Zetkin, Clara

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Clara Zetkin (li.) mit Rosa Luxemburg im Jahr 1910.

Clara Josephine Zetkin, geborene Eißner (* 5. Juli 1857 in Wiederau; † 20. Juni 1933 in Archangelskoje bei Moskau) war eine jüdische Politikerin und Kommunistin.

Werdegang

Clara Zetkin, geborene Eißner (ihre jüdische Mutter hieß Josephine Vitale),[1] kam 1857 im sächsischen Wiederau zur Welt. Ab 1878 war sie für die SPD aktiv, in deren Vorstand sie einzog. Von 1882 bis 1890 lebte sie in Frankreich und in der Schweiz. Dort lernte sie den linken russischen Revolutionär Ossip Zetkin kennen, den sie heiratete, der aber bereits 1889 starb.[1] Ab 1891 war sie Herausgeberin des SPD-Blattes „Gleichheit“. 1916 gründete sie an der Seite Rosa Luxemburgs den „Spartakusbund“, ab 1919 gehörte sie der Führung der KPD an, für die sie von 1920 bis 1933 Reichstagsmitglied war. 1921 wurde sie Präsidiumsmitglied der Komintern und Vorsitzende des kommunistischen „Internationalen Frauensekretariats“, 1925 Vorsitzende der „Internationalen Roten Hilfe“.[1]

Zetkin lebte seit Mitte der 1920er Jahre überwiegend in Moskau. 1932 schickte Stalin sie noch einmal nach Berlin, wo sie in ihrer Rede als Alterspräsidentin des Deutschen Reichstages im Auftrage des Gulag-Diktators „mit den Nationalsozialisten abrechnete“.[1] Die Kommunistin Clara Zetkin wurde nach ihrem Tode 1933 in Archangelkoje bei Moskau auf Stalins Geheiß an der Kremlmauer beigesetzt.[1] Ihr Sohn Maxim Zetkin (* 1883; † 1965) war in der DDR hoher Staatsfunktionär.

Clara-Zetkin-Medaille

Die Clara-Zetkin-Medaille war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die am 18. Februar 1954 durch den Ministerrat der DDR in einer Stufe gestiftet wurde, um das Leben und Wirken Clara Zetkins zu würdigen. Die Auszeichnung erfolgte in der Regel zum Internationalen Frauentag am 8. März.

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
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