Jesus Christus

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Jesus von Nazareth gilt als der Religionsstifter des Christentums und soll um das Jahr 7 v. u. Z. in Bethlehem geboren und um das Jahr 30 in Jerusalem gestorben und nach Wiederauferstehung anschließend an einen jenseitigen Ort aufgefahren sein. Christus bedeutet der Gesalbte und ist eine latinisierte griechische Übersetzung des hebräischen Hoheitstitels Messias (also ursprünglich kein Name). Seine historische Existenz ist einigen Wissenschaftlern[1] und Theologen zufolge objektiv nicht zu belegen, andere widersprechen dem.[2] Es ist nichts Schriftliches von ihm überliefert, jedoch Erzählungen, die seinen Begleitern zugeschrieben werden, sind vorhanden, von denen vier von der christlichen Kirche im Laufe der Zeit anerkannt und andere als unecht erklärt wurden (sogenannte „Apokryphen“). Deren Urheberschaft ist umstritten.

Allerdings wird die historische Existenz einer Person namens Christus durch Quellen (Tacitus,[3] Sueton [Biographie des Kaisers Claudius], Plinius der Jüngere, Justinus, Flavius Josephus, Phlegon) bestätigt.[4] Zu diesen „historischen“ Erwähnungen meint der Religionskritiker Michel Onfray: „Und schließlich drei oder vier recht ungenaue Hinweise in alten Texten – Flavius Josephus, Sueton und Tacitus –, gewiß, aber nur in Abschriften, die einige Jahrhunderte nach der angeblichen Kreuzigung und vor allem geraume Zeit nach dem Erfolg seiner Anhänger angefertigt worden sind.“[5]

Forensische Rekonstruktion des typischen Aussehens eines Galiläers der Jesus-Zeit (oberes Bild). Danach wäre Jesus dunkelhäutig, dunkelhaarig und nicht viel größer als 1,50 Meter gewesen – vgl. Abschnitt Leben/Aussehen. Das untere Bild zeigt eine für Magna Europa übliche Jesusdarstellung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geburt

Die Evangelisten erzählen, daß Jesus in Bethlehem geboren worden sei. Ein im Alten Testament als „Prophet“ vorgestellter Micha soll Jahrhunderte zuvor die Geburt des Messias in Bethlehem vorhergesagt haben, worauf die Verehrung des Jesus als Messias Bezug nimmt.

Es ist unwahrscheinlich, daß Jesus zu dem Zeitpunkt geboren wurde, der ihm heute als Geburtstag zugesprochen wird, das heißt, er wurde sicher nicht am 24. Dezember des Jahres 1 v. d. Z. geboren. Die derzeitige Zeitrechnung, welche das Jahr 1 auf Jesu Geburt folgen lassen will, beruht auf einem Rechenfehler (was sich heute nicht mehr ändern läßt), auch wenn die Christen traditionell an diesem Datum seinen Geburtstag feiern.

Der Ursprung des Weihnachtsfestes liegt im Sonnenwendfest bzw. Julfest, welches die Kirche christianisieren wollte, indem sie ihm eine christliche Bedeutung unterschob. Die ältesten christianisierten Gemeinden (beispielsweise in Armenien) feierten am Tag der Heiligen Drei Könige – am 6. Januar also – Christi Geburt. Die Text-Exegese der betreffenden Passagen wiederum belegt, daß jene Heiligen Drei Könige weder drei, noch heilig und auch keine Könige waren, sondern daß vielmehr von mehreren Magieren aus dem Osten die Rede ist. Große Teile der Forschung gehen davon aus, daß Jesus, insofern es die Fabelgestalt tatsächlich gab, bereits vier bis sieben Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung geboren wurde.

Namensgebung und Beschneidung

Jesus wurde wie jeder Jude am achten Tage nach der Geburt beschnitten (Lukas 2,21). Nach den alten jüdischen Schriften (1. Mos. 17,1–11) soll damit die Zugehörigkeit zum „auserwählten Volk“ manifestiert werden, für das sich die Juden halten. Er erhielt den Namen Jesus.

Die katholische Kirche feiert an Neujahr mit Bezug darauf ein besonderes Fest, das „Fest der Beschneidung des Herrn“.

Eltern und Familie

Jesus gilt als der Sohn von Maria und Josef, beide aus Nazareth. Matthäus stellt ihn des weiteren als einen Nachkommen Davids dar. Der christliche Glaube geht jedoch davon aus, daß Jahwe selbst der Vater des Jesus gewesen sei.

Bisweilen wird argumentiert, Jesus habe nach Markus vier jüngere Brüder gehabt.[6] Dies berücksichtigt aber nicht, daß die Juden alle ihre Blutsverwandten (wie z. B. Cousins) „Brüder“ nannten, was besonders für die biblische Zeit gilt. So nannte beispielsweise Abraham seinen Verwandten Loth „Bruder“ (1. Mos. 13). Daher ist es fraglich, ob Jesus Geschwister hatte.

Aussehen

Jesus war dunkelhäutig, dunkelhaarig und nicht viel größer als 1,50 Meter – sagt der Forensik-Experte Richard Neave von der Universität Manchester. Er hat mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden das Abbild eines in damaliger Zeit typischen Galiläers aus der Region im Norden Israels rekonstruiert. Israelische Archäologen hatten ihm dafür geeignete Schädel zur Verfügung gestellt. Jesus war im Falle seiner Existenz mithin kein blonder, langhaariger Mann mit nordischen Zügen, wie ihn die Kirche stets dargestellt hat, um ihn für Europäer annehmbar zu machen.[7]

Sprache

Wenn Jesus als galiläischer Jude gilt, wird seine Sprache wohl Aramäisch gewesen sein. Wahrscheinlich beherrschte er darüber hinaus auch Hebräisch. Daß er des Lateinischen, der Sprache der römischen Besatzungsmacht, ebenso mächtig war, kann nicht nachgewiesen werden, gilt aber eher als unwahrscheinlich.

Beruf

Sein Vater Josef war nach den Evangelisten Markus und Matthäus Zimmermann (griechisch „tekton“ = Handwerker) von Beruf. Diesen Beruf dürfte, da dies damals in Galiläa so üblich war, auch der Sohn Jesus erlernt haben.

Taufe

Nach allen vier Evangelien ließ sich Jesus von Johannes im Jordan taufen. Dies geschah nach Lukas im 15. Jahr der Herrschaft des Kaisers Tiberius, also im Jahr 28.

Wanderprediger

Danach begann er seine Tätigkeit als Wanderprediger. Er forderte die Nächstenliebe als das höchste Gebot und verkündete das „Reich Gottes“. Daß er der Messias oder gar der „König der Juden“ (König über die Juden) sei, wurde über ihn gesagt, und er bestätigte dies auch.

Herausforderung der jüdischen Oligarchie

Immer wieder stieß Jesus aufgrund seines Glaubensverständnisses und seines Daseins als Wanderprediger mit der jüdischen Hohepriesterschaft sowie anderen Schriftgelehrten zusammen. So prophezeite er deren nahenden Untergang:

„Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.“ (Mk 13,1–37).

In der Tat wurde Jerusalem kaum 40 Jahre später durch die Römer dem Erdboden gleichgemacht. Als finale Provokation und Grund für seine Hinrichtung auf Veranlassung der Juden wurde in christlichen Kreisen früher verbreitet sein angeblich triumphaler Einzug in Jerusalem auf einem Esel empfunden.

Prozeß

Julius Schnorr von Carolsfeld: Die Bibel in Bildern.
Jesu Tod am Kreuze

Speziell letzteres soll für die Römer eine Anmaßung und Verrat am römischen Kaiser gewesen sein. Das habe zur Gefangennahme und Befragung des Jesus geführt. Falls ein wahrer Kern dieser Geschichte zugrunde liegt, dürfte dieser Jesus in antirömische Aufstandsaktivitäten zumindest verwickelt gewesen sein. Seine Verurteilung zum Tod durch Kreuzigung war jedoch eine Forderung der Ältesten der Juden, die Jesus wegen ihrer Geldgeschäfte verurteilt hatte. Den Evangelien zufolge bot Pontius Pilatus den Juden vor der Vollstreckung des Urteils an, Jesus freizulassen. Diese verzichteten jedoch darauf und forderten seine Kreuzigung (siehe Gottesmord).

In Paulus’ ältestem Brief, dem Thessalonicherbrief, liest man (1. Thess 2,14–16):

„Die [Juden] haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen feind. Und um das Maß ihrer Sünden allewege voll zu machen, wehren sie uns, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil. Aber der Zorn Gottes ist schon in vollem Maß über sie gekommen.“

Weiter predigte Paulus (Titus 1,10–11):

„Denn es gibt viele Freche, unnütze Schwätzer und Verführer, besonders die aus den Juden, denen man das Maul stopfen muß, weil sie ganze Häuser verwirren und lehren.“

Da es im Römischen Reich schwer war, einen nach römischem Recht zum Tode verurteilten Verbrecher als Gottheit anzubeten oder gar mit ihm zu missionieren, ist es kaum möglich, daß die Christen diese Geschichte erfunden haben. Hebräer argumentieren heute gerne, daß es einseitig sei, ihn als Opfer der Juden hinzustellen, die bei den Römern wegen ihrer terroristischen Aktivitäten („Zeloten“) und ihres „widerlichen Aberglaubens“ (Tacitus) tief verhaßt waren.

Im Johannesevangelium liest man, daß die Juden als Gegner des Jesus auftraten, die ihm nach dem Leben trachteten (Joh. 10,31):

„Da hoben die Juden abermals Steine auf, um ihn [Jesus] zu steinigen.“

Kreuzigung

Auf Golgatha nahe Jerusalem dürfte er dann gekreuzigt worden sein. Auf dem Kreuz soll gestanden haben: Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum. Das heißt: Jesus von Nazareth, König der Juden. Nach allen vier Evangelien soll der Tag der Kreuzigung der Vortag des Sabbat, also ein Freitag gewesen sein. Nach Johannes war es der 14. Nisan. Dieser fiel in den Jahren 30 und 33 auf einen Freitag. Da der Missionar Paulus zwischen 32 und 35 zum Christentum umschwenkte, nimmt man das Jahr 30 als das Jahr der Kreuzigung an.

Auferstehung

Die Evangelien behaupten des weiteren, Jesus sei am dritten Tag nach seiner Kreuzigung auferstanden. Götter, die starben und wieder auferstanden, waren in der Antike zahlreich (z. B. Osiris).

Ähnlichkeit mit der ägyptischen Gestalt des Horus

Der Autor und Theologe Tom Harpur argumentiert,[8] daß alle wesentlichen Ideen sowohl des Judentums als auch des Christentums in erster Linie aus der ägyptischen Religion stammten. Der in Ägypten als Gott verehrte Horus sei die Urform der späteren Christusgestalt. Er beruft sich hierbei auf die Studien der Erforscher der antiken ägyptischen Religion Godfrey Higgins (1771–1834), Gerald Massey (1828–1907) und Alvin Boyd Kuhn (1880–1963). Ähnlichkeiten können an einem Vergleich von Merkmalen von Horus und Jesus und einem Vergleich einiger Ereignisse aus dem Leben von Horus und Jesus nachvollzogen werden.[9] Die heidnischen Vorbilder für den christlichen Gottessohn sind Gegenstand vieler Untersuchungen.[10]

Christliche Glaubensinhalte

Nachfolger

Für die Apostel und deren Nachfolger war der Auftrag des Jesus „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Luk. 22,19) ein heiliges Vermächtnis: Mit diesen Worten hatte Jesus Christus anbefohlen, die Heilige Messe zu feiern, die in ihren Hauptbestandteilen durch die Jahrhunderte unverändert blieb.

Als erstes Oberhaupt der von ihm gegründeten Kirche bestimmte Jesus selbst den Apostel Petrus. Dieser war also der erste Papst. Entgegen Andersmeinenden hielt die christliche Kirche daran fest, daß Jesus der Sohn Gottes und mit Gott identisch ist. Festgelegt wurde dies im Ersten Konzil von Nicäa im Jahre 325.

Nach christlicher Erzählung empfing Maria, die Mutter des Jesus, ihren Sohn durch das Wirken des Heiligen Geistes. Sie soll jungfräulich gewesen sein, als sie Jesus gebar. Gott soll seinen Sohn zur Erde geschickt haben, damit dieser die Sünden, die den Menschen seit dem Sündenfall im Paradies anhaften, auf sich nehme („Sündenbock“). Für diese Sünden habe er Buße getan, indem er sich kreuzigen ließ. Nach der Kreuzigung bestehe nun für jeden Menschen die Möglichkeit, Vergebung zu finden, wenn er Jesus Christus als seinen Erlöser annehme und seiner Lehre nachfolge.

Abstammungshypothesen

In bezug auf die Herkunft des Jesus gibt es vor allem eine religiöse, am Neuen Testament ausgerichtete Annahme sowie eine rein natürliche, pragmatische:

  • Jesus wurde von der Jüdin Maria geboren, der Vater ist Gott.
  • Maria und Josef, beides Juden, sind die leiblichen Eltern Jesu, die Erklärung mit der Empfängnis vom Heiligen Geist ist unwahr bzw. später hinzugedichtet.[11]

Aussage der jüdischen Schriften

Der Wortlaut des Neuen Testaments spricht eindeutig für die Abstammung des Jesus von den Juden.

Zu den traditionellen Merkmalen des jüdischen Bildes vom Messias gehörte die Abstammung von dem Stammeshäuptling („König“) David. Die Evangelienschreiber Matthäus und Lukas lassen deshalb die Geburtsgeschichte des Jesus nicht in Nazareth, sondern in Bethlehem in Judäa spielen. Denn dort hatte Davids Familie nach der Überlieferung ihren Wohnsitz.

Die Evangelienschreiber ließen bei ihrer nachträglichen Konstruktion der Herkunft des Jesus vom Hause Davids – jeweils über Josef aus Nazareth – außer acht, daß ja nicht Josef, sondern der Heilige Geist der Vater des Jesus war.

Beide überlieferte Stammbäume führen eindeutig zu Josef, und nach jüdischer Rechtsanschauung war nur die männliche Linie maßgebend, was sich ohne weiteres aus dem Wortlaut der Stammbäume ergibt. Im übrigen sind die beiden Genealogien, die bis Abraham zurückreichende des Matthäus,[12] und die sogar bis Adam zurückgehende des Lukas,[13] völlig verschieden. Lukas rechnet von Abraham bis Jesus 56, Matthäus 42 Generationen. Bereits der Vater des Josef heißt bei Matthäus „Jakob“, bei Lukas „Eli“. Von Josef bis David – wenn man historisierenden Exkursen der Bibel glauben will: ein Jahrtausend – haben die beiden Stammbäume Jesu nur zwei Namen gemeinsam.[14]

Nichtsdestoweniger gibt es nach den Evangelien – für Christen „Gottes Wort“ – keinerlei Anhaltspunkt dafür, daß bei der Herkunft des Jesus sich irgendein außerjüdischer Einfluß geltend gemacht hätte.[15] Zudem ist es nicht vorstellbar, daß sich ein Rabbiner bereitgefunden hätte, ein Kind zu beschneiden, das nicht der jüdischen Gruppe angehörte. Jesus Christus wird ferner mehrfach „Rabbi“ genannt im NT – eine Titulierung, die ein stammesfremder Mischling schlechterdings nicht erwerben kann.

Katholische Lehre

In der Glaubenslehre der katholischen Kirche wie in der gesamten katholischen Literatur wird Jesus seiner menschlichen Natur nach immer nur als Jude bezeichnet, allerdings nur hinsichtlich seiner Abstammung mütterlicherseits. Denn nach katholischem Dogma hatte Jesus keinen irdischen Vater; die zeugende Kraft in seiner Mutter war nach katholischer Lehre „die Wunderkraft des transzendentalen göttlichen Heiligen Geistes“.

Nebenher ergibt sich, daß, da die katholische Apologetik Jesus rassemäßig unzweifelhaft dem Judentum zurechnet, die katholische Kirche bereits aus diesem Grund niemals rassische Einwände gegen das Judentum zulassen kann.[16]

Spekulationen über eine germanische Abstammung Jesu

Trotz der Tatsache, daß Jesus nach christlicher Erzählung stets als Sohn Gottes, aber dennoch als Jude dargestellt wurde, gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Vielzahl von Historikern, Theologen und Esoterikern, welche bezweifeln, daß Jesus Jude war.

Der Neutestamentler Walter Grundmann, der von 1939 bis 1945 der Leiter des Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben war, meinte:

„Jesus aus Nazareth in Galiläa erweist in seiner Botschaft und Haltung einen Geist, der dem Judentum in allen Stücken entgegengesetzt ist. Der Kampf zwischen ihm und den Juden wurde so unerbittlich, daß er zu seinem Kreuzestod führt. So kann Jesus nicht Jude gewesen sein.“[17]

Grundmann war auch der Ansicht, daß Galiläa in der damaligen Zeit zwar jüdisches Herrschaftsgebiet war, jedoch von germanischen Siedlern bevölkert wurde. Diese Position vertrat auch Theodor Fritsch und begründete dies mit Joh. 1,46:

„Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen?“

Dieser Ausspruch weist darauf hin, daß Nazareth von Heiden bevölkert wurde. Die Lehre Jesu ist nach Fritsch der heidnischen Religion der Germanen nicht unähnlich gewesen. Auch Alfred Rosenberg stellte Jesus als arischen Abkömmling dar, in „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ ist zu lesen, daß die Amoriter Jerusalem gründeten und somit „die nordische Schicht in Galiläa, d. i. in der ‚Heidengau‘, [darstellten], aus der einst Jesus hervorgehen sollte“.[18][19]

Voltaire übernahm in seine Schriften [...] die Fabel einer alten jüdischen Schmähschrift auf Jesus, die aus dem 7. oder 9. Jahrhundert stammte. Danach soll Je­sus der Sohn eines römischen Soldaten sein, der aus Germanien stammte.“[20]

Der altsächsische „Heliand“ berichtet von Jesus als einem germanischen Führer, dabei handelt es sich, nach Meinung mancher, um eine Anpassung der biblischen Geschichte an die germanische Vorstellungswelt, um den Sachsen das Christentum schmackhaft zu machen. Als Beleg für die germanische Abstammungstheorie kann das Werk nur dem dienen, der daran glaubt.

Jesus Christus in anderen Religionen

Verachtung Jesu durch das talmudische Judentum

Die familiäre Herkunft Jesu wird in der talmudischen Überlieferung mit einem Fehltritt Mariens in Verbindung gebracht, die sich mit einem römischen Legionär eingelassen und das dabei entstandene Kind dem „Heiligen Geist“ zugeschrieben habe. Für die talmudischen Rabbiner ist sie nichts anderes als eine „Hure“. Jesus war durch seinen römischen Vater „nicht nur ein Bastard, sondern der Sohn eines Nichtjuden“. Auf eine Abstammung aus dem Hause Davids, wie ihn das Neue Testament annimmt, kann er deswegen keinen Anspruch erheben. „Die ganze Idee der davidischen Abstammung Jesu, sein Anspruch, der Messias und schließlich sogar der Sohn Gottes zu sein“, ist für die Rabbiner nichts anderes als „Betrug“.[21] Der junge Jesus wird als promisk dargestellt, er gerät seiner Mutter nach. Verkehr mit einer Prostituierten beweist den Rabbinern damit, daß er kein Prophet ist.[22]

Seine besonderen Kräfte werden nicht bestritten. Sie werden auf eine Ausbildung in Magie in Ägypten zurückgeführt. Vorgeworfen wird ihm aber der Mißbrauch dieser Kräfte, um sich als „Gott“ ausgeben zu können. Jesus erweise sich so als Schwindler. Dies ist der Grund, daß Jesus durch den Sanhedrin zum Tode verurteilt wurde.[22]

In der Gegenerzählung des Talmud wurde Jesus nicht gekreuzigt, sondern gesteinigt. Nach der Erzählung des Talmud stieg Jesus nicht in den Himmel auf, sondern wurde bestraft, in der Hölle auf ewig in kochenden Exkrementen zu sitzen.[22]

Ideologischer Mißbrauch

Die derzeitige Multikultur- und Überfremdungsbegeisterung macht auch nicht vor dem Begründer des Christentums halt. Aufgrund der im Evangelium nach Matthäus beschriebenen Flucht der Familie Jesu wird Jesus nun vor allem auch als Migrant bezeichnet und dementsprechend ideologisch mißbraucht. Dabei muß man jedoch bedenken, daß die Eltern des späteren Predigers der biblischen Geschichte nach flohen, da ein Engel Gottes sie vor dem anstehenden Kindermord durch Herodes warnte. Jesus ist somit als politisch Verfolgter zu werten, das Asyl ist somit gerechtfertigt. Diesen Vorfall kann man nicht mit der großen Anzahl an Scheinasylanten und fremden Völkerscharen vergleichen, die täglich in die Bundesrepublik Deutschland strömen. Hinzu kommt, daß die Familie nach dem Tod des Herodes freiwillig wieder in ihre Heimat zurückkehrte, während in die BRD massenhaft Invasoren einreisen, um dauerhaft zu bleiben und vom bundesdeutschen Sozialsystem zu profitieren. Da Josef, der Vater Jesu, Zimmermann war, ist auch anzunehmen, daß er in Ägypten seine Familie durch Arbeitstätigkeit über Wasser hielt, während viele „Asylanten“ in der BRD sich mehr oder weniger vom System aushalten lassen.

Zitate

Denis Diderot, Enzyklopädist:

  • „Wenn, wie einige Theologen annehmen, auf eine gerettete Seele eintausend Verdammte kommen, dann gewinnt der Teufel den Streit, ohne seinen Sohn dem Tod auszuliefern.“[23]

Walter-Jörg Langbein, ev. Theologe, Lexika-Autor [zu den apokryphen Nag-Hammadi-Evangelien]:

  • „So umstritten das Evangelium der ›Fragen Maria Magdalenas‹ auch ist, es belegt die Partnerschaft von Maria Magdalena und Jesus: Beide waren offensichtlich ein Liebespaar. Jesus vertraute Maria Magdalena Geheimnisse an, die er nur ihr und sonst niemandem offenbarte. Was Jesus Maria Magdalena insgeheim verriet, wurde nicht verkündet. Und Petrus, nicht Maria Magdalena, wurde nach Jesus die Nummer eins in der christlichen Gemeinschaft. Maria Magdalena trat nicht Jesu Nachfolge an. Sie wurde nicht die erste Päpstin. Die aus dem Neuen Testament bekannte ›Hochzeit zu Kana‹ zwischen Jesus und Maria Magdalena wurde so umgedeutet, daß nur noch das angebliche Weinwunder von Bedeutung war. Warum sollte aber Jesu Hochzeit verschwiegen worden sein? Zwei Gründe sind denkbar: Zu Jesu Zeiten gab es in Judäa keine Ortschaft namens Magdala, wohl aber ein Magdolum in Ägypten. Uralte Volksüberlieferungen beschreiben Maria Magdalena als schwarzhäutige Frau. Kam sie gar nicht aus Israel? Ist das ägyptische Magdolum ihre Heimat? Dann war Maria Magdalena keine Jüdin. Die Hochzeit Jesu, der als Rabbi [Johannes-Evangelium 1,38] verehrt und tituliert wurde, mit einer Nicht-Jüdin, wäre ein schlimmer Tabubruch gewesen. Wurde Jesu Hochzeit, für die so viele Indizien sprechen, so gut wie möglich vertuscht, weil Maria Magdalena aus Sicht des orthodoxen Judentums als Frau absolut indiskutabel war? “[24]

Hermann Wieland, Atlantis, Edda und Bibel:

  • „F. Döllinger gelang es als Erstem, in jener Schrift den Nachweis zu führen, daß Jesus kein Jude, sondern ein Arier war, daß somit das Christentum aus arisch-germanischer Quelle stammt und daß die vorjüdische und angebliche jüdische Kultur Palästinas eine germanische war und somit der uns Deutschen 2000 Jahre lang eingeflößte Gedanke von dem Auserwählten Heiligen Volke der Juden, von seiner Weltmission und seinem hohen Kulturwert als eine grobe Fälschung und als wohlberechnete Täuschung sich erweist.“

Johann Eisenmenger, Entdecktes Judenthum – Erster Theil:

  • „Gespräch zwischen dem Christen Phlilippus und dem Juden Theodosius. Theodosius: »An dem Tage N.N. ist der Priester N.N., der Sohn des N.N. und der N.N., gestorben, und Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes und der Jungfrau Maria, durch eine gemeine Verwilligung unser aller, an desselben Stelle zum Priester geworden. Dieses Buch ist mit Fleiß von denjenigen, welche die Vornehmsten bei den Juden waren, zur Zeit der Eroberung (und Zerstörung) des Tempels, und der Stadt Jerusalem, aus dem Tempel errettet worden, und liegt in der Stadt Tiberias. Und ist dieses Geheimnis sehr wenigen und Getreuen unseres Volkes bewußt, deswegen ist es auch mir als einem Obersten und Lehrer des jüdischen Volkes entdeckt worden, denn wir sind nicht allein aus dem Gesetz und den Propheten völlig versichert, daß derjenige Christus, welcher von euch Christen angebetet wird, der Sohn des lebendigen Gottes sei, welcher zum Heil der Welt auf die Erde gekommen ist, sondern auch aus der Abschrift (des gedachten Buches), welche bis auf den heutigen Tag ist erhalten worden, und zu Tiberias liegt.« Als der Christ solche von dem Juden zu ihm gesagte Dinge gehört hatte, wurde er durch einen göttlichen Eifer bewogen, und sprach zu dem Juden: »Ich will alsobald, und von Stund an, dem gläubigen und frommem König dasjenige anbringen, was du gesagt hast, auf daß er nach Tiberias schicke, und das Buch, von welchem du meldest, zum Beweis des jüdischen Unglaubens an den Tag bringe.« Der Jude aber sprach zu dem Christen: »Warum willst du deiner Seele eine Verdammnis zuwege bringen, und auch dem König solche aufladen, und doch dasjenige, welches mit allem Fleiß verlangt wird, nicht erhalten? Denn wenn solches geschieht, so wird ein großer Krieg entstehen, und werden Mordtaten darauf folgen. Und alsdann, wenn sie (nämlich die Juden zu Tiberias) sehen werden, daß sie abgemattet sind, so werden sie den Ort verbrennen, in welchem das Buch liegt.«“

Johannes Greber, Der Verkehr mit der Geisterwelt – Seine Gesetze und sein Zweck:

  • „Also sprach der mich belehrende Geist: Du willst Klarheit haben über die Person Christi, über seine Menschwerdung, sein menschliches Leben, Leiden und Sterben und über die Zusammenhänge der Erlösung. Einen kleinen Teil dieser Fragen habe ich dir bereits beantwortet, als ich dich über die Schöpfung Gottes und ihr Schicksal sowie über den Erlösungsplan Gottes belehrte. Damals ist dir gesagt worden, daß Christus der erste und höchste von Gott geschaffene Geist ist, die einzige direkte Schöpfung Gottes; daß durch Christus die übrige Geisterwelt ins Dasein trat, die mit ihm zusammen eine große geistige Gemeinschaft bildete - ein geistiges Königreich, an dessen Spitze nach dem Willen Gottes Christus als König stand. [...] Gegen das Königtum Christi richtete sich die Geisterrevolution unter Luzifer. Nach dem Abfall eines Teiles der Geisterwelt und dessen Sturz in die Sphären der Tiefe erbot sich Christus, die Abgefallenen nach dem von Gott festgelegten Erlösungsplan wieder zum Reiche Gottes zurückzuführen.“
  • „Gott offenbarte ihm [Satan], daß Christus, falls er in dem nun beginnenden Todesleiden [Kreuzigung] standhaft bliebe, nachher als Geist im Verein mit den himmlischen Legionen gegen die Hölle zum Angriff schreiten, ihn - den Fürsten der Hölle - besiegen und ihm einen wesentlichen Teil seiner Herrscherrechte entziehen werde.“
  • „Christus war tot. Sein Geist hatte sich im irdischen Sterben von der materiellen Hülle getrennt. Als Mensch war er allen Angriffen der Hölle gegenüber standhaft geblieben. Somit hatte er den ersten und wichtigsten Teil seiner Messias-Aufgabe gelöst. [...] Jetzt aber, wo er frei war vom irdischen Körper, konnte er als Geist auch zum Angriff gegen seinen Feind, den Fürsten der Finsternis, vorgehen. Er stieg hinab zur Hölle im Vertrauen auf die alles überwindende Kraft Gottes, die er sich durch seine Standhaftigkeit in der Gottestreue als Mensch verdient hatte. [...] Als Luzifer sah, daß alles verloren war, flehte er um Schonung. [...] Christus eröffnete ihm jedoch, daß ihm seine Herrscherrechte nicht ganz entzogen, sondern bloß auf die beschränkt würden, die ihm der Gesinnung nach angehörten. Aber die, welche aus seinem Reiche zu Gott zurückwollten, müsse er freigeben. Er dürfe sie nicht mehr als seine Untertanen betrachten. Wohl stehe es ihm frei, sie durch Betörung und Verführung an sich zu fesseln, aber nicht mehr mit Gewalt wie bisher.“

Rudolf John Gorsleben, Hoch-Zeit der Menschheit:

  • „Die Bibel ist eine ganz gewöhnliche Fälschung, das muß jeder wissen, bevor er sie zur Unterlage eines fanatischen Glaubens macht. Jeder muß, wenn er das noch nicht weiß, sich mit der Geschichte dieses Buches beschäftigen.“
  • „Auch die Evangelien sind gefälscht, und es ist nicht Wahrhaftigkeit, zu behaupten, sie enthielten die reine Lehre eines Heilandes „Jesus Christus“. Wir besitzen insgesamt mehr als achthundert Evangelien-Handschriften etwa aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Wenn man noch die Bruchstücke und Einzelüberlieferungen hinzurechnet, so kommen wir auf die hohe Zahl von mehr als 2000. Auch nicht zwei dieser Handschriften stimmen miteinander überein.“
  • „Die Geschichtlichkeit eines „Jesus von Nazareth“ läßt sich nicht erweisen und selbst die theologische Forschung gesteht dies mehr oder weniger unumwunden zu. Sie zieht sich auf den schwankenden Standpunkt einer „Kulterzählung“ zurück, ohne indes irgendwie und irgend etwas an der Offenbarungseigenschaft der Evangelien aufgeben zu wollen. Die Geschichtlichkeit aber des palästinischen Christus verliert alle Wahrscheinlichkeit schon durch den Umstand, daß das Volk der Juden, in das er hineingeboren worden sein soll, ebensowenig als Volk bestand, jedenfalls niemals in dem Sinne der fragwürdigen Überlieferung des Alten Testaments.“

Beschimpfungen von Jesus Christus durch die Juden

Jeschua ist der korrekte hebräische Name, was „Heiland und Seligmacher“ bedeutet. In jüdischen Schriften werden ihm jedoch folgende Namen gegeben:[25]

  • Jíschu, weil er sich selbst nicht aus den Händen und der Gewalt seiner Feinde befreien konnte.
  • Jéschu, welches die drei ersten Buchstaben sind der drei Wörter jímmach schemó vesichronó, das ist: „Sein Name und Gedächtnis werde vertilgt“.
  • Elohé haarélim, das ist: „der Unbeschnittenen Gott“.
  • Elohé Edom, das ist: „der Gott Edoms“ oder der „Edomitische Gott“. Durch Edom wird die Christenheit verstanden.
  • Elohé néchar, das ist: „einen fremden Gott“.
  • Taüth, das ist: „einen Abgott“. Dieses Wort kommt her von taáh, welches in der hebräischen Sprache „irren“ und daneben in der chaldäischen Sprache „Hurerei treiben“ und „vergessen“ heißt.
  • Jiráh, welches Wort eigentlich eine Furcht heißt, uneigentlich aber einen Abgott bedeutet.
  • Avodá sará, welches eigentlich einen fremden Dienst, damit einem falschen Gott gedient wird, und uneigentlich auch einen Abgott bedeutet.
  • Mólech, welches der Name des ammonitischen Abgottes war.
  • Báal, Bel und Báal Peor, welches abgöttische Namen sind.
  • Héfel varík, das ist: „eine Eitelkeit und Nichtigkeit“, und geschieht solches alle Tage zwei mal in ihren Synagogen in einem Gebet, welches anfängt Alénu leschabbéach.
  • Talúi und hattalúi, das ist: „den Gehenkten“, weil er ist an das Kreuz genagelt, und daran gehenkt worden.
  • Hammekúllal, das ist: „den Verfluchten“.
  • Schóth oder náfal, das ist: „einen Narren“.
  • Min veepicúrus, das ist: einen Ketzer und Epicurer.
  • Jeschu haraschá, das ist: „der gottlose Jesus“.
  • Adám beliáal und haísch habbeliáal, das ist: „ein nichts werter und liederlicher Mensch“ oder „Bösewicht“.
  • Esav, das ist „Esau“.
  • Mámser, das ist: „Hurenkind“, oder Mámser ben hannidda, das ist: „ein Hurenkind, und Sohn einer Unreinen, der von seiner Mutter zur Zeit ihrer weiblichen Unreinigkeit ist empfangen worden.“
  • Ben Stada oder Ben Pandira, das ist: „der Sohn der Stada“ oder „der Sohn des Pandira“.
  • Ul hassímma, das ist: „ein Kind des Lasters“ oder „der Schande“, welches durch ein begangenes Laster, nämlich einen Ehebruch, ist gezeugt worden.
  • Nézer Náafuf, das ist: „ein Zweig des Ehebruchs“ oder „ehebrecherischer Zweig“.
  • Nézer Nitaf, das ist: „ein greulicher“ oder „abscheulicher Zweig“.
  • Tíuf schíkkuz jelúd hassimma, das ist: „ein greulicher und abscheulicher Sohn des Lasters“.
  • Elóhe toëfóth, das ist: „ein Gott der Greuel“ oder „ein greulicher und abscheulicher Gott“.
  • Ben Chárja, das ist „ein Sohn des Kots“.
  • Chélah, das ist: „ein Schaum“ oder „Unsauberkeit“.
  • Tamé uméth, das ist: „ein Unreiner und Toter“.
  • Hakkélef hamméth, das ist: „der tote Hund“.
  • Othó haïsch oder Haïsch hahú oder Hahó gáfra, das ist: „denselbigen“ oder „jenigen Mann“ oder aber auch Plóni, welches bei den Hebräern so viel bedeutet als N.N., und geschieht dieses, wenn sie seinen Namen nicht vermelden, und von demselben etwas verdeckt schreiben wollen, damit die Christen nicht wissen sollen, wen sie dadurch meinen.

Filmbeiträge

Was nicht in der Bibel steht – Jesus – Teil 1

Siehe auch

Literatur

  • Richard Carrier: On the historicity of Jesus: why we might have reason for doubt, Sheffield Phoenix Press, Sheffield 2014, ISBN 978-1-90969-735-5
Artur Dinter - War Jesus Jude.jpg

Verweise

Filmbeitrag

Fußnoten

  1. Wie Richard Carrier: On the historicity of Jesus: why we might have reason for doubt, Sheffield Phoenix Press, Sheffield 2014
  2. Innerhalb der kirchenabhängigen Universitäts-Theologie werden Evangelientexte heute bisweilen als Lehraussagen dieser oder jener theologischen Schulmeinung der frühchristlichen Zeit gelesen (in welcher das Christentum durchweg als jüdische Sekte wahrgenommen wurde). Das heißt: Ein bestimmtes Motiv oder Zitat taucht im Evangelientext auf, weil es eine bestimmte damalige theologische Lehrmeinung stützt. Die neutestamentlichen ›Erzählungen‹ sind demnach eher dogmatische Anekdoten ohne jede geschichtliche Qualität. Das aber würde bedeuten: Es gibt gar keinen historischen Kern der neutestamentlichen Schriften, weil diese Schriften überhaupt keine historische Quelle sind, sondern lediglich – vielfach korrigierte – Dogmendarlegungen in erzählerischem Gewand. Die Evangelientexte hingegen beanspruchen für sich, getreue Niederschriften von Augenzeugenberichten zu sein: „Viele haben es ja schon unternommen, einen Bericht über die Begebenheiten abzufassen, die sich unter uns zugetragen haben, so wie sie uns die ursprünglichen Augenzeugen [...] überliefert haben. Darum habe auch ich mich entschlossen, allen Ereignissen von Anfang an sorgsam nachzugehen und sie [...] der Reihenfolge nach niederzuschreiben.“ (Lk 1,1-4). Paulus berief sich für die Wahrheit seiner Predigt auf das Zeugnis von angeblich mehr als 500 Augenzeugen „von denen die meisten bis jetzt noch leben“ (1 Kor. 15,6). Der – allerdings wenig zuverlässige (→ Masada) — jüdische Geschichtsschreiber Joseph ben Mathitjahu ha Kohen (lat.: Flavius Josephus) schrieb um 93 n. u. Z. (also etwa 60 Jahre nach der Kreuzigung Jesu): „Zu dieser Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann. Er tat wunderbare Werke. Viele Juden und Heiden zog er an sich. Und als ihn, auf Anklage unserer vornehmen Männer, Pilatus mit dem Kreuzestod bestraft hatte, ließen die nicht ab, die ihn früher geliebt hatten. Noch bis heute hat das Geschlecht derer nicht aufgehört, die nach ihm Christen genannt sind.
  3. Tacitus erzählt in den 116 n. u. Z. verfaßten „Annalen“ vom Brand Roms und berichtet, daß Kaiser Nero „den Christen“ die Schuld daran zugeschoben habe: „Der Name leitet sich her von Christus [Chrestus], der unter der Regierung des Tiberius durch den Statthalter Pontius Pilatus hingerichtet worden ist. Der Aberglaube war damit für den Augenblick unterdrückt. Er brach aber wieder aus, nicht nur in Judäa, dem Ursprungsland dieses Übels, sondern sogar in Rom, wo alles Rohe und Schändliche aus der ganzen Welt zusammenfließt und Anhang findet.“
  4. Vgl.: Karlheinz Deschner: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte von den Evangelisten bis zu den Faschisten. Günther Verlag, Stuttgart 1962; aktuelle Neuausgabe: Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und Wien 1980, ISBN 3-430-12064-0; S. 13 f.
  5. Michel Onfray: So wurde Jesus konstruiert, Kapitel in: Michel Onfray: Wir brauchen keinen Gott. Warum man jetzt Atheist sein muß. Piper Verlag, München 2006, ISBN 978-3-429-04852-1, S. 165–185 (165)
  6. In Markus 6,3 (Matthäus 12,46): „Die Brüder Jesus: Jakobus, Joses, Simon und Judas ...“ und in Lukas 2,7: „Jesus, den Erstgeborenen
  7. Is this the true face of Jesus? Scientists use forensics to discover what Christ may have looked like Mirror, 14. Dezember 2015
  8. Tom Harpur: The Pagan Christ. Recovering the Lost Light. Thomas Allen, (2004)
  9. „Parallelen zwischen Jesus und Horus, einem ägyptischen Gott.“ Aus einem Aufsatz von B. A. Robinson [1]
  10. Siehe beispielsweise Karlheinz Deschner: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte. Günther, Stuttgart 1962; Neuausgabe: Edition Enfer in der Akzente Versandbuchhandlung, Lahnstein 2010, ISBN 978-3-941960-06-0; darin besonders das Erste Buch.
  11. Reine Spekulationen besagen noch, der Vater sei Panthera, ein römischer Soldat gewesen, der mit Maria eine Affäre hatte; Maria sei eine Perserin gewesen, die sich mit einem germanischen Legionär in römischen Diensten eingelassen habe; der Vater sei ein römischer Legionär gewesen, der jedoch der Abstammung nach kein Römer, sondern ein Germane gewesen sei, wie in Roms Legionen häufiger zu finden; Jesus entstamme einer Bevölkerungsschicht in Galiläa, die von dem (germanischen) Stamm der Amoriter abstamme und sei somit kein Jude, sondern ein Germane. Diese Ansicht wird Alfred Rosenberg in seinem Werk „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ zugeschrieben.
  12. Matth. 1, 1–17
  13. Luk. 3,23–38
  14. Nähere Ausführungen mit Stammbäumen bei Fritz Rienecker / Gerhard Maier: Lexikon zur Bibel. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal und Zürich 1994, Sp. 559 bis 561 („Der Stammbaum Jesu“)
  15. Ausführlicher Karlheinz Deschner: Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte. btb Taschenbuch im Goldmann Verlag, Ausgabe 1996, S. 48 f. [Erstveröffentlichung 1962]
  16. Siehe näher Josef Roth: Die katholische Kirche und die Judenfrage, in: Sitzungsbericht der Vierten Münchner Arbeitstagung des Reichsinstitutes für Geschichte des neuen Deutschlands vom 4. bis 6. Juli 1939. Veröffentlicht in: Forschungen über das Judentum (1939), Bd. 4.
  17. Deutsche mit Gott. Ein deutsches Glaubensbuch, 1941
  18. Alfred Rosenberg: Der Mythus des 20. Jahrhunderts, München 1933, S. 27
  19. Reine Spekulation ist auch die Behauptung, die neutestamentliche Geschichte habe sich in Germanien abgespielt. Ernst Betha glaubte, das gelobte Land im Harz lokalisieren zu sollen. Dagegen spräche schon, daß die römischen Unterlagen den Namen des Jesus beinhalten. Eine weitere Spekulation stammt von Hermann Wieland, Rudolf John Gorsleben und Frenzolf Schmid. Diese Autoren waren der Ansicht, Jesus sei ein atlantischer Königssohn gewesen. Dieser wurde gewaltsam gestürzt, blieb aber in der Erinnerung des Volkes, was soweit ging, daß er irgendwann als Gott verehrt wurde. Diese Verehrung blieb uns im Mythos vom Lichtgott Baldur erhalten. Von germanischen und keltischen Siedlern sei dieser Mythos nach Galiläa exportiert worden. Aus der Vermischung mit dem dortigen Judentum sei dann das Christentum entstanden. Dafür könnte man heranziehen, daß Baldur dem Mythos nach genau wie Jesus verraten und ermordet wurde. Auch prophezeit der Mythos die Auferstehung Baldurs. Der germanische Gott Baldur soll das mythische Vorbild für Jesus sein, welcher eine Etymologie zum keltischen Esus darstelle. Schließlich meinte Karl Maria Wiligut, Baldur Kristus sei ein germanischer Prediger gewesen, welcher das Irminentum verkündete. Er sei 9.600 v. d. Z. von Wotanisten in Goslar gekreuzigt worden. Tatsächlich finden sich in Germanien viele Kreuzigungsmythen, zu welchen man auch die Sage von der Marterung Odins am Weltenbaum Yggdrasil zählen kann.
  20. Kurt Eggenstein: Die Aufklärung, ihre Ursachen und ihre Folgen
  21. Peter Schäfer: Jesus im Talmud, Tübingen 2007, S. 45 f.
  22. 22,0 22,1 22,2 Peter Schäfer: Jesus im Talmud, Tübingen 2007
  23. Denis Diderot, vgl.: Will Durant / Ariel Durant: Kulturgeschichte der Menschheit; Bd. 28: Das Zeitalter Voltaires, S. 225 (Genfer Ausgabe: Edito-Service S.A., ohne Jahrgang)
  24. Walter-Jörg Langbein: Das Sakrileg und die heiligen Frauen. Das Geheimnis um die Nachkommen Jesu. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin ³2006, ISBN 978-3-7466-8141-2, S. 156 f.
  25. Johann Eisenmenger: Entdecktes Judenthum – Erster Theil, 2. Kapitel
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