Cyranka, Johann

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Johann Cyranka (1910–1932)

Johann [Hans] Cyranka (Lebensrune.png 10. Oktober 1910; Todesrune.png 5. November 1932 in Hamburg) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johann Cyranka stammte ursprünglich aus Oberschlesien und war von Beruf Schneidermeister. Er trat der SS bei, nachdem er zuvor Mitglied des Reichsbanners gewesen war. Kameraden bezeichneten ihn als einen trefflichen Nationalsozialisten.

Am 31. Oktober wurde er in St. Georg von Angehörigen des Reichsbanners angeschossen und erlitt einen schweren Bauchschuß, dem er am 5. November erlag. Er war das fünfte Todesopfer der Hamburger SA und SS im Jahre 1932.

Darstellung im Polizeibericht

Im Polizeibericht hieß es:

„Am 1. November 1932 wenige Minuten nach Mitternacht kam ein Trupp Reichsbannerleute an einem im Stadtteil St. Georg gelegenen Nationalsozialistischen Verkehrslokal vorüber, wobei es mit den vor dem Lokal stehenden Nationalsozialisten zu gegenseitigen Schimpfereien kam. Die Nationalsozialisten drängten die Reichsbannerleute von dem Lokal zurück, ohne daß es dabei zu Tätlichkeiten kam. Plötzlich wurde aus dem Trupp der Reichsbannerleute von der gegenüberliegenden Straßenseite aus eine Anzahl von Schüssen, insgesamt etwa acht, abgegeben, wobei der am Eingang des Lokals stehende Nationalsozialist Cyranka einen Bauchschuß erlitt, an dessen Folgen er verstorben ist. Von den sofort einschreitenden Polizeibeamten wurden drei Reichsbannerangehörige festgenommen, die von einem nationalsozialistischen Zeugen der Täterschaft bezichtigt wurden. Die Festgenommenen bestreiten die Anschuldigung; sie wollen das Verkehrslokal der NSDAP bereits einige Minuten vor dem Zusammenstoß passiert und dem größeren Reichsbannertrupp nicht angehört haben. Auffallend ist, daß nach Aussagen mehrerer Parteigenossen des Erschossenen dieser an dem vorangegangenen Abend zweimal von Reichsbannerleuten mit den Worten ‚Teufmol Cyranka, Dich kriegen wir schon‘ und ‚Du dickes Schwein, Dich kriegen wir‘ angesprochen worden ist.“

Nachruhm

Ein Hamburger Alsterschiff trug seinen Ehrennamen. Nach Kriegsende und der damit erfolgten Fremdherrschaft mußte es in „Tarpenbek“ umbenannt werden. Auch die SS-Standarte 28 und ein Traditionssturm wurden nach ihm benannt. Ebenso zwei Hamburger Straßen.

Verweise

Literatur

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