Döner

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BRD-Kanzlerin Angela Merkel an einem Kebab-Stand in Berlin (2008)
Herstellung eines Dönerspießes mit hohem Anteil Hackfleisch(-teig).

Der Döner (türk. | dt. drehend), Kurzform von Dönerkebab ist ein türkisches Gericht, hergestellt aus Fleisch, das an einem senkrecht befestigten, drehbaren Fleischspieß mittels eines seitlich angebrachten Grills gegart wird. Für die Zubereitung wird die obere durchgegarte Schicht des Grillgutes portionsweise abgeschnitten. Das Gericht wurde Anfang der 1990er Jahre in der BRD zum bekanntesten türkischen Gericht, ist jedoch entgegen der landläufigen Meinung kein türkisches Nationalgericht.

Döner werden nahezu ausschließlich als Halal-Döner zum Verkauf angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Entstehung

Ursprünglich wird nach mohamedanischem Ritus geschächtetes Hammelfleisch verwendet, inzwischen aber auch gewöhnliches Rind-, Lamm- und Schweinefleisch sowie Geflügel oder als Fleischersatz Gemüse und stärkehaltige Bindemittel. Laut Deutschem Lebensmittelbuch darf jedoch nur grob entsehntes Schaf- oder Rindfleisch sowie Salz, Gewürze, Eier, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt verwendet werden. Hackfleisch statt schieren Fleischscheiben trägt stark zu einer Verbilligung bei, darf allerdings höchstens 60 Prozent betragen.[1] Dadurch hat der türkische Döner das zuvor in Westdeutschland weiter verbreitete griechische Gyros, das nicht mit Hackfleisch gestreckt wird und dessen Fleischspieße nicht am nächsten Tag weiterverwendet werden dürfen, aus der multikulturellen Imbißlandschaft verdrängt.

Der Grill wird meist mit Gas beheizt, teilweise aber auch elektrisch. Ein kräftiger Knoblauchgeschmack ist typisch für die meisten Dönergerichte.

Der Döner, so wie er in der BRD seit den 1970er Jahren vielerorts standardmäßig angeboten wird, ist in der Türkei außerhalb der Zentren des Massentourismus unüblich. Er wird zu den Lebensmitteln der Schnellkost und zu den Imbissen gerechnet. Wie bei vielen Imbißspeisen bestehen auch beim Döner aufgrund seiner Zusammenstellung aus langsam gegrilltem Fleisch und offenen Salaten und dem ständigen Wechsel der Tresenkräfte zwischen Speisenzubereitung und Kassiertätigkeit erhöhte Hygienerisiken. Rund 16.000 Dönerbuden sollen auf dem Gebiet der BRD stehen.[2]

Nach Angaben von fddb.info besitzt eine Portion „Chicken Döner“ von 360g einen Brennwert von 575kcal (2406kJ), davon 10g Fett, 74,6g Kohlenhydrate und 23,7g Eiweiß. Damit deckt er fast ein Drittel der Gesamtkalorien pro Tag eines Erwachsenen.

Claudia Roth an einem Kebab-Stand während des 1. Gammelfleischskandals (2006)

Döner-Skandale

Bei Stichproben wiesen Lebensmittelchemiker in einzelnen Dönern bis zu 1% Pferdefleisch und bis zu 7% Schweinefleisch nach.[3] Wiederholt wurden auch große Mengen Gammelfleisch in der Dönerproduktion sichergestellt, was einen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht darstellt.[4] Hürriyet und andere türkische Zeitungen vermuteten dahinter eine Verschwörung konkurrierender nicht-türkischer Imbißbetreiber („Döner-Verschwörung“).[5]

Zahlreiche Berichte über ekelerregend verunreinigte Döner sind als „moderne Sagen“ in die Weltnetzkultur eingegangen.[6] Diese Berichte sind weit verbreitet, nicht zuletzt weil andere, weitaus schlimmere Dönervergiftungen mit Todesfolge tatsächlich passiert sind.[7]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. „"Döner" ist nicht gleich "Döner"! In Imbissbetrieben werden häufig Drehspieße aus Hackfleischzubereitungen als "Döner" angeboten. Das ist nicht richtig. "Döner" bzw. "Döner Kebab" muss Scheibenfleisch enthalten.“ Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit,
  2. „Heute gibt es in Deutschland etwa 16.000 Döner-Buden, rund drei Millionen Döner werden täglich verzehrt … 60.000 Menschen arbeiten in der Döner-Industrie, die jährlich 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.“Frankfurter Rundschau, 20.9.11
  3. Die Stichproben wurden im Februar 2013 vom Institut für Produktqualität (ifp) in 20 Imbißläden in Berlin und Leipzig erhoben. Focus, 17.2.13. Mohamedanern ist Schweinefleisch verboten (haram), Pferdefleisch verpönt (makruh).
  4. V.a. seit des ersten Gammelfleischskandals von Oktober 2005 bis März 2006. 2008 wurde der Türke Remzi Kaplan vom Berliner Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt, weil 4 Tonnen vergammeltes Fleisch in seiner Dönerproduktion entdeckt und sichergestellt wurden. Tagesspiegel, 16.5.08. 24.5.2012: Polizei Oberhausen entdeckt 1000 Kilo Döner-Gammelfleisch in LKW. Sofortige Entsorgung angeordnet und Fahrer (37) und Inhaber (45) angezeigt. WAZ, 24.5.12
  5. Gammelfleisch: Türken wittern Döner-Verschwörung. Spiegel, 14.9.2006
  6. Zum Beispiel: „Zwei unfeine Jungs haben sich mit einem südländisch aussehenden Kollegen geprügelt und sich einige Zeit später bei seinem Vater einen Döner gekauft. Irgendwie kamen sie darauf, dass die Soße etwas anders schmeckt und schickten den Döner in ein Labor. Daraufhin wurde der Dönerladen geschlossen.“, Sperma im Kebap, Sagen.at, 17.2.13
  7. „Eine junge Französin holt sich einen Döner, dann kriegt sie Magenkrämpfe und muss sich übergeben. Wenig später stirbt sie.“, Blick, 10.3.11
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