Obama, Barack
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Barack Hussein Obama Jr. (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist US-Senator und der designierte nächste US-Präsident.
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[bearbeiten] Familie
Barack Obama wurde in Honolulu als Kind von Stanley Ann Dunham (1942–1995) und Barack Obama Senior (1936–1982) geboren. Der Vater, ein mohammedanischer Angehöriger des Luo-Volkes, stammte aus Alego, Kenia, die Mutter, eine weiße US-Amerikanerin, aus Wichita, Kansas.
Stanley Ann Dunham (1942 - 1995), die spätere Barack-Mutter, schreibt sich 1960 auf der University of Hawai’i in Mānoa ein. Dort begegnet ihr Barack Obama senior, der erste schwarze Student auf den Inseln. Die beiden gehen eine Beziehung ein. Möglicherweise erwacht hier schon der Forschungsdrang der künftigen Anthropologin in ihr. Auch später findet sie Geschmack an exotischen Männern.
Obwohl beide Familien dagegen sind, heiraten sie am 21. Februar 1961. Zu diesem Zeitpunkt ist Stanley Ann bereits im dritten Monat schwanger. Für Barack Hussein senior ist sie seine zweite Frau; denn er ist gleichzeitig noch in Kenia mit Kezia verheiratet. Der gute Mann ist also ein Bigamist. Dieser hat mit 23 die schwangere Kezia und seinen erstgeborenen Sohn verlassen, um auf Hawaii zu studieren (später wird er zurückkehren und zwei weitere Kinder mit ihr zeugen; insgesamt brachte es der Senior auf stattliche sieben Kinder von vier Frauen).
Am 4. August 1961 bringt Stanley Ann, die jetzt 18 Jahre alt ist, ihr Baby zur Welt. Es wird nach dem Vater benannt: Barack Hussein Obama. Im Juni 1962 schließt Barack Hussein senior sein Studium auf Hawaii ab und siedelt über nach Cambridge in Massachusetts. Stanley Ann und der Baby-Barack leben abwechselnd in Seattle und auf Hawaii, unterbrochen von einem kurzen Aufenthalt bei Barack Hussein Obama senior in Cambridge. Im Januar 1964 reicht Stanley Ann die Scheidung ein. Barack Hussein senior wird seinen Sohn nur noch ein einziges Mal wiedersehen, als dieser zehn Jahre alt ist. Der neue Präsident der USA hat seinen Vater lediglich in seinem ersten Lebensjahr richtig kennenlernen können, was Barack Hussein junior später (1995) nicht davon abhalten wird, ein dickes Buch mit dem Titel “Dreams from My Father” (”Träume meines Vaters”) zu schreiben.
Drei Jahre nach ihrer Scheidung trifft Stanley Ann, wieder auf Hawaii, wieder auf der Uni, den indonesischen Studenten Lolo Soetoro (1936 - 1987). Sie heiraten und ziehen nach Jakarta in Indonesien, wo er als Lobbyist für eine Ölfirma arbeitet. Das Paar hat eine Tochter, Maya Kassandra Soetoro, die am 15. August 1970 zur Welt kommt, eines von Barack Hussein Obama juniors sieben Halbgeschwistern.
Beide “Väter” des zukünftigen Präsidenten der USA waren Mohammedaner, sollen aber dem Vernehmen nach nicht religiös gewesen sein. In Jakarta besucht Barack Hussein junior zuerst eine Katholische Grundschule (1967 - 1970). In seiner Schulakte wird unter der Rubrik Religion “Islam” eingetragen. Anschließend besucht er eine staatliche Schule (1970/71), auf der er am Islam-Unterricht teilnimmt. Hier lernt er Koran-Suren, die er heute noch auswendig vorsagen kann. Eine seiner Lehrerinnen äußerte später über ihn: “Er wollte immer reden, auch wenn er die Antwort nicht wusste!” Aus so einem Kind kann eigentlich nur ein Politiker werden.
Auch den zweiten “Vater” erlebt Barack Hussein junior nicht lange, denn er kehrt 1971, jetzt 10-jährig, nach Hawaii zurück, um bei den Eltern seiner Mutter zu leben; es sind Madelyn (1922 - 2008) und Stanley Dunham (1918 - 1992).
Barack Hussein junior besucht die renommierte Privatschule Punahou School, wo er seine Ausbildung 1979 mit Auszeichnung abschließt. Anschließend studiert er Politologie in Los Angeles und New York (Bachelor 1983). Nach einigen Berufsjahren studiert er erneut: diesmal jedoch Jura, Abschluss im Jahr 1991. Er tritt als Aushilfskraft in eine Chicagoer Anwaltskanzlei ein, wo ihm die echte Afroamerikanerin Michelle Robinson als Tutorin zugeteilt wird. Im Oktober 1992 heiraten sie.
Michelle Obama (* 17. Januar 1964 in Chicago, Illinois) hat einen ganz anderen Hintergrund als Barack Hussein junior. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen: der Vater ist Maschinist, die Mutter Sekretärin. Dank vorzüglicher Leistungen überspringt das Mädchen eine Klasse und schafft ihren High School-Abschluss bereits mit 17 Jahren. Anschließend studiert sie Soziologie und Afroamerikanische Studien in Princeton. Unmittelbar nach ihrem Abschluss dort wechselt sie zum Jura-Studium zur Harvard University, wo sie 1988 ihre Ausbildung beendet.
Fassen wir zusammen: Barack Hussein junior wuchs quasi zweifach vaterlos auf. Den leiblichen Vater erlebt er nur in seinem ersten Lebensjahr, der indonesische Stiefvater bleibt ihm auch nur etwa vier Jahre lang erhalten. Seine Kindheit und Jugend sind geprägt von zwei weißen Frauen, von seiner Mutter und seiner Großmutter. Auch sonst bewegt er sich in einem weißen Umfeld. Wer oder was brachte den Mann dazu, sich eine schwarze Identität zu konstruieren?
[bearbeiten] Der konstruierte Schwarze
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Namentlich ist der nächste Präsident der USA ein „Afroamerikaner”. Damit bezeichnen wir Menschen, die eine afrikanische Wurzel besitzen und eine amerikanische. Allerdings unterscheidet sich die afrikanische Wurzel von Barack Hussein Obama junior deutlich von derjenigen der überaus meisten Afroamerikaner. Darüber hinaus ist sie sehr dünn und brüchig.
Rein biologisch gesehen ist Barack Hussein junior zur Hälfte weiß und zur Hälfte schwarz. Ja, er ist sogar etwas mehr weiß als schwarz, weil er wie alle Buben von Mutter Stanley Ann das große X-Chromosom, vom schwarzen Vater dagegen nur das kleine und an Genen arme Y-Chromosom bekommen hat. Und alle seine Mitochondrien sind ebenfalls von der Mutter. Sein Energiehaushalt ist damit, wenn man so will, reinrassig “weiß”.
Zum einen macht Barack Hussein junior schon vor seiner politischen Laufbahn eine wichtige Erfahrung: Leistungen, für die man als Weißer nur gelobt wird, werden überschwänglich gefeiert, wenn man schwarz ist. Schwarz sein lohnt sich also. 1988, in seinem ersten Jahr Jura, wird er zum Herausgeber einer juristischen Uni-Zeitschrift gewählt, deren Präsident er zwei Jahre später wird. Beide Ernennungen werden berauschend bejubelt, denn es ist nicht nur ein junger Mann, dessen Leistung hier gewürdigt wird, sondern ein “schwarzer” junger Mann. Zum ersten Mal wurde ein Afroamerikaner Präsident dieser Zeitschrift! Er heiratet eine „richtige” Schwarze und tritt einer schwarzen Sekte bei, der Trinity United Church of Christ.
Doch der Meilenstein im Leben von Barack Hussein junior ist das Buch „Dreams from My Father”. Er schreibt das Werk, das ihn zum Millionär machen sollte, erst nachdem er Michelle geheiratet hat. Mit dieser Ehe, der schwarzen Sekte und dem Buch konstruiert er sich eine schwarze Biographie, die er gar nicht hat.
[bearbeiten] Religion
Obama gehört der 'Church of Christ' Kirche an.
'Church of Christ' ist eine Evangelische-reformierte Kirche die besonders durch ihre Judenfreundlichkeit auffällt. Darum wird sie auch Mainstream Church genannt. In den Vereinigten Staaten eine Bezeichnung für protestantische Kirchen mit "moderater" Theologie (Juden und Islamfreundlich), die offen sind für deren Ideen der gesellschaftlichen Volksvermischung!
[bearbeiten] Politische Verortung
Wie ein Messias wird der neu gewählte US-Präsident auf der ganzen Welt gepriesen. Die einen bejubeln ihn, weil er muslimische Wurzeln hat, andere feiern ihn wegen seiner Hautfarbe, wieder andere halten ihn für einen dunkelhäutigen Kennedy. Doch alle diese Menschen könnten auch eigene Erwartungen auf Obama übertragen und sich täuschen: Hautfarbe und Herkunft allein, machen noch kein politisches Programm aus. Der Schweizer Tagesanzeiger meint, Obama sei so konservativ wie ein SVP-Politiker. Die Betreiber von politicalcompass.org haben Obamas Aussagen im Wahlkampf analysiert und unter Einbeziehung seines Abstimmungsverhaltens im Senat die Position des neuen US-Präsidenten auf einer politischen Landkarte ermittelt. Das Resultat ist für viele ziemlich überraschend. Was gesellschaftspolitische Fragen anbelangt, ist der designierte US-Präsident sehr unlinks konservativ. In wirtschaftspolitischen Fragen zeigt sich Obama auf einer Achse zwischen extremer Staatskontrolle wie im Sozialismus und vollständigem Liberalismus als gemäßigt liberal. In gesellschaftspolitischen Fragen steht er etwa gleichauf mit Papst Benedikt XVI, wie ein Vergleich, den die “SonntagsZeitung” vorgenommen hat, darstellt. Dabei zeigt sich das generell restriktive Klima in den USA bei Themen wie Homo-Ehe, Abtreibung, Todesstrafe oder der Einschränkung ziviler Freiheiten zur Terrorbekämpfung. Ein Vergleich seiner Positionen im Jahr 2007 mit heute zeigt außerdem, dass Obama sich im Wahlkampf konservativer gab als zuvor.[1]
[bearbeiten] Positionen
Die wichtigsten politischen Positionen Barack Obamas:
Irak
Obama hält sich zugute, dass er den Irak-Krieg von Beginn an abgelehnt hat. Zu Beginn des Wahlkampfs versprach er, dass er als Präsident binnen 16 Monaten alle US-Kampfeinheiten abziehen werde. Inzwischen ist er nicht mehr sehr weit von der Position seines Konkurrenten John McCain entfernt, dass sich Abzugspläne nach den Gegebenheiten vor Ort und der Absprache mit den US-Militärs richten müssten.
Iran
Obama ist bereit, sich in direkten Gesprächen mit der politischen Führung im Iran auseinanderzusetzen. Allerdings betont er inzwischen auch, dass er sich nicht zu Propagandazwecken missbrauchen lassen würde. Eine Nuklearmacht Iran sei für ihn auf keinen Fall hinnehmbar und müsse notfalls mit allen Mitteln verhindert werden. Obama will sich vorbehaltlos für das Existenzrecht Israels einsetzen.
Transatlantische Beziehungen
Obama will die transatlantischen Beziehungen verbessern und stärken. Er erwartet aber von den wichtigen Verbündeten wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland mehr Engagement in der Welt, höhere Verteidigungsausgaben sowie vor allem ein stärkeres militärisches Engagement in Afghanistan.
Steuern
Obama will die unter Präsident George W. Bush eingeführten Steuererleichterung für Einkommen über 250 000 US-Dollar im Jahr abschaffen und zudem die Kapitalsteuer anheben. Zugleich strebt er eine Verringerung der Steuerlast für Familien an, die jährlich weniger als 150 000 Dollar verdienen.
Armut
Obama möchte die Familien stärken und den sozial Schwachen helfen, schließt aber Wohlfahrtsprogramme nach europäischem Vorbild aus. Dennoch gehören auch in bescheidenem Maße Umschulungs- und Beschäftigungsprogramme zum Konzept Obamas. In sozialen Brennpunkten möchte er Servicenetzwerke etablieren, in denen zum Beispiel Gewaltprävention und frühkindliche Bildung gefördert werden.
Gesundheit
Obama möchte staatliche Mittel einsetzen, um jedem Bürger den Zugang zu einer Krankenversicherung zu ermöglichen. Er will ein nationales Gesundheitsprogramm, das allen Arbeitnehmern eine Versicherung garantiert. Für Kinder hat er eine Versicherungspflicht vorgesehen.
Der demokratische Senator befürwortet den Emissionshandel. Damit soll in den USA bis zum Jahr 2050 der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase auf 80 Prozent des Niveaus von 1990 gedrückt werden. «Unser eigenes Haus in Ordnung zu bringen, ist der erste Schritt», betont Obama. Er tritt für bindende und durchsetzbare Ziele zur Verringerung der Emissionen auf globaler Ebene ein, auch unter Einbeziehung Chinas, Indiens und Russlands.
Energie
Obama hat sich zwar für die Nutzung von Atomkraft ausgesprochen, allerdings hat er - anders als sein Kontrahent - bisher noch keine deutliche Position zum Ausbau bezogen. Seine ursprünglich klare Opposition gegen Ölförderungen vor der US-Küste hat er jüngst widerrufen.
Wirtschaft
Obama befürwortet ein Sofortpaket in Höhe von umgerechnet rund 32 Milliarden Euro zur Ankurbelung der angeschlagenen US- Wirtschaft. Die Vereinbarungen für die nordamerikanische Freihandelszone Nafta möchte er zum Nutzen der US-Arbeitnehmer modifizieren.
Illegale Einwanderung
Bei diesem heißen Eisen der US-Innenpolitik gibt es zwischen den Kandidaten kaum Trennendes. Sowohl Obama als auch McCain wollen illegalen Immigranten einen Weg eröffnen, legalen Status zu erhalten. Allerdings müssten sie zuvor Englisch lernen und eine Geldstrafe zahlen. Beide haben für einen Zaun an der Grenze zu Mexiko votiert.
Obama steht zu der historischen Entscheidung des Supreme Court, nach der Abtreibung innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft ohne Wertung von Gründen erlaubt ist und zur Privatsphäre der Frau zählt. Beim Thema Spätabtreibungen vollzog er jüngst einen Kurswechsel: Selbst eine drohende geistige Behinderung des Kindes dürfe kein Grund für eine Abtreibung bei fortgeschrittener Schwangerschaft sein.
Barack Obama lehnt eine konstitutionell verankerte Verbannung gleichgeschlechtlicher Ehen ab und möchte die Entscheidung in dieser Frage den Einzelstaaten überlassen. Er ist kein Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe, fordert aber zur Akzeptanz von eingetragenen Lebenspartnerschaften auf.
Waffen
Obama befürwortet zwar grundsätzlich das verfassungsmäßig verbriefte Recht der Amerikaner auf Waffenbesitz. Allerdings spricht er sich für strengere Kontrollen und manche Regulierungen aus.[2]
[bearbeiten] Kritik
- Rupert Murdoch ist von den Qualitäten seines neuen Präsidenten Barack Obama nicht ganz überzeugt: "Ich mache mir Sorgen um ihn. Ich habe ihn dreimal getroffen. Er ist sehr nett. Sehr intelligent. Aber wenn man mit ihm über Wirtschaft spricht, wirkt er sehr blauäugig."[3]
- Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi bei einem Besuch in Moskau von Reportern gefragt wurde, wie er die Zukunft der amerikanisch-russischen Beziehungen sehe. Berlusconi antwortete, es sollte einfacher für Moskau und Washington werden, wieder zusammenzuarbeiten, da der russische Präsident Dmitri Medwedew mit 43 Jahren und Obama mit 47 relativ jung seien. Dann sagte er lächelnd: «Ich habe ihm (Medwedew) gesagt, dass er (Obama) alles hat, um Vereinbarungen mit ihm zu erreichen: er ist jung, ansehnlich und sogar gebräunt.»[4]
- Der polnische Abgeordnete Artur Gorski gehört der konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) an. Er äusserte sich vor dem Parlament, einen Tag nach dem Wahlsieg Obamas: Obama sei der «schwarze Messias der neuen Linken», sein Wahlsieg bedeute «das Ende der Zivilisation des weissen Mannes».[5]
- El-Kaida-Führer Eiman al-Sawahiri, nennt Obama einen «Hausneger». Obama sei wie der frühere US-Außenminister Colin Powell und die jetzige Außenamtschefin Condoleezza Rice ein «Hausneger». «Sie haben einen muslimischen Vater, aber Sie haben es sich ausgesucht, auf Seiten der Feinde des Islam zu stehen». Obama sei «das direkte Gegenteil von ehrenvollen schwarzen Amerikanern». Obama sei «offenbar weiterhin ein Gefangener der kriminellen amerikanischen Mentalität gegenüber der Welt und den Muslimen». Er habe sich «für den Weg der Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen entschieden» und «bete die Gebete der Juden», obwohl er Christ sei. Als US-Präsident werde ihn «ein Vermächtnis des Scheiterns und der Verbrechen» erwarten. Sollte auch er «starrköpfig sein mit Blick auf das Scheitern der USA in Afghanistan»[6], solle Obama sich «an das Schicksal von (US-Präsident George W.) Bush und (des früheren pakistanischen Präsidenten) Pervez Musharraf erinnern». Al-Sawahiri warnte vor einer Truppenaufstockung am Hindukusch: «Die Hunde Afghanistans haben Gefallen gefunden am Fleisch eurer Soldaten, also entsendet noch einmal tausende und tausende von ihnen.»[7]
- Kubas Staatschef Raul Castro: “Eine nach der anderen haben alle amerikanischen Regierungen versucht, auf Kuba einen Regierungswechsel zu erzwingen, indem sie mit mehr oder weniger Aggressivitàt, die einen oder die anderen Mittel und Wege nutzten. Die Imperialistische Politik der USA wird unter Obamas Regime weitergehen”.[8]
[bearbeiten] US-Präsidentschaftswahlen 2008
Obama könnte der erste gemischtrassige Präsident der USA werden. Er punktet mit seinem Charisma und politischen Phrasen, obwohl er im Fernsehen eher zögerlich wirkt. Außerdem war der Harvard-Jurist, der eher dem linken Parteiflügel zugeordnet wird, schon von Anfang an gegen den Krieg im Irak. Einen Abzug aus dem Irak fordert er für 2008. Als aktiver Christ (United Church of Christ) steht Obama dem Abtreibungsrecht kritisch gegenüber und lehnt die Schwulenehe ab, befürwortet jedoch registrierte Partnerschaften.
Barack Obama wurde von amerikanischen Journalisten als "teleprompter candidate" belächelt. In nicht inszenierten Situationen sei er ein äußert unsicherer Redner und würde ohne vorgegebenes Skript vom Teleprompter rhetorisch versagen.[9] [10]
Der Senator von Illinois (seit 2004) startete als Außenseiter und mauserte sich überraschend zum aussichtsreichsten Kandidaten der Demokraten. In den «Potomac Primaries» vom 12. Februar 2008 zog er in der Zahl der gesammelten Delegiertenstimmen erstmals an Clinton vorbei; am 3. Juni 2008 holte er die notwendige Zahl für die Nominierung. Mit seinem Wahlkampfmotto «Change» (Wechsel) gelang es ihm offenbar besser, die Sehnsüchte der Demokraten zu bedienen, als seiner Rivalin, die dem verbrauchten Partei-Establishment zugerechnet wird. Obama vermag sowohl die schwarze Wählerschaft hinter sich zu scharen, als auch bei den weissen Männern zu punkten — was er dringend braucht, um im Herbst 2008 gegen McCain zu bestehen.
Im August 2008 erwählte Obama den erfahrenen Parteisoldaten Joe Biden zum Vize-Präsidentschaftskandidaten.[11]
[bearbeiten] Präsident der USA
Amtsantritt am 20. Januar 2009.
[bearbeiten] Israel Lobby
Was hat der erste schwarze Präsident dann mit dem Iran vor? Sein Berater rät ihm, "sofort" den Krieg vorzubereiten.
Eine Gruppe von elf Kongressabgeordneten beider Parteien hat auf einer 117 Seiten "Empfehlungen" veröffentlicht, die "sofort" nach der Vereidigung des neuen Präsidenten im Januar 2009 eingeleitet werden sollten. Mit dabei ist Obamas außenpolitischer Berater Dennis Ross, der als künftiger Außenminister gehandelt wird.
Und so soll der Iran in die Knie gezwungen werden: Der Iran soll von allen Bankgeschäften abgeschnitten werden. Eine Blockade des Persischen Golfs wird verhängt. Die US-Marine und Luftwaffe im Golf werden verstärkt.
Sobald der Aufmarsch abgeschlossen ist, soll ein formales Ultimatum gestellt werden. Und dann wird angegriffen. Atomwaffen nicht ausgeschlossen! Ziele der Bombenkampagne sind: Luftverteidigungsanlagen, Anlagen der Revolutionären Garden, das iranische Atom- und Raketenprogramm, Munitionslager, Flugplätze, die iranische Flotte. Der Einsatz von Bodentruppen wird ausgeschlossen. Barack Obama hat dies alles in einer Rede vor der israelischen Lobby Organisation "AIPAC" am 4. Juni 2008 bereits dargelegt.[12]
[bearbeiten] CIA
Obama hatte nach seinem Wahlsieg umgehend mit den Vorbereitungen für die Amtsübernahme begonnen. Der Geheimdienst CIA versorgt Obama bereits am 6. November 2008 mit vertraulichen Informationen zur nationalen Sicherheit.[13]
[bearbeiten] Obamas Kabinett
Eine Personalie steht fest: Stabschef im Weißen Haus wird Rahm Emanuel, ein Freund Obamas aus Chicago, bisher Abgeordneter im Repräsentantenhaus und früher auch schon Berater des letzten demokratischen Präsidenten, Bill Clinton. Im einflussreichen Amt des Stabschefs wird er so etwas wie Obamas rechte Hand sein.[14]
Tom Daschle, der frühere demokratische Mehrheitsführer im Senat, soll Gesundheitsminister werden. Der 60-Jährige gilt als ein Mentor Obamas. Er hatte ihn im Wahlkampf beraten. Der Chef-Stratege hinter dem Wahlsieg, der jüdische Journalist David Axelrod, soll Spitzenberater werden. Auch einige frühere Clinton-Berater sollen wieder im Weißen Haus arbeiten. Darunter ist Gregory Craig, der den damaligen Präsidenten in der Lewinsky-Affäre verteidigt hatte.[15]
Hillary Clinton hat das Angebot des designierten US-Präsidenten Barack Obama akzeptiert, neue US-Aussenministerin zu werden. "Die Senatorin sei bereit aus ihrem jetziges Amt zugunsten der neuen Aufgabe zu scheiden." Vorangegangen waren tagelange Spekulationen sowie intensive Gespräche zwischen Obama und Clinton über die zukünftige Rolle der 61-jährigen in Obamas Regierung.[16]
Der Chef der New Yorker Notenbank (Fed), Timmothy Geithner soll neuer Finanzminister werden. Die Nachricht von der Berufung des 47 jährigen Juden löste an der Wall Street einen Kurssprung aus. Geithner nimmt eine Schlüsselrolle in der gegenwärtigen Finanzkrise ein. Er gilt als intimer Kenner der Finanzmärkte und hat eng mit dem Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, und dem derzeitigen Finanzminister Henry Paulson zusammenagerabeitet. Neben Geithner soll auch der frühere Finanzminister Laurence Summers als Koordinator des Wirtschaftsrats im Weißen Haus eine wichtige Rolle spielen.[17]
Der Gouverneur von Neu Mexiko, Bill Richardson, der sich ebenfalls um die demokratische Präsidentschaftskandidatur beworben hatte, soll neuer Handelsminister werden. Richardson war in der Regierung von Bill Clinton Energieminister. Bekannt ist bereits, daß Eric Holder Justizminister werden soll.[18][19]
Am 22. November 2008 ernannte Obama seinen langjährigen Spitzenmitarbeiter Robert Gibbs zum neuen Sprecher des Weißen Hauses. Der 37-Jährige arbeitet seit 2004 für Obama und stand auch während des Wahlkampfes an der Spitze von Obamas Pressestab.[20]
Der Physiker und Nobelpreisträgere Steven Chu soll Energieminister werden. Dieser sei wie kein anderer geeignet, dieses Amt zu übernehmen und den Herausforderungen der Energiepolitik zu begegnen, begründete Obama seine Entscheidung. Chu wird mit Lisa Jackson, der künftigen Chefin der Bundesumweltbehörde EPA zusammenarbeiten sowie mit Carol Browner. Sie wird im Weißen Haus Energie-, Klima- und Umweltpolitik koordinieren.[22]
- Nominierung
Hillary Clinton wird neue Außenministerin der Vereinigten Staaten. Der künftige US-Präsident Barack Obama nominierte seine einstige Rivalin um die Präsidentschaftskandidatur offiziell für den Posten. Zudem soll Verteidigungsminister Robert Gates vorerst im Amt bleiben.
Obama nominierte zudem den Vier-Sterne-General James L. Jones als Nationalen Sicherheitsberater und Susan Rice als UNO-Botschafterin mit Kabinettsrang. Indem er Robert Gates an der Spitze des Pentagon belässt, bindet Obama die Republikaner mit ein.[23]
- Amtseid auf Lincoln-Bibel
Bei seiner Vereidigung als 44. Präsident der USA wird Barack Obama dieselbe Bibel verwenden wie einst Abraham Lincoln 1861. Auch sonst ist alles an dem Präsidenten orientiert, der die Sklaverei abschaffte: Obamas Einführungszeremonie am 20. Januar 2009 beginnt vor dem Lincoln-Denkmal in Washington. Und selbst die Anreise aus Illinois wird Obama auf jener Eisenbahnstrecke antreten, die schon Lincoln in die Hauptstadt führte.[24]
- Hollywood spendet für Obama
Steven Spielberg und Gemahlin Kate etwa spenden für die Feier zur Amtseinführung von Barack Obama jeweils 50.000 Dollar. Auch die Chefs von Microsoft und Google zahlen freiwillig, sowie Halle Berry, Sharon Stone oder Jamie Foxx. Allen Spendern winken im Gegenzug VIP-Karten für die große Obama-Feier am 20.Januar 2009, bei der unter anderem Aretha Franklin und der israelische Geiger Itzhak Perlman auftreten werden.[25]
[bearbeiten] Video
1. Obama ohne Teleprompter - 2. Barack Obama bei der AIPAC - 3. Die Hollywood-Lobby - Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird. [26]
[bearbeiten] Galerie
Barack Hussein Obama Jr. 2008 in Israel
Obama Freund Israels |
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Propaganda und Medienmanipulation für umerzogene Bürger. |
Der künftige Staabschef im Weissen Haus ist der Jude Rahm Emanuel (links) mit Obama. |
Der Jude David Axelrod ist Barack Obamas Chef-Stratege. |
[bearbeiten] Fußnoten
- ^ Obama so konservativ wie ein SVP-Politiker, tagesanzeiger.ch, 09. November 2008
- ^ Parteitag der US-Demokraten: Obamas politische Positionen, 25. August 2008
- ^ Berliner Morgenpost - Jetzt rede ich!, 6. November 2008
- ^ Netzeitung - Obama ist «ansehnlich und sogar gebräunt», 6. November 2008
- ^ Polnischer Abgeordneter bezeichnet Obama als «schwarzen Messias», 9. November 2008
- ^ Afghanistan, eine weitere nicht erzählte Geschichte, von Michael Parenti, 28. November 2008
- ^ El-Kaida-Führer nennt Obama einen «Hausneger», 19. November 2008
- ^ Kuba - Kubas Regime feiert sich selbst, euronews.net, 02. Januar 2009
- ^ Andy Martin says Barack Obama is the "teleprompter" candidate"
- ^ Dean Barnett: Obama Unplugged. Lost without a Teleprompter (Weekly Standard)
- ^ US-Wahlen - Obama und McCain gleichauf 25.08.2008
- ^ Berliner Kurier, 02. November 2008
- ^ Obama will Hilfspaket für Mittelklasse, 20min, 06. November 2008
- ^ EuroNews, 07. November 2008
- ^ EuroNews, 20. November 2008
- ^ EuroNews, 21. November 2008
- ^ EuroNews - USA - Obama kündigt aggressives Konjunkturprogramm an, 24. November 2008
- ^ EuroNews - Obamas Kabinett nimmt Gestalt an, 22. November 2008
- ^ Obama verspricht 2,5 Millionen neue Jobs bis 2011, 22. November 2008
- ^ EuroNews - Obama stellt Regierungsmannschaft zusammen, 23. November 2008
- ^ Spiderman-Comic greift Barack Obamas Amtseinführung auf, Deutschlandradio Kultur, 09. Januar 2009
- ^ EuroNews - Nobelpreisträger Chu als US-Energieminister, 16. Dezember 2008
- ^ EuroNews - Obama stellt Außen-Mannschaft vor: Clinton wird Außenministerin, 01. Dezember 2008
- ^ Obama leistet Amtseid auf Lincoln-Bibel, Deutschlandradio Kultur, 24. Dezember 2008
- ^ Hollywood-Stars spenden für Obamas Amtseinführung, Deutschlandradio Kultur, 27. Dezember 2008
- ^ US-Wahl - Hollywood liebt den schwarzen Präsidenten, 3. Oktober 2008
[bearbeiten] Verweise
- US-Präsident: Barack Obama zwischen Wunder und Wirklichkeit! Bettina Röhl, 06. November 2008
- Lobby-Politik jetzt mit Afro-Etikett serviert?, 09. November 2008
- Barack Obama für freie Abtreibung und Kindestötungen?
- Die Planer des wirtschaftlichen Zusammenbruches wirtschaften in Obamas Regierung weiter, 01. Dezember 2008
