Das Veilchen vom Potsdamer Platz

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FILM

Das Veilchen vom Potsdamer Platz.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Das Veilchen vom Potsdamer Platz
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1936
Laufzeit: 89 Minuten
Sprache: Deutsch
Filmproduktion: Lothar Stark-Film GmbH
IMDb: deueng
Stab
Regie: J. A. Hübler-Kahla
Regieassistenz: Georg Siebert
Drehbuch: Bobby E. Lüthge,
Otto Ernst Hesse,
Helene von Fortenbach
Produktionsleitung: Otto Lehmann
Musik: Jim Cowler
Ton: Martin Müller
Kamera: Georg Muschner,
Paul Rischke
Bauten: Gustav A. Knauer,
Alexander Mügge
Aufnahmeleitung: Erich Roehl,
Werner Drake
Schnitt: Walter Wischniewsky
Besetzung
Darsteller Rolle
Rotraut Richter Blumenverkäuferin Mariechen Bindedraht
Wilhelm P. Krüger Droschkenkutscher Vater Pietsch
Margarete Kupfer Frau Pietsch
Else Elster Pietschs Enkelin Rosa
Fritz Kampers Betrüger Otto Schnöcker
Anton Pointner Ottos Komplize Max Seidewind
Paul Westermeier Hauswirt Oskar Knallkopp
Hermann Schomberg Polizist Lemke
Hans Richter Schuhputzer Fritz
Alfred Beierle Geldverleiher Eugen Held
Otto Kronburger Kriminalrat Hansen
Lotte Werkmeister Blumenfrau
Heinz Berghaus Gastwirt
Richard Ludwig Kriminalrat
Erwin Hartung Stimmungssänger

Das Veilchen vom Potsdamer Platz ist ein deutscher Spielfilm von 1936. Die Dreharbeiten wurden von August bis September 1936 in Berlin (Potsdamer Platz) und im Terra-Glashaus Berlin-Marienfelde gedreht. Die Uraufführung fand am 16. November 1936 statt.

Handlung

Quelle
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Im Mitelunkt der Handlung, um die sich drei Autoren mühten, steht die schmächtige Gestalt des Mariechen Bindedraht (Rotraut Richter). Mariechen, an die Skizzen des unsterblichen Berliners Zille erinnernd, ist Veilchenverkauferin auf dem Potsdamer Platz: Seele von einem Menschlein, Mundwerk für drei. Nahe bei Mariechens Veilchenstand und das gehört ebenfalls in den Mittelpunkt des Geschehens — steht auf wackligen Beinen ein Droschkenpferd. Dieses Tier, das einst in dem großen Ringen der Weltmächte sein Bestes gab, hat nun, da sein Besitzer verarmt und verschuldet ist, „eine Hypothek um den Hals“, wie es sein Herr ausdrückt (der treffliche Droschkenkutscher ist Paul W. Krüger). Diese „Hypothek“ gehört dem Hausbesitzer (Paul Westermeier), dem man für lange Zeit die Miete schuldig blieb, und der noch dazu im Hauptberuf Roßschlächer ist. —

In dem Film geht nun Mariechens Sinnen und Trachten dahin, die alte „Gravelotte“ vor ihrem drohenden Schicksal zu bewahren, was schließlich mit Hilf eines braven Polizeiwachtmeisters (Hermann Schomberg) auch gelingt. Die „Gravelotte“ wird vom Reich übernommen und bekommt den Ehrenhafer, aus Dank für die Bewahrung vor einer Spitzbüberei verzichtet der Hauswirt auf die Mietsschulden und damit auf das Pferd des Vaters Pietsch, dessen Enkelin (Else Elster) zum glücklichen Ausgang des Films den Wachtmeister bekommt.

Rotraut Richter bringt als kesses Berliner Gör mehrfach den „Krach im Hinterhaus“ in Erinnerung, aber sie hat auch, wenn es um das Schicksal des alten Pferdes geht, große, ergreifende darstellerische Momente. Daß die Regie die Armseligkeit des kleinen Blumenmädels manchmal auf das Gebiet des Lächerlichen hinübergleiten lied, war nicht ganz geschickt. Nett waren in den kleinen Nebenhandlungen Fritz Kampers und Anton Pointner als Schwindelmeier, Else Elster, Margarete Kupfer und Hans Richter. Sehr komisch wirkte Alfred Beierle in einer Episode als Geldverleiher.

Quelle: Filmwelt – Das Film- und Foto-Magazin, Nummer 48, 29. November 1936


Der Film