Burwitz, Gudrun

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Gudrun mit Heinrich Himmler
Gudrun mit Heinrich Himmler
Gudrun Himmler mit ihrem Vater und Karl Wolff
Gudrun Himmler mit ihrem Vater und Karl Wolff

Gudrun Burwitz, geborene Himmler (* 8. August 1929 in München) ist das einzige Kind aus der Ehe von Margarete Himmler (geb. Boden) und Heinrich Himmler, des Reichsführers-SS.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem angeblichen Selbstmord ihres Vaters, den sie immer wieder anzweifelte, war sie vier Jahre lang mit ihrer Mutter in einem Gefängnis der britischen Besatzungsmacht inhaftiert. Sie sagte davon später, daß diese Jahre die schwersten ihres Lebens gewesen seien. Nach der Entlassung aus ihrer Gefangenschaft heiratete sie den Journalisten und Autoren Dr. Wulf-Dieter Burwitz. Sie lebt in München.

Gudrun hat der Ideologie ihres Vaters nie abgeschworen und blieb der NS-Ideologie zeitlebens treu verbunden. Im Jahre 1951 war sie Mitbegründerin des Vereins Stille Hilfe, der inhaftierte, verurteilte oder flüchtige ehemalige SS-Mitglieder in Notlagen unterstützt. 1952 half sie die Wiking-Jugend zu gründen, die nach dem Vorbild der Hitlerjugend organisiert und ideologisch ausgerichtet war und 1994 in der BRD verboten wurde.

Gudruns Engagement zeigte sich besonders deutlich im Fall Anton Malloth. Malloth, der rund 40 Jahre in Meran unbehelligt gelebt hatte, wurde 1988 von Italien an Deutschland ausgeliefert und für seine Taten als Aufseher in der Kleinen Festung Theresienstadt nach einem langjährigen Ermittlungsverfahren im Jahr 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Zeit von 1988 bis 2001 lebte Malloth in Pullach am Südrand Münchens. Gudrun Burwitz hatte ihm dort im Auftrag der „Stillen Hilfe“ zu einem Zimmer in einem Seniorenheim verholfen, das auf einem Grundstück liegt, welches zur Zeit des Nationalsozialismus dem „Stellvertreter des Führers“, Rudolf Heß, gehört hatte.

[bearbeiten] siehe auch

Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte

Persönliche Werkzeuge