und 1933 (und mehr als 100 Filmen) hatte er sich in die Herzen der Deutschen hineingespielt, so dass er nach Hitlers Machtergreifung quasi unantastbar geworden war. Albers war ein Volksschauspieler in dem Sinne, dass er quer durch alle Schichten, mit einer für deutsche Verhältnisse seltenen Einmütigkeit, geachtet und bewundert wurde. Ein Gigant, ein Solitär, an dem jedes Detail unverwechselbar war. Sein Blick, seine Stimme und die mächtige Statur, hinter der sich ein empfindsames Gemüt verbarg: all dies verschmolz zum Gesamtkunstwerk Albers, das um seinen Wert wusste - wie die Ufa darum wusste, die bis zuletzt seine tollkühnen Gagenforderungen zu erfüllen bemüht war. Hans Philipp August Albers wird am 22. September 1891 als Sohn eines Schlachtermeisters in Hamburg - St. Georg geboren. Dort wächst er auf, bricht die Realschule vorzeitig ab, beginnt eine kaufmännische Lehre und nimmt nebenher Schauspielunterricht. Sein erstes Engagement bekommt er in Bad Schandau, dann wechselt er für eine Saison nach Frankfurt und Görlitz. Er schließt sich einer Wanderbühne an, wird Mitglied einer Kölner Vaudeville-Truppe, ehe er im Ersten Weltkrieg zweimal verwundet wird und pausieren muss. Bei Kriegsende ist Albers in Berlin, wo sich das Allround-Talent als Sänger, Schauspieler, Komiker und Artist schnell einen Namen macht.


Ab 1917 steht Albers für Filme mit Titeln wie Der Mut zur Sünde (1920), Der schwere Junge (1920) oder Der lachende Ehemann (1921) vor der Kamera. Es sind überwiegend Nebenrollen, in denen er als Gauner, Hochstapler und Zuhälter, aber auch als Liebhaber und Charmeur zu sehen ist. Berühmt wird er in Stembergs Der Blaue Engel (1931), wo er sich als viriler Kraftakt Mazeppa mit Marlene Dietrichs fescher Lola schnell einig wird. Danach wird er überwiegend in Hauptrollen besetzt: als Abenteurer und Kumpel von Heinz Rühmann (Bomben auf Monte Carlo, 1932), als Flieger, der privates Glück seinem Ehrgeiz unterordnet (F. P. 1 antwortet nicht, 1932) oder als fröhlicher Draufgänger (Peer Gynt, 1934). Dem Stil der Zeit folgend, gerät der strahlende Sieger zuweilen in die Nähe omnipotenter Führergestalten (Flüchtlinge, 1933, Carl Peters, 1941). Sie bleiben aber Ausnahmen. Denn meist besitzen seine Helden etwas Gebrochenes: Sie strotzen nicht bloß vor Kraft, sondern haben verletzliche, melancholische Seiten. So in Münchhausen (1943), der, zum 25. Ufa-Jubiläum produziert, Albers' populärster Film wird; ganz besonders aber in Große Freiheit Nr. 7, wo sich sein Traum, bei der jungen Ilse Werner vor Anker zu gehen, nicht erfüllt und er statt dessen zu seiner alten Braut, der See, zurückkehrt. Nach Kriegsende zieht Hans Albers nach Garatshausen am Starnberger See und spielt auch im deutschen Film der fünfziger Jahre noch eine respektable Rolle (Nachts auf den Straßen, 1951, Der tolle Bomberg, 1957). Am 24. Juli 1960 stirbt Hans Albers in München.

[bearbeiten] Stummfilme

  • 1915: Jahreszeiten des Lebens (Franz Hofer)
  • 1917: Die Tochter der Gräfin Stachowska (Otto Rippert, mit Werner Krauß und Hella Moja)
  • 1918: Der Mut zur Sünde (Heinrich Bolten-Baeckers, Robert Leffler, mit Olga Desmond)
  • 1918: Liebe und Leben, 1. Teil – Die Seele des Kindes (Walter Schmidthässler, mit Käthe Haack)
  • 1918: Leuchtende Punkte (Georg Alexander, mit Aud Egede Nissen)
  • 1918: Halkas Gelöbnis (Alfred Halm, mit Lya Mara)
  • 1918: Der Fluch des Nuri/Das Lied der Nisami (Carl Boese)
  • 1919: Aus eines Mannes Mädchenjahren (Karl Grune, Paul Legband)
  • 1920: Das Grand Hotel Babylon (Ewald André Dupont)
  • 1920: Die 999. Nacht (Fred Sauer, mit Erna Morena) – Nureddin
  • 1922: Der böse Geist Lumpaci Vagabundus (Carl Wilhelm) – Lumpaci Vagabundus
  • 1922: Menschenopfer (Carl Wilhelm)
  • 1922: Der falsche Dimitri (Hans Steinhoff, mit Alfred Abel und Eugen Klöpfer) – Graf Jaro Lensky
  • 1923: Irene d'Or (Kal Sander, Friedrich Zelnik)
  • 1923: Fräulein Raffke (Richard Eichberg, mit Lydia Potechina und Werner Krauss)
  • 1923: Inge Larsen (Hans Steinhoff, mit Henny Porten)
  • 1924: Das Testament des Joe Sivers/Testament des Ive Sievers (Conrad Wiene)
  • 1925: Ein Sommernachtstraum (Hans Neumann, mit Werner Krauss) – Demetrius
  • 1925: Der König und das kleine Mädchen (Nunzio Malasomma)
  • 1925: Vorderhaus und Hinterhaus (Richard Oswald, Carl Wilhelm) – Otto Flaschenhals
  • 1925: Das Mädchen mit der Protektion (Max Mack, mit Ossi Oswalda und Willy Fritsch)
  • 1926: Es blasen die Trompeten/Husarenliebe (Carl Boese)
  • 1926: Die Gesunkenen (Rudolf Walther-Fein, Rudolf Dworsky, mit Asta Nielsen, Olga Tschechowa und Otto Gebühr)
  • 1926: Der Mann aus dem Jenseits (Manfred Noa, mit Paul Wegener)
  • 1926: An der schönen blauen Donau (Friedrich Zelnik, mit Lya Mara)
  • 1926: Nur eine Tänzerin (Bara en danserska) (Olof Molander, mit Lil Dagover)
  • 1926: Die Warenhausprinzessin (Heinz Paul, mit Hella Moja)
  • 1926: Die versunkene Flotte (Manfred Noa, mit Heinrich George)
  • 1927: En perfekt gentleman (Vilhelm Bryde, Gösta Ekman, mit La Jana) – Jacques Renard
  • 1927: Die Frau die nicht nein sagen kann (Fred Sauer, mit Lee Parry und Gustav Fröhlich)
  • 1927: Eine Dubarry von heute (Alexander Korda, mit María Corda) – Toinette's first lover
  • 1927: Die Villa im Tiergarten (Franz Osten, mit Aud Egede Nissen) – Baron Etville
  • 1927: Primanerliebe (Robert Land, mit Fritz Kortner)
  • 1927: Üb' immer Treu' und Redlichkeit (Reinhold Schünzel, mit Reinhold Schünzel und Rosa Valetti)
  • 1927: Der goldene Abgrund/Schiffbrüchige des Lebens (Mario Bonnard, mit Liane Haid) – Baron Armand
  • 1928: Frauenarzt Dr. Schäfer (Jacob Fleck, Luise Fleck)
  • 1928: Herr Meister und Frau Meisterin (Alfred Theodor Mann, mit Maly Delschaft) – Arthur Burger
  • 1928: Saxophon-Susi (Karel Lamač, mit Anny Ondra)
  • 1928: Weib in Flammen (Max Reichmann, mit Olga Tschechowa)
  • 1929: Asphalt/Der Polizeiwachtmeister und die Diamantenelse (Joe May, mit Gustav Fröhlich und Betty Amann) – Ein Dieb
  • 1929: Mascottchen (Felix Basch, mit Käthe von Nagy) – Antoine, Rayonchef
  • 1929: Vererbte Triebe: Der Kampf ums neue Geschlecht/Erbsünde (Gustav Ucicky)
  • 1929: Drei machen ihr Glück/Teure Heimat (Carl Wilhelm, mit Hans Brausewetter und Renate Müller)

[bearbeiten] Tonfilme

[bearbeiten] Verweise

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