Blutzeuge

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Pfeil 1 start metapedia.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Blutzeuge (Auswahlseite) aufgeführt.

Blutzeuge ist eine Eindeutschung des aus dem Altgriechischen entlehnten Wortes „Märtyrer“ und hat die gleiche Bedeutung wie dieses: Als Märtyrer/Blutzeugen werden im Christentum etwa seit dem 3. Jahrhundert Menschen bezeichnet, die wegen ihres christlichen Glaubenszeugnisses – oftmals im Konflikt mit einer religiös intoleranten Umwelt – verfolgt und getötet wurden. In dieser christlich-theologischen Bedeutung wird das Wort „Blutzeuge“ im deutschen Sprachraum bis heute verwendet, wenngleich das ältere Lehnwort „Märtyrer“ gebräuchlicher ist.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Wort „Blutzeuge“ auch propagandistisch eingesetzt, um damit verschiedene Personen zu bezeichnen, die im Zusammenhang mit dem Kampf der nationalsozialistischen Bewegung um die Macht im Deutschen Reich bzw. im Zusammenhang mit der Sicherung dieser Macht gewaltsam ums Leben kamen („Blutzeugen der Bewegung“). In dieser Bedeutung wurde der Begriff insbesondere auf 16 Teilnehmer des Hitler-Ludendorff-Putsches vom November 1923 bezogen, die während der Auseinandersetzung mit der Polizei getötet wurden. Im weiteren Sinne galten auch Personen wie Herbert Norkus, Horst Wessel oder Wilhelm Gustloff als „Blutzeugen der Bewegung“. Die offizielle Liste enthält insgesamt 440 Namen. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl weiterer Opfer, die auf der offiziellen Liste keine Erwähnung finden oder die mittlerweile gänzlich vergessen sind. Exemplarisch seien hier die Sturmabteilungs-Männer Paul Kessler und Fritz Schröder genannt.

Offizielle Liste der Blutzeugen der Bewegung

In chronologischer Reihenfolge mit Sterbeort

aus dem Buch „Ich Kämpfe“, 1943

19231924192519261927192819291930193119321933193419351936193719381939194019411942

Siehe auchVerweiseFilmbeiträgeLiteratur

1923

Liste der Blutzeugen

Die Märtyrer des Marsches auf die Feldherrnhalle:

1924

1925

1926

1927

1928

1929

1930

Blutzeugen
Übersichtskarte über die Mordstellen in Berlin

1931

1932

Wochenspruch Blutzeugen.jpg

1933

Blutzeuge Fahne.jpg

1934

Wachtbuch der SA
Trotz Verbot nicht tot.jpg

1935

1936

Ansichtskarte vom 9. November 1938 nach einem Gemälde von Professor Elk Eber

1937

1938

1939

1940

1941

1942

Filmbeiträge

Für uns zum Appell (Teil 1) (herunterladen)
Für uns zum Appell (Teil 2)
Ewige Wache (herunterladen)

Siehe auch

A. K. Busch: Blutzeugen – Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik

Literatur

Verweise


Fußnoten

  1. 1,0 1,1 In dem Buch „F. Carl Rentsch-Roeder (Hg.): Halbmast. Ein Heldenbuch der SA. und SS., Verlag: Braune Bücher, Berlin 1932“ wurde diese Person als Blutzeuge aufgeführt, später in der offiziellen Liste nicht mehr.
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