Trebitsch, Arthur

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Arthur Trebitsch (1926)

Arthur Trebitsch (Lebensrune.png 17. April 1880 in Wien; Todesrune.png 26. September 1927 in Eggersdorf bei Graz) war ein jüdischer, in der Habsburger Doppelmonarchie wirkender Schriftsteller und Philosoph. Heute wird das Werk Trebitschs, der trotz seiner jüdischen Herkunft ein glühender Judengegner war, vor allem aufgrund des Eindrucks beachtet, den er insbesondere bei Adolf Hitler hinterließ.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Arthur Trebitsch kam 1880 in Wien als Industriellensohn zur Welt. Das „Lexikon des Judentums“ nennt ihn einen „jüdischen Judenhasser“, und selbst dem scharf antisemitischen Publizisten Jonak von Freyenwald („Jüdische Bekenntnisse aus allen Zeiten und Ländern“) erschien Trebitsch als „radikaler (!) Antisemit“. In Schriften wie „Deutscher Geist oder Judentum“ (1921) und „Arische Wirtschaftsordnung“ (1925) suchte Trebitsch, „die teuflische Zielstrebigkeit“, den „verbrecherischen Vernichtungswillen Zions“ zu „entlarven“. Er warf den Juden vor, daß sie „Rassereinheit“ praktizieren, anderen jedoch Rassenvermischung predigen, auf die Bewahrung der eigenen Leibesfrucht bedacht sind, den anderen aber Abtreibung aufschwatzen usw.[1] Der „aus dem Ghetto hervorgebrochene Geist der Judenschaft“ sei „als Schweinerei zu empfinden“, riet Trebitsch den „arischen“ Völkern. In seinem Werk „Deutscher Geist oder Judentum“ hieß es:

„Der deutsche Mensch wird es sein, auf dessen Vernichtung das Judentum es abgesehen hat und haben muß zur Errichtung seiner Weltherrschaft, und der deutsche Mensch wird es sein, der, sehend gemacht und den Feind nunmehr wahrhaft erkennend, dieser Weltherrschaft doch noch ein unerwartetes Ende bereiten wird.“

Trebitschs Denken hatte sich auch durch die Bekanntschaft mit seinem ebenfalls jüdischen und explizit antisemitisch ausgerichteten Mitschüler und Jugendfreund Otto Weininger sowie mit den Schriften des Engländers H. St. Chamberlain und wohl auch des Franzosen de Gobineau geformt.

Trebitsch war davon überzeugt, daß ihn die „Führung Zions“ zum Tode verurteilt habe und wahrscheinlich mit Giftgas ermorden wolle. Als er 1927 in Eggersdorf bei Graz starb (laut ärztlicher Diagnose an Tuberkulose), war er bis zum letzten Atemzug überzeugt, einem Giftanschlag zum Opfer gefallen zu sein. Im Handbuch der Judenfrage wird davon ausgegangen, daß Trebitsch tatsächlich vergiftet worden ist. Dieses Schicksal würde demnach jedem Juden blühen, der sich den Rabbinern widersetzt hat. In der Sigilla Veri wird es dagegen für möglich gehalten, daß Trebitsch von den Rabbinern auf Philipp Stauff angesetzt worden ist und er deshalb bei diesem Zuflucht suchte.

Der jüdische Schriftsteller Siegfried Trebitsch war sein Stiefbruder.[1]

Im Jahre 1925 lebte Arthur Trebitsch in der Wohllebengasse 9, Wien IV.[2]

Trebitsch und Hitler

Obwohl Trebitsch Anfang der 1920er begann, sich für den gottgesandten Retter des Deutschtums zu halten und eine Zeitlang entsprechend verlangte, als Führer der deutschnationalen Bewegung anerkannt zu werden, gewährte er Adolf Hitlers 1920 formierter Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) früh großzügige finanzielle Unterstützung. Trebitsch lernte sowohl Hitler als auch dessen Weggefährten und väterlichen Freund Dietrich Eckart persönlich kennen. Hitler selbst bekundete noch Jahre später eine an Verehrung grenzende Achtung für Trebitsch: Noch 1935 empfahl er einem Bekannten: „Lesen Sie jeden Satz, den er geschrieben hat. Er hat die Juden entlarvt wie keiner.“

Hitlers Respekt für Trebitsch ging ferner so weit, daß er sich zeitweilig ernsthafte Gedanken über die von Trebitsch befürchtete Unterwanderung der NSDAP durch die „Schlangen der Zionisten machte und die von Trebitsch geforderte Entmachtung von Parteigrößen wie Robert Ley, Hans Frank, Alfred Rosenberg, Julius Streicher oder Gregor Strasser zumindest Trebitsch selbst gegenüber nicht von vornherein ausschließen wollte.[3] Trebitsch wurde von Hitler sogar einige Jahre lang als potentieller hoher Parteifunktionär ins Auge gefaßt. Hamann vermerkt beispielsweise, daß Hitler erwogen habe, Trebitsch anstelle von Rosenberg mit dem Amt zur Überwachung der weltanschaulichen Schulung zu betrauen.

Auszüge aus „Deutscher Geist – oder Judentum“

Seite 62, über die eigentümliche Art und Weise der jüdischen Kriegsführung:[4]

„Der Schwindel ist die wesentliche Waffe im Kampfe des beweglichen (jüdischen) wider den fassenden (arischen) Geist und zwar seit Urzeiten. Und so müßte denn über dem Kapitel, das diesen Kampf zu behandeln unternähme, das Wort: Schwindel in Riesenlettern prangen; [...] Schwindel sind die mannigfaltigen politischen Schlagworte, hinter denen verschanzt das eigentliche Ziel der Weltherrschaft des beweglichen Geistes solang verborgen bleiben konnte [...]. Aber ehe wir auf den mannigfaltigen Gebieten des wirtschaftlichen und staatlichen Lebens erforschen wollen, wie es den Juden gelang, den Arier um die Rechte der Erstgeburt des fassenden Geistes zu betrügen, müssen wir aus einigen Beispielen erkennen lernen, wie es möglich wurde, daß der schwache, ohnmächtige, verachtete und scheinbar so machtlose Ghettojude dem Deutschen sein Wollen ganz allmählich aufzuzwingen wußte, ohne daß dieser die rätselhafte Vergewaltigung überhaupt jemals erkannte.
Der Schwindel des Einzelnen wird erst zur ungeheuren Macht dadurch, daß eine Schar von Genossen, eingeweiht in das Ziel eines gemeinsamen wohlausgedachten Betruges, ihn bei diesem verwirrenden Geschäfte unterstützen [...]. Und während der Deutsche es heute erst langsam und allmählich erlernt und wird erlernen müssen, treu zum Stammesgenossen zu stehen, hat der Jude dank seiner Grundstruktur auch ohne jeglichen vereinenden Druck es leicht, sich mit seinen Stammesgenossen zu gemeinsamen Werke zu vereinigen.
So sehen wir denn diese Gabe des trefflichen Ineinandergreifens, Zusammenspieles und sich in die Hand Arbeitens der Beweglichen zu hoher Vollendung schon im Anbeginn eines ersten Eindringens in deutsche Lebensbereiche sich entfalten. Und solche Genossenschaft wird und wurde bei den Juden seit je mit einem terminus technicus benannt, der bezeichnender Weise in wörtlicher Übersetzung aus dem Hebräischen (Chawrosso) – Freundschaft bedeutet. Denn Freundschaft im Sinne des beweglichen Geistes ist es ja, dies Zusammenhalten beim gemeinsamen Werke der Ausbeutung und des Betruges am Fremdlinge (Goy). Und solche Chawrussen waren es ja, die das Hauptziel des beweglichen Geistes: Übervorteilung des Ariers mit der sicheren Unmöglichkeit, entlarvt, durchschaut, ‚erwischt‘ zu werden, erreichen halfen. Und es wird deshalb von größter Wichtigkeit sein, das Verfahren derartiger Chawrussen in ihren primitiven Anfängen aufs Genaueste zu verstehen, weil nach ihrem Bilde und Muster all’ das Ungeheure ausgeführt und erreicht wurde, womit das Judentum heutigen Tages Weltwirtschaft, Politik und Geistesleben geradezu beherrscht.“

Seite 71:[5]

„Nur, wer in Allem, was die Juden zur Erreichung der Weltherrschaft bis auf den heutigen Tag versucht haben, allüberall das Walten einer den soeben geschilderten Chawrussen ähnlichen Organisation und dem Arier unsichtbaren ‚Freundschaft‘ erblickt, ja nur derjenige hat eine wahre Einsicht in das allmähliche Werden und Wachsen der jüdischen Weltherrschaft und ihres innersten Wesens.“

Seite 459:[6]

„Die Stadien des geheimen Kampfes der „Weisen von Zion“ wider einen verhaßten Gegner sind etwa folgende:
1. Totschweigen,
2. wirtschaftlich Zu-Grunde-richten,
3. Ehrabschneiden,
4. Töten,
5. Für irrsinnig erklären,
6. Diskreditieren mit allen Mitteln der Verleumdung, des Schwindels und der Irreführung,
7. endlich, wenn dies alles nichts mehr nützt, durch Abkommandierte im feindlichen Lager die Sache des Gegners lobpreisend zur ‚eigenen‘ machen, um in entscheidenden Punkten die Gedanken und Taten des Gefährlichen zu verwirren, zu verhindern, und auf ein totes Geleise abzulenken.“

Bewertungen

Ulrich Fleischhauer schreibt über Arthur Trebitsch in seinem Gerichtsgutachten zum Berner Prozeß:[7]

„Der radikalste aller ‚jüdischen Antisemiten‘ aber war der Wiener Schriftsteller Arthur Trebitsch, ein getaufter Jude, gestorben 1928, der ein leidenschaftlicher Bekämpfer des Judentums und ein bis zu einem gewissen Grade wirklich tieffühlender, überzeugter Anhänger der arischen Weltanschauung war. Seine vernichtende Kritik am Judentum und sein selbst den heftigsten Antisemiten in den Schatten stellendes Bestreben, die Gefährlichkeit der Juden für das Ariertum zu beweisen, haben ihm begreiflicherweise den erbitterten Haß der Judenwelt eingetragen. Seine Verfolgung durch die Juden ging so weit, daß man ihn für geistig nicht normal hinstellte, so daß er sich genötigt sah, sich freiwillig durch mehrere Ärzte psychiatrieren zu lassen; das Zeugnis lautete auf geistig vollkommen gesund. Dieser seltene, arisch denkende Jude hat sich in seinem Werke ‚Deutscher Geist oder Judentum‘ 1921 eingehend mit der Frage der Echtheit der Protokolle der Weisen von Zion beschäftigt. Und da es sich hier um einen Mann aus dem jüdischen Lager handelt, der wie kaum ein anderer die jüdische Seele kannte, will ich ihn an erster Stelle zu Wort kommen lassen.“

Werke

  • Galileo Galilei – Ein Trauerspiel in fünf Akten, Wien 1901; 2. Auflage Antaios-Verlag, Berlin 1920
  • Aus Max Dorns Werdegang – Ein Lebensabschnitt, 1909; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1920
  • Der Fall Ferdinand Gregori und Siegfried Trebitsch – Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte unserer Zeit, Bachmair, München 1914
  • Erkenntnis und Logik, Braumüller, Wien 1917 (PDF-Datei)
  • Friedrich der Große – Ein offener Brief an Thomas Mann, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1916; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig (PDF-Datei)
  • Gespräche und Gedankengänge, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1916; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1920
  • Seitenpfade – Ein Buch Verse, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1917; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1920 (PDF-Datei)
  • Geist und Leben, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1917; 2. Auflage Antaios-Verlag, Berlin/Wien 1921
  • Aus des Ratsherrn Johannes Teufferius Lebensbeschreybung, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1920
  • Nikolaus Lenaus geistiges Vermächtnis, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1920
  • Wir Deutsche aus Österreich – Ein Weckruf, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1921
  • Zur Förderung der Persönlichkeiten, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1917; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1921
  • Drei Vorträge mit Zwischenstücken – Die erste Darstellung der erkenntniskritischen Grundgedanken des Verfassers, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1917; 2. Auflage Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1921
  • Deutscher Geist oder Judentum – Der Weg der Befreiung, Antaios-Verlag, Berlin 1921 (PDF-Datei Fraktur, PDF-Datei Textversion-Antiqua)
  • Geist und Judentum, Verlag Ed. Strache, Wien/Leipzig 1919 (PDF-Datei)
  • Deutscher Geist aus Österreich – Ausgewählte dichterische Deutschtumsbekenntnisse, Antaios-Verlag, Berlin/Leipzig 1920
  • Wort und Leben – Eine grundlegende Untersuchung, Antaios-Verlag, Berlin 1920
  • Die böse Liebe – Novellen, Verlag Ed. Strache, Wien 1920
  • Die Geschichte meines Verfolgungswahnes, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1923 (PDF-Datei Fraktur, PDF-Datei Antiqua-Text)
  • Arische Wirtschaftsordnung – Eine grundlegende Untersuchung, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1925 (PDF-Datei)
  • Der Dichter, der Denker, der Redner, der Arier, Antaios-Verlag, Leipzig 1926 (PDF-Datei)
  • Der brennende Mensch, Antaios-Verlag, Leipzig 1930 (aus seinem Nachlaß)

Galerie

Literatur

Verweise

Hörbücher

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 David Korn: Wer ist wer im Judentum?, FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9
  2. Arthur Trebitsch: Arische Wirtschaftsordnung – Eine grundlegende Untersuchung, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1925, Copyright-Vermerk
  3. Die Mehrheit derjenigen, die Trebitsch verdächtigte, wurde am Ende des Nürnberger Tribunals gehängt.
  4. Arthur Trebitsch: Deutscher Geist oder Judentum, Antaios-Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1921, Seite 62
  5. Arthur Trebitsch: Deutscher Geist oder Judentum, Antaios-Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1921, Seite 71
  6. Arthur Trebitsch: Deutscher Geist oder Judentum, Antaios-Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1921 1921, Seite 459
  7. Ulrich Fleischhauer: Gerichts-Gutachten zum Berner Prozeß – Die echten Protokolle der Weisen von Zion, U.-Bodung-Verlag, Erfurt, 1935, Seite 70
  8. Roderich Müller-Guttenbrunn: Der brennende Mensch – Das geistige Vermächtnis von Arthur Trebitsch, Antaios-Verlag, Leipzig 1930, Seite 16/17
  9. Arthur Trebitsch: Seitenpfade – Ein Buch Verse, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin, 1917, Seite 4
  10. Arthur Trebitsch: Die Geschichte meines Verfolgungswahnes, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1923, Seite 152/153
  11. Roderich Müller-Guttenbrunn: Der brennende Mensch – Das geistige Vermächtnis von Arthur Trebitsch, Antaios-Verlag, Leipzig, 1930, Seite 352/353
  12. Arthur Trebitsch: Geist und Judentum, Verlag Ed. Strache, Wien/Leipzig 1919, Seite 262
  13. Arthur Trebitsch: Seitenpfade – Ein Buch Verse, Wilhelm Borngräber Verlag, Berlin 1917, Seite 4
  14. Roderich Müller-Guttenbrunn: Der brennende Mensch – Das geistige Vermächtnis von Arthur Trebitsch, Antaios-Verlag, Leipzig 1930, Seite 128/129
  15. Arthur Trebitsch: Geist und Judentum, Verlag Ed. Strache, Wien/Leipzig 1919
  16. Arthur Trebitsch: Deutscher Geist oder Judentum, Antaios-Verlag, Berlin/Wien/Leipzig 1921
  17. Arthur Trebitsch: Die Geschichte meines Verfolgungswahnes, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1923
  18. Arthur Trebitsch: Arische Wirtschaftsordnung, Antaios-Verlag, Wien/Leipzig 1925
  19. Arthur Trebitsch: Der Dichter, Der Denker, Der Redner, Der Arier, Antaios-Verlag, Leipzig 1926
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