Atomanlagen Fukushima

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Die Atomanlagen Fukushima, bestehend aus den Kernkraftwerken Fukushima I und Fukushima II, waren das Herz von Japans Atomindustrie. Insgesamt gibt es hier zehn Reaktoren – davon sechs im Atom-Komplex Fukushima I. 1970 ging in der Anlage Fukushima I der erste Siedewasserreaktor ans Netz. Die Anlagen liegen im Bereich tektonischer Grenzen (→ Geologie) und sind daher naturgemäß – insbesondere in Bezug auf Erdbeben und Tsunamis – gefährdet.

Betriebsstörungen und Unfälle

Im Jahre 2000 mußte ein Reaktor wegen eines Loches in einem Brennstab abgeschaltet werden. 2002 wurden Risse in Wasserrohren entdeckt und im selben Jahr mußte die Betreiberfirma Tepco einräumen, Berichte über Schäden gefälscht zu haben. 2006 trat radioaktiver Dampf aus einem Rohr aus.

Nach dem Tōhoku-Erdbeben am 11. März 2011 – und dem daraus entstandenen Tsunami – kam es zu einem Ausfall der Stromversorgung und damit zu einer unzureichenden Kühlung der Reaktorkerne sowie eingelagerter Brennstäbe. Zwar erfolgte direkt nach dem Erdbeben eine automatische Abschaltung der Anlagen, aber damit war die Gefahr eines nuklearen Unfalls noch nicht vorüber. Dies liegt an der Rest- oder Nachzerfallswärme: Zwar werden in den abgeschalteten Reaktoren keine Uranatome mehr gespalten, aber es sind immer noch radioaktive Spaltprodukte vorhanden, deren radioaktiver Zerfall weiterhin viel Wärme erzeugt, weswegen eine funktionierende Kühlung auch für abgeschaltete Reaktoren noch für eine erhebliche Zeit (viele Stunden bis Tage) unabdingbar ist. In Block 1, 2 und 3 kam es infolgedessen zur Kernschmelze. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung. Ungefähr 170.000 Einwohner wurden aus den betroffenen Gebieten evakuiert, darunter etwa 20.000 auf freiwilliger Basis. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verendeten.

Filmbeiträge

Siehe auch

Verweise