Busch, Karl
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Karl Busch (* 15. Juli 1899 in Trier; † ?) war Leiter der Presse- und Propagandaakademie der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude und der Deutschen Arbeitsfront.
[bearbeiten] Leben
Er wurde am 15. Juli 1899 in Trier geboren und ging 1915 aus der Sekunda ins Feld, wurde viermal verwundet, im Infanterie-Regiment 30 zum Leutnant befördert und war Inhaber des Eisernen Kreuzes II. und I. Klasse sowie des Verwundetenabzeichens. Nach dem Kriege war er Freikorpskämpfer, Teilnehmer an den oberschlesischen Kämpfen, Offizier im Baltikum. Dann ging er seine rheinische Heimat und wurde 1923 Mitglied der NSDAP und beteiligte sich ganz besonders erfolgreich und energisch am aktiven Widerstand gegen die Besatzungstruppen. Ein französisches Kriegsgericht verurteilte ihn in Abwesenheit zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit und zehn Jahre Gefängnis. Er studierte dann in Bonn und Wien Volkswirtschaft und Jura, war 1924 und 1925 SA-Führer, dann Obergruppenleiter der NSDAP in Barmen. An der Eroberung des Elberfelder Industriegebiets für den nationalsozialistischen Gedanken hatte er großen Anteil. 1929 wurde er in die Schriftleitung des Völkischen Beobachters in München berufen, 1930 holte ihn Gauleiter Helmuth Brückner nach Schlesien als Hauptschriftleiter des Schlesischen Beobachters, des Wochenblatt der NSDAP für die schlesische Gaue. Hier gründete Karl Busch die Schlesische Tageszeitung und bis zum Jahre 1933 sieben weitere nationalsozialistische Tageszeitungen, die im Gau-Verlag unter seiner Hauptschriftleitung zusammengefaßt wurden. 1932 wurde er Mitglied des Preußischen Landtages. Im Sommer 1933 übernahm er die Leitung der Tageszeitung Der Deutsche. Dr. Robert Ley berief ihn als Mitglied in den großen und Kleinen Konvent der Deutschen Arbeitsfront, übertrug ihm das Amt für Propaganda und Presse der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude und machte ihm zum Amtsleiter bei der obersten Leitung der PO. 1934 übernahm Karl Busch auch das Presse- und Propagandaamt der Deutschen Arbeitsfront.
