Clemens, Klaus
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Klaus Clemens (* 26. Februar 1908 in Beuel, † 18. Dezember 1930 in Bonn) war ein Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.
7. Dezember 1930 in Bonn. An einem Sonntag soll eine große Kundgebung in der Beethovenhalle stattfinden. Noch war die Schar der aktiven Kämpfer in Stadt und Land Bonn klein. Es sind meistens junge Arbeiter und Studenten. Maßlos ist der Terror von marxistischer Seite. Kampfesmutig marschiert eine Schar junger Kämpfer über die Rheinbrücke. Sieghaft weht das Hakenkreuzbanner voran. Unter den Marschierenden ist Klaus Clemens, der 23jährige Architekt. Der Älteste, der Stolz der Eltern. Da bricht der rote Mob mit Mordwerkzeugen auf die Unbewaffneten ein. Zwei Schüsse hallen durch den Wintertag. Klaus Clemens sackt mit einem Treffer in der Stirn zusammen. Mehrere Tage ringt er mit dem Tode, bis zum 18. Dezember, da stirbt er Zweiundzwanzigjährig. In der Weihnachtswoche tragen SA - Kameraden ihn zu Grabe. Still ruht der junge Kämpfer in dem Dörflein Küdinghoven, betrauert von tausenden Kameraden und Freunden. Das Ereignis ging als "blutiger Sonntag" in die deutsche Geschichte ein. Der Mörder war der Jude Josef Messinger.
Die Bonner Jugendherberge Ecke Poppelsdorfer Allee / Quantiusstraße wurde 1933 nach Klaus Clemens benannt, ebenso die Klaus-Clemens-Brücke (Alte Rheinbrücke) und die Klaus-Clemens-Straße (Dyroffstraße). In Bad Godesberg erinnerte die Klaus-Clemens-Straße (Gotenstraße) und in Oberkassel bei Bonn die Klaus-Clemens-Straße (Simonstraße) an ihn. Auch in anderen rheinischen Städten gab es Klaus-Clemens-Straßen, so in Eschweiler ab dem 31. März 1933 aufgrund Stadtratsbeschluss.
In Euskirchen wurde Klaus Clemens als „Blutzeuge der Bewegung“ dadurch gewürdigt, daß einige Jahre später die neue Siedlung an der Frauenbergerstraße, in unmittelbarer Nähe des Friedhofs, nach ihm benannt wurde. Diese Benennung ist offiziell nach dem Kriege und der Besetzung Deutschlands nicht rückgängig gemacht worden.
[bearbeiten] Literatur
- Ferdinand Seul: "Klaus Clemens. Ein Blutzeuge für das Dritte Reich", Bonner Univ. Buchdr., 1934
- Hermann Liese: "Ich kämpfe", München, Eher-Verlag 1943
- A.K. Busch: Blutzeugen - Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik, Nordland-Verlag Deutsche Stimme, ISBN-13: 978-3935102209
- Hans Weberstedt, Kurt Langner: "Gedenkhalle Für Die Gefallenen Des Dritten Reiches", Zentralverlag Der NSDAP Franz Eher, München. 1938
