Deutscher Caritasverband

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Kirchenfunktionär Overbeck mit Umsatzbringern für die Caritas

Der Deutsche Caritasverband (DCV), alltagssprachlich Caritas, ist der größte Sozialkonzern und zugleich der größte private Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland. Er gehört zur römisch-katholischen Kirche und erwirtschaftet jährlich Milliardenumsätze. Seine Geschäftsfelder liegen in der Erbringung von Leistungen zur Überfremdung, in der Spendenakquise sowie im Sozial- und Gesundheitsgewerbe. Das Unternehmen genießt vielfache Sonderrechte und erhält bedeutende Subventionen aus Steuermitteln.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Kirchenbeamte Lorenz Werthmann gründete am 9. November 1897 in Köln den Deutschen Caritasverband als Charitasverband für das katholische Deutschland. Bald entstanden weitere nationale Caritas-Organisationen in der Schweiz (1901), in Österreich (1903) und in den VSA (Catholic Charities, 1910). 1916 erkannte die Deutsche Bischofskonferenz den Caritasverband als Organisationseinheit an. Im Jahre 1922 hatten alle deutschen Diözesen einen eigenen Diözesan-Caritasverband.

Logo des Caritas-Konzerns

Caritas in Westdeutschland

In den 1960er Jahren wurden die traditionellen Geschäftsfelder um internationale Aktivitäten erweitert.

1982 gehörten zum Deutschen Caritas-Verband 22 Diözesan-Caritasverbände, 260 karitative Genossenschaften und 36 Fachverbände.

Insgesamt unterhielt der Caritas-Konzern damals 25.860 Einrichtungen, darunter 950 Krankenhäuser, 1.410 Altenheime und 1.200 Jugendheime, Tagesstätten und Hilfsstationen. Dem Verband gehörten 263.000 hauptberufliche Mitarbeiter an.

Caritas in Mitteldeutschland

In der DDR wurde die Caritas in die Strukturen der Bistümer eingegliedert. Alle bestehenden Kindergärten durften weiterbetrieben werden, Neugründungen wurden aber nicht zugelassen. Nach dem Bau der Mauer 1961 wurden eigene kirchliche Ausbildungsgänge zur kirchlichen Erzieherin, zum Fürsorger (Sozialarbeiter) oder zum Jugendleiter (Sozialpädagoge) aufgebaut. Staatlich anerkannt wurden die Ausbildungen zum Krankenpfleger bzw. zur Krankenschwester. In diesen Jahren entfaltete die Caritas eine rege Bautätigkeit.

Logo der deutschen Caritas international (Ci)

Nach der Teilvereinigung

Nach der Teilvereinigung 1990 erfolgte bei den in der DDR vorhandenen Caritasverbänden 1990 die Neu- oder Wiedergründung als Vereine nach bürgerlichem Recht.

Wirtschaftliche Bedeutung

590.401 Personen (davon 406.801 Vollzeitstellen) arbeiten beruflich[1] in den 24.248 Konzerneinrichtungen und -diensten und werden von rund 500.000 Ehrenamtlichen und Freiwilligen unterstützt (Stand: Ende 2012).[2] Damit sind für den Caritas-Konzern mehr Mitarbeiter tätig als für den internationalen und größten deutschen Industriekonzern Volkswagen, der 502.000 Personen beschäftigt (Stand: 2012). 81,5 Prozent der Caritas-Beschäftigten sind Frauen.

Die Caritas ist im Kartell der Wohlfahrtskonzerne in der BRD das größte Unternehmen, gefolgt von der Diakonie der Evangelischen Kirche, dem Deutschen Roten Kreuz, der AWO – Arbeiterwohlfahrt (SPD-nahe Organisation), dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Einzelne Konzernunternehmen der Caritas können regional über erheblichen wirtschaftlichen Einfluß verfügen (zum Beispiel die Caritas Trägergesellschaft Trier).

Jahresumsätze und -gewinne des Caritas-Konzerns werden nicht bekanntgegeben. Im Jahr 2002 soll der Konzernumsatz ca. 25 Milliarden Euro betragen haben.[3] Für beide deutsche Kirchen benannte der Autor Friedrich Schwarz 2005 in seinem Buch „Wirtschaftsimperium Kirche – der mächtigste Konzern Deutschlands“ zusammen einen jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 125 Milliarden Euro, ihr Vermögen bezifferte er auf 500 Milliarden Euro.[4] Der Sachkenner Carsten Frerk gab 2015 an, die beiden Großkirchen machten allein mit ihren Sozialkonzernen Caritas und Diakonie zusammen rund 45 Milliarden Euro Jahresumsatz.[5] Der Betrag dürfte seit der verschärften Zivilinvasion zur Umvolkung in der BRD, zu der Kirchenfunktionäre wie Papst Franz, Overbeck und Woelki unablässig antreiben, seit 2014 noch wesentlich angestiegen sein.

Konzernbesonderheiten

Den Konzern bilden 8.250 Rechtsträger, bei denen es sich um Vereine, Kirchengemeinden, Stiftungen, Ordensgemeinschaften und gemeinnützige Kapitalgesellschaften handelt. Der Caritasverband selbst ist ein eingetragener Verein, dem als Spitzenverband über 900 einzelne Organisationen angehören, von denen die meisten wiederum eingetragene Vereine sind. Sie agieren als rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheiten. Die konzernangehörigen Einheiten verzichten – anders als reguläre Konzerne und Konzernunternehmen – auf Gewinnausschüttung und genießen damit den in der BRD für „gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke“ vorgesehenen Gemeinnützigkeitsstatus, der weitgehende Steuerfreiheit und Wettbewerbsvorteile gegenüber privater Konkurrenz gewährt.

Wegen dieser Ausrichtung wird für den Caritas-Konzern – wiederum anders als bei einem gewöhnlichen Konzern – eine Gewinnerzielungsabsicht nicht behauptet, und es erfolgt keine (erkennbare) zentrale Steuerung. Weitere Konzernbesonderheiten sind die fehlende Pflicht, auf irgendeiner Ebene oder in irgendeiner Einheit Unternehmensdaten zu veröffentlichen, ferner, daß die Geschäftseinheiten auf vielen Feldern auch ohne öffentliche Ausschreibung an Aufträge kommen und es Mitarbeitern untersagt ist, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Finanzierung

Über die finanzielle Situation der Unternehmenseinheiten werden im allgemeinen keine Zahlen oder Statistiken bekanntgegeben. Der Caritasverband veröffentlicht aber Jahresberichte.

Bekannt ist, daß die vom Caritas-Konzern erbrachten Dienste hinsichtlich der Sach- und Personalkosten zu einem beträchtlichen Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Der Anteil von Kirchengeldern (beispielsweise aus der Kirchensteuer) an der Finanzierung aller Tätigkeiten betrug nach offiziellen Angaben im Jahr 2011 5,4 Prozent. 49 Prozent der Kosten trug hingegen der allgemeine Steuerzahler.[6] Externe Berechnungen geben einen Anteil von Kirchengeldern an der Finanzierung des Caritas-Konzerns von unter 2 Prozent an.[7][8][9]

Struktur

Überfremdungstäter Prälat Neher, Caritas-Chef

Der Deutsche Caritasverband mit heutigem Sitz in Freiburg im Breisgau ist Dachverband der 27 Diözesan-Caritasverbände und der zentralen Fachverbände. Er wird vertreten vom Präsidenten, den die Delegiertenversammlung auf sechs Jahre wählt. Präsident ist seit 2003 der Kirchenbeamte (Prälat) Peter Neher, zuvor Direktor der Caritas-Niederlassung für die Diözese Augsburg. Die Geschäftsführung nimmt ein drei- bis fünfköpfiger hauptamtlicher Vorstand unter Vorsitz des Präsidenten wahr. Der Caritas-Konzern ist föderal aufgebaut. Die Diözesan-Caritasunternehmen unterliegen innerkirchlich der diözesanen Struktur. Hierzu gehören 636 Orts-, Kreis- und Bezirks-Caritasverbände sowie 262 karitative Ordensgemeinschaften. Zum deutschen Caritaskonzern gehört Caritas international (Ci) als internationale Untergliederung[10], nicht zu verwechseln mit Caritas Internationalis, der Konföderation der weltweiten Caritasunternehmen[11].

Ideelle Zielsetzungen

Ideelle Ziele des Caritasverbandes leiten sich von der Lehre der römisch-katholischen Kirche ab. Christlich-egalitäre und universalistische Bestrebungen stehen im Vordergrund. Das Leitbild von 1997 spricht in christlichem Humanitarismus von „Schutz der Menschenwürde“, „Solidarität in einer pluralen Welt“ sowie einer angeblichen Verpflichtung hierzu über Grenzen hinweg.

Caritas-Konzern als Arbeitgeber

Die Verbände des Caritas-Konzerns gehören in vielen Regionen und Bundesländern zu den größten Arbeitgebern. Bei den Beschäftigungsverhältnissen handelt es sich innerhalb der BRD um einen zweiten öffentlichen Dienst, da die Mitarbeiter wie Staatsbedienstete entlohnt werden. Es besteht ein eigenes Tarifwerk, die „Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes“, das an das Tarifwerk des öffentlichen Dienstes angelehnt ist.

Der Caritasverband unterliegt als Teil der katholischen Kirche dem vom Staat eingeräumten Selbstverwaltungsprivileg der Kirchen (Artikel 138 der Weimarer Reichsverfassung in Verbindung mit Artikel 140 des Grundgesetzes). Dieses Binnenrecht bringt über den Status der „Tendenzbetriebe“ hinaus gewisse Einschränkungen im Arbeitsrecht für die Mitarbeiter mit sich:

  • Statt gewerkschaftlicher Organisation gibt es sogenannte Mitarbeitervertretungen. Es besteht kein Streikrecht.
  • Tarifveränderungen werden von einer paritätisch besetzten Kommission (Arbeitsrechtliche Kommission) verhandelt.
  • Das Betriebsverfassungsgesetz gilt nicht; statt dessen gilt eine vom jeweiligen Ortsbischof erlassene Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO).
  • Es wird in vielen Funktionen Loyalität in Form einer Zugehörigkeit zur katholischen, wenigstens aber zu einer anderen christlichen Kirche erwartet sowie eine mit katholischer Glaubenslehre verträgliche persönliche Lebensweise.
  • Kirchliche Arbeitsgerichte entscheiden kollektivrechtliche Rechtsstreitigkeiten, zum Beispiel über die kirchliche Mitbestimmung (MAVO); kollektivrechtlicher Regelungsstreit wird von kirchlichen diözesanen Einigungsstellen geschlichtet.

Geschäftsfelder

Der Caritas-Konzern ist zu Größe aufgestiegen, weil er zum einen seine erheblichen Gewinne nicht zu versteuern braucht. Zum anderen generiert er seine Umsätze von vornherein fast ausschließlich in Gewerbesparten, in denen er staatliche Fördermittel vereinnahmen sowie vielfach zusätzlich vom Steuerzahler vollständig unterhaltene oder geförderte Arbeitskräfte einsetzen kann.

Sozial-, Gesundheits- und allgemeines Gewerbe

Schwerpunkt des gewerblichen Angebots ist die Bewirtschaftung von über 1,1 Millionen Plätzen/Betten in Krankenhäusern, Heimen, Pflegestationen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Alten- und Behinderteneinrichtungen.

Der Bau stationärer Einrichtungen wie Krankenhäuser und Suchtkliniken wird zu 100 Prozent von der Allgemeinheit finanziert oder überwiegend (Kindertagesstätten, Altenheime, Kurheime, Familienferienheime). Der Steuerzahler hat dem Caritas-Konzern damit ein Immobilienvermögen von mindestens 100 Milliarden Euro geschaffen.[12] Die laufenden Betriebskosten der Einrichtungen bringen die Kostenträger (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger und andere Behörden) bzw. die Nutzer (Senioren, Eltern, Gäste) in Form von Tagessätzen, Nutzungsentgelten, Beiträgen auf.

Unterhalten wird auch ein flächendeckendes Angebot für Schuldnerberatung mit zweifelhafter Qualität. Anwärter bzw. Betroffene einer Privatinsolvenz, die bei der Justiz einen Beratungsschein beantragen wollen, werden nach Darstellung von Kennern der Szene von den Amtsgerichten statt zu privaten, fachlich ausgebildeten Anbietern (Juristen) bevorzugt an die Büros der privilegierten Sozialkonzerne verwiesen.[13]

Darüber hinaus werden sogenannte Allgemeine soziale Beratungsdienste vorgehalten, Frauenhäuser, Strafentlassenenbetreuung, „Stromspar-Check“ durch Außendienstmitarbeiter (finanziert vom Steuerzahler via „Klimaschutzinitiative des Bundes-Umweltministeriums“)[14], internationale Unterstützung für Prostituierte („Qualifizierte Hilfe“)[15], Gebrauchthandel mit Waren aller Art (Möbel, Computer, Bekleidung), Fahrdienste, Ferienangebote in 127 Einrichtungen (zum Teil öffentlich gefördert), Kreditkartengeschäft[16]. Wahrgenommen werden die Aufgaben beispielsweise von Kreuzbund, Malteser Hilfsdienst, Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).

Überfremdungsgewerbe

„Christliches Gebot“ – Claim für das vom Steuerzahler zu finanzierende Überfremdungsgeschäft der Caritas (Ausschnitt von der Netzpräsenz Caritas Köln, 2016)

Der Einsatz des Caritas-Konzerns in der Überfremdungsindustrie richtet sich darauf, aus der Betreuung von Fremden ein Dauergeschäft zu generieren. Hierzu klärt der Konzern in seinen internationalen Niederlassungen Ausreiseinteressenten über die Sozialstandards in der BRD auf und weist Anlaufstellen in der BRD nach. „Caritas steht für Hilfe im In- und Ausland – mit vielen Beratungsstellen für Flüchtlinge in Deutschland, aber auch mit Migrantenzentren, die Caritas international vor allem in Afrika und dem Nahen Osten unterstützt.“[17] Im Inland tritt der Konzern zum Nutzen der Fremden (auch jeglicher Illegaler[18]) als ihr institutioneller, politischer und gesellschaftlicher Anwalt auf. Er stellt seine Aktivitäten hierzu unter das Stichwort „Antidiskriminierung“, das der psychologischen Entwaffnung der für alle Kosten aufkommenden Zahler dient.

Entsprechend hat die Verwaltungseinheit BRD den Caritas-Konzern zu seinem größten Auftragnehmer und Beratungsdienstleister bestellt, um Personen, die in die BRD gelangen und nach dem Willen von Politik und Kirche Alimentierung bzw. Leistungen erhalten sollen (Kosten → Einwanderung), alle Ansprüche und Rechte bekanntzumachen und sie zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen zu bringen. Diese „Sozialberatung von Zuwanderern“ wird amtlich als „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) bezeichnet und von dem für die Ansiedlung von Ausländern zuständigen Bundesamt (BAMF) in der Form organisiert, daß es die Durchführung an die großen, steuerprivilegierten Sozialkonzerne (die sogenannten „Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege“) vergibt.

Das Amt beschreibt die Aufgabe mit diesem Satz: „Die MBE [Migrationsberatung] soll […] die Zuwanderer zeitnah an die bestehenden [...] Unterstützungsangebote heranführen.“ Jeder Anspruchsteller kann die Beratung drei Jahre lang in Anspruch nehmen. Bezahlt wird der Caritas-Konzern hierfür mit Steuergeldern, die unter Zugrundelegung entsprechender Förderrichtlinien gewährt werden.[19]

Einheiten des Caritas-Konzerns betreiben im Rahmen des Überfremdungsgewerbes auch eine spezielle Arbeitsvermittlung für in die BRD gelangte Personen ohne Daueraufenthaltserlaubnis, damit diese in der BRD bleiben können und sich im Wettbewerb um Arbeitsplätze gegen Einheimische durchsetzen.[20]

Seit dem Jahr 2015 (→ Asylantenflut in Europa 2015, Asylantenflut in Europa 2016, Zivilinvasion) hat die Caritas einen Chauffeurdienst für die von den BRD-Blockparteien eingeschleusten Invasoren aufgebaut. Angestellte oder Freiwillige fahren mit neutralen PKW Afrikaner und andere eingeströmte Ausländer ohne Asylantragsberechtigung in großem Stil kreuz und quer zu Verabredungen, Ausflügen, Besorgungen, Gesundheitsdienstleistern – auf Kosten der Steuerzahler. Beförderungsmittel sind meist Kleinwagen in roter Caritas-Farbe, die zur Tarnung nicht konzernmäßig beschriftet werden und auf dem Nummernschild nach der Abkürzung des Zulassungsbezirks ein „CV“ für Caritasverband aufweisen. Teilweise entfernt die Caritas auch die Beschriftung von ihren roten CV-Transportern und läßt die Scheiben dunkel tönen, um bei den Transporten und Spazierfahrten weniger in ihrer Rolle aufzufallen.

Umverteilung von allgemeinen Steuergeldern in die Dritte Welt

Zum deutschen Caritaskonzern gehört als internationale Untergliederung Caritas international (Ci). [21] Diese Organisation widmet sich der Umverteilung von in der BRD vereinnahmten Geldern an Empfänger in der Dritten Welt. Hierfür erhält sie seit Jahrzehnten bedeutende Millionenbeträge aus allgemeinen Steuermitteln der BRD und der EU und verwendet sie, um auch im Ausland gegen die Gruppeninteressen der Europäischstämmigen zu wirken. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Länder in der Dritten Welt durch Umverteilung öffentlicher Mittel aus Europa zu sich in Subventionsabhängigkeit zu halten und das dortige Bevölkerungswachstum und entsprechenden Auswanderungsdruck zu fördern. Dies wird als „Humanitäre Hilfe“ und „Entwicklungszusammenarbeit“ bezeichnet.[22]

Privilegien

  • Steuern: Im Gegensatz zur privaten Konkurrenz sind Sozialkonzerne von den wichtigsten Steuern befreit. Sie zahlen weder Körperschaft- noch Gewerbe- oder Erbschaftsteuer. Zugleich gibt es Vergünstigungen bei der Umsatzsteuer.[23]
  • Sozialkonzerne erhalten anders als die private Konkurrenz Bußgelder-Zuweisungen der deutschen Gerichte sowie Lotterie-Erlöse („Aktion Mensch“[24])
  • Vom Steuerzahler finanzierte Arbeitskräfte
    • Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres
      Der Caritas-Konzern bemüht sich energisch und erfolgreich um tausende junge Leute, die sich für ein sogenanntes „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) entscheiden. Zuletzt (2010) waren dies 4.100 Personen. Interessenten für ein FSJ können sich grundsätzlich an einen zugelassenen Träger wenden, einen Sozialkonzern (Wohlfahrtsverband), eine Religionsgemeinschaft oder Bund, Länder und Gemeinden. Als „Gegenleistung“ bietet das Unternehmen an: „Monatliches Taschengeld sowie die Übernahme der Kosten der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Der Anspruch auf Kindergeld bleibt während des FSJ erhalten.“ Alle genannten Kosten muß nach gesetzlicher Regelung der Steuerzahler, ungeachtet seiner Anschauungen, zum Wohlergehen der Wohlfahrtskonzerne tragen. Private Träger, die identische Leistungen für die Allgemeinheit erbringen, erfahren dadurch einen Wettbewerbsnachteil.
      Insofern Freiwillige zur Erbringung von Dienstleistungen an fremden Eingereisten eingesetzt werden, wird der Konzern auch im Sinn des Staates erzieherisch tätig und fordert von ihnen ideologische Anpassungsbereitschaft: „Um einfühlsam, respektvoll und nicht diskriminierend mit Fremden umgehen zu können, wirst Du Dir Gedanken über Deine Werte, Normen und Deinen Glauben machen müssen. Dabei hilft Dir die [...] Seminargruppe.“[25]
    • Bundesfreiwillige
      Gleichfalls beschäftigt der Caritas-Konzern eine große Zahl aus den jährlich etwa 35.000 Freiwilligen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD), bei denen es sich um Personen jedes Alters handelt. Sie leisten offiziell „freiwillige, gemeinnützige und unentgeltliche Arbeit“, regelmäßig zwölf, höchstens 24 Monate. Der Dienst wurde nach Aussetzung der Wehrpflicht 2011 primär zum Nutzen der Sozialkonzerne geschaffen, da diese seitdem nicht mehr auf die jahrzehntelang gewohnten und von der Allgemeinheit finanzierten Zivildienstleistenden zugreifen konnten (zuletzt im Jahr 2010 im Caritas-Einsatz: 9.400 Personen). Der Bundesfreiwilligendienst kann mit Abständen immer wieder geleistet werden.[26] Voller Kostenträger ist vielfach der Bund, jährliche Kosten 187 Millionen EUR (Stand: 2014). Lediglich Verpflegung, Unterkunft und Kleidung trägt die begünstigte Einsatzstelle, sofern sie es anbietet. Die Freiwilligen sind sozialversichert, erhalten ein Taschengeld und können weitere staatliche Zuwendungen beziehen wie Kindergeld, Wohngeld und Arbeitslosengeld II. Für jeden BFD-Platz zahlt der Bund dem Caritas-Konzern monatlich 250 EUR (bis zum 25. Geburtstag) bzw. 350 EUR (ab 25 Jahre).[27] Auch hier erfahren private Träger, die identische Leistungen für die Allgemeinheit erbringen, einen Wettbewerbsnachteil. Im Februar 2014 forderte Caritas-Chef Neher vom Bund eine Ausweitung des Bundesfreiwilligendienstes.
  • Förderzuschüsse: Für den Bau von Kindertagesstätten beispielsweise in Nordrhein-Westfalen erhalten Niederlassungen der Caritas Landeszuschüsse. Gewerbliche, Steuern zahlende Träger, die ebenfalls Kindertagesstätten bauen dürfen, gehen demgegenüber leer aus.[28]
  • Vorgriffsrechte: Sollen in Kommunen neue Gesundheits-, Sozial- oder ähnliche Leistungen erbracht werden, die beispielsweise der Caritas-Konzern auch selbst vorschlagen kann, hat die Wohlfahrtsindustrie ein Vorgriffsrecht. Der Münchner Theologe und Kenner des Milieus, Friedrich Wilhelm Graf, sagt in diesem Zusammenhang: „Die Wohlfahrtsverbände sind erfolgreich darin, Krisenphänomene erst zu erfinden, um dann die Leistungen zu ihrer Lösung anzubieten“. Nur wenn sich Sozialkonzerne mit Gemeinnützigkeitsstatus wie die Caritas nicht in der Lage sehen, Leistungen zu erbringen, kommen andere zum Zuge. Dieses Kartell ist in manchen Städten durch feste Verträge geschützt, die eine Vergabe von Leistungen an bestimmte Niederlassungen der Wohlfahrtskonzerne vorschreiben.[28]
  • Personelle Vernetzung mit der Politik: Nachforschungen des Magazins „Wirtschaftswoche“ („Caritas und Diakonie bedienen sich beim Staat“) ergaben, daß rund ein Drittel aller Bundestagsabgeordneten zugleich eine Leitungsfunktion beim Caritas-Konzern oder bei der Diakonie hat, auf kommunaler Ebene seien die Verbindungen „noch frappierender“. Private Träger sind hierdurch benachteiligt.[29] „Gegen den politischen Einfluß von Caritas und Diakonie haben sie als freier Unternehmer keine Chance“, ist das Urteil des in das Gebaren der Sozialkonzerne eingeweihten Theologen Friedrich Wilhelm Graf.[28]

Zitate

Siehe auch

Literatur

  • Carsten Frerk:
    • Caritas und Diakonie in Deutschland. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2005, ISBN 3-86569-000-9
    • Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2010, ISBN 9783865690395
    • Kirchenrepublik Deutschland – Christlicher Lobbyismus. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2015, ISBN 978-3865691903
  • Friedhelm Schwarz: Wirtschaftsimperium Kirche – der mächtigste Konzern Deutschlands. Campus-Verlag, Frankfurt/Main, New York 2005, ISBN 3-593-37444-7
  • Horst Herrmann: Die Caritas-Legende. Wie die Kirchen die Nächstenliebe vermarkten. Verlag Rasch und Röhring, 1993, ISBN 978-3891363287
  • Frank Böckelmann: Jargon der Weltoffenheit. Was sind unsere Werte noch wert? Edition Sonderwege bei Manuscriptum, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 2014, ISBN 978-3-937801-96-4

Verweise

Fußnoten

  1. Nach Frerk ist die offizielle Zahl wesentlich zu niedrig. Sie enthalte nur die Hauptberuflichen, nicht die Auszubildenden, Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres, Bundesfreiwillige, keine Schüler in den Fachschulen der Caritas und andere mehr, die alle versicherungspflichtig sind. Die zuständige Berufsgenossenschaft habe bereits im Jahr 2002 715.697 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse beim Caritas-Konzern erfaßt gehabt. Carsten Frerk, Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010), S. 219 f.
  2. „Statistik des Deutschen Caritasverbandes“ abgerufen am 19. September 2014
  3. Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010), S. 221
  4. Friedhelm Schwarz: Wirtschaftsimperium Kirche – der mächtigste Konzern Deutschlands (2005), S. 13
  5. Carsten Frerk: Kirchenrepublik Deutschland – Christlicher Lobbyismus. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2015, S. 60
  6. Caritas-Jahresbericht 2011 Seite 23
  7. Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid): Kirchenquote Kirchliche Wohlfahrtsverbände 2003
  8. Ausführlich Carsten Frerk: Caritas und Diakonie in Deutschland (2005) und ders., Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010)
  9. 2015 erneut bekräftigt von Carsten Frerk: Kirchenrepublik Deutschland – Christlicher Lobbyismus. Alibri Verlag, Aschaffenburg, S. 60
  10. Netzpräsenz der deutschen Caritas International
  11. Netzpräsenz Caritas Internationalis
  12. Carsten Frerk, Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010), S. 222
  13. Siehe Kritik des Rechtsanwalts Andreas Grundmann, Dresden, abgerufen am 14. Mai 2013 von der Seite schuldnerhilfe-direkt.de/kontakt/pro-bono-initiative
  14. Stromspar-Check Caritas
  15. Prostituierten-Projekt der deutschen Caritas international in Kolumbien [1]
  16. Caritas Kreditkarte Abgerufen am 6. März 2013. Zum Bankensektor → Katholische Kirche - Abschnitt „Bankensektor“
  17. Netzpräsenz Caritas international
  18. Angaben des offiziellen Internetportals der katholischen Kirche in Deutschland „1995 entstand der einheitliche Migrationsdienst der Caritas. Er berät in Fragen des Aufenthaltsrechts, vermittelt [...] Unterstützung [...] Der Migrationsdienst ist offen für alle Migrantengruppen, unabhängig von Religion, Volkszugehörigkeit und politischen Einstellungen. Dabei spielt es keine Rolle, welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Auch Menschen, die sich illegal in der Bundesrepublik aufhalten, werden beraten.“ – Abgerufen am 22. September 2012
  19. Bundesamt für Migration: Informationen für Beratungsträger Abgerufen am 27. Februar 2013
  20. Beispiel „Netzwerk Bleiberecht – Förderung der Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung“ in Stuttgart [2]
  21. Netzpräsenz der deutschen Caritas International
  22. Siehe „Ausgewählte Projekte mit öffentlicher Förderung“ auf der Netzpräsenz von Caritas international (caritas-international.de) sowie BMZ: „Die ‚Sozialstrukturförderung‘ in der nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit“
  23. Caritas & Co.: Die heimlichen Geschäfte der WohltäterFrankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Dezember 2006
  24. Lotterie, veranstaltet von einem Verein, dem das Kartell der sechs Wohlfahrtsverbände, einschließlich Caritas, sowie das ZDF angehören
  25. 33-cabinet.png Abgerufen am 28. Februar 2013. Bei WebCite® archivieren.Werbung des Caritas-KonzernsCaritas.de
  26. 33-cabinet.png Abgerufen am 27. Februar 2013. Bei WebCite® archivieren.Werbung der Caritas um BundesfreiwilligeCaritas.de
  27. Diese Personen erscheinen nicht in der Arbeitslosenstatistik. In der Staatsleistung werden das Taschengeld und die anfallenden Sozialabgaben berücksichtigt.
  28. 28,0 28,1 28,2 33-cabinet.png Abgerufen am 1. März 2013. Bei WebCite® archivieren.Caritas und Diakonie bedienen sich beim StaatWirtschaftswoche, 20. November 2012
  29. „Caritas & Co. Die heimlichen Geschäfte der Wohltäter“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Februar 2006
  30. Focus (focus.de): „Innenminister Herrmann sieht keine IS-Vernetzung des Axt-Angreifers“, 19. Juli 2016
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