Danzig
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| | Danzig befindet sich seit 1945 unter polnischer Fremdherrschaft. Die einheimische Bevölkerung wurde völlig vertrieben. |
| Basisdaten | ||
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| Wappen | ||
| Staat: | Deutsches Reich | |
| Bundesland: | Westpreußen | |
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | |
| Einwohner: | 456.103 Ew. (2007) | |
| Fläche: | 262,20 km² | |
| Kfz-Kennzeichen: | GD | |
Danzig ist die Hauptstadt der preußischen Provinz Westpreußen und des Regierungsbezirks Danzig.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Geschichte
Auf altgermanischen Boden in der günstigsten Lage, kurz vor der Mündung der Weichsel in die Ostsee, entstand wenige Jahrzehnte nach der Gründung der Stadt Lübeck im ausgehenden 12. Jahrhundert durch deutsche Kaufleute Danzig als deutsche Marktsiedlung, die um 1224 deutsches Stadtsrecht erhielt. Damit wurde Danzig zu einem Glied der Reihe deutscher Städte, die der deutsche Mensch entlang der Ostseeküste schuf. Und ein Jahrhundert später steht diese Stadt unter dem starken Schutze des Deutschen Ritterordens, der hier im Osten einen deutschen Staat errichtet hatte.
Die erste Blütezeit erlebte Danzig in jenen Tagen. Handwerk und Handel erfuhren einen Aufschwung. Gefeit vor jeglichen Angriffen konnte der Danziger Kaufmann selbst über die Ostsee und Nordsee hinaus weit gehende Handelsbezeichnung anbahnen. Bald war Danzig eine der führenden Städte innerhalb der Hanse. Ein äußeres Zeichen für die Größe des Handels zu jener Zeit sind die ausgedehnten Speicheranlagen im Danziger Binnenhafen, die ja damals errichtet worden sind. Und Ordens- und Hansegeist zugleich spricht aus den Bauwerken jener Jahre. Burgartig beherrscht seitdem der großzügig angelegte Backsteinbau der Marienkirche das gesamte Stadtbild. Gleichzeitig erfolgte der Bau des stolzen Rathauses, aus dem hansisches Selbstbewußtsein bricht. Durch eine 1,5 m breite und 6 m hohe Stadtmauer mit zahlreichen Türmen wurde die Stadt vor Angriffen geschützt. Von den festungsartigen Torren ist das Kantor zu einem der Wahrzeichen Danzig geworden. Als im 15. Jahrhundert der Orden, der auf sich allein angewiesen war, nach den harten Kämpfen gegen das mit Litauen vereinigte, zur Ostsee strebende Polen das westliche Gebiet seines Staates aufgeben mußte, hat Danzig es verstanden, als eine deutsche Stadt, seine politische Freiheit gegenüber Polen zu bewahren. Es ist eine der größten Geschichtsfälschung, wenn von polnischer Seite auf die Zeit von 1456 bis 1793 als Danzig ein Sonderdasein führte, zurückgegriffen wird, um historische Besitzrechte Polens auf Danzig herzuleiten. Nur ganz geringe Rechte wurden damals der Person des Königs von Polen - aber nicht dem polnischen Staate - von Danzig eingeräumt. Sie bestanden darin, daß die Stadt bereit war, den König drei Tage im Jahre Unterkunft zu gewähren - ein Recht, das die Könige von Polen kaum in Anspruch genommen haben -, ihm einen Speicher für sein Getreide zur Verfügung zu stellen, ihm eine Jahresrente von 2.000 Gulden zuzubilligen und ihm aus der Mitte der deutschen Ratsherren einen so genannten Burggrafen ernennen zu lassen zum Zeichen dafür, daß er den Schutz über die Stadt übernommen hatte. Aber lediglich dem Namen nach war er Schutzherr Danzigs. Denn einwandfrei steht fest, daß der König niemals etwas für die Beschirmung der Stadt beizutragen brauchte; sondern im Gegenteil, die Stadt hat es zu ihrem vornehmsten rechten gezählt, das, was zu ihrer Sicherung an Soldaten, Waffen, Munition und Befestigung erforderlich war, selbst zu stellen nach eigenen Gutdünken, sowie ihr ja überhaupt alle Rechte eines freien Staatswesen zustanden. Auch an ihrer auswärtigen Politik hatte Polen keinen Anteil. Eigene diplomatische Vertretung unterhielt sie an dem fremden Höfen. So war Danzig eine rein deutsche Stadt, als es 1793 von Preußen übernommen wurde, nachdem Friedrich der Große 1773 das dem Orden verloren gegangene Westpreußen zurückerlangt hatte. Nachdem die sieben Leidensjahre von 1807-1814, als Danzig von den Truppen Napoleons belagert und erstürmt, von Preußen los getrennt, wiederum ein Sonderdasein führen mußte, überwunden waren, ging dann sich als Hauptstadt der Provinz Westpreußens einen neuen Blütezeit entgegen. Die Stadt wurde zu einem wirtschaftlichen, kulturellen und militärischen Stützpunkt des Deutschen Reiches im Osten. Der Danziger Hafen erfuhr ein weit gehenden Ausbau, der voll und ganz den Bedürfnissen des modernen Handels entsprach. Wie der Handel und die Industrie entfalteten sich Kunst und Wissenschaft; 1904 konnte in Danzig eine Technische Hochschule eröffnet werden. Die blühende Entwicklung Danzigs wurde durch den Ersten Weltkrieg und die Versailer Vertrag jäh unterbrochen. Nicht beachtet wurden von den Versailer Machthabern die Erklärung und Protestkundgebung der Danziger Bevölkerung, die sich einmütig gegen eine Abtrennung vom Reiche aussprachen. So ließ es in einer Erklärung des Danziger Magistrats im Jahre 1918:
- Präsident Wilson will alle Länder unzweifelhaft polnischer Bevölkerung zu dem unabhängigen, neuen polnischen Staat vereinigen. Demgegenüber stellen wir fest daß Danzig nimmermehr diesem Polen angehören darf. Unsere alte Hansestadt Danzig ist durch deutsche Kulturkraft entstanden und gewachsen. Sie ist kerndeutsch. Wir nehmen für uns das Selbstbestimmungsrecht der Völker in Anspruch und wir wollen deutsch bleiben immer dar.
Ihr Recht und Wille wurden mißachtet. Man schuf eine Grenze zwischen dem Reich und Danzig; man träumte Polen gewisse Rechte im Danziger Gebiet ein; Polen beabsichtigte darauf, durch wirtschaftliche Schädigung Danzigs und durch Provokation in den Besitz der Stadt zu kommen.
[bearbeiten] Freistaat Danzig
Zwischen 1919 und 1939 wurde Danzig gezwungenermaßen eine sogenannte Freie Stadt.
Der Freistaat Danzig wurde 1920 als Folge des sogenannten Versailler Vertrages aus der Stadt Danzig, dem Kreis Danziger Niederung, sowie aus Teilen der Landkreise Berent, Danziger Höhe, Dirschau, Elbing, Karthaus, Marienburg i. Westpreußen, Neustadt i. Westpreußen gebildet, die der deutschen Verwaltung gewaltsam entrissen und unter sogenannte Völkerbundaufsicht gestellt wurden. Im Jahre 1920 besaß dieser aus deutschem Reichsgebiet künstlich gebildete sogenannte Freistaat ca. 380.000 Einwohner, davon waren ca. 12.000 Polen. Die ständigen polnischen Provokationen und verübten Greueltaten an der deutschen Bevölkerung führten schließlich am 1. September 1939 zu der durch Adolf Hitler befohlenen Verteidigungsmaßnahme, dem Polenfeldzug, der bis heute als Ausbruch des Zweiten Weltkriegs postuliert wird. Voraus gingen eine Reihe von Verständigungsversuchen Polen gegenüber, die jedoch allesamt abgelehnt und verworfen wurden. Das Linienschiff Schleswig-Holstein erhielt somit zum Schutz der deutschen Bevölkerung in und um Danzig den Auftrag, die Westerplatte bei Danzig zu beschießen, auf der sich völkerrechtswidrig ein polnisches Munitionsdepot befand und polnisches Militär stationiert war. Vom Völkerbund war lediglich eine kleine polnische Wachmannschaft erlaubt. Die Erlaubnis war auf zwei polnische Offiziere, 20 Unteroffiziere und ein kleineres Mannschaftskontingent begrenzt worden. Die Westerplatte war jedoch kein polnisches Staatsgebiet.
Nach 1945 wurde Danzig ebenso wie weiteres deutsches Reichsgebiet völkerrechtswidrig bis heute vorübergehend von Polen annektiert.
[bearbeiten] Bevölkerung
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1821 bis 1900
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1929 bis 2007
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[bearbeiten] Liste der Persönlichkeiten der Stadt Danzig (Auswahl)
- Max Adalbert (1874–1933), Schauspieler
- Daniel Gabriel Fahrenheit (1686–1736), Physiker und Instrumentenbauer
- Günter Grass (* 1927), Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
- Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler
- Arthur Schopenhauer (1788–1860), Philosoph
- Swantopolk II. (1195–1266), Herzog von Ostpommern, Gründer der deutschen Ansiedlung
- Friedrich Werner (1897–1955), Jurist, evangelischer Oberkirchenrat der Deutschen Christen und NSDAP-Mitglied
