Badenweiler Marsch

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Der Badenweiler-Marsch (auch Badonviller-Marsch) wurde im Jahr 1914 von dem bayerischen Militärmusiker Georg Fürst für das Königlich-Bayerische Infanterie-Leibregiment komponiert.

Badenweiler ist die deutsche Bezeichnung eines Dorfes in Lothringen (fanzösisch Badonville); nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Gemeinde Badenweiler in Baden.

Der Titel des Marschs erinnert an das Gefecht vom 12. August 1914 bei Badenweiler. „Die Leiber“ errangen dort am Beginn des Ersten Weltkrieges einen ersten Sieg gegen die Franzosen. Zu dem typischen Eingangsmotiv sollen den Komponisten angeblich die Hupen der Sanitätsfahrzeuge angeregt haben mit denen französische Verletzte abtransportiert wurden. Er zeichnet sich außerdem durch sein wuchtiges Posaunenmotiv im Trio aus.

Der Badenweiler war Adolf Hitlers Lieblingsmarsch und wurde im Dritten Reich als dessen Auftrittsmarsch verwendet. Nach der Polizeiverordnung gegen den Mißbrauch des Badenweiler Marsches vom 17. Mai 1939 durfte der Badenweiler-Marsch „…nur bei Veranstaltungen, an denen der Führer teilnimmt, und nur in seiner Anwesenheit öffentlich gespielt werden ...”

Da der „Badenweiler” deshalb nach der „Befreiung“ mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wurde, wird dieser Marsch aus politischen Gründen von Bundeswehr- und Polizeimusikkorps derzeit nicht mehr gespielt. Den zivilen Bereich betrifft dieses Verbot nicht, trotzdem wird der Marsch von deutschen Blaskapellen, wenn überhaupt, nur in seltenen Fällen aufgeführt.

In Filmen über die NS-Zeit oder in zeitgenössischen Dokumentationen ist der Marsch dagegen oft als Begleitmusik bei Auftritten Hitlers zu hören.

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