Röver, Carl

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von Carl Röver)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carl Röver (1889-1942)

Carl Georg Röver (* 12. Februar 1889 in Lemwerder, Stedingen; † 15. Mai 1942 in Berlin) war NSDAP-Reichsstatthalter in Bremen und Oldenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Ausbildung

Carl Röver war ein Oldenburger Kind und wurde am 12. Februar 1889 in Lemwerder in Oldenburg geboren. Er besuchte die Volksschule in Oldenburg und absolvierte eine kaufmännische Lehre in Bremen. Er arbeitete als Kaufmann in einer Schiffahrts- und Speditionengeschäft. Hier spürte er den Hauch von Weltenweite und Romantik ferner Länder. Später wurde er Korrespondent bei einem großen Bremer Kaffee-Exportunternehmen und 1911 ging er nach Kamerun in einem Faktoreibetrieb dieses Unternehmens. 1913 kam er nach Deutschland zurück und 1914 machte er sich in Oldenburg selbstständig. 1915 heiratete er Marie Hermine Tebben, mit der er eine gemeinsame Tochter hatte. Ein Jahr nach ihrem Tod im Jahr 1921 heiratete er Irma Kemmler, deren gemeinsame Söhne aber alle kurz nach der Geburt verstarben.

[Bearbeiten] Erster Weltkrieg

Bei Beginn des ersten Weltkrieges meldete er sich als Ersatzreservist freiwillig und kam zum Infanterie Regiment 233. Er wurde wegen Tapferkeit vor dem Feinde ausgezeichnet und schon 1916 wurde er Unteroffizier. Seine Vorgesetzten wurden auf seine außerordentlichen großen propagandistischen Fähigkeiten aufmerksam und so wurde Carl Röver im Sommer 1916 zur Propaganda-Abteilung der Obersten Heeresleitung kommandiert. Hier erlebte er den Zusammenbruch und hier sah er mehr als mancher andere von Ursache und Wirkung und schon am 9. November 1918 sagte er der Novemberrevolte den Kampf an.

[Bearbeiten] Weimarer Republik

Er fand den Weg zu nationalen und völkischen Verbänden und Anfang 1923 zur NSDAP, für die er nun mit Begeisterung und Temperament in Ostfriesland eintritt. Als diese 1923 für knapp zwei Jahre verboten wurde, betätigte er sich im „Völkisch-Sozialen Bund“. Als 1925 die NSDAP neu gegründet wurde, war auch Carl Röver wieder dabei. Er wurde in Oldenburg einen der Vorkämpfer und ersten Verfechter der NSDAP und treibt sie mit allen Mitteln vorwärts, und vom Jahre 1924 ab war er auch einer ihrer ersten Mandatsträger im Oldenburger Stadtrat. Im Mai 1928 war er einer der ersten Länderabgeordneten der NSDAP überhaupt und zwar Mitglied der Oldenburgischen Landtages. Am 1. Oktober 1928 setzte ihn Adolf Hitler zum Gauleiter des Gaues Weser-Ems ein. In dieser Eigenschaft hatte Carl Röver im Bauernlande Ostfriesland die nationalsozialistische Bewegung zum Siege geführt. 1930 wählte man ihn in den Reichstag und nach nur zwei Jahren am 16. Juni 1932 gelang es ihm, die Mehrheit im Oldenburgischen Landtag für die NSDAP zu gewinnen und wurde zum Ministerpräsidenten des Freistaates Oldenburg.

[Bearbeiten] Dritte Reich

Am 5. oder 6. Mai 1933 wurde Röver zum Reichsstatthalter für Bremen und Oldenburg ernannt.

Er verfasste seine Gedanken unter Mithilfe seines Sekretärs Heinrich Walkenhorst in einer Denkschrift, die als sein politisches Testament angesehen werden kann. In diesem skizzierte er die Lage der NSDAP und macht Vorschläge zur Lösung parteiinterner Konflikte. Zudem stellte er seine Vorstellungen zur Neustrukturierung des Dritten Reichs nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Im Winter 1937 kam Rövers Wagen von der vereisten Fahrbahn ab und stürzte in einen Graben. Von den relativ leichten Verletzungen erholte er sich nur langsam und seine Malaria-Erkrankung, die ihn immer wieder einholte, schwächte Röver zusätzlich. Er erholte sich davon nie und später wurde bei ihm eine progressive Paralyse („Gehirnerweichung“) diagnostiziert. Im Jahr 1942 starb er in der Berliner Charité. Todesursache war eine Pneumonie.


In Berlin wie auch in Oldenburg fanden große Beerdigungsfeiern statt. Carl Röver wurde 1937 Ehrenbürger der Stadt Oldenburg und Melle. 1942 wurde die „Heiligengeiststraße“ in Oldenburg in „Carl-Röver-Straße“ umbenannt. Nach der Kapitulation der Wehrmacht und der britischen Besatzungszeit wurde die Umbenennung rückgängig gemacht und die Ehrenbürgerschaften aberkannt.

Persönliche Werkzeuge