Gneisenau, Graf August Neidhardt von

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General der Infanterie August Graf Neidhardt von Gneisenau; Gemälde von George Dawe

August Wilhelm Anton(ius) Neid(t)hardt, ab 1814 Graf Neid(t)hardt von Gneisenau (Lebensrune.png 27. Oktober 1760 in Schildau, Kurfürstentum Sachsen; Todesrune.png 23. August 1831 in Posen, Provinz Posen) war ein deutscher Offizier, Heeresreformer, Generalfeldmarschall der Preußischen Armee und Held der Befreiungskriege.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Deutscher Feldherr von Gneisenau
Von Gneisenaus Einleitung zu seinem Verteidigungsplan von Kolberg
nach einem Gedicht von Friedrich von Matthisson
Von Gneisenau mit Nettelbeck in Kolberg

Teilnahme am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1782/83)

Der, wie andere deutsche Fürsten auch, an Geldmangel leidende Markgraf Karl Alexander vermietete während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Truppen an Großbritannien. Von Gneisenau meldete sich zum Einsatz in Nordamerika, wurde zum Leutnant ernannt und 1782 nach Amerika verschifft.

Da der Krieg fast vorüber war, verbrachte von Gneisenau seine Zeit meist in der Garnison von Québec. Bereits Ende 1783 kehrte er in die Garnison Bayreuth zurück und trat zur Infanterie über.

Festung Kolberg

Gemeinsam mit dem Bürgervorsteher Joachim Nettelbeck organisierte von Gneisenau die Verteidigung der Festung Kolberg (Pommern) durch reguläre Truppen und Bürgermilizen.

In einem gnadenlosen und beinahe aussichtslosen Krieg bewies das deutsche Volk in Kolberg, daß auch das kleinste Dorf gegen eine französische Übermacht ankommen kann, wenn es nur einig ist und eisernen Willen zeigt. August Neidhart von Gneisenau war zudem ein hervorragender Anführer und feuerte die Bevölkerung zum heldenhaften Kampf an.

Die Belagerungsversuche der Truppen Napoleons blieben trotz großer Überlegenheit erfolglos.

Über die Verteidigung Kolbergs wurde im Zweiten Weltkrieg auch ein gleichnamiger Farbfilm der UFA gedreht; siehe: Kolberg (Film).

Befreiungskriege (1812–1815)

August Neithardt von Gneisenau 0212.jpg
Von Gneisenau in der Schlacht bei Ligny

Nach der französischen Niederlage im Rußlandfeldzug von 1812/13 konnten sich die Reformer in Preußen endlich durchsetzen, und am 16. März 1813 erklärte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen dem napoleonischen Frankreich den Krieg. Gneisenau wurde als Generalmajor am 16. März 1813 wieder in das preußische Heer eingestellt und am 21. Juli 1813 als Zweiter Generalquartiermeister zur Armee Blüchers versetzt, in der auch sein Sohn August bei der Kavallerie diente. Beim Einrücken in den Rheinbundstaat Sachsen verfaßte Gneisenau einen Aufruf zum gemeinsamen Widerstand. In Dresden, das von den Franzosen geräumt worden war, ordnete Gneisenau die Schaffung von Flußübergängen an, da die Elbbrücken von den Franzosen gesprengt worden waren. In der Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813 befehligte Gneisenau die Kavallerie des linken Flügels. Da der Erste Generalquartiermeister der Blücher-Armee, Gerhard von Scharnhorst, in dieser Schlacht verwundet wurde, übernahm Gneisenau in der Folge die Aufgaben des Ersten Generalquartiermeisters. In der Schlacht bei Bautzen unterlagen die vereinten preußisch-russischen Truppen erneut, während das Reitergefecht bei Haynau (Chojnow) gewonnen wurde.

Die Zeit des Waffenstillstands vom 4. Juni bis August 1813 nutzte Gneisenau zur weiteren Ausbildung und Ausrüstung der preußischen Truppen, insbesondere der Schlesischen Armee Blüchers. Gleichzeitig führte er – in der Nachfolge des erkrankten Friedrich Wilhelm von Götzen d. J. – auch die Geschäfte des Generalgouvernements Schlesien. Er ließ auch die schlesischen Festungen ausbauen und weiter aufrüsten. Mitte August hatte die Schlesische Armee eine Stärke von 105.000 Mann und bestand aus zwei russischen und einem preußischen Korps. Nach den Gefechten bei Löwenberg, Bunzlau und Goldberg zwischen dem 21. August und dem 23. August 1813 mußte sich die schlesische Armee allerdings zurückziehen. Aber in der Schlacht an der Katzbach am 26. August errangen die Verbündeten den Sieg.

Bis Ende September 1813 kämpfte die von Feldmarschall von Blücher und Generalstabschef von Gneisenau geführte Schlesische Armee in Schlesien und drang dann ab 26. September 1813 über Bautzen nach Norden vor. Am 5. Oktober 1813 stand die Armee östlich von Bitterfeld. Auch die anderen beiden verbündeten Heere, die Nordarmee unter dem schwedischen Kronprinzen Bernadotte und die Böhmische Armee unter dem österreichischen Fürsten Schwarzenberg, konzentrierten ihre Kräfte im mitteldeutschen Raum bei Leipzig, wo es am 18. Oktober 1813 zur entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig kam, die mit dem Sieg der Verbündeten endete. Blücher und Gneisenau zogen mit ihren Truppen als Erste in die Stadt ein. Beide wurden auf dem Marktplatz von Zar Alexander I. von Rußland, von Kaiser Franz von Österreich, von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und von Fürst Schwarzenberg belobigt. Am 8. Dezember 1813 wurde Gneisenau zum Generalleutnant befördert. Sein Feldzugplan zum direkten Marsch der verbündeten Armeen wurde allerdings aus politischen Gründen anfangs verworfen. Erst am Jahresende 1813 gelang es Gneisenau, seinen Plan durchzusetzen. Die Schlesische Armee überschritt am 1. Januar 1814 bei Kaub den Rhein und marschierte westwärts Richtung Frankreich. In seinen Briefen warnte Gneisenau vor Verhandlungen mit Napoleon über einen Friedensabschluß, die bis Februar 1814 geführt wurden. Am 31. März 1814 endete der Feldzug mit der Kapitulation von Paris. Napoleon, dessen zivile und militärische Anhänger sich daraufhin den Bourbonen zugewandt hatten, mußte abdanken und Frankreich verlassen. Der König erhob Gneisenau wegen seiner Verdienste in den Grafenstand, und am 3. August 1814 ernannte ihn die Berliner Universität gemeinsam mit Hardenberg, Blücher, Yorck, Kleist, Bülow und Tauentzien zum Dr. phil. h. c. Über seine Erlebnisse im Freiheitskrieg berichtete Gneisenau unter anderem in zahlreichen Briefen an den inzwischen entlassenen General Ernst von Rüchel, Gneisenaus alten Gönner.

Sommerfeldzug von 1815

Nach Napoleons Rückkehr 1815 blieb von Gneisenau weiter Generalstabschef bzw. Erster General-Quartiermeister (nach dem Tod von Scharnhorsts 1813 offiziell ernannt) von Blüchers Armee im Verbund der Siebten Koalition, an seiner Seite war der verdiente und fähige General-Quartiermeister Generalmajor Karl Wilhelm Georg von Grolman. Ein eigenes Kommando blieb ihm somit versagt, eine Entscheidung, die auf das andauernde Mißtrauen des Hofes gegen ihn als „Jakobiner“ (mit seinen vormaligen Volksbewaffnungsplänen) zurückging, und die ihn tief kränkte. Trotzdem erfüllte er seine Aufgaben mit Tatkraft und Energie. Er bemühte sich für die Armee um Waffen und Geld aus Großbritannien, um die Versorgung der Truppe mit Verpflegung und Bekleidung zu gewährleisten und plante mit Blücher den Feldzug. Die geplante Vereinigung der britisch-niederländischen Armee unter Wellington mit der preußischen Armee unter Feldmarschall von Blücher scheiterte, als Napoleon die Preußen bei Ligny angriff und schlug. Von Gneisenau gab Wellington die Schuld für die Beinahe-Katastrophe, da dieser zur Hilfe hätte eilen müssen. Von Gneisenau ließ früh erkennen, daß er Wellington weder mochte noch vertraute, er hielt ihn für einen arroganten Aufschneider. Als er nach der Schlacht die sich auflösenden Truppen mit letzter Kraft zusammenhielt und umgliederte, machte er sich bei Feldmarschall von Blücher dafür stark, zurück an den Rhein zu marschieren und preußische Interessen zu vertreten. Von Blücher und von Grolman überredeten ihn jedoch, die Truppe für eine vereinte Schlacht vorzubereiten.

Die Schlacht der Franzosen gegen die Briten bei Quatre-Bras endete unentschieden. Daraufhin faßten von Blücher und von Gneisenau den Plan, unter Aufgabe der Versorgungslinien nicht nach Osten, sondern nach Norden zu marschieren, um so doch noch eine Vereinigung mit den Truppen Wellingtons zu erreichen. Wellington stellte sich Napoleon am 18. Juni 1815 in Belgien zur Schlacht bei Belle Alliance. Erst als am späten Nachmittag die preußischen Truppen das Schlachtfeld erreichten, fiel die Entscheidung zugunsten der Verbündeten. Napoleon wurde vernichtend geschlagen und später auf Beschluß der Alliierten nach St. Helena verbannt.

Die preußischen Truppen erbeuteten zahlreiche Gegenstände aus Napoleons Besitz. Von Gneisenau behielt das kaiserliche Siegel und wurde am 11. Juli 1815 zum General der Infanterie befördert. Der bayerische König Maximilian I. Joseph zeichnete ihn mit dem Großkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens aus.[1]

Nachkriegszeit

Vom 21. Juni 1815 bis 19. Mai 1816 war er Kommandierender General des VIII. Armee-Korps, sein Nachfolger war Generalleutnant Karl Georg Albrecht Ernst von Hake. 1817 wurde er Mitglied des Staatsrates. 1818 heiratete er ein zweites Mal und wurde im selben Jahr am 9. September Gouverneur von Berlin. 1822 verstarb seine Gattin, 1828 heiratete er erneut. Zuletzt, ab dem 6. März 1831, führte er das Ober-Kommando in Posen; Oberbefehlshaber über die vier östlichen preußischen Armeekorps (1., 2., 5. und 6. AK) in Posen.

Tod

Generalfeldmarschall Dr. h. c. August Wilhelm Anton Graf Neithardt von Gneisenau starb am 23. August 1831 als Oberbefehlshaber in Posen, Provinz Posen, an der Cholera.

Nachkommen

Von Gneisenaus Söhne August, Hugo und Bruno schlugen eine militärische Laufbahn ein. Die Tochter Agnes (Lebensrune.png 24. April 1800; Todesrune.png 5. Juli 1822), war mit Wilhelm von Scharnhorst, die Tochter Hedwig (Lebensrune.png 3. Dezember 1805; Todesrune.png 22. Oktober 1890) seit 1828 mit Graf Friedrich von Brühl, die Tochter Emilie mit Graf Karl von Hohenthal auf Püchau verheiratet. Die Tochter Ottilie blieb ledig.

Die Hitler-Attentäter Berthold und Claus Schenk Graf von Stauffenberg waren Urenkel von Gneisenaus aus der Familie seiner Tochter Emilie.

Mausoleum: Grabstätte und Denkmal

Die sterblichen Überreste des Generalfeldmarschalls Graf Neidhardt von Gneisenau wurden zunächst auf einer Bastion der Festung Posen aufgebahrt. Nach Abklingen der Cholera wurden sie in die Kirche von Wormsdorf (Landkreis Börde) überführt und fanden ihre letzte Ruhe 1841 in Sommerschenburg.

Nach dem Willen des Königs sollte dem verdienten Soldaten ein würdiges Grabmal mit einer Marmorstatue des alten Freiheitskämpfers errichtet werden. Dem bekannten Architekten Karl Friedrich Schinkel wurden die Planung und Errichtung des Mausoleums übertragen, während der Bildhauer Christian Daniel Rauch – der seine Ausbildung, darunter mehrere Jahre in Italien, der Königin Luise verdankte – mit der Ausführung des Denkmals beauftragt wurde. Jedoch verzögerte sich die Herstellung der letzteren, da das Schiff, das den Marmorblock aus Carrara in Italien beförderte, in einem Sturm in der Biskaya unterging. Weitere Jahre vergingen, bis ein neuer Block in Auftrag gegeben, in Marmorbrüchen von Carrara ausgewählt, herausgebrochen und auf die Reise geschickt werden konnte. Als König Friedrich Wilhelm III. am 7. Juni 1840 starb, trat eine erneute Verzögerung ein. Im Frühjahr 1841 war endlich alles soweit, daß das Denkmal errichtet und der Sarg nach Sommerschenburg überführt werden konnte.

Der neue König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., der den Generalfeldmarschall sehr verehrt hatte, sah es als eine seiner ersten Regierungsmaßnahmen an, die lange verzögerte öffentliche Ehrung nun endlich durchzuführen. Am 18. Juni 1841 – 26 Jahre nach Waterloo – fand die Einweihung des Mausoleums in Gegenwart des Königs sowie des königlichen Hauses und Hofes statt. Generäle von Truppenteilen aller Waffengattungen, Vertreter der Behörden und der Geistlichkeit waren als Ehrengäste geladen. Auch die Bevölkerung durfte an der Feier teilnehmen.

Das Grabdenkmal war eine Stiftung des Königs und des preußischen Offizierskorps. Mit einer namhaften Stiftung hatte auch ein Freund von Gneisenaus aus der Kolberger Zeit, der Generalkonsul des Britischen Empire in Danzig, Alexander Gibsone, zu dem Bauwerk beigetragen.

Im Einvernehmen mit der Familie Neidhardt von Gneisenau wurde auf Gibsone's Wunsch ein Denkmal-Wächterhaus im schweizerischen Stil erbaut, das „für alle Zeiten von einem verdienten Kriegsveteranen zu bewachen und zu pflegen“ sei.

Die Inflation von 1923 verschlang jedoch das Stiftungskapital. Nach dem Tode des letzten Veteranen betraute Friedrich August Graf Neidhardt von Gneisenau – seit 1882 Besitzer von Sommerschenburg – einen Angestellten der Gutsverwaltung mit der nebenberuflichen Überwachung des Mausoleums. Der letzte Wächter war der Förster Tomaschewski; er wurde ein Opfer des Krieges.

Über der Gruft steht auf einer halbrund geführten Mauer aus Sandsteinquadern ein dorisches Tempelchen des Architekten Köppe aus Magdeburg, das den Hintergrund für das Standbild des Generalfeldmarschalls bildet. Im Inneren des Tempels führen Sandsteinstufen zur eigentlichen Gruft hinab, die aus einer tonnengewölbten Vorhalle besteht, hinter der der Bronzesarkophag des Feldherren steht. Fußboden und Seitenwände der Vorhalle bestehen aus Mamorplatten, die an den Seiten mit Grabschriften der Familie von Gneisenau beschriftet sind. Der Raum empfängt von der Decke her blaues Licht.

An der Wand über dem Sarkophag stand der Spruch:

Ich habe einen guten Kampf gekämpft,
ich habe den Lauf vollendet,
ich habe Glauben erhalten,
Hinfort wird mir beigelegt
die Krone der Gerechtigkeit.

Dieser Spruch wurde von einer ewigen Lampe beleuchtet.

Das Marmorstandbild des Grafen steht vor der Tempelfassade auf einem hohen Marmorpostament. Es hat durch den drapierten Mantel ein antikes Gepräge, der Kopf ist unbedeckt, die Linke auf den Degen gestützt. In der rechten Hand hält er eine Rolle, der Blick ist nach Westen gewandt.

Zu beiden Seitens des Sockels stehen zwei preußische Mörser von 1838 aus der Geschützfabrik Berlin-Spandau; später wurden, als Geschenk Kaisers Wilhelm I., zwei französische Kanonen von 1870/71 hinzugefügt.

Weitere Denkmäler

  • In Berlin schuf Christian Daniel Rauch 1855 ein bronzenes Gneisenaustandbild für das Denkmalensemble an der Neuen Wache in der Straße Unter den Linden. Im Jahre 1951 abgeräumt und eingelagert, erhielt es 1964 im hinteren Bereich einer Grünanlage am Opernpalais einen neuen Platz.
  • Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an die ruhmreiche Verteidigung der Stadt Kolberg gegen das überlegene französische Heer 1807 wurde vor dem Mariendom in Kolberg ein Denkmal für von Gneisenau und den Kapitän Joachim Nettelbeck errichtet und am 2. Juli 1903 feierlich enthüllt. Das Denkmal war ein Werk des Berliner Bildhauers Georg Meyer. Es wurde nach der Inbesitznahme Kolbergs durch Polen 1945 zerstört.
  • Zur Platzanlage des Borussia-Nationaldenkmals von Peter Breuer in Memel gehörte eine Herme von Gneisenaus. Die Besetzung der Stadt durch Litauen führte 1923 zur Zerstörung der Anlage.
  • In Schildau (Kreis Torgau) stand eine Gneisenau-Büste auf dem Marktplatz. Die Büste ist verschollen.
  • 1960 wurde in Schildau an derselben Stelle eine Büste des Heeresreformers vom Dresdner Bildhauer Walter Flemming mit vier Reliefmedaillons am Sockel aufgestellt.
  • In Erfurt erinnert eine Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Gneisenaus in der Marktstraße 7 an dessen biographische Verbindungen zu Erfurt.[2]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

August Wilhelm Anton Graf Neithardt von Gneisenau

Weitere Ehrungen

Zu den unzähligen Orden und Medaillen des hochdekorierten Feldherrn von Gneisenau kamen auch zahlreiche Ehrungen.

Offizieller Beiname

Seit 1952 trägt Schildau, die Geburtsstadt des Generalfeldmarschalls und Heeresreformers, den offiziellen Beinamen Gneisenaustadt.

Bergwerk

Die Zeche Gneisenau war ein Steinkohlen-Bergwerk im Dortmunder Stadtteil Derne. 1969 wurde die Zeche Gneisenau Teil der Ruhrkohle AG. Die Stillegung und die Einstellung der Förderung „auf Gneisenau“ erfolgte am 5. August 1985.

Deutsche Armeen

Drei deutsche Marinen tauften Schiffe auf den Namen Gneisenau:

Kasernen
Bunkeranlagen

Zivile Schiffe

Straßen und Wege

Eine Gneisenaustraße gibt es in Aachen, Alfeld (Leine), Ansbach, Arnsberg, Aschaffenburg, Augsburg, Bad Oeynhausen, Bad Schwartau, Bautzen, Berlin (siehe Gneisenaustraße), Bocholt, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Chemnitz, Dinslaken, Dormagen, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Eckernförde, Erfurt, Essen (Ruhr), Fritzlar, Fulda, Garbsen, Geilenkirchen, Greven, Gütersloh, Hagen, Halle (Saale), Hamburg, Hamm, Hannover, Heidelberg, Herford, Herne, Hildesheim, Höpfingen, Hötensleben, Hof (Saale), Ingolstadt, Jena, Kamenz, Kiel, Koblenz, Köln, Krefeld, Lehrte, Leipzig, Leverkusen, Ludwigsburg, Ludwigshafen, Lübeck, Lüdenscheid, Lüneburg, Lünen, Mannheim, Minden, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, München, Neuss, Nordhorn, Nürnberg, Oldenburg, Oschersleben, Paderborn, Parchim, Pasewalk, Pforzheim, Plauen, Quedlinburg, Ratingen, Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Schildau, Siegburg, Stadtlohn, Stendal, Süßen, Taucha, Trier, Troisdorf, Ulm, Viereck, Waldbröl, Walsrode, Werdau, Wesel, Wiesbaden, Würzburg, Wunstorf, Wuppertal
In Magdeburg gibt es einen Gneisenauring.
in Borna, Delmenhorst, Flensburg und Neustadt am Rübenberge ist ein Gneisenauweg zu finden.
in Dortmund gibt es zusätzlich zur Gneisenaustraße auf dem ehemaligen, heute revitalisierten Gelände der Zeche Gneisenau auch die Gneisenauallee.

Briefmarken

Zur Erinnerung an den 200. Geburtstag des Generallfeldmarschalls von Gneisenau legte die Postverwaltung der DDR eine Sonderbriefmarke auf.

Literatur

  • Hans Delbrück: Das Leben des Feldmarschalls Grafen Neidhardt von Gneisenau, Berlin 1880/81 (PDF-Dateien: Band 1, Band 2, Band 3, Band 4)
  • Albert Geyer: Gneisenau – ein Bild seines ruhmreichen Lebens und Wirkens. Dem deutschen Volke und seiner Jugend, 1893 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Hermann Gackenholz: Neidhardt von Gneisenau, in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Zweiter Band, S. 601–619
  • Otto Heuschele: Deutscher Freiheitsdrang: Scharnhorst und Gneisenau, in: Ernst Adolf Dreyer / Heinz W. Siska (Hg.): Kämpfer, Künder, Tatzeugen. Gestalter deutscher Größe. 3 Bde., Zinnen-Verlag, München–Wien–Leipzig 1942, Bd. I, S. 229–252
  • Gerhard von Pelet-Narbonne (Hg.): Erzieher des Preussischen Heeres, 1905–1907 Band 6: Gneisenau (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Rudolf von Kramer, Otto Freiherr von Waldenfels: VIRTUTI PRO PATRIA – Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden Kriegstaten und Ehrenbuch 1914–1918. Selbstverlag des königlich bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, München 1966, S. 444
  2. Steffen Raßloff: Preußischer Militärreformer. In: Thüringer Allgemeine vom 31. August 2013.
  3. Vgl. Hans Delbrück, Georg Heinrich Pertz, August Wilhelm Anton Gneisenau (Graf Neidhardt von): Das Leben des Feldmarschalls Grafen Neithardt von Gneisenau, Fünfter Band, Verlag G. Reimer, 1830, S. 702–703
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