Brückner, Helmuth
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Helmuth Brückner (* 7. Mai 1896 in Peilau, Landkreis Reichenbach, Schlesien; † ?) war Oberpräsident und NSDAP-Gauleiter von Schlesien.
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[bearbeiten] Leben
[bearbeiten] Jugend
Helmuth Brückner wuchs als Sohn eines Landlehrers auf dem Lande auf, ging in die Industriestadt Reichenbach zur Schule, sah hier das Leben des Industriearbeiters, konnte so vergleiche ziehen und kam auf diese Weise schon Früh zur politischem, völkischem und sozialistischem Denken.
[bearbeiten] Erster Weltkrieg
Er erlebte im ersten Weltkriege den Sozialismus der Front, der ihn unmittelbar in die völkische Bewegung der Nachkriegszeit hineinführte. Helmuth Brückner ging 1914 mit dem Feld-Artillerie-Regiment 88 als Kriegsfreiwilliger ins Feld. Im Dezember 1915 wurde er Leutnant und nur ein Jahr später Adjutant. 25. März 1918 wurde er an der Westfront bei Brix Moliqueau schwer verwundet, und kehrte nach Lazarett- und Sanatoriums-Aufenthalt bald darauf in die Heimat zurück.
[bearbeiten] Weimarer Republik
Nach dem Kriege Kämpfte er im Selbstschutz Oberschlesien und verdiente sich den Schlesischen Adler II. und I. Klasse mit Eichenkranz. Er studierte dann in Breslau Geschichte, Geographie, Philosophie und Volkswirtschaft und wurde 1924 Schriftleiter des deutschvölkischen Blattes „Schlesische Volksstimme“ und im gleichen Jahr wurde er Stadtverordneter in Breslau. Nach dem Hitler-Putsch und dem Verbot der NSDAP war er maßgeblich an deren Neuorganisation nach der Aufhebung des Verbots 1925 beteiligt. Im gleichen Jahr wurde das NSDAP-Mitglied mit der Nr. 2023 zum Gauleiter ernannt. Am 15. März 1925 gründete er den Gau Schlesien der NSDAP, am 4. und 5. Juli desselben Jahres konnte er bereits den ersten schlesischen Gautag abhalten. Er schuf sich als Kampfblatt den „Schlesichen Beobachter“ und baute die schlesische Organisation so mustergültig aus, daß Schlesien trotz der weiten Entfernung auf den verschiedenen Parteitagen ganz besonders gut abschneiden konnte. Am 7. Juni 1925 traf er in Magdeburg zum ersten Male mit Adolf Hitler zusammen. 1930 war er an der Gründung des Breslauer Zentral Verlags beteiligt. Am 14. September 1930 wurde Brückner für die NSDAP in den Reichstag gewählt, und am 24. April 1932 in den preußischen Landtag. Mit der Ernennung zum Landesinspekteur Ost im Sommer 1932 übernahm Brückner die Parteiaufsicht zusätzlich zu Schlesien auch über Ostpreußen und Danzig.
[bearbeiten] Drittes Reich
Nach der Machtübernahme an die Nationalsozialisten und ihre Verbündeten wurde Brückner am 25. März 1933 Oberpräsident der Provinz Niederschlesien in Breslau und übernahm das Amt des Oberpräsidenten zunächst auch kommissarisch für Oberschlesien in Oppeln. Die offizielle Amtsübergabe erfolgte am 2. August 1933. Am 7. Oktober 1933 wurde Brückner zum SA-Gruppenführer ernannt. 1934 wurde er wegen verschiedener Äußerungen verdächtigt, dem Röhm-Flügel anzugehören, weshalb er inhaftiert, aus seinen Ämtern entlassen und aus der NSDAP ausgeschlossen wurde .[1] Seit 1938 lebte er - aus Schlesien verbannt - als Industriearbeiter bei den Heinkel-Werken mit seiner Familie in Rostock. Hier wurde er im Juli 1945 von der Sowjetischen Militäradministration verhaftet. Danach ist nichts weiter bekannt.
[bearbeiten] Einzelnachweise
- ^ Peter Hüttenberger, Die Gauleiter. Studie zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP, Stuttgart 1969, S. 200.
