Wong, Anna May

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Anna May Wong
Anna May Wongs Grab
Los Angeles, Rosedale Memorial Park

Anna May Wong, eigentlich Wong Liu Tsong (geb. 3. Januar 1905 in Los Angeles, Kalifornien; gest. 2. Februar 1961 in Santa Monica, Kalifornien) war eine VS-amerikanische Schauspielerin chinesischer Herkunft.

In den 1920er und 1930er Jahren, als Hollywood noch auf das rassenbewußte Denken der weißen VS-amerikanischen Mehrheitsgesellschaft Rücksicht nehmen mußte und die jüdisch dominierte Filmindustrie die Karrieren vieler ostasiatischer (sowie anderer fremdrassiger) Darsteller noch nicht so massiv fördern konnte, war sie unter den amerikanischen Schauspielerinnen chinesischer Herkunft die Erste, der der Aufstieg zum weltweit bekannten Filmstar gelang.

Leben

Anna May Wong wuchs in Amerika auf, an der sonnigen Küste Kaliforniens, in Los Angeles, aber trotzdem wuchs sie chinesisch auf und genoß eine gute chinesische Erziehung in einer chinesischen Missionsschule in Chinatown. Aber selbst als sie bereits eine amerikanische Schule besuchte, stahl sie sich täglich auf zwei bis drei Stunden weg — in die chinesische Schule.

Als Achtjährige kam Anna May Wong zum ersten Male mit dem Film in Berührung: Crane Wilbur wurde das Filmidol der kleinen Chinesin und durch kuriosen Zufall wurden sie einige Jahre später sogar Partner. Allerdings nicht im Film und nicht in Hollywood, sondern auf einer Bühne am Broadway in einem dramatischen Stück.

Als sie zwölf Jahre alt war wurde sie zum ersten Male unter vielen anderen Chinesen und Exoten als Komparsin ausgewählt und begann in winzigen Rollen zu filmen. Sie war trotzdem noch ein Kind, als sie später erst kleine Rollen, allmählich aber schon Hauptrollen erhielt und berühmt wurde.

Im März 1928 verläßt sie Hollywood, um ihren Vertrag mit Richard Eichberg zu erfüllen. In Berlin wurde ihr erster Film „Song" sogleich ein Riesenerfolg. Wechselnd filmte oder spielte sie auch in London, so auch im ersten englischen Sprechfilm „Flame of Love“. Die deutsche und französische Fassung sprach und spielte Anna May Wong selbst. Die deutsche Fassung war so gut, daß man ihr nicht glauben wollte, sie habe selbst gesprochen. Nach einem Operettengastspiel in Wien kehrte sie nach Hollywood zurück, wo die Paramount Pictures sie fest verpflichteten.

„Schanghai-Expreß“ mit Marlene Dietrich war von ihren Hollywood-Tonfilmen der durchschlagende Welterfolg. 1933 kehrt sie nach London zurück, filmte und spielte Theater. Danach unternahm sie Tourneen durch ganz Europa, Rundfunkengagements in London und Neu York und ein ausgedehnter Besuch in der Heimat China folgten.

In den 1940er Jahren geriet die Karriere von Anna May Wong ins Stocken. Ihre melodramatischen Darstellungen waren nicht mehr so gefragt und auch der aufkommende Rassismus in Amerika hatte Anteil an der schwindenden Nachfrage. Sie spielte in diesem Jahrzehnt nur in wenigen Filmen mit. Es dauerte zehn Jahre, bis sie für ein weiteren Auftritt auf die Leinwand zurückkehrte.

In diesem Jahrzehnt erfuhr sie, daß sie an Herzproblemen kombiniert mit einer Zirrhose litt. 1961 verstarb Anna May Wong an einem Herzanfall.

Filmographie

  • 1919: The Red Lantern
  • 1920: Outside the Law
  • 1920: Dinty
  • 1920: A Tale of Two Worlds
  • 1920: The White Mouse
  • 1921: The First Born
  • 1921: Bits of Life
  • 1921: Shame
  • 1922: The Toll of the Sea
  • 1923: Drifting
  • 1923: Thundering Dawn
  • 1923: Mary of the Movies
  • 1924: Lilies of the Field
  • 1924: Der Dieb von Bagdad/The Thief of Bagdad
  • 1924: The Fortieth Door
  • 1924: The Alaskan
  • 1924: Peter Pan
  • 1925: Forty Winks
  • 1925: His Supreme Moment
  • 1926: Fifth Avenue
  • 1926: A Trip to Chinatown
  • 1926: The Desert's Toll
  • 1927: Driven from Home
  • 1927: Mr. Wu
  • 1927: The Honorable Mr. Buggs
  • 1927: Old San Francisco
  • 1927: Why Girls Love Sailors (Szenen herausgeschnitten)
  • 1927: The Chinese Parrot
  • 1927: Die Teufelstänzerin/The Devil Dancer
  • 1927: Streets of Shanghai
  • 1928: Across to Singapore
  • 1928: The Crimson City
  • 1928: Chinatown Charlie
  • 1928: Schmutziges Geld/Song/Show Life/Wasted Love
  • 1928/29: Großstadtschmetterling/City Butterfly/Pavement Butterfly
  • 1929: Piccadilly
  • 1930: Hai-Tang. Der Weg zur Schande/The Flame of Love
  • 1930: Elstree Calling
  • 1931: Daughter of the Dragon
  • 1932: Shanghai-Express
  • 1932: Hollywood on Parade
  • 1932: Hollywood on Parade No. A-3: Down Memory Lane
  • 1933: Eine Studie in Scharlachrot
  • 1934: Tiger Bay
  • 1934: Chu-Chin-Chow/Ali Baba Nights
  • 1934: Limehouse Blues/East End Chant
  • 1934: Java Head
  • 1937: Hollywood Party
  • 1937: Daughter of Shanghai
  • 1938: Gefährliche Mitwisser/Dangerous to Know
  • 1938: When Were You Born?
  • 1939: Island of Lost Men
  • 1939: Disputed Passage
  • 1940: Chinese Garden Festival
  • 1941: Ellery Queen's Penthouse Mystery
  • 1942: Lady from Chungking
  • 1943: Bombs Over Burma
  • 1949: Impact
  • 1960: Das Geheimnis der Dame in Schwarz/Portrait in Black
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