Biallas, Hans
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Hans Biallas (* 22. März 1903 (Berlin), † ?) war Leiter für berufsständisches Pressewesen der Deutschen Arbeitsfront und entwickelte viele Plakate für die NSBO.
Hans Biallas wurde am 22. März 1903 in Berlin als Sohn des Geheimen Kanzleisekretärs im Kriegsministerium Gustav Biallas geboren.
Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters siedelte seine Mutter nach Magdeburg über, wo er seine Jugend verbrachte. Nachdem er die Schule mit dem Einjährigenzeugnis verlassen hatte, besuchte er die Magdeburger Kunstgewerbeschule. Dann erlernte er die Lithographenkunst, war als Grafiker, Reklamezeichner, Lithograph und Druckereizeichner in Halle, Chemnitz, Bielefeld, und Berlin tätig. Beim Kapp-Putsch meldete er sich sofort als Zeitfreiwilliger.
Im Jahre 1922 nahm er zum ersten Male an einer größeren politischen Versammlung teil, der Gründungsversammlung der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei in Magdeburg. Mit dieser Versammlung, die einen sehr turbulenten Verlauf nahm, begann seine politische Laufbahn.
Er wurde Mitglied von Rossbach-Organisationen, trat 1924 während der Verbotszeit der NSDAP der „Großdeutschen Volksgemeinschaft“ bei und wurde wegen Geheimbündelei von der Magdeburger Polizei verhaftet.
1925 wurde er Mitglied der NSDAP im Gau Westfalen mit der Nummer 25.825.
Im Jahre 1926 kam er nach Berlin-Neuköln. Hier wurde er SA-Mann und bald Scharführer.
Gleichzeitig wurde er unter Reinhold Muchow Straßenzellenobmann und „Künstlerischer Beirat“ in der Sektion Neuköln, der er mit seinen zeichnerischen und schriftstellerischen Talenten insbesondere auf dem Gebiet der Propaganda diente.
1930 wurde er stellvertretender Sektionsführer der neu, gegründeten Sektion Hermannsplatz.
1931, als die NSBO nunmehr zum umfassenden Sturmangriff auf die Betriebe einsetzte, wurde er zum künstlerischen Beirat der Gaubetriebszellenleitung ernannt, um ihr mit seinen Talenten in diesen Propagandakampf zu nützen.
Das Jahr 1931 machte ihn zum Hauptschriftleiter des Arbeitertum, an dem er schon vorher lange Zeit mitgearbeitet hatte. Unter seiner Leitung stieg die Auflage des „Arbeitertum“ von 4.000 auf 2090.000.
Die große Aktion gegen die freien Gewerkschaften, die Reinhold Muschow für das „Aktionskomitee zum Schutze der deutschen Arbeit“ in die Wege geleitet hatte, wurde auch von Hans Biallas mit vorbereitet. Wegen seiner ganz besonderen Leistungen wurde er vom Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley in den kleinen Arbeitskonvent berufen. Er leitete lange Zeit die Pressestelle der Reichsleitung der NSBO und das Presse- und Propagandarbeit der Deutschen Arbeitsfront. Im April 1934 wurde ihm das Amt für berufsständisches Pressewesen der Deutschen Arbeitsfront übertragen.
