Brandt, Willy
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Willy Brandt (* 18. Dezember 1913 in Lübeck; † 8. Oktober 1992 in Unkel am Rhein; Geburtsname Herbert Ernst Karl Frahm) war ein deutscher sozialdemokratischer Politiker.
1938 wurde er von der deutschen Regierung ausgebürgert und ging nach Schweden, im Zweiten Weltkrieg kämpfte er daher auch gegen Deutschland. Erst 1945 kehrte er als Korrespondent nach Deutschland zurück und 1948 erhielt er seine Staatsbürgerschaft wieder. Er war von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, von 1966 bis 1969 Bundesaußenminister und Stellvertreter des Bundeskanzlers sowie von 1969 bis 1974 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Außenpolitik der Annhäherung an die Sowjetunion, die auf Ausgleich mit dem Ostblock ausgerichtet war, erhielt er am 10. Dezember 1971 den Friedensnobelpreis. Von 1964 bis 1987 war Brandt Vorsitzender der SPD, von 1976 bis 1992 Präsident der Sozialistischen Internationale.
Brandt war ein Gegner des Vansittartismus. Wie andere deutsche Nachkriegspolitiker erhielt er Geld von der CIA.
[bearbeiten] Familie
Brandt war von 1941 bis 1948 mit Carlotta Thorkildsen verheiratet und hatte mit ihr die gemeinsame Tochter Ninja (* 1940). Nach der Scheidung heiratete er 1948 die verwitwete Rut Bergaust, geborene Hansen (* 1920, † 2006). Aus dieser Beziehung gingen drei Söhne hervor, Peter (* 1948), Lars (* 1951) und Matthias (* 1961). Nach 32 Jahren Ehe ließen sich Rut und Willy Brandt 1980 scheiden. Am 9. Dezember 1983 heiratete Brandt die Historikerin und Publizistin Brigitte Seebacher (* 1946), die ein kontroverses Buch über ihn verfaßte.
