Buttmann, Rudolf

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Rudolf Buttmann (1885-1847)
Rudolf Buttmann (1885-1847)

Dr. Rudolf Hermann Buttmann (* 4. Juli 1885 in Marktbreit; † 25. Januar 1947 in Stockdorf) war ein deutscher Jurist, Bibliothekar und Politiker (NSDAP).

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Leben

[bearbeiten] Jugend

Rudolf Buttmann stammte aus Marktbreit am Main in Unterfranken, ganz aus der Nähe der Heimat des mainfränkischen Gauleiters Otto Helmuth, wo er als Sohn eines protestantischen Oberstudienrates und Geschichtsforschers am 4. Juli 1885 geboren wurde. Er besuchte das Gymnasium in Zweibrücken in der Pfalz, studierte dann in München, Berlin und Freiburg Rechts- und Staatswissenschaft, Literatur und Geschichte. 1907 diente er sein Jahr beim bayerischen 22. Infanterie-Regiment ab. 1908 trat er nach Ablegung der ersten juristischen Staatsprüfung als Praktikant in die bayerische Hof- und Staatsbibliothek ein. 1910 promovierte er zum Doktor der Staatswissenschaften. Er machte dann die bibliothekarische Staatsprüfung und wurde am 1. Oktober 1910 Bibliothekar an der Landtagsbücherei des bayerischen Landtages in München. Daneben unternahm er Reisen ins In- und Ausland.

[bearbeiten] Erster Weltkrieg

Bei Kriegsbeginn meldete er sich sofort freiwillig und ging als Leutnant mit dem 12. bayerischen Infanterie-Regiment an die Front. Später wurde er zum 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment versetzt, bis er wegen Felddienstunfähigkeit durch schweres Leiden der militärischen Prüfungsstelle des stellvertretenden Generalkommandos des bayerischen I. Armeekorps zugeteilt wurde. Buttmann war seit 1916 mit Karoline Schandl verheiratet, mit der er drei Söhne hatte.

[bearbeiten] Weimarer Republik

Nach dem Kriegsende setzte Buttmann seine Tätigkeit in der Bayerischen Landtagsbibliothek fort und wurde dort zum Oberbibliothekar befördert. Nach der Revolte versuchte er gegenrevolutionäre Kräfte zu sammeln, wurde von den Marxisten jedoch verhaftet. Ende 1919 wurde er Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei in München, aus der er schon 1922 wieder austrat. Er bekannte sich zur politischen Bewegung und gründete im Dezember 1923 nach dem missglückten Erhebungsversuch als Wahlorganisation den Völkischen Block undtrieb eine so geschickte Wahlpropaganda, daß der Völkische Block 1924 in den bayerischen Landtag 23 Abgeordnete entsenden konnte. Dr. Rudolf Buttmann erkannte bald, daß nur unter der einheitlichen Führung Adolf Hitlers ein erfolgreicher und siegreicher politischer Kampf möglich war und in jener denkwürdigen Bürgerbräuversammlung wurde er deshalb eins der ersten Mitglieder der Widergegründeten NSDAP. Adolf Hitler ernannte ihn zum Fraktionsführer der Nationalsozialisten im bayrischen Landtag und Dr. Rudolf Buttmann hatte bis zur endgültigen Auslösung der Länderparlamente im Jahre 1933 dieses Amt innegehabt. Als Reichsredner der Partei hatte er in Hunderten von Versammlungen gesprochen. Er wurde ferner Leiter der Hauptabteilung Volksbildung bei der Reichsleitung der NSDAP und Leiter der Unterkommission der politischen Zentralkommission. Damit war die Herausgabe des Mitteilungsblattes der Nationalsozialisten in den Parlamenten und gemeindlichen Vertretungskörpern verbunden. Ende 1929 versuchte er gemeinsam mit Wilhelm Frick beim bayerischen Innenminister Karl Stützel die Einbürgerung Adolf Hitlers zu erreichen, die aber von der Bayerischen Staatsregierung abgelehnt wurde.

[bearbeiten] Drittes Reich

Nach der Revolution wurde Dr. Rudolf Buttmann im Jahre 1933 zunächst mit der Führung der Verhandlungen zur Regierungsbildung in Bayern beauftragt, dann folgte die Berufung ins Reichsinnenministerium als Ministerialdirektor und Leiter der kulturpolitischen Abteilung. Er war seit Dezember 1933 Leiter der „Kanzlei bayerischer Reichstagsabgeordneter in München“ und wurde im gleichen Jahr Vorsitzender des Deutschen Sprachvereins. Von 1933 bis zu seiner Beurlaubung 1935 fungierte er als Ministerialdirektor und Leiter der kulturpolitischen Abteilung im Reichsministerium des Innern. Als solcher war er als Verhandlungsführer der deutschen Seite maßgeblich an den Unterredungen mit dem Heiligen Stuhl zur Umsetzung des Reichskonkordats beteiligt. Frustriert von der auf deutscher Seite mangelnden Bereitschaft, die Konkordatsvereinbarungen umzusetzen, bewarb er sich 1935 um die freigewordene Position des Generaldirektors der Bayerischen Staatsbibliothek, die er von 1935 bis 1945 bekleidete. Ab 1935 war Buttmann zudem der Vorsitzende des Deutschen Sprachpflegeamtes.

Buttmann starb am 25. Januar 1947 in Stockdorf bei München.

[bearbeiten] Werke

  • Reichsfreiherr vom Stein: Tragische Dichtung
  • Bayerische Politik 1924-1928 (1928)
  • Der bayerische Landtagsskandal vom 17. Juni 1932 : Die Entrechtg v. 1270792 Wählern durch d. Landtags-Präsidenten
  • Nationalsozialistische Staatsauffassung : Vortrag im Rahmen d. Bayer. Verwaltungsakademie ; Geh. am 7. Juni 1933 im Auditorium Maximum d. Univ. München
  • Kampf der Papiersprache! : Wege zu gutem Deutsch (1935)
  • 400 Jahre Staats-, Kreis- und Stadtbibliothek Augsburg : Reden, gehalten im Festsaal d. Regierg v. Schwaben u. Neuburg am 30. Okt. 1937
  • Schöne Bucheinbände vom 9. bis zum 19. Jahrhundert : Ausstellg d. Bayer. Staatsbibliothek / [Vorw.: Rudolf Buttmann] (1939)
  • Denkmale aus dem Ersten Jahrhundert des Buchdrucks : Ausstellg d. Bayer. Staatsbibliothek im Gutenbergjahr (1940)
Persönliche Werkzeuge