Amazon.com

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amazon.com

Amazon.jpg
Verweis www.amazon.com
Typ Weltnetzladen
Alexa-Rang 10 (März 2012)[1]
Kommerziell ja
Registrierung optional
Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch
Erschienen 1995

Amazon (engl. | dt. Amazone) ist ein 1994 von Jeffrey Bezos gegründetes Weltnetzportal zum Verkauf von Büchern und zahlreichen anderen Dingen. Das Unternehmen bietet Privatpersonen als auch anderen Versandhandelsunternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte über die Amazon-Verkaufsplattform zu vermarkten und verlangte dafür eine Verkaufsprovision. Weiterhin sind unter dem Namen Amazon elektronische Geräte erhältlich, z. B. Lesegeräte für die Amazon-E-Bücher und andere tragbare weltnetzfähige Kleinrechnergeräte. Ferner produziert Amazon auch gebührenpflichtige Fernsehprogramme, seit 2017 auch für deutschsprachiges Publikum. Teile des Programms sind als Videos abrufbar, andere können wie im normalen Fernsehen direkt empfangen werden.[2]

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftliche Situation

Amazon erwirtschaftet 2013 weltweit einen Umsatz von 75 Mrd. VS-Dollar und kontrolliert in den VSA fast die Hälfte des Buchmarktes. In den VSA, wo inzwischen mehr eBücher als Taschenbücher verkauft werden, hat Amazon in dieser Geschäftssparte fast eine Monopolstellung, zumindest aber eine marktbeherrschende Position.[3] Diese Stellung nutzt Amazon um immer höhere Gewinnanteile von den Verlagen für verkaufte Bücher durchzusetzen. Beobachter gehen davon aus, daß Amazon ein Monopol aufbauen will. In der BRD reichte der „Börsenverein des Deutchen Buchhandels“ gegen Amazon eine Beschwerde beim BRD-Kartellamt ein.[3]

Jüdische Kampforganisationen drängen zur Zensur

Das Amerikanisch-Jüdische Komitee hatte im Juli 2009 in der BRD gegen Amazon Strafanzeige wegen „Volksverhetzung“ erstattet. Amazon wurde vorgeworfen, über seine Weltnetzseite „rechtsextreme“ Bücher zu vertreiben, teilte die Berliner Vertretung des AJC mit. In den Büchern werde „gegen Juden gehetzt“, der Nationalsozialismus „verharmlost“ und der Holocaust „geleugnet“, hieß es als Begründung für die Anzeige.

„Es ist inakzeptabel, daß bei Amazon.de mit Büchern gehandelt wird, die ansonsten nur als Bückware in rechtsextremen Szeneläden zu bekommen sind“, erklärte Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des AJC. „Wir fordern Amazon.de auf, jetzt aktiv zu werden und alle „strafbaren“ Bücher sofort aus dem Katalog zu entfernen“, so Berger.

Amazon ließ sich in eine Rechtfertigungshaltung drängen und erklärte, das Unternehmen biete „selbstverständlich“ keine verbotenen oder als jugendgefährdend indizierten Titel an. Bei der Frage, ob Amazon Titel aus seinem Angebot entfernen sollte, sei das Unternehmen aber mit Rücksicht auf das Recht der freien Meinungsäußerung zurückhaltend. „Wir glauben, daß die richtige Antwort auf diskussionswürdige Literatur nicht deren Entfernung ist, sondern mehr Diskussion.“

Zugleich verwies Amazon darauf, daß es ein Händler und keine Regulierungsinstitution sei. Eine inhaltliche Bewertung von Medien könne und dürfe nicht von privatwirtschaftlichen Unternehmen getroffen werden, die keinerlei Expertise und Kompetenz in diesem Bereich hätten.

Darüber hinaus habe Amazon die Teilnahmebedingungen kürzlich um schärfere Regeln erweitert, die sich gegen Literatur richteten, die den Nationalsozialismus „verherrlicht oder verharmlost“. Dennoch würden Kunden auch in Zukunft bei Amazon Titel finden, „in denen bedenkliche Inhalte bezüglich des Nationalsozialismus geäußert werden“. Einige Titel, die seither „geprüft“ worden seien, seien aufgrund der geänderten Teilnahmebedingungen entfernt worden. Wie und nach welchen Kriterien eine solche „Prüfung“ erfolgt, verschweigt Amazon.

Zensur

Amazon sperrte daraufhin aus Angst vor dem Meinungsterror Bücher von nationalen Verlagen, z. B. die Verlage Grabert und Hohenrain.[4] Deren Inhaber Bernhard Grabert gab im April 2014 an, Amazon blockiere das gesamte Verlagsprogramm mit über 400 Titeln und habe so dem Buchdienst ein Drittel des Umsatzes genommen – für Bernhard Grabert Anlaß, zur verstärkten Nutzung des Buchdienstes Hohenrain statt Amazons aufzurufen.

Darüber hinaus werden stillschweigend Bücher aus dem Sortiment genommen, die sich mit dem BRD-Regime kritisch auseinandersetzen oder die deutsche Geschichte nicht entsprechend den offiziellen Verlautbarungen der BRD-Regimemedien beurteilen. Die Zensur von Büchern, die selbst in der BRD nicht verboten sind, leugnet Amazon wider besseres Wissen beharrlich.

Das von Amazon angebotene Partnerprogramm — mit dem angeschlossene Netzpräsenzen Provisionen, durch den Vertrieb von Waren aus dem Amazon-Sortiment, verdienen können —, handhabt Amazon willkürlich. So werden auch längere Zeit bestehende Partnerschaftsbeziehungen nach politischer Denunziation, ohne Rücksprache mit dem Partner, von heute auf morgen beendet.[5] Teilweise werden hierfür überhaupt keine Begründungen gegeben oder es wird angeblicher Rassismus des Partners behauptet, der weitere Partnerschaft ausschließe. Damit verursacht Amazon bei den betroffenen Partnern teilweise erhebliche wirtschaftliche Schädigungen. Im Febuar 2014 entfernte Amazon 12 Bücher des Verlags Edition Antaios, ohne eine nähere Begründung abzugeben.[6] Im März 2014 strich Amazon das vollständige Programm des Bublies-Verlags.[7] Im Oktober 2015 entfernte Amazon die Bücher des türkischen germanophilen Erfolgsautors Akif Pirincci, wiederum ohne justiziable Kriterien zu benennen.

Filmbeitrag

Die „Amazon“-Fernsehserie „The Man in the High Castle“ ist eine Adaption des Buches von Philip K. Dick von 1962, das auf deutsch unter dem Titel „Das Orakel vom Berge“ erschienen war.

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

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