Aschermittwoch (Film)

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Aschermittwoch
Aschermittwoch.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Aschermittwoch
Produktionsland: Weimarer Republik
Erscheinungsjahr: 1931
Stab
Regie: Johannes Meyer
Drehbuch: Walter Wassermann, Walter Schlee
Produktion: Aco-Film GmbH
Musik: Willy Schmidt-Gentner
Kamera: Willy Hameister
Besetzung
Darsteller Rollen
Claire Rommer Yvette
Karl Ludwig Diehl Hauptmann von Rochow
Evelyn Holt Hertha
Hans Stüwe Leutnant von Linken
Hans Junkermann Oberst von Linken
Erna Morena Mutter
Lotte Spira Majprin
Ferdinand von Alten Tiburtius
Wolfgang Zilzer
Max Wilmsen Neufert
Erich Kestin Polke
Melitta Klefer Aenne

Aschermittwoch ist ein deutscher Spielfilm von 1931. Die Dreharbeiten fanden in Berlin, Versöhnungskirche und Berlin-Tegel statt. Die Uraufführung war am 28. Januar 1931.

Handlung

Quelle
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1913 ..... Karneval in Köln! - Die ganze Stadt beteiligt sich an den Vorbereitungen. Die großen Karnevals Gesellschaften treten zusammen, die berühmten Büttenredner probieren eifrig ihre witzigen Karnevals reden der Bürger sieht das ernste Gewand des Alltags aus und wird .... für wenige Tage … zum Narren. - kurz vor Beginn des Karnevals ist der Leutnant beim Ulanenregiment in Hannover, Georg von Linken, zu Kriegsakademie abkommandiert und einen Infanterieregiment in Köln zur Dienstleistung zugeteilt worden. Der Kommandeur dieses Regiments ist der Vater Georgs. – Zur großen Freude Georgs findet er aus dem Kadettenkorps wieder, einen Offizier, der lange bei der Schutztruppe in Ostafrika gedient hat und jetzt Hauptmann und Kompagnieführer in Köln ist, Herrn von Rochow. -

Rochow war Linken mehr als ein Kamerad gewesen, die beiden jungen Leute hatten sich im Kadettenkorps eng befreundet, und Rochow hatte seinen jüngeren Freund aus mancher gefährlichen Sache heraus gehauen. - Dann wurde Rochow abkommandiert, erging ins Ausland, man verlor sich aus den Augen …, und jetzt sehen sich die beiden endlich nach so langer Trennung wieder. - übrigens hatte sich Rochow aus den Kolonien eine ganz entzückende Frau mitgebracht, Yvette, die Tochter eines reichen englischen Diamantenbergwerksbesitzers. – Yvette ist zwar etwas kapriziös, hatte ihre eigene Anschauung vom Leben und eine ganze Menge Launen … aber Rochow, der diese Frau über alles liebte, gerade weil sie so anders ist, als die anderen Frauen sich seiner Umgebung, verzeiht ihr alles. Yvette ist, kaum dass Georg von Linken in ihrem Hause eingeführt war, sofort entschlossen, diesen jungen hübschen Offizier für sich zu gewinnen, und Georg bleibt dem versteckten, sehr vorsichtigen Verben der Frau gegenüber nicht ganz gefühllos. - allerdings ist es die Frau seines besten Freundes, um die es sich hier handelt ………. - …… und außerdem binden Georg noch von Hannover her andere zarte Fäden. Er hat da in Hannover eine kleine blonde Stenotypistin zurückgelassen, Hertha, die jetzt zu Beginn des Karnevalls in Köln auftaucht. – Hertha kommt nach Köln, um ihren Geliebten zu warnen. Zu warnen vor einem Mann, den sie selbst zwar nicht kennt, der aber – wie sie erfahren hat – Wechselschulden des jungen Mannes aufgekauft hat. – Georg freut sich außerordentlich, als er seine Hertha so unerwartet wiedersieht, er freut sich um so mehr, als er hofft, durch Herthas Anwesenheit, durch ihre Nähe und durch das ständige Beisammensein mit der Geliebten jene andere Frau zu vergessen, mit der er sich von Tag zu Tag mehr Beschäftigte. - Er verlebt mit Hertha glückliche Karnevallstage … ganz allein mit ihr auf seiner Leutnantsbude … da wurde ihm der Besuch eines Herrn Tiburtius aus Hanover gemeldet. – Tiburtius kommt umk dem Leutnant von Linken Wechsel zur sofortigen Zahlung zu präsentieren. – Er hat eine alte Rechnung mit dem Hause Linken abzumachen, war vor vielen Jahren wegen einer dunklen Affäre aus der Armee gestoßen worden und glaubt jetzt, sich an Oberst von Linken, die er für sein Unglück verantwortlich macht, rächen zu können, indem er gegen seinen Sohn vorgeht. – Linken sieht nur einen Ausweg … Rochow muß helfen. – Er sucht ihn noch in der Dienstagsnacht auf einem Karnevalsfest auf, und der Freund verspricht ihm auch, die Sache sofort zu regeln. In einer Stunde wollte er zu Georg in die Wohnung kommen und alles Nähere mit ihm besprechen. - Yvette, die den Leutnant auf allen Karnevallsfesten vergeblich gesucht hat, sieht ihn jetzt endlich. In der Ausgelassenheit des Karnevalls hofft sie, Georg ganz für sich zu gewinnen, und es gelingt ihr durch eine List, sich den Zugang zu der Wohnung Linkens zu verschaffen, ohne daß Georg eine Ahnung davon hat. – Georg, der sich auf das Kommen Rochows vorbereitete steht plötzlich Yvette gegenüber. – Eine Minute vergißt er alles, was ihn bedrückt, er vergißt Hertha, er vergißt alle seine guten Vorsätze … - … und als Rochow kommt, um seinen besten Freund zu helfen und seine eigene Frau bei ihm vorfindet, kann Georg den Kameraden keine ausreichende Erklärung geben. – Die Glocken des Kölner Doms läuteten den Aschermittwoch ein. – Mit einem Schlage ist der ganze Zauber des Karnevals erloschen. – Als Hauptmann von Rochow am Aschermittwoch morgen mit seiner Kompagnie zum Dienst ausrückt, fehlt der Leutnant Georg von Linken. Er hat seine Schuld mit dem Leben bezahlt.