Bund Nationaler Studenten
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Der Bund Nationaler Studenten (BNS) war eine rechtsgerichtete deutsche Studentenorganisation. Das Logo des BNS war die Odalrune, die auch von der Wiking-Jugend, sowie vom Bund Heimattreuer Jugend verwendet wurde.
[bearbeiten] Geschichte
Der BNS wurde am 17. Juni 1956 in Heidelberg als „überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluß national gesinnter Studenten“ gegründet. Zu den Gründern gehörten unter anderem der Publizist und Multifunktionär der deutschen rechten Szene, Peter Dehoust, die Rechtsanwälte Martin Mußgnug, Peter Stöckicht, sowie ihr erster Bundesvorsitzender Otto Jänisch. Unterstützt wurde die Gründung unter anderem von Funktionären des Bundes der Vertriebenen, der Deutschen Reichspartei (DRP) und des Stahlhelm. Hintergrund der Gründung war das Verbot der Sozialistischen Reichspartei (SRP) 1952 und der Versuch und die Etablierung einer legalisierten Organisation.
Der BNS vertrat ein elitär völkisch-nationalistisches Politik-Konzept. Sein strategisches Hauptziel war die Gründung einer völkischen Großpartei, und die Wiederbelebung des Deutschen Reichs. Der BNS verstand sich dabei als Kaderschmiede „national gesinnter“ Akademiker.
Nachdem sich Mitglieder des Berliner BNS-Landesverbandes an einer Sonnwendfeier mit Hakenkreuzen beteiligten, wurden im Januar 1960 in der Presse Forderungen nach einem Verbot erhoben. Gegen die Studenten leitete die Freie Universität ein Disziplinarverfahren ein. Der Berliner Innensenator löste noch im Januar 1960 die Berliner Hochschulgruppe des BNS auf. Bis März 1961 folgten weitere Verbote durch verschiedene Bundesländer sowie durch verschiedene Regierungspräsidenten. Nach dem Verbot vom 6. März 1961 durch das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg war der BNS bundesweit aufgelöst.
Nach dem Verbot konnten die aktiven Mitglieder in diversen neuen Organisationen ihre Arbeit fortführen. So unter anderem bei der Zeitschrift Deutscher Studenten-Anzeiger (DSA). Das war der neue Name des BNS-Organs Student im Volk, welches kurz vor der bundesweiten Auflösung geändert wurde. Der Deutsche Studenten-Anzeiger wurde die auflagenstärkste deutsche Studentenzeitung und wurde bundesweit kostenlos verteilt. Die Gesamtauflage laut Impressum 1968 betrug zirka 41000 Exemplare. Gedruckt und verlegt wurde der Deutsche Studenten-Anzeiger durch Karl Waldemar Schütz' National-Verlag GmbH Hannover, dem selben Verlag, der ab 1964 die NPD Wochenzeitungen Deutsche Nachrichten und die Deutsche Wochenzeitung herausgab.
BNS-Aktivisten waren auch beteiligt bei der Gründung der NPD 1964 und dem entsprechenden Hochschulverband, dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB). Der Deutsche Studenten-Anzeiger begleitete die Gründungen der NHB-Hochschulgruppen und wurde Sprachrohr des NHB. Viele Mitglieder spielten bis heute für die extreme Rechte eine wichtige Rolle oder konnten sich in wissenschaftlichen Institutionen etablieren.
