Befreiung vom Nationalsozialismus

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Grafik von Herbert Smagon
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Befreiung vom Nationalsozialismus ist eine Kernaussage der nationalen Erinnerungskultur des Besatzungskonstruktes BRD. In der Tradition der von Bundespräsident Richard Weizsäcker am 8. Mai 1985 gehaltenen Rede, versteht man darunter die Beseitigung der nationalsozialistischen Herrschaft und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland.

Damit wurden die in der Nachkriegszeit gebräuchlichen Begriffe Vertreibung, Kapitulation und Niederlage verdrängt zugunsten einer euphemisierenden Betrachtung der Greuel und des Elends, das die deutsche Bevölkerung mit der Vernichtung des Nationalsozialismus erleben musste. Die Erinnerung an Vertreibung, Kriegsgefangenschaft, Fremdherrschaft und damit verbundener Hunger, Umerziehung und Zerstörung deutscher Kulturwerte wurden unter dem allgemeinen Schlagwort der "Befreiung" aus dem kollektiven Gedächtnis des Deutschen Volkes zunehmend verdrängt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Kritik

Die Parole der Woche zum Ziel des Krieges gegen Deutschland
Die Parole der Woche zum Ziel des Krieges gegen Deutschland
Polnisches Hetzplakat zur Vertreibung der deutschen Bewohner aus ihrer Heimat
Polnisches Hetzplakat zur Vertreibung der deutschen Bewohner aus ihrer Heimat

Im 8. Mai 1945 einen Tag der Befreiung zu sehen, gehört heute zur derzeitigen Politischen Korrektheit. Die zu Beginn der BRD noch anerkannte und gängige Ansicht, die den 8. Mai 1945 vorrangig als Tag der Kapitulation und Beginn der Besatzungszeit interpretierte, gilt heute als Geschichtsrevisionismus.

Die Kritiker der Befreiungsthese verweisen auf die Schattenseiten, die das Ende des Dritten Reiches mit sich brachte: Hunger, Vertreibung, Kriegsgefangenschaft, Siegerjustiz, Demontage, Umerziehung und Kommunismus. "Für die Ost- (und Mitteldeutschen) war der 8. Mai keine Befreiung. Sie tauschten bis 1989 unfreiwillig die braune gegen die rote Unfreiheit." (Prof. Michael Wolffsohn) Gegen die Idee den 8. Mai als Tag der Befreiung zu feiern, widerspricht außerdem dem die Intention der Alliierten, nicht den Nationalsozialismus zu bekämpfen, sondern Deutschland zu besiegen.

Bereits in seiner Rede vom 4. Mai 1941 über die Ursachen des Krieges benannte Adolf Hitler die wirklichen Kriegstreiber und Hintermänner und deren eigentliche Ziele.

Die heute so bezeichneten "Befreier" verstanden sich nie als solche. So hieß es auch später in der Direktive an die US-Besatzungstruppen in Deutschland „JCS 1067“ vom April 1945:

„Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter Feindstaat.“


Zu den wirklichen Vorhaben sagte NSDAP-Mitglied Werner Naumann am 23. März 1945 im Hofbräuhaus München:

„Denn was der Feind gegen uns vorhat, ist, um es kurz auszudrücken, die biologische Vernichtung des deutschen Volkes. Man will in diesem Krieg nun endlich den, wie sie sagen, Ruhestörer in Mitteleuropa beseitigen. Man will sie weghaben. Es ist so üblich, daß nach einem Krieg, der, der unterlegen ist, bezahlen muß. Das hat man früher gemacht mit Reparationen, so nannte man das im Jahre 1918. Und dann mußte dafür bezahlt werden Gold oder Geld oder Industriewaren. Heute, wenn wir unterliegen würden, liegt der Welt nichts am Gold, denn die Amerikaner haben Gold so viel in Hülle und Fülle, daß sie gar kein Gold mehr haben wollen. Geld ist ja auch nur eine Anweisung auf eine Leistung, also auf Industriewaren. Deutsche Industriewaren will aber niemand haben, denn einmal wollen sie ja die deutschen industriellen Erzeugungsstätten vernichten, und zweitens ist der Krieg ja nicht zuletzt von den jüdischen Gaunern geführt worden, um die deutsche Konkurrenz auf dem englischen und amerikanischen Markt auszuschalten. Das heißt, der Unterlegene in diesem Krieg muß bezahlen, aber nicht durch Gold und nicht durch Industriewaren, sondern man wird von den Unterlegenen, unter denen die Feinde sich Deutschland vorstellen, wird man eine Ware fordern, die heut' in der Welt allgemein gefordert ist. Das ist die Ware menschliche deutsche Arbeitskraft. Das heißt, unsere Spezialarbeiter, unsere Spezialisten, die man nach Sibirien haben will, nach Kiew, nach Rostow, um dort den Sowjets ihre Fabriken aufzubauen. Dasselbe, was wir vor vielen hundert Jahren hatten: der Sklavenhandel im 20. Jahrhundert.“


In einem FAZ-Artikel schreibt Eckhard Fuhr gegen diejenigen, die den Tag als einen der Befreiung feiern wollen:

„Seitdem aber konservative Intellektuelle und Politiker in einem Aufruf an diese Ambivalenz des 8. Mai erinnern und sich dagegen verwahrt haben, diesen Tag einseitig als Tag der Befreiung zu feiern, sind diese Selbstverständlichkeiten zum Politikum und zu einer Frage der political correctness geworden. Es kommt in Deutschland sehr darauf an, wer politische oder historische Wahrheiten ausspricht.“ [1]

[bearbeiten] Siehe auch

[bearbeiten] Verweise

[bearbeiten] Weltnetz

[bearbeiten] Schriften

[bearbeiten] Audio

[bearbeiten] Video

Filmbeschreibung:

In den Händen der Sieger

Dieser Videofilm zeigt die Schicksale eines deutschen Fronttruppenarztes, der nach den Kämpfen um Berlin über 10 Jahre in Russland gefangen war; einer aus dem heimatlichen Banat zu Steinbrucharbeiten nach Russland verschleppten deutschen jungen Frau, einer aus ihrem oberschlesischen Heim fortgejagten und im Lager Lamsdorf gefolterten Familie und eines 18jährigen Panzeroffiziers, der 1945 in US-amerikanischen Lagern am Rhein dem Hungertode entging. Laufzeit ca. 60 Min.

Die Hölle von Dresden

Dieser Film handelt vom Schicksal der Millionen Deutschen, die im Zweiten Weltkrieg im alliierten Bombenhagel ihr Leben, Hab und Gut verlieren, die in ihrer östlichen Heimat - der Rache ihrer Nachbarn ausgesetzt - verfolgt, verschleppt, vertrieben und vergewaltigt werden und, wenn überhaupt, nur noch das nackte Leben retten können. Der Film soll dazu beitragen, diesen unzähligen Opfern ein Denkmal zu setzen. 1928 schrieb Churchill über die Kriegsvorbereitungen des Jahres 1918, zitiert In seinem Werk "DER ZWEITE WELTKRIEG", Band 1, Seite 59: "Aber alles was sich In den 4 Jahren des Weltkrieges ereignete, war nur ein Vorspiel zu dem, was für das fünfte Jahr in Vorbereitung stand. Der Kampf des Jahres 1919 hätte eine ungeheure Zunahme der Vernichtungsmittel gezeigt. Wenn die Deutschen die moralische Kraft zum Rückzug an den Rhein bewahrt hätten, wären sie im Sommer 1919 mit einer Wucht und Methode angegriffen worden, die an Ungeheuerlichkeit alles bisher Angewendete überboten hätte. Tausende von Flugzeugen hätten ihre Städte vernichtet. Unglaublich bösartige Giftgase, gegen die nur eine geheime Maske Schutz bot, hätten jeden Widerstand erstickt." Im Gegensatz dazu sagt die Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die am 5.August 1950 in Stuttgart verkündet wurde: "Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluß ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschen gebracht hat. (....) Die Völker müssen erkennen, daß das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste sittliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert." Laufzeit ca. 40 Min.

[bearbeiten] Fußnoten

  1. ^ FAZ 11.4.1995
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