Berg, Hans

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Leutnant zur See Hans Berg.jpg

Hans Hansen Berg war ein deutscher Leutnant zur See auf der SMS Möve.

Wirken

Am 16. Januar 1916 wurde der britische Passagierdampfer Appam in der Nähe der Kanaren durch die SMS Möve aufgebracht. Ein Prisenkommando unter Führung von Hans Berg verbrachte die Appam quer über den Atlantik in die zu dem Zeitpunkt noch neutralen Vereinigten Staaten. Gerade diese Kaperung brachte der Besatzung der Möve und ihrem Kommandanten auch im Ausland Respekt für ihre soldatische Tapferkeit ein.

Dazu heißt es in einer Meldung:

Von Newport News wird gemeldet, daß sich 451 Personen an Bord des Schiffes "Appam" befinden, darunter 138 Überlebende der sieben Schiffe, die von den Deutschen zum Sinken gebracht wurden, sowie 20 deutsche Bürger und Kriegsgefangene aus Kamerun und eine Prisenbesatzung von 22 Mann. Offenbar wurde die "Appam" vier Tage nach ihrer Ausreise, ohne Widerstand geleistet zu haben, erbeutet, nachdem ein Schuß über die Brücke des Dampfers abgefeuert worden war. Als eine Prisenbesatzung an Bord gegangen war, begann die "Appam" ein britisches, mit Fleisch aus Australien beladenes Schiff zu verfolgen. Dieses bot Widerstand und wurde in den Grund gebohrt.
Wie die "Times" aus New York erfahren, wurde der Dampfer "Appam" durch einen bewaffneten deutschen Dampfer, nicht durch ein Unterseeboot, wie zuerst gemeldet worden war, erbeutet. Die Passagiere berichteten darüber, daß am frühen Morgen des 15. Januar sich ein unbekanntes Schiff ganz nahe an die "Appam" heranmachte und zwei Schüsse längs des Bugs abfeuerte. Die "Appam" glaubte, es mit einem Seeräuber zu tun zu haben, und gab ihrerseits zwei Schüsse ab, die keine Wirkung hatten. Von beiden Schiffen wurden Rettungsboote ausgesetzt, und eines der Rettungsboote der "Appam" wurde zwischen den beiden Dampfern zertrümmert. Hierauf kletterte eine Abteilung von dem deutschen Schiffe an Bord der "Appam", und Kapitän Harrison ergab sich, da er einsah, daß weiterer Widerstand nutzlos wäre. Sodann kam Leutnant Berg mit einer Prisenbemannung von 22 Köpfen an Bord und das deutsche Kaperschiff verschwand, nachdem es auf der "Appam" eine große Zahl von Gefangenen zurückgelassen hatte, die von sieben britischen Schiffen herrührten. Die "Appam" wurde hierauf als Hilfskreuzer benutzt und bemächtigte sich noch zweier englischer Schiffe. Die "Appam" kam in Amerika unter dem Namen "S. M. S. Appam" an. Das Schiff befindet sich in ausgezeichnetem Zustand und führt eine große Ladung, darunter eine Menge Kakao.
Später meldet der Korrespondent der "Times":
Leutnant Berg ist ein kleiner, schmächtiger Mann mit einem Schnurrbärtchen. Heute mittag erzählte er lächelnd von seiner Reise. Sein Schiff, dessen Namen er nicht nennen wollte, war fünf Monate lang hart an der Arbeit gewesen. Wir waren, sagte er, nur einige Meilen vom Hafen entfernt, durften aber nicht einlaufen, sondern blieben in der Nachbarschaft und warteten auf die "Appam". Wir hatten die Hoffnung, sie zu fassen, schon aufgegeben und dachten, daß sie vielleicht von uns gehört hätte und nach einem Hafen gegangen wäre. Die Passagiere haben wir so gut wie möglich behandelt und ihnen alle erdenklichen Annehmlichkeiten verschafft. Wir beauftragten Ärzte, die von einem anderen Schiff heruntergeholt worden waren, für die Verwundeten zu sorgen. Ursprünglich planten wir, nach New York zu fahren, hörten aber, daß feindliche Schiffe in der Nähe von New York kreuzten, und änderten infolgedessen unseren Kurs nach Norfolk. Wir hatten erwartet, am Sonntag hier einzutreffen, mußten aber vorsichtig sein und einen Umweg machen, um das Kap Virginia zu erreichen. Wir sahen keine englischen Kreuzer, begegneten aber verschiedenen Handelsschiffen, die wir hätten nehmen können. Dadurch wäre jedoch unsere Ankunft hier vielleicht in Frage gestellt worden, deshalb ließen wir sie lausen. Unter den Passagieren der "Appam" befinden sich 5 Kinder und 20 Frauen; allen geht es gut. Nachdem wir die "Appam" erbeutet hatten, sichteten wir noch ein anderes Schiff, das aber nicht gut genug war, um mitgenommen zu werden. Wir bohrten es deshalb in den Grund. Nur vier Mann von unserer Mannschaft wurden verwundet, einer von ihnen ernstlich.
In einem anderen Telegramm an die "Times" wird aus Norfolk berichtet, daß das deutsche Schiff, welches die "Appam" nahm, der Kreuzer "Möwe" war, der sich als Frachtdampfer vermummt hatte und mit Kanonen ausgerüstet war.
Die "Möwe" soll aus Kiel gekommen und durch die Linie der britischen Flotte in der Nordsee in den Atlantischen Ozean geschlüpft sein.[1]

Fußnoten

  1. Amtliche Kriegs-Depeschen nach Berichten des Wolff´schen Telegr.-Bureaus Band 4 Nationaler Verlag, Berlin (1916) zitiert auf: stahlgewitter.com
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