Altmark-Zwischenfall

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Die von Engländern ermordeten deutschen Matrosen werden von Bord gebracht

Beim Altmark-Zwischenfall am 16. Februar 1940 im Jössingfjord erfolgte ein englischer Angriff auf das deutsche unbewaffnete Handelsschiff „Altmark“ in neutralen norwegischen Hoheitsgewässern, wobei sieben deutsche Matrosen von Engländern ermordet wurden. Ein Enterkommando des englischen Zerstörers „HMS Cossack“ entführte dabei rund 300 englische Kriegsgefangene, die zuvor von der „Admiral Graf Spee“ im Süd-Atlantik gerettet worden waren. Die Räume der „Altmark“ wurden geplündert, obwohl die Deutschen keinen Widerstand leisteten.

Am 16. Februar 1940 wurde die „Altmark“ von norwegischen Torpedobooten angehalten und kontrolliert. Man gestattete die Weiterfahrt unter Begleitung. Inzwischen hatten jedoch die Briten das Schiff geortet und es wurde von englischen Flugzeugen innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer gesichtet. Als drei britische Zerstörer in Sicht kamen, zog sich die „Altmark“ in den neutralen Jössing-Fjord zurück. Inzwischen hatten die norwegischen Torpedoboote Anweisung, sich längsseits der „Altmark“ zu legen, um ein Entern durch die Engländer zu verhindern. Eine halbe Stunde vor Mitternacht lief jedoch der britische Zerstörer „Cossack“ in den Fjord ein, legte sich längsseits der „Altmark“ und führte völkerrechtswidrig den Überfall durch. Der Befehl an die norwegischen Torpedoboote, dies zu verhindern, war inzwischen widerrufen worden.

Daß Norwegen weder fähig noch willens war, seine Neutralität wirksam zu schützen, zeigte spätestens der englische Überfall auf die „Altmark“. Ab dem 5. April 1940 wurde dann zusätzlich die norwegische Küste von den Engländern vermint.

Zu diesem Vorgang schrieb Erich Raeder in seinen Erinnerungen:

„Durch dieses Ereignis erhielt die Norwegenfrage ein wesentlich anderes Gesicht, denn nun war eindeutig bewiesen, daß die norwegische Regierung nicht in der Lage war, ihre Neutralität aufrechtzuerhalten.“[1]

Der Altmark-Zwischenfall säte berechtigte Zweifel über die norwegische Neutralität, der nachfolgend ebenso geplante englische Überfall auf Norwegen konnte durch die Kundschaftertätigkeit von Vidkun Quisling vereitelt werden und führte schließlich zur Rettung Skandinaviens durch die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen.

Die Freiburger Zeitung vom 17. und 18. Februar 1949 zum Vorgang:

Literatur

  • Helmut Schmoeckel: Altmark-Zwischenfall am 16.2.1940, in: Franz W. Seidler u. Alfred M. de Zayas: Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert. Mittler-Verlag, Hamburg-Berlin-Bonn 2002
  • Der große Wendig: Zum Norwegenfeldzug - Der Altmark-Zwischenfall

Fußnoten

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