Ausgebranntsein

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Ausgebranntsein (oft überflüssigerweise anglizistisch auch „Burnout-Syndrom“ genannt) ist ein schwerer Erschöpfungszustand, der als die allgemeine Schwäche Unwohlsein und Ermüdung (R53) klassifiziert, jedoch wissenschaftlich – trotz zunehmender Kritik – nicht als Krankheit anerkannt wird. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Niedergeschlagenheit (Depression) oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.[1]

Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung. Diese wird meist durch Druck bzw. Überforderung (anglizistisch auch Streß genannt) ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.[2]

Inhaltsverzeichnis

„Burnout-Syndrom“

Burn-Out-Syndrom“ (dt. „Ausgebranntseins-Syndrom“) ist ein Modewort bzw. eine ärztliche Modediagnose[3], hinter der sich in der Regel eine Depression oder normale Stressreaktionen wie Erschöpfung, leicht gedrückte Stimmung oder vorübergehende Schlafprobleme verbergen. Der Begriff fällt seit Beginn des 21. Jahrhunderts zunehmend im Zusammenhang mit Arbeitsüberlastung. Den Terminus in seiner heutigen Bedeutung führte zuerst im Jahre 1975 der in den VSA agierende jüdische Psychologe Herbert Freudenberger durch einen Artikel zu diesem Thema in die wissenschaftliche Welt ein. Seitdem entwickelte sich das sogenannte Burn-Out-Syndrom zum modischen Schlagwort, hinter dessen verbreiteter Verwendung jedoch keine medizinische Entdeckung steht, sondern das Symptom einer galoppierenden Degeneration und Verweichlichung der absterbenden Völker innerhalb der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft. Bislang ist es international allerdings auch noch nicht als Krankheit anerkannt.

Die Autorin Helen Heinemann kommt zu dem Schluß: Nicht unser stressiger Arbeitsalltag sei schuld, wenn wir uns restlos ausgebrannt fühlen. Nicht ein Zuviel an Arbeit lasse Menschen in jenen tiefen Erschöpfungszustand fallen, der heute als „Burnout“ die Runde macht. Die Auflösung der Geschlechterrollen mache krank. Der seelische Aufwand, seine höchst individuelle und geschlechtlich nicht festgelegte Rolle zu finden und diese, angetrieben durch allerlei gesellschaftliche Souffleusen und Verstärker, möglichst makellos zu spielen, erfordere immensen seelischen Aufwand.

Ein übriges trägt jene Wirtschaftsordnung zu den Verhältnissen bei, die gleichermaßen zügellosen Konsum fordert, aber selbstständige Tätigkeiten in vielfacher Weise gegenüber der Angestelltenexistenz schlechterstellt. Ein reklameinduzierter Konsumzwang steht schon für sich in schroffem psychodynamischem Konflikt zu den Anforderungen der Arbeitswelt. Erst dieser Konflikt löst den chronischen Zivilisationsekel aus, den hohe und auch sehr hohe Beanspruchungen allein nicht auszulösen vermögen.

Siehe auch

Literatur

  • Helen Heinemann: Warum Burnout nicht vom Job kommt. Die wahren Ursachen der Volkskrankheit Nr. 1, Adeo-Verlag 2012, ISBN 978-3942208567

Verweise

Fußnoten

  1. Pschyrembel klinisches Wörterbuch 261. Auflage, 2007
  2. Ferdinand Jaggi: Burnout – praxisnah. Georg Thieme Verlag: Stuttgart 2008, S. 6–7
  3. Modediagnose Burnout-Syndrom
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