Alexander, Georg

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Georg Alexander (1906–1967)

Georg Alexander, gebürtig: Werner Louis Georg Lüddekens (Lebensrune.png 3. April 1888 in Hannover; Todesrune.png 30. Oktober 1945 in Berlin), war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Georg Alexanders Grab wurde schon 1960 aufgelöst.

Georg Alexander wurde am 3. April 1888 als Werner Louis Georg Lüddekens in Hannover geboren. Seine Karriere als Schauspieler begann am Theater, sein Bühnendebüt gab er am Stadttheater von Halberstadt, weitere Verpflichtungen führten ihn nach Hamburg und in seine Geburtsstadt Hannover. 1914 kam er nach Berlin, spielte dort am „Kleinen Theater“.

Zum Film kam Georg Alexander 1915, erschien erstmals in dem Stummfilm „Sonne und Schatten“ auf der Leinwand und wurde schnell auf den Typ des „Bonvivants“ festgelegt. 1917 heiratete er die norwegische Schauspielerin Aud Egede-Nissen, gründete mit ihr zusammen im gleichen Jahr eine eigene Produktionsgesellschaft und drehte als Regisseur, Produzent und Schauspieler „stumme“ Filme.

Weimarer Republik

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war er an zahlreichen weiteren Berliner Bühnen tätig. 1919 verließ er seine Gesellschaft und gründete die neue Firma „Alexander-Film GmbH“, in der sich der passionierte Rennfahrer und Herrenreiter der Herstellung von Filmen aus der Welt des Sports widmete. Er selbst hatte 1921 einen neuen Rekord mit einem Pferdsprung über die Höhe von 1,85 Meter aufgestellt.

In zahlreichen weiteren Stummfilmrollen verkörperte er elegante Herren, machte im Frack eine ebenso gute Figur wie in Uniform, „immer mit gestriegeltem Scheitel, ein Charmeur, der leichtfüßig übers Parkett schweben kann“, war einmal im „CineGraph“ zu lesen. Er spielte meist elegante Erscheinung mit Neigung zu komisch-skurrilen Rollen, Adelige, Sonderlinge oder auch mal exzentrische Figuren. So bleibt aus seiner Stummfilm-Ära seine Darstellung des Prinzen von Wales in Richard Oswalds „Lady Hamilton“ (1921) an der Seite von Liane Haid, Conrad Veidt und Werner Krauß in Erinnerung.

Drittes Reich

Auch im Tonfilm war Alexander ein vielbeschäftigter Darsteller und blieb seinem Ruf als Lebemann und Salonlöwe treu. Reinhold Schünzel drehte mit ihm und Renate Müller die Ehekomödie „Wie sag’ ich’s meinem Mann?“ (1933), unvergessen bleibt 1934 sein Spiel als snobistischer Lord Douglas Mavis in der ebenfalls von Reinhold Schünzel in Szene gesetzten Komödie „Die englische Heirat“ an der Seite von Adele Sandrock.

In „Der Vogelhändler“ mimte er 1935 den Grafen Stanislaus sowie in „Ein Idealer Gatte“ den Lord Goring. Mit fortschreitendem Alter und ergrauenden Schläfen wurde er immer mehr zum „père noble“, dessen Erfahrung und Ausstrahlung besonders junge Frauen fasziniert. So 1938 als Kommerzienrat Larken in der romantischen Komödie „Gastspiel im Paradies“ oder ein Jahr später als Fürst Walefsky in Joe Stoeckels „Der Arme Millionär“.

In den 1940er Jahren spielte Georg Alexander unter anderem Hauptrollen. Die Aufführung seines letzten Filmes „Leckerbissen“, der erst 1948 in die Kinos kam, erlebte er nicht mehr.

Tod

Georg Alexander verstarb am 30. Oktober 1945 mit nur 57 Jahren in Berlin. Seine Grabstätte auf dem Friedhof in Berlin-Wilmersdorf, Berliner Straße, wurde bereits 1960 aufgelöst.

Familie

Georg Alexander war seit 1917 in erster Ehe mit Aud Egede-Nissen (1883–1974) und seit 1928 in zweiter Ehe mit der Filmagentin Ilse Brach verheiratet.

Filmographie

Hörspielsprecher (Auswahl)

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