Chronologie der Gewalt in Israel (1947)

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[bearbeiten] 1947

1. Januar 1947, Jerusalem. Dov Gruner wurde von einem britischen Militärgericht zum Tod durch den Strang verurteilt wegen seiner Teilnahme beim Überfall auf das Polizeihauptquartier von Ramat Gan im April 1946.

2. Januar 1947, Palästina. Eine Terrorwelle fegte durch Palästina, als jüdische Terroristen in fünf Städten Bombenanschläge und Maschinengewehr-Angriffe durchführten. Die Zahl der Verluste war gering. In mehreren Fällen waren selbstgemachte Flammenwerfer benutzt worden. In erbeuteten Flugblättern wurde angekündigt, daß die Irgun den Briten und Arabern Palästinas den Krieg erklärt habe.

4. Januar 1947, Jerusalem. An die britischen Soldaten erging der Befehl, stets Seitenwaffen zu tragen, und es wurde ihnen verboten, Cafes oder Restaurants zu betreten.

5. Januar 1947, Ägypten. Elf britische Truppenangehörige wurden verletzt bei einem Handgranaten-Angriff auf einen Zug, der Truppen nach Palästina brachte. Der Angriff erfolgte bei Benha, 25 Meilen von Kairo entfernt.

8. Januar 1947, Palästina. Die britische Polizei nahm bei Razzien in Rishon-el Zion und Rehoboth 32 Personen fest, die verdächtigt werden, zur „Schwarzen Truppe" der Irgun-Terroristen zu gehören.

12. Januar 1947, Haifa. Ein einzelner Terrorist fuhr einen mit Sprengstoff gefüllten Laster in die Haupt-Polizeiwache und brachte ihn zur Explosion, wobei zwei britische Polizisten und zwei arabische Schutzleute getötet und 140 weitere verletzt wurden. Der Terrorist entkam. Diese Aktion beendete einen 10-tägigen Rückgang der Gewalt, und die Stern-Bande übernahm für sie die Verantwortung.

13. Januar 1947, Haifa. Britische Soldaten und Polizei durchsuchten in Haifa 872 Personen und verhafteten 10 zwecks weiterem Verhör, während sowohl Araber wie auch Juden die Bombenanschläge verurteilten.

14. Januar 1947, Jerusalem. Yehudi Katz wird von einem Jerusalemer Gericht zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil er im September 1946 in Jaffa eine Bank ausgeraubt hat, um Geldmittel für die Terroristen zu beschaffen.

21. Januar 1947, London. Dr. Emmanuel Neumann, der Vizepräsident der Zionist Organization of America (Zionistenorganisation von Amerika), erklärte, US-Zionisten würden »Millionen« ausgeben, um die illegale Immigration von Juden nach Palästina zu finanzieren. Ein Sprecher der Haganah in Paris erklärte, daß in den vergangenen 15 Monaten 211.878 Juden illegal nach Palästina gekommen seien.

22. Januar 1947, Palästina. Sir Harry Gurney, Chief Secretary, erklärte, daß die Sabotage durch Terroristen Palästina nach Schätzung der britischen Verwaltung $2.400.000 koste.

22. Januar 1947, London. Der Minister für Kolonien, Arthur Creech Jones, informierte das Unterhaus, daß Terroristen 1946 in Palästina 73 britische Untertanen ermordet haben, und »keine Schuldigen verurteilt worden sind«.

27. Januar 1947, London. Die von den Juden boykottierte britische Palästina-Konferenz trat erneut zusammen. Jamal el Husseini, ein arabischer Führer in Palästina, erklärte, daß die arabische Welt unverändert gegen eine Teilung als Lösung des Problems sei.

29. Januar 1947, London. Es wurde offiziell verkündet, daß das britische Kabinett beschlossen habe, Palästina zu teilen.

29. Januar 1947, Jerusalem. Irgun-Kämpfer entließen den ehemaligen Major H. Collins, einen britischen Bankier, den sie am 26. Januar in seinem Haus gekidnappt hatten. Er war schlimm geschlagen worden. Am 28. Januar ließ die Irgun Richter Ralph Windham frei, der am 27. Januar in Tel Aviv gekidnappt worden war, als er ein Strafverfahrenen verhandelte. Diese Männer waren als Geißeln für Dov Bela Gruner genommen worden, ein wegen Terrorismus zum Tode verurteiltes Irgun-Mitglied. Der britische Hochkommissar, Generalleutnant Sir Alan Cunningham, hatte das Kriegsrecht angedroht, falls die zwei Männer nicht unverletzt zurückgebracht würden.

31. Januar 1947, Jerusalem. General Cunningham wies die Frauen und Kinder aller britischen Zivilisten an, Palästina sofort zu verlassen. Etwa 2.000 Personen waren betroffen. Dieser Befehl umfaßte nicht die 5.000 Amerikaner in Palästina.

3. Februar 1947, Jerusalem. Die Palästina-Regierung erließ ein auf sieben Tage befristetes Ultimatum an das Jüdische Büro, mit der Forderung, »kategorisch und sofort« zu erklären, ob es und der oberste Judenrat in Palästina bis zum 10. Februar die jüdische Gemeinde zur »Kooperation mit der Polizei und den Streitmächten« aufrufen werde, »um die Mitglieder der Terroristengruppen der Gerechtigkeit zuzuführen.« Diese Aufforderung wurde öffentlich von Mrs. Goldie Meyerson zurückgewiesen, der Vorsitzenden der politischen Abteilung des Jüdischen Büros.

4. Februar 1947, Jerusalem. Der britische Gebiets-Kommissar James Pollock gibt den Plan für eine militärische Besetzung von drei Sektoren Jerusalems bekannt und befiehlt fast 1000 Juden, bis zum Mittag des 6. Februar die Viertel Rehavia, Schneler und das deutsche Viertel zu räumen.

5. Februar 1947, Jerusalem. Die Vaad Leumi wies das britische Ultimatum zurück, während die Irgun Flugblätter herausgab, daß sie bereit sei, bis zum Tode gegen die britische Oberhoheit zu kämpfen. Die ersten 700 von etwa 1500 britischen Frauen und Kindern, denen befohlen worden war, Palästina zu verlassen, reisen mit Flugzeug und Zug nach Ägypten aus. Britische Behörden, die eine Militäraktion vorbereiten, beordern weitere Familien aus Sektoren von Tel Aviv und Haifa, die zu befestigten Militärbereichen gemacht werden sollen.

9. Februar 1947, Haifa. Britische Truppen holen bei Haifa 650 illegale jüdische Immigranten vom Schoner Negev und zwingen sie nach einem Kampf zwecks Deportation nach Zypern an Bord der Fähre Emperor Haywood.

14. Februar 1947, Jerusalem. Die britische Verwaltung enthüllt, daß Generalleutnant Sir Evelyn Barker, der scheidende britische Kommandant von Palästina, vor seiner Rückkehr nach London am 12. Februar die Todesurteile von drei Irgun-Mitgliedern bestätigt habe. Die drei Männer, Dov Ben Rosenbaum, Eliezer Ben Kashani und Mordecai Ben Alhachi, waren am 10. Februar wegen Waffenbesitz zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Ein vierter, Haim Gorovetzky, erhielt wegen seines geringen Alters ein Urteil auf lebenslänglich. Generalleutnant G. MacMillian kam am 13. Februar als Nachfolger für Gen. Barker in Jerusalem an.

15. Februar 1947, Palästina. Der Sabbat war der Hintergrund für vereinzelte Gewaltausbrüche, darunter dem Mord an einem Araber in Jaffa und eines Juden in Bne Brok, der Entführung eines Juden in Peta Tikvah und dem Brand eines jüdischen Clubs in Haifa.

9. März 1947, Hadera. Ein britisches Armeecamp wird angegriffen.

10. März 1947, Haifa. Ein Jude, der verdächtigt wird, Informant zu sein, wurde von jüdischen Terroristen ermordet.

12. März 1947, Jerusalem. Die Zahlstelle der britischen Armee in Jerusalem wird mit Dynamit gesprengt und ein Soldat getötet.

12. März 1947, Palästina. Britische Militäreinheiten ergreifen die meisten der 800 Juden, deren Motorschiff Susanna sich der britischen Blockade entzogen hatte und an diesem Tag nördlich von Gaza gelandet war. Eine britische Marine-Eskorte brachte die Ben Hecht, das erste bekannte Immigrantenschiff des Hebräischen Komitees für nationale Befreiung (Hebrew Committee of National Liberation), nach Haifa, und seine 599 Passagiere wurden nach Zypern ausgeschifft. Die Briten verhafteten die Mannschaft, der auch 18 US-Seeleute angehörten.

13. März 1947, Jerusalem. Britische Behörden teilten 78 Verhaftungen aufgrund von inoffizieller jüdischer Kooperation mit, aber zwei Eisenbahnen wurden angegriffen, mit zwei Opfern zur Folge, und acht bewaffnete Männer raubten von einer Bank in Tel Aviv $65.000.

14. März 1947, Palästina. Jüdische Terroristen sprengen einen Teil der Öl-Pipeline in Haifa und einen Abschnitt der Eisenbahnlinie bei Beer Yakov.

16. März 1947, Jerusalem. Gegen das Gebäude des Jüdischen Büros wird ein Bombenanschlag verübt.

17. März 1947, Jerusalem. Die britischen Behörden beenden das Kriegsrecht, durch das 300.000 Juden 16 Tage unter Hausarrest standen und das die meisten Wirtschaftsaktivitäten gelähmt hatte.

17. März 1947, Palästina. Ein Militärgericht verurteilt Moshe Barazani zum Tod durch den Strang, weil er im Besitz einer Handgranate war.

18. März 1947, Palästina. Terroristen-Flugblätter geben den Mord an Michael Shnell auf dem Carmel-Berg zu, weil er ein Informant war.

22. März 1947, Palästina. Britische Beamte verkünden die Verhaftung von fünf bekannten Terroristen und bei Petah Tikvah die Entdeckung der Leiche von Leon Meshiah, einem Juden, der wahrscheinlich als vermuteter Informant getötet worden war.

26. März 1947, London. Englands Geheimer Staatsrat wies die Berufung des Todesurteils gegen Dov Bela Gruner zurück.

28. März 1947, Haifa. Die Irgun sprengt in Haifa die Pipeline der Iraq Petroleum Co.

29. März 1947, Palästina. Ein britischer Armee-Offizier wurde von jüdischen Terroristen ermordet, die in der Nähe des Lagers Ramle einer Gruppe Reiter einen Hinterhalt legte. Ein Überfall von Terroristen auf eine Tel Aviver Bank erbrachte $109.000.

30. März 1947, Palästina. Einheiten der britischen Marine nahmen aufgrund eines SOS-Notrufs 50 Meilen außerhalb der palästinensischen Gewässer die manövrierunfähige Moledeth mit 1.600 illegalen jüdischen Flüchtlingen an Bord ins Schlepp.

30. März 1947, Tel Aviv. Die Stern-Bande tötete die Frau eines britischen Soldaten.

31. März 1947, Haifa. Jüdische Terroristen sprengten die britischen Shell-Mex Öltanks in Haifa und entfachten so ein Feuer, das eine Viertelmeile der Wasserfront vernichtete. Der Schaden wurde auf mehr als $1.000.000 angesetzt, und die britische Regierung in Palästina hat erklärt, daß die jüdische Gemeinde dafür aufkommen müsse.

2. April 1947, Zypern. Die Ocean Vigour wurde durch eine Bombe im Hafen von Famagusta, Zypern, beschädigt. Die Haganah gab den Bombenanschlag zu.

3. April 1947, Jerusalem. Ein Gericht in Jerusalem verurteilte Daniel Azulai und Meyer Feinstein, Mitglieder der Terroristenbande Irgun, wegen des Angriffs auf die Jerusalemer Eisenbahnstation am 30. Oktober zum Tode. Der Oberste Gerichtshof von Palästina ließ eine Berufung gegen das Todesurteil von Dov Bela Gruner zu.

3. April 1947. Der Transporter Empire Rival wurde durch eine Zeitbombe beschädigt, während er auf der Route von Haifa nach Port Said in Ägypten war.

7. April 1947, Jerusalem. Das Oberste Gericht verweigerte eine erneute Berufung gegen das Todesurteil von Dov Bela Gruner, und eine britische Patrouille tötete Moshe Cohen.

8. April 1947, Jerusalem. Jüdische Terroristen töteten einen britischen Schutzmann als Rache für den Tod von Cohen.

9. April 1947, Palästina. The Palästina-Regierung hebt das »satzungsgemäße Kriegsrecht« angesichts der negativen Publizität auf, gesteht sich aber selbst zu, in »kontrollierten Gebieten« die Ausübung einer Militärdiktatur zu erlassen.

10. April 1947, London. Die britische Regierung fordert Frankreich und Italien auf zu verhindern, daß sich Juden nach Palästina einschiffen.

11. April 1947, Jerusalem. Asher Eskovitch, ein Jude, wurde von Muslimen beim Betreten der verbotenen Omar-Mosche erschlagen.

13. April 1947, Jerusalem. Guella Cohen, der illegal für die Sternbande gesendet hat, entfloh von einem britischen Militärhospital.

14. April 1947, Tel Aviv. Eine britische Marineeinheit ging an Bord des Flüchtlingsschiffs Guardian und übernahm es mit 2.700 Passagieren nach einem Feuergefecht, bei dem zwei Immigranten getötet und 14 verwundet wurden.

16. April 1947, Haifa. Trotz der Drohungen mit Vergeltung durch die Irgun hängen die Briten Dov Bela Gruner und drei weitere Irgun Mitglieder im Acre-Gefängnis an der Bucht von Haifa. Für mehrere Stunden wird eine strikte Ausgangssperre gegen die jüdischen Gemeinden erlassen. Kurz nachdem die Hinrichtungen bekanntgegeben worden waren, wurde im Kolonialamt in London eine Zeitbombe gefunden, die jedoch entschärft wurde.

17. April 1947, Palästina. Generalleutnant C. MacMillan bestätigte die Todesurteile für zwei weitere verurteilte Terroristen, Meier Ben Feinstein und Moshe Ben Barazani, mildert aber das Urteil von Daniel Azulai auf lebenslängliche Haft.

18. April 1947, Palästina. Die Vergeltungsaktionen der Irgun für die Hinrichtung von Gruner waren ein Angriff auf eine Erste-Hilfe-Station bei Nethanya, bei der eine Wache getötet wurde, ein Angriff auf einen gepanzerten Wagen in Tel Aviv, wobei ein Passant getötet wurde, und Schüsse gegen britische Truppen in Haifa, die aber keinen Schaden anrichteten.

19. April 1947, Haifa. Britische Marineeinheiten ließen im Hafen von Haifa Wasserminen hochgehen, um zu verhindern, daß jüdische Froschleute einen Unterwasserangriff gegen drei britische Deportationsschiffe durchführten, die die Passagiere der Guardian nach Zypern brachten.

20. April 1947, Tel Aviv. Eine Reihe Bombenanschläge durch jüdische Terroristen als Vergeltung für das Hängen des verurteilten Terroristen Gruner verletzte 12 britische Soldaten.

21. April 1947, Jerusalem. Die verurteilten Terroristen Meir Feinstein und Moshe Barazani töten sich im Gefängnis selbst, wenige Stunden, bevor sie gehängt werden sollten. Sie sprengten sich mit Bomben in die Luft, die ihnen in ausgehöhlten Orangen eingeschmuggelt worden waren.

22. April 1947, Palästina. Ein von Kairo kommender Truppentransport wurde außerhalb von Rehovoth mit Bomben angegriffen, fünf Soldaten und drei Zivilisten wurden getötet und 39 Personen verletzt.

23. April 1947, London. Der britische Erste Lord der Admiralität, Viscount Hall, verteidigte die Politik der Labor Regierung in Palästina und gab im Oberhaus bekannt, daß England trotz aller UN-Aktionen keine »Politik durchführen werde, die es nicht billigt«. Er tadelte die Finanzhilfen amerikanischer Juden für die Palästina-Terroristen, die den Terrorismus dort unterstützten, und gab die Opferzahl seit 1. August 1945 bekannt: 113 Tote, 249 Verwundete, 168 verurteilte Juden, 28 zum Tode Verurteilte, vier Hingerichtete, 33 in Gefechten getötete Terroristen. Viscount Samuel drängte auf verstärkte Immigration.

23. April 1947, Palästina. Die Irgun proklamiert ihre eigenen „Militärgerichte", die britische Truppen und Polizisten, die ihnen Widerstand leisten, „verurteilen" sollen.

24. April 1947, Palästina. Generalleutnant Sir Alan Cunningham, der Hochkommissar für Palästina, flog nach Ägypten und forderte Generalleutnant Sir Miles Dempsey, den Kommandeur der Nahost-Landtruppen, auf, mehr Truppen nach Palästina zu schicken.

25. April 1947, Tel Aviv. Ein Trupp der Stern-Bande fuhr einen gestohlenen, mit Sprengstoff beladenen Postlaster in das Polizeilager Sarona und ließ ihn hochgehen, wobei fünf britische Polizisten getötet wurden.

26. April 1947, Haifa. Der Mord an Polizei-Superintendent A. Conquest war der Höhepunkt einer Woche voller Blutvergießen.

4. Mai 1947, Acre. Die Mauern des Gefängnisses von Acre wurden durch eine Irgun-Bombe aufgesprengt. 251 jüdische und arabische Gefangenen entkamen nach einem Feuergefecht, bei dem 15 Juden und 1 Araber getötet wurden, 32 wurden verletzt (darunter sechs britische Wachen). 23 Entflohene wurden wieder gefangen. Die Palästina-Regierung versprach keine zusätzlichen Strafen, wenn sich die 189 immer noch auf freiem Fuß befindlichen Entflohenen stellten.

6. Mai 1947, Jerusalem. Der ehemals britische Unteroffizier Dov Bernard Cohen, der Anführer des Bombenunternehmens von Acre, wurde bei dem Angriff tödlich verwundet.

4. Mai 1947, New York. Das Political Action Committee for Palestine führte in New Yorker Zeitungen eine Anzeigenkampagne durch, um Geldmittel für den Kauf von Fallschirmen für junge europäische Juden zu kaufen, die aus der Luft die Einwanderungssperre nach Palästina zunichte machen wollen.

8. Mai 1947, Tel Aviv. Ein Jude geriet bei Tel Aviv in einen Hinterhalt und wurde von einer Gruppe Araber erschossen. Drei Tel Aviver Läden, die Juden gehören, wurden niedergebrannt. Die Eigentümer hatten sich geweigert, Geld für die jüdischen Terroristengruppen beizusteuern.

12. Mai 1947, Jerusalem. Jüdische Terroristen töteten zwei britische Polizisten.

12. Mai 1947, Jerusalem. Die britischen Behörden gaben bekannt, daß 3l2 jüdische politische Gefangene in Kenia, Ostafrika, 247 in Latrun und 34 in Bethlehem einsitzen.

15. Mai 1947. Die Stern-Bande tötete zwei britische Leutnants und verletzte sieben weitere Personen durch zwei Zug-Entgleisungen und drei Brückenzerstörungen.

16. Mai 1947, Palästina. Am fünften Tag einer weiteren terroristischen Aktion wurde der Haifaer Polizeikomissar Robert Schindler, ein deutscher Jude, von der Stern-Bande ermordet, und ein britischer Schutzmann wurde auf der Straße vom Carmel-Berg nach Haifa bei Jerusalem getötet.

17. Mai 1947, Haifa. Der 1.200-Tonnen-Frachter der Haganah Trade Winds wurde von der Royal Navy vor der libanesischen Küste aufgebracht und nach Haifa eskortiert. Über 1.000 illegale Immigranten wurden von Bord geholt für ihre bevorstehende Verbringung nach Zypern.

19. Mai 1947, London. Die britische Regierung protestierte bei der Regierung der Vereinigten Staaten gegen die Kampagnen zur Beschaffung von Geldmitteln für Terroristen-Banden in Palästina. Die Klagen bezogen sich auf einen »Brief an die Terroristen von Palästina« des Stückeschreibers Ben Hecht, des Mitpräsidenten der American League for a Free Palestine, der zuerst am 15. Mai in der New York Post veröffentlicht worden war. Die Anzeige besagt: »Wir wollen Millionen für euch einzusammeln.«

22. Mai 1947, Palästina. Araber griffen ein jüdisches Arbeitslager in Süd-Palästina an als Vergeltung für einen Überfall der Haganah auf die Araber am 20. Mai in der Nähe von Tel Aviv. Etwa 40.000 arabische und jüdische Arbeiter führten am gleichen Tag gemeinsam einen eintägigen Streik gegen alle Einrichtungen des britischen Kriegsministeriums durch.

23. Mai 1947, Palästina. Eine britische Marineabteilung geht vor Südpalästina an Bord des Immigrantenschiffes Mordei Haghettoath und übernimmt das Kommando über dessen 1.500 Passagiere. Zwei britische Soldaten wurden in Jerusalem verurteilt, weil sei bei einem Terroristenangriff einen Jeep und Armeepost im Stich gelassen hatten.

27. Mai 1947, Deutschland. Jüdische Mitarbeiter der Untergrund-Auswanderung in Frankfurt am Main erklärten, sie hofften, 1.000.000 Juden aus Europa nach Palästina zu transportieren, davon 30.000 in diesem Sommer. Das Schiff Colony Trader aus Costa Rica wurde in Gibraltar zurückgehalten wegen des Verdachts, daß es zum Schmuggel illegaler Immigranten nach Palästina benutzt werde. London untersucht Berichte, wonach nichtjüdische Polen und Slawen in DP-Lagern für die Palästina-Armee rekrutiert werden. Andere Untersuchungen haben die anhaltenden Berichte zum Gegenstand, daß Sowjetrußland den jüdischen Terroristenbanden technische Berater zukommen ließ.

28. Mai 1947, Syrien. Fawzi el-Kawukji, der die Kriegsjahre in Deutschland verbracht hatte, nachdem er 1936-39 den arabischen Aufstand in Palästina geführt hatte, sagte in Damaskus zu Reportern, daß eine ungünstige Entscheidung durch die UN-Untersuchungsgruppe das Signal für den Krieg gegen die Juden in Palästina sein werde. »Wir müssen beweisen, daß wir im Falle« eines anglo-amerikanischen Krieges gegen Rußland, »gefährlicher oder nützlicher für sie sein können als die Juden«, fügte er hinzu.

28. Mai 1947, Haifa. Jüdische Terroristen sprengten eine Wasserleitung und einen Schuppen im Gebiet der Öldocks von Haifa und führten drei Angriffe auf Eisenbahnlinien in der Gegend von Lydda und Haifa durch.

31. Mai 1947, Haifa. Das Haganah-Schiff Yehuda Halevy kam unter britischer Marineeskorte mit 399 illegalen jüdischen Immigranten an, den ersten aus arabischen Gebieten. Sie wurden sofort weiter nach Zypern verschifft.

4. Juni 1947, London. Die jüdische Terroristenbande Stern schickte Briefbomben an hohe britische Regierungsbeamten. Acht Briefbomben, die pulverisiertes Gelatinedynamit enthielten, wurden in London entdeckt. Zu den Empfängern gehörten Ernest Bevan, Anthony Eden, Premierminister Attlee und Winston Churchill.

5. Juni 1947, Washington. Präsident Truman appellierte an alle Personen in the Vereinigten Staaten, den Palästina-Terroristen nicht zu helfen. Das American Jewish Committee und das Jewish Labor Committee verurteilten Ben Hechts Kampagne zur Sammlung von Geldmitteln für Palästina-Terroristen.

5. Juni 1947, Tel Aviv. Minen jüdischer Terroristen demolierten zwei Züge in der Nähe von Tel Aviv und Haifa und den Bahnhof von Athlit, es gab aber keinen Personenschaden.

6. Juni 1947, London. Beamte von Scotland Yard bestätigen jetzt, daß insgesamt 20 Briefbomben gefunden wurden.

6. Juni 1947, New York. Der Generalsekretär der UN, Trygve Lie, hat ein Ersuchen der Briten an alle Länder weitergeleitet, an ihren Grenzen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausreise illegaler Immigranten mit Ziel Palästina zu treffen.

18. Juni 1947, Tel Aviv. Die Haganah gab bekannt, daß einer ihrer Angehörigen durch eine versteckte Bombe getötet wurde, was einen Plan der Irgun vereitelte, das britische Militärhauptquartier in Tel Aviv in die Luft zu sprengen.

19. Juni 1947, Jerusalem. Major Roy Farran, der mit dem Verschwinden eines 16-jährigen Juden in Verbindung gebracht wird, flüchtete aus der Haft in der Armee-Kaserne in Jerusalem.

28. Juni 1947, Palästina Die terroristische Stern-Bande eröffnete das Feuer auf britische Soldaten, die in der Schlange vor dem Theater von Tel Aviv warteten. Drei wurden getötet und zwei verwundet. Ein weiterer Brite wurde in einem Hotel in Haifa getötet, und es gab mehrere Verwundete. Diese Aktion soll laut jüdischen Terroristen eine Vergeltung sein für die britische Brutalität und die angebliche Erschlagung eines vermißten 16 Jahre alten Juden, Alexander Rubowitz, während er am 6. Mai in einer Armee-Kaserne gefangen war.

29. Juni 1947, New York. Der UN-Ausschuß verurteilt mit 9:0 Stimmen die terroristischen Anschläge als »flagrante Mißachtung« des UN-Aufrufs zu einer zeitweiligen Waffenruhe, nachdem Stern-Terroristen weitere vier britische Soldaten an einem Strand bei Herzlila verwundet hatten. Major Roy Alexander Farran stellte sich freiwillig, nachdem er am 19. Juni in Jerusalem aus der Haft entflohen war. Er war in Verbindung mit dem Fall Rubowitz festgenommen worden.

30. Juni 1947, Jerusalem. The Palästina-Regierung erlaubt den Ölgesellschaften, die Preise für Benzin um fast 10% zu erhöhen als Ersatz für den Schaden in Höhe von $1 Million durch die Sprengung der Ölinstallationen in Haifa am 31. März durch jüdische Terroristen.

1. Juli 1947, Jerusalem. Die britische Regierung weisen den Aufruf des UN-Ausschusses zurück, die Exekution von drei Irgun-Mitglieder auszusetzen, die wegen Terrorismus verurteilt wurden. Sie erklärte auch, daß sich die Waffenruhe-Resolution der UN-Versammlung vom 15. Mai nicht auf »die normalen Verwaltungsabläufe der Justiz« in Palästina beziehe.

2. Juli 1947, Haifa. Irgun-Mitglieder raubten von einer Bank in Haifa $3.200. Zugleich warnen sowohl die Stern-Bande und the Irgun die Briten, daß deren „provokative" Handlungen in Palästina aufhören müßten, bevor eine Waffenruhe erfolgen könne. Die Mitglieder des UN-Ausschusses aus Guatemala und der Tschechoslowakei besuchten zwei jüdische Verurteilte im Gefängnis von Acre. In Pretoria, Südafrika, sagte Premierminister Smuts, der an der Balfour-Erklärung mitgewirkt hatte, »das Versprechen einer Heimstatt in Palästina bedeutete niemals ganz Palästina«, er befürwortete eine Aufteilung in einen arabischen und einen jüdischen Staat.

12. Juli 1947, Jerusalem. Dr. Ariem Altman, Präsident der United Zionist Revisionists, sagte bei einer Zusammenkunft der Organisation in Jerusalem, daß sich die Revisionisten mit nicht weniger als einem ungeteilten freien jüdischen Staat in Palästina und Trans-Jordan zufriedengeben würden. Die Irgun gab in Jerusalem bekannt, daß zwei in Nathanya gekidnappte britische Feldwebel in Tel Aviv gefangengehalten werden und von einem Kriegsgericht der Irgun zum Tode verurteil wurden.

14. Juli 1947, Nathanya. Die Briten verhängen das Kriegsrecht und stellen die 15.000 Bewohner von Nathanya unter Hausarrest. Sie führten 68 Verhaftungen durch und verurteilten 21 Personen zu jeweils 6 Monaten Haft im Lager Latrun.

17. Juli 1947, Nathanya. Die Irgun tötete bei fünf Minenaktionen gegen den Militärverkehr von und nach Nathanya einen Briten und verletzte 16.

17. Juli 1947, Nethanya. Minen töteten einen weiteren Briten und verletzten sieben.

18. Juli 1947, Haifa. Das amerikanisch bemannte Haganah-Flüchtlingsschiff Exodus 1947 (ehemals die President Warfield) wurde von britischen Marineeinheiten nach Haifa eskortiert, nach einem Kampf, in dem der amerikanische Erste Offizier William Bernstein und zwei Immigranten getötet und mehr als 30 Menschen verletzt wurden. Der Blockadebrecher selbst wurde schwer beschädigt. Der Rest der 4.554 Passagiere - der größten Gruppe illegaler Immigranten, die auf einem einzigen Schiff nach Palästina gereist sind, wurde auf ein britisches Gefangenenschiff zum Abtransport nach Zypern verbracht. Der amerikanische Kapitän Bernard Marks und seine Mannschaft wurden festgenommen. Das Schiff kam von Frankreich.

19. Juli 1947, Haifa. Ein schnell unterdrückter Aufstand brach unter den Passagieren der Exodus 1947 aus, als sie erfuhren, daß sie nach Frankreich zurückgeschickt werden sollten.

19. Juli 1947, Jerusalem. Die Palästina-Regierung klagt an, daß eine jüdische »Kampagne der Gesetzlosigkeit, des Mordes und der Sabotage« seit 1940 70 Menschenleben und $6 Millionen Sachschaden gekostet hat.

21. Juli 1947, Jerusalem. Vor der öffentlichen Bestätigung, daß 4.529 Passagiere der Exodus 1947, die auf drei Schiffe überstellt worden waren, nicht nach Zypern, sondern zurück nach France geschickt werden sollten, ergriff die Palästina-Regierung die Vorsichtsmaßnahme, Jerusalems 90.000 Juden unter nächtlichen Hausarrest zu stellen.

23. Juli 1947, Haifa. Die Haganah versenkte den britischen Transporter Empire Lifeguard im Hafen von Haifa, als 300 jüdische Immigranten von Bord gingen, die offiziell nach dem Quotensystem in Palästina zugelassen worden waren. Fünfundsechzig Immigranten wurden getötet und 40 verwundet. Die Briten konnten das Schiff wieder flott machen.

24. Juli 1947, Amman, Trans-Jordan. Sieben Mitglieder der UN-Palästina-Kommission flogen nach Amman und wurden von Jordaniens Premierminister Samir Pasha el Rifai darüber informiert, daß: (1) Palästina den Arabern gehört; (2) die Araber niemals die Balfour-Erklärung akzeptiert haben; (3) die Juden imperialistische Eindringlinge sind, deren Einwanderung »sofort gestoppt werden muß«; (4) Palästina ohne Teilung Unabhängigkeit unter arabischer Herrschaft erhalten sollte; (5) Palästina mit der mißlichen Lage europäischer Flüchtlinge nichts zu tun hat; (6) die Araber jeder negativen Entscheidung mit gerechtfertigter Gewalt entgegentreten werden.

26. Juli 1947, Palästina. Jüdische Terroristen sprengten die Pipeline der Iraqi Petroleum Co. 12 Meilen östlich von Haifa und zerstörten eine Radarstation auf dem Carmel-Berg.

26. Juli 1947, Palästina. Zwei britische Soldaten wurden bei Jerusalem durch eine versteckte Bombe getötet, womit sich die Opferzahl der Gewalt dieser Woche auf 12 Tote und 75 Verwundete erhöhte.

26. Juli 1947, Palästina. Menachem Begin, der Anführer der Irgun, erklärte von seinem geheimen Hauptquartier aus, daß die Haganah den Bombenanschlag vom 22. Juli 1946 auf das King-David-Hotel in Jerusalem geplant hatte, bei dem 91 Personen getötet wurden.

27. Juli 1947, Palästina. Ein Hinterhalt und Minen kosteten die Briten sieben weitere Verwundete.

28. Juli 1947, Haifa. Zwei kleine Haganah-Schiffe mit 1.174 Juden aus Nordafrika wurden von britischen Marineeinheiten vor Palästina abgefangen und nach Haifa gebracht. Die illegalen Immigranten wurden an Bord britischer Transporter nach Zypern verschifft.

29. Juli 1947, Palästina. Die britischen Behörden hängten trotz der Appelle jüdischer Führer drei Irgun-Angehörige im Gefängnis von Acre. Die verurteilten, Myer Nakar, Absalom Habib und Jacob Weiss, hatten während des Krieges im tschechischen Untergrund gekämpft. Sie waren wegen der Sprengung des Gefängnisses von Acre am 4. Mai und der Befreiung von 200 Arabern und Juden verurteilt.

29. Juli 1947, Frankreich. Die 4.429 illegalen Immigranten der Exodus 1947, die am 11. Juli von Sate, Frankreich, nach Palästina gefahren waren, aber von den Briten nun auf drei Transportern nach Frankreich zurückgebracht wurden, weigerten sich, die Schiffe zu verlassen, die vor Port de Douc, Frankreich, vor Anker gegangenen waren. Nur wenige, die krank waren, gingen an Land. Die französische Regierung informierte die Flüchtlinge, daß sie nicht von Bord gehen müßten, daß man es aber begrüßen würde, wenn sie es täten. Die Transporter sind die Runnymede Park, Ocean Vigour und Empire Valour.

30. Juli 1947, Palästina. Irgun-Terroristen gaben bekannt, daß sie zwei britische Feldwebel, Marvyn Paice und Jifford Martin, die sie seit dem 12. Juli als Geißeln gehalten hatten, wegen »Verbrechen gegen die jüdische Gemeinde« gehängt haben. Die zwei waren ergriffen worden, als die Todesurteile gegen drei Irgun Mitglieder von den britischen Behörden bestätigt wurden. Zwei weitere britische Soldaten wurden bei Hadera durch eine Landmine getötet. Britische Truppen griffen als Vergeltung auf die Morde die jüdische Siedlung Pardes Hanna an.

31. Juli 1947, Nathanya. Die Leichen der zwei ermordeten britischen Feldwebel wurden gegen 5:30 Uhr anderthalb Meilen von Nathanya an Eukalyptusbäumen hängend gefunden. Eine versteckte Bombe zerfetzte Martins Leiche, als sie abgenommen wurde. Wütende britische Soldaten stürmten nach Tel Aviv, schlugen Läden in Trümmer, griffen Fußgänger an und belegten einen Bus mit Feuer, wobei fünf Juden - zwei Männer, zwei Frauen und ein Junge - getötet wurden.

November 1947 - Geteiltes Land. Die Uno-Vollversammlung stimmt im November der Teilung des Mandatsgebiets in einen jüdischen (53%) und einen palästinensischen Staat (47%) zu. Jerusalem soll internationale Stadt und neutral werden. Die jüdische Seite ist einverstanden; die arabische lehnt den Plan ab.

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