Auf Wiedersehen, Franziska!

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FILM

Auf Wiedersehen, Franziska!.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Auf Wiedersehen, Franziska!
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1941
Laufzeit: 100 Minuten
Sprache: Deutsch
Filmproduktion: Terra-Filmkunst GmbH
Erstverleih: Terra-Filmkunst GmbH
IMDb: deueng
Stab
Regie: Helmut Käutner
Regieassistenz: Rudolf Jugert
Drehbuch: Helmut Käutner,
Curt J. Braun
Produktionsleitung: Hans Tost
Musik: Michael Jary
Ton: Carl-Erich Kroschke
Kamera: Jan Roth
Standfotos: Kurt Schlawe
Bauten: Willi A. Herrmann
Kostüm: Margot Hielscher
Aufnahmeleitung: Werner Drake,
Willi Rother
Herstellungsleitung: Hans Tost
Schnitt: Helmuth Schönnenbeck
Besetzung
Darsteller Rolle
Marianne Hoppe Franziska Tiemann
Hans Söhnker Reporter Michael Reisiger
Fritz Odemar Professor Tiemann
Rudolf Fernau Dr. Christoph Leitner
Hermann Speelmans Reporter Buck Standing
Margot Hielscher Reporterin Helen Philips
Herbert Hübner Redakteur Tad Simmons
Josefine Dora Wirtschafterin Frau Schöpf
Fridva Richard Wirtschafterin Kathrin
Klaus Pohl Briefträger Pröckl
Erich Ziegel Arzt
Rudolf Kalvius Anwalt
Trude Baumbach Molliges Animiermädchen
Ursula Herking Franziskas Freundin Nettie
Gustl Kreusch Animierdame
Marianne Stanior Animiermädchen
Vera Mayr Krankenschwester
Annemarie Schäfer Melancholisches Mädchen
Hans Wallner Ober im Café
Louis Brody Portier eines südamerikanischen Hotels
Marianne Beckmann
Edith Hildebrandt
Ruth Kruse
Beryl Roberts
Ernö René
Aribert Wäscher
Evelyn Künneke

Auf Wiedersehen, Franziska! ist ein Drama von 1941.
Die Uraufführung fand am 24. April 1941 im Atlantic-Palast in München und die erste Fernsehausstrahlung am 24. März 1988 im Fernsehsender Süd 3 statt.

Inhaltsverzeichnis

Weitere Titel

  • Auf Wiedersehen, Franziska (Schreibvariante)
  • Auf Wiedersehn, Franziska! (Schreibvariante, Deutschland)

Auszeichnungen

Prädikate
  • künstlerisch wertvoll

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Seit zehn Jahren wohnt Michael Reisiger in dem kleinen Städtchen, aber mehr als zehn Wochen kommen bestimmt nicht zusammen, wenn er die tatsächlich hier verbrachten Tage addiert. Er ist Kamera-Reporter, Wochenschaumann, und wo in der Welt etwas los ist, dort muss er hin. Er ist wieder einmal für ein paar Tage „daheim". Die alte Kathrin, die ihm das Haus verwaltet, gerät ganz außer Fassung, als die Dame, die Michael am Nachmittag vor der Abreise mit heimbringt, die Nacht über da bleibt. Franziska ist Michael über den Weg gelaufen. Zuerst war sie empört über das hemmungslose Draufgängertum des jungen Mannes, der sich offensichtlich für unwiderstehlich hielt und der nun Routine im Umgang mit Frauen bei ihr anwenden wollte.

Doch dann ging sie auf das verwegene Spiel ein, und als sie durch einen Zufall erfuhr, daß Michael am nächsten Tag reisen werde, da war es wohl mehr, als daß die behütete Tochter Professor Tiemanns und derzeit Kunstgewerblerin ein modernes junges Mädel sein wollte.

Michael konnte es nicht verhindern: Franziska brachte ihn zur Bahn. „Schreib mir nicht, vergiss mich bald“, sagte sie zu ihm. Er aber winkte ihr aus dem Fenster des Zuges zu: „Auf Wiedersehen, Franziska!

Es ist fast ein Jahr vergangen. Franziska hat nicht länger bei ihrem Vater und bei Dr. Christoph, einem Freund des Hauses, der in seiner stillen Art um sie warb, bleiben wollen und ist nach Berlin gezogen. Als Michael durch Berlin kommt, spielt ihm das Schicksal ihre Adresse zu, und dann steht er vor ihr und erkennt: sie hat auf ihn gewartet! Nur ein paar Stunden kann er bei ihr sein. Sie bringt ihn zur Bahn. „Auf Wiedersehen, Franziska!

Marianne Hoppe schaut ins Kinderzimmer, an der Wand sieht man Mickey Mouse

Sie folgt seinem Wunsch, übersiedelt wieder in das kleine Städtchen, und ein großes Umräumen beginnt in dem Haus Reisigers. In vier Monate hatte Michael zurück sein wollen, - aber- dann kommt ein Brief, er hat seinen Vertrag gekündigt, doch heim könne er erst im Herbst des nächsten Jahres ... In Indien, in Afrika rennt er hinter den Sensationen hinter her. Und immer ist er mit Buck Standing zusammen, seinem Freund und Kollegen. Ein Telegramm ruft ihn heim: Franziska hat ein Kind von ihm, einen Jungen! Und noch einer weiten Reise, zuletzt mit Flugzeug, steht er vor Franziska und ihrem Vater und bittet ihn um die Hand seiner Tochter. - Schon eine geraume Weile ist Michael zu Hause. Er gibt sich Mühe, glücklich zu sein, doch dann kommt Buck zu Besuch, und jetzt weiß Franziska, daß sie Michael wieder fortlassen muß. Und diesmal dauert es sehr lange. Franziska bekommt ihr zweites Kind, ein Mädchen, und Michael ist für achtzehn Stunden bei ihr und den Kindern. – „Auf Wiedersehen, Franziska!

An der Front in China haben Michael und Buck oft Gelegenheit, Pulver zu riechen. Als der treue Buck neben Michael von einem Granatsplitter erwischt wird und im Sterben die Wahrheit über sein verpfuschtes Leben und über „diesen verfluchten Beruf“ ausspricht, treibt es Michael heim. Heim in sein Vaterland, das sich wieder einmal für seine Ehre und Zukunft schlagen muss. -

Jetzt, wo er endlich daheim ist, um für immer zu bleiben, findet er seine Einberufung zu einer PK vor. Und Franziska will ihn diesmal nicht halten. „Du musst, Michael.“ Als er den Gestellungsbefehl noch einmal lesen will, gerät ihm das Schreiben eines Rechtsanwalts in die Hände, der Schriftsatz einer Scheidungsklage. Franziska wollte, als sie einmal gar nicht mehr weiter wusste, sich von ihm trennen.

Michael ist fassungslos. Und als Franziska, die den gleichfalls einberufenen Dr. Leitner zur Bahn brachte, wieder bei ihm ist, muss sie es ihm immer wieder sagen, daß sie „den Wisch“ lange vergessen hatte und daß sie jetzt keinen anderen Wunsch habe, als auf ihn zu warten, bis er für immer bei ihr bleiben kann. „Auf Wiedersehen, Michael!'“


Wissenswertes

„Auf Wiedersehn, Franziska!“ entstand vom 30. Oktober 1940 bis Mitte Februar 1941. Die Innenaufnahmen wurden im Ufa-Atelier Berlin-Tempelhof gedreht, während die Außenaufnahmen in Burghausen an der Salzach entstanden. Die Uraufführung fand am 24. April 1941 im Atlantik-Palast in München statt, wobei der Film vom Publikum positiv aufgenommen wurde. Am 6. Mai 1941 wurde „Auf Wiedersehn, Franziska“ erstmals im Capitol am Zoo in Berlin gezeigt.

Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag von Helmut Käutner

Bis Dezember 1941 spielte der Film 3.113.000 Reichsmark ein. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Film von den Alliieren verboten und durfte erst 1951 in einer um neun Minuten gekürzten Version gezeigt werden. Der Film, dem das Ende fehlte, war nun ab 16 Jahren zugelassen. Im Jahr 1983 erfolgte eine erneute Prüfung des Films, der seitdem in einer Länge von 97 Minuten gezeigt werden darf und von der FSK ab 6 Jahren freigegeben wurde.

Die letzte Szene, aus der hervorgeht, daß Michael sich der Pflicht bewusst sei, seinem Vaterland zu dienen, daß er eingesehen habe, daß sein ganzes Leben vorher falsch und dumm gewesen sei, das er ein Deutscher sei und das er jetzt seine Pflicht fürs Vaterland zu erfüllen habe, ist auch jetzt verboten in der BRD und fehlt in dieser Fassung.

Zum 100. Geburtstag von den Regisseur Helmut Käutner brachte die Deutsche Post 2008 eine Sonderbriefmarke mit seinen Konterfei heraus. Diese Briefmarke konnte man mit einer Doppel-DVD mit den Filmen „Auf Wiedersehen, Franziska!“ und „Romanze in Moll“ bei der Post bestellen.

Filmplakat

Kritiken

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Das Zusammenspiel dieser beiden ist etwas Einmaliges. Das Publikum dankte ergriffen und beglückt.
Das 12 Uhr-Blatt, 1941
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Marianne Hoppe ist eine Franziska von herrlicher Eigenart. Jede Bewegung weicht in unnachahmlicher Weise ab von dem, was man sonst im Film zu sehen gewohnt ist. Hans Söhnker erweist sich auch diesmal wieder als Charakterdarsteller größten Formats. Herrlich auch die Randfiguren. Gewaltige Spannung löste sich in langem dankbarem Beifall.
Berliner Lokal-Anzeiger, 1941
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Eine neue große, ja vollendet reife Leistung Marianne Hoppes! Diese Gestalt rückt Hans Söhnker nun wirklich in die Reihe unserer besten Filmdarsteller. Es gab herzlichen, langanhaltenden Beifall. Nachtausgabe Szenen von ungewöhnlicher menschlicher Intensität.
Berliner Volkszeitung, 1941
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Helmut Käutner hat mit diesem seinem vierten Film eingelöst, was die bisherigen versprachen. Die schauspielerischen Leistungen sind ganz ausgezeichnet. Ein großer Erfolg.
Deutsche Allgemeine Zeitung, 1941


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