Chiemsee

Aus Metapedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Chiemsee.jpg
Karte des Chiemgau mit dem Chiemsee

Der Chiemsee ist der größte Landsee in Bayern, deshalb auch Bayrisches Meer genannt. Er liegt im südöstlichen Teil von Oberbayern, am Fuß der Alpen, westlich von Traunstein, ist 18,5 km lang, 11 km breit, hat 156 m Tiefe, einen Flächeninhalt von 192 qkm und liegt 503 m über dem Meer.

Erdgeschichtliche Entwicklung

Der Chiemsee entstand wie viele andere Voralpenseen am Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren als Ausschürfung eines Gletschers (Zungenbeckensee). Ursprünglich bedeckte der See eine Fläche von fast 240 km², was etwa dem dreifachen der heutigen Wasserfläche entspricht. Innerhalb von 100 Jahren verringerte sich die Wasserfläche um ca. 200 ha. Vor 100 Jahren wurde der Wasserspiegel um zirka einen Meter abgesenkt. Dadurch wurden große Flächen trockengelegt.

Landschaftliche Beschreibung

Der See wird von der Achen, Prien und Roth genährt und hat seinen Abfluß durch die Alz, die sich, später mit der von Traunstein kommenden Traun vereinigt, oberhalb von Neuötting in den Inn ergießt. Das sumpfige Südgestade und viele nordwestlich in geringer Entfernung gelegene kleine Seen lassen auf einen ehemals viel größern Umfang schließen. Der Chiemsee ist von allen Seen der der Region der bewegteste und stürmischste.

Im Südosten und Süden bilden die Gebirge einen schönen Hintergrund, namentlich die Gipfel des meist umwolkten Hochgern und des Hochfellen treten markant hervor. Die unmittelbaren Ufer des Sees sind flach und an manchen Stellen auch heute noch sumpfig. Die drei Inseln des Sees, die im Südwesten am Eingang einer Bucht desselben liegen, bieten eine prächtige Aussicht über die imposante Wasserfläche hinweg bis ins Gebirge hinein.
Diese drei Inseln heißen: Herrenwörth (Herrenchiemsee), die größte (11 km im Umfang), mit schönen Waldungen, Jagden und einem prächtigen Schloß des Königs von Bayern; bis 1803 Sitz einer Benediktinerabtei (im 8. Jh. gegründet) und von 1215 bis 1805 eines Bistums; ferner Frauenwörth (Frauenchiemsee), mit einem anno 766 gestifteten, durch König Ludwig I. den Benediktinerinnen zurückgegebenen Kloster (Pensionat). Das Portal der Klosterkirche gehört zu den ältesten Baudenkmälern in der bayrischen Kunst. In der Nähe liegt noch die Krautinsel.

Siehe auch

Meine Werkzeuge