Jüdische Allgemeine

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Die Jüdische Allgemeine ist eine überregionale jüdische Wochenzeitung in der BRD. Ihr Chefredakteur ist Detlef David Kauschke.

Die Journalistin Ellen Kositza urteilte, daß das Periodikum ein „Kampforgan des Zentralrats sei, mit einem „aufgeblasenen und in jeder Hinsicht eindimensionalen Ton“.[1] Die israelische Politik wird bedingungslos verteidigt, Holocaust und Antisemitismus bilden Schwerpunktthemen.

Ein Beispiel für die Art der Meinungsmache:

„Kurz nach Bekanntgabe ihrer – vermutlich aussichtslosen – Kandidatur stellte Rosenkranz das in Östereich geltende Verbot von NS-Organisationen infrage, weil ‚jener Teil des Verbotsgesetzes, der sich mit der Meinungsäußerung befasst, ein unklares Tatbild hat‘. Er sei zudem ‚unbestimmt‘ und gäbe damit guten Anlass für politischen Missbrauch. Brigitte Bailer-Galanda, Leiterin des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW), hält solche Äußerungen für kodierte Botschaften. Deren Ziel: nicht mit dem NS-Verbotsgesetz in Konflikt zu kommen und nach innen trotzdem die richtigen Signale zu setzen. ‚Wenn Rosenkranz über 20 Prozent der Stimmen erhält‘, sagt Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), der Jüdischen Allgemeinen, ‚wird man sich überlegen, was man tut. Auch im Namen der 65.000 österreichischen Schoa-Opfer.‘ Für Rudolf Gelbard ist das Bedenkliche an der jetzigen Situation, ‚dass sich die Atmosphäre im Land immer mehr verändert‘.“ — Alexia Weiss[2]

Geschichte

Die Zeitung wurde 1946 als „Jüdisches Gemeindeblatt für die Nord-Rheinprovinz und Westfalen“ mit Sitz in Düsseldorf gegründet und noch im selben Jahr in „Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone“ umbenannt. Nach einigen weiteren Namenswechseln hieß sie ab 1973 „Allgemeine Jüdische Wochenzeitung“, ab 2002 dann „Jüdische Allgemeine“.

Die Redaktion zog 1985 nach Bonn, 1999 nach Berlin. Die Druckauflage beträgt 13.000 Exemplare. Herausgeber der „Jüdischen Allgemeinen“ ist der Zentralrat der Juden in Deutschland. Er finanziert sie etwa zu einem Drittel, je ein weiteres Drittel tragen Anzeigen und Abonnements bei. Von 2005 bis 30. September 2011 war Christian Böhme Chefredakteur.[3]

Verweise

Fußnoten

  1. Ellen Kositza: jüdisch. Sezession, 13. Januar 2010.
  2. Sie ist so frei. Rechtsaußen: Die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz. Jüdische Allgemeine, 13. März 2010
  3. Anläßlich der Beendigung seiner Tätigkeit versicherte der Zentralrat, man trenne sich einvernehmlich. Es gebe unterschiedliche Auffassungen über die konzeptionelle Neuausrichtung der „Jüdischen Allgemeinen“.
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