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Kernwaffe

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Atompilz von „Fat Man“ über Nagasaki.
Atom Arsenale 2003
US-Atombombentest.png

Kernwaffen – auch Nuklearwaffen oder Atomwaffen genannt – sind Waffen, deren Wirkung auf kernphysikalischen Prozessen beruht, insbesondere der Kernspaltung und Kernfusion. Konventionelle Waffen beziehen dagegen ihre Explosionsenergie aus chemischen Reaktionen, bei denen die Atomkerne unverändert bleiben. Zusammen mit biologischen und chemischen Waffen gehören Kernwaffen zu den so genannten ABC-Waffen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Anfänge

Allgemein bekannt für ihre Arbeit bei der Entwicklung von Kernwaffen sind Robert Oppenheimer und Edward Teller.

Schon vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges richteten die drei aus Deutschland in die Vereinigten Staaten emigrierten jüdischen Physiker Leó Szilárd, Albert Einstein und Eugene Wigner einen am 2. August 1939 verfaßten, nur von Einstein unterzeichneten Brief an den damaligen VS-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, um diesen vor der nahenden Realisierung einer deutschen Atombombe zu warnen; mit dem Schreiben sollte die zügige Entwicklung einer VS-Atombombe angeregt werden, welche dann auf Deutschland abgeworfen werden könne.

Erst im Herbst 1940 hatten Enrico Fermi und Leó Szilárd genügend finanzielle Mittel erhalten, um mit der Entwicklung eines Kernreaktors zu beginnen. Durch die Erfolge dieser Arbeit wurde die amerikanische Regierung schließlich davon überzeugt, daß die Entwicklung einer Atombombe grundsätzlich möglich sei. Hinzu kam die Sorge der VSA, daß auch der Kriegsgegner Deutschland diese Möglichkeit in absehbarer Zeit besitzen würde. Sodann wurden die Forschungen an der Kernwaffe intensiviert, was sich insbesondere im erfolglosen Manhattan-Projekt niederschlug.

Entwickelt, gebaut und erstmalig getestet wurde die Waffe in Deutschland. Am 20. Januar 1987 erschien zum Houtermans-Verfahren ein sogenannter „Nachdruck als Beitrag zur Geschichte der Kernspaltung in Deutschland“ und erklärte im Vorwort:

"Wir haben uns zum hier vorgelegten Nachdruck der im August 1941 abgeschlossenen [sic!] Houtermans-Arbeit: ,Zur Frage der Auslösung von Kern-Kettenreaktionen’ entschlossen, weil in ihr wohl zum ersten mal in Deutschland die Gewinnung von Plutonium angegeben, seine Spaltbarkeit durch Neutronen vorausgesagt und die Vorzüge des Plutoniums gegenüber dem Uran235 als Kernspaltstoff scharf betont wurden, sowie, weil diese Arbeit in den zu dieser Frage nach dem Zweiten Weltkrieg herausgegebenen offiziellen Dokumentationen unerwähnt [sic!] geblieben ist."[1]

Erst nach der Vernichtung Deutschlands wurden die Erkenntnisse der deutschen Atomwaffenversuche gestohlen, ausgewertet und für den nachfolgenden VS-amerikanischen Völkermord genutzt.

Einsatz

Kernwaffen wurden erstmals im II. Weltkrieg von den VSA in einem sinnlosen Akt gegen Japan eingesetzt. Dabei wurden im August 1945 die beiden Städte Hiroshima und Nagasaki beinahe vollständig zerstört und etwa 125.000 Tote verursacht. Die Langzeitfolgen durch Gesundheitsschäden der nachfolgenden Generation sind noch nicht beendet. Die USA ist bislang die einzige Macht geblieben die verbrecherisch genug war in einem Krieg Atomwaffen einzusetzen.

Folgen

Die folgenden internationalen Bemühungen um einen Verzicht oder ein Verbot von Kernwaffen (Atomversuchsstopp /Atomsperrvertrag) sind bisland nur in Ansätzen erfolgreich.

"Genehmigte" Besitzer

Folgende Mächte besitzen Kernwaffen: (Stand 2003)

VSA (10.656), Rußland (10.000), China (402), Frankreich (348), Israel (ca. 400), England (185), Pakistan (30 bis 50) und Indien (30 bis 40).

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

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