Brief des britischen Informationsministeriums an die BBC und den höheren Klerus

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Der Brief des britischen Informationsministeriums an die BBC und den höheren Klerus ist ein am 29. Februar 1944 vom britischen Informationsministerium versandtes Rundschreiben an die BBC und den höheren Klerus.

Unumwunden wurde darin zugegeben, daß die britische Regierung um die seit 1920 in Osteuropa und Rußland begangenen Verbrechen des mit ihnen verbündeten Bolschewismus wußte und ähnliche Schrecken in Mitteleuropa als unausweichlich betrachtete. Ferner forderte das Schreiben die Empfänger, also mindestens die BBC und den britischen Klerus, in klaren Worten auf, bei der aus politischen Gründen notwendigen Vertuschung von begangenen und weiteren zukünftigen Verbrechen seitens der alliierten Roten Armee zu helfen, indem man die Öffentlichkeit, die nicht mehr so leicht zu täuschen sei wie im Ersten Weltkrieg, durch Lügen über die Deutschen von der Wahrheit ablenkt.

Inhaltsverzeichnis


Originaltext

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Sir,

I am directed by the Ministry to send you the following circular letter:

It is often the duty of the good citizens and of the pious Christians to turn a blind eye on the peculiarities of those associated with us.

But the time comes when such peculiarities, while still denied in public, must be taken into account when action by us is called for.

We know the methods of rule employed by the Bolshevik dictator in Russia itself from, for example, the writing and speeches of the Prime Minister himself during the last twenty years. We know how the Red Army behaved in Poland in 1920 and in Finland, Estonia, Latvia, Galicia and Bessarabia only recently.

We must, therefore, take into account how the Red Army will certainly behave when it overruns Central Europe. Unless precautions are taken, the obviously inevitable horrors which will result will throw an undue strain on public opinion in this country.

We cannot reform the Bolsheviks but we can do our best to save them -- and ourselves -- from the consequences of their acts. The disclosures of the past quarter of a century will render mere denials unconvincing. The only alternative to denial is to distract public attention from the whole subject.

Experience has shown that the best distraction is atrocity propaganda directed against the enemy. Unfortunately the public is no longer so susceptible as in the days of the "Corpse Factory," and the "Mutilated Belgian Babies," and the "Crucified Canadians."

Your cooperation is therefore earnestly sought to distract public attention from the doings of the Red Army by your wholehearted support of various charges against the Germans and Japanese which have been and will be put into circulation by the Ministry.

Your expression of belief in such may convince others.

I am, Sir, Your obedient servant,

(signed) H. HEWET, ASSISTANT SECRETARY

The Ministry can enter into no correspondence of any kind with regard to this communication which should only be disclosed to responsible persons.

Quelle: 96-book.png Google-BücherEdward J. Rozek: Allied wartime diplomacy; a pattern in Poland, Westview Press 1989, S. 209 f., ISBN 0813378990


Übersetzung

Ich bin vom Ministerium angewiesen, Ihnen das folgenden Rundschreiben zu übersenden:

Es ist oft die Pflicht der guten Bürger und frommen Christen, in Hinsicht auf die Eigenheiten von mit uns Verbündeten ein Auge zuzudrücken.

Aber die Zeit kommt, wenn solche Eigenheiten, während in der Öffentlichkeit noch geleugnet, berücksichtigt werden müssen, wenn von uns Handeln gefordert ist.

Wir kennen die Methoden der Herrschaft der bolschewistischen Diktatur in Rußland von, zum Beispiel, den Schriften und Reden der letzten zwanzig Jahre des Premierministers höchstpersönlich.[1] Wir wissen, wie sich die Rote Armee 1920 in Polen und erst kürzlich in Finnland, Estland, Lettland, Galizien und Bessarabien verhalten hat.

Wir müssen daher berücksichtigen, wie sich die Rote Armee mit Sicherheit verhalten wird, wenn sie Mitteleuropa überrennt. Die offensichtlich unvermeidlichen Greuel werden die öffentliche Meinung in diesem Land ungebührlich belasten, sofern nicht Vorkehrungen getroffen werden.

Wir können die Bolschewiki nicht reformieren, aber wir können unser Bestes tun, um sie – und uns – von den Folgen ihrer Handlungen zu bewahren. Die Enthüllungen des vergangenen Vierteljahrhunderts werden schlichte Dementi wirkungslos machen. Die einzige Alternative zur Leugnung ist, die öffentliche Aufmerksamkeit von der ganzen Sache abzulenken.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß die beste Ablenkung gegen den Feind gerichtete Greuelpropaganda ist. Leider ist die Öffentlichkeit nicht mehr so anfällig wie in den Tagen der „Leichenfabriken“, der „verstümmelten belgischen Babys“ und der „gekreuzigten Kanadier“.[2]

Ihre Zusammenarbeit ist daher dringend benötigt, um die öffentliche Aufmerksamkeit von den Taten der Roten Armee abzulenken, indem Sie die volle Unterstützung leisten bei den verschiedenen Anklagen gegen die Deutschen und Japaner, die durch das Ministerium in Umlauf gebracht wurden und werden.

Ihr Ausdruck des Glaubens in diese kann andere überzeugen.

Ich bin, Sir, Ihr ergebener Diener,

(gezeichnet) H. Hewet, Assistant Secretary

Das Ministerium kann in keine Korrespondenz jeglicher Art im Hinblick auf diese Mitteilung, die nur verantwortlichen Personen enthüllt werden sollte, treten.

Siehe auch

Fußnoten

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