David Irving gegen Deborah Lipstadt

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David Irving gegen Deborah Lipstadt war ein Prozeß zwischen David Irving und Deborah Lipstadt, der Anfang 2000 in London stattfand.

Inhaltsverzeichnis

Gegenstand

Irving hatte die jüdische Autorin des Buches Denying the Holocaust und ihren Verlag wegen Verleumdung und Geschäftsschädigung verklagt. Deborah Lipstadt, eine amerikanische Professorin für „Holocauststudien“ beharrte dagegen darauf, daß Irving ein Geschichtsfälscher sei, so daß ein britisches Gericht über eine Verleumdungsklage gegen die Autorin zu entscheiden hatte.

Verfahren

Das Verfahren wurde von der internationalen Presse verfolgt, und das Urteil wurde in vielen Ländern mit Spannung erwartet. Der Richter stellte David Irving, der als einer der besten Historiker des Dritten Reiches angesehen wird, im Urteil auch ein Gütesiegel aus, indem er sein Wissen über den Zweiten Weltkrieg als „einzigartig“ bezeichnete. Dennoch kam er zu dem Schluß, daß die Vorwürfe von Frau Lipstadt zuträfen.

Die Lipstadt-Mannschaft hatte Irving als Beweis für den Massenmord an Juden in Gaswagen das sogenannte „Just-Dokument” vorgelegt. Irving hatte es als echt anerkannt, obwohl es sich bei diesem Dokument um eine grobe Fälschung handelt, die vor sprachlichen und technischen Absurditäten nur so strotzt. Dieses Machwerk war von zwei revisionistischen Forschern, der Deutschen Ingrid Weckert und dem Franzosen Pierre Marais, ausführlich analysiert worden. Da Irving sowohl deutsch als auch französisch ohne die geringste Mühe lesen kann, gab es für ihn schlicht und einfach keine Entschuldigung dafür, diese fundamentalen Studien nicht zu kennen.

Teilerfolge Irvings

Zu Irvings Gunsten muß man ins Feld führen, daß er Faurissons Argument „Keine Löcher, kein Holocaust” sehr geschickt ausnutzte. Laut der „Augenzeugen”, auf deren Berichten die offizielle Version der Geschehnisse beruht, wurde Leichenkeller 1 des Krematoriums II von Auschwitz-Birkenau als Gaskammer benutzt; laut Robert Jan van Pelt (einem der von D. Lipstadt herbeigetrommelten Experten) wurden in den Jahren 1943 und 1944 in diesem Raum ungefähr 500.000 Juden vergast. Beim Prozeß wies Irving nach, daß die Öffnungen in der Decke des Leichenkellers 1, durch welche die SS-Männer angeblich Zyklon-B-Granulat einschütteten, niemals existiert hatten, was bedeutet, daß das angebliche Verbrechen gar nicht stattgefunden haben konnte. In diesem Punkt errang Irving einen Sieg auf der ganzen Linie. Richter Charles Grey, der Irving gegenüber ausgesprochen feindlich eingestellt war, gab in seinem Urteil ehrlich zu:

„Ich muß gestehen, daß ich, vermutlich in Übereinstimmung mit den meisten anderen Menschen, geglaubt hatte, die Beweise für eine Massenvernichtung von Juden in den Gaskammern von Auschwitz seien zwingend. Dieses Vorurteil habe ich jedoch über Bord geworfen, als ich das von den beiden Parteien bei diesem Verfahren vorgelegte Beweismaterial untersuchte.”

Irving verlor zwar seine Schadensersatzklage wegen Verleumdung, zugleich stellte Richter Charles Gray in Absatz 13.73 seines Urteils vom 11. April 2000 folgendes fest:

„Irving weist zu recht darauf hin, daß Originaldokumente aus jener Zeit wie z. B. Zeichnungen, Baupläne, Korrespondenz mit Bauunternehmern etc. keinen klaren Beweis dafür liefern, daß Gaskammern zur Tötung von Menschen eingesetzt wurden. Vereinzelte Hinweise auf den Einsatz von Gas, wie sie in einigen dieser Dokumenten gefunden werden, können damit erklärt werden, daß damals die Notwendigkeit bestand, Kleidungsstücke zu entlausen, um der Seuchengefahr wie z. B. durch Typhus zu begegnen. Die an das Lager [Auschwitz] gelieferten Mengen an Zyklon B können damit erklärt werden, daß die Notwendigkeit bestand, Kleidungsstücke und andere Gegenstände zu entlausen.“

Kosten des Verfahrens

Den Historiker David Irving hat das Urteil getroffen. Da er kaum für die schätzungsweise zwei Millionen Pfund wird aufkommen können, die die Niederlage vor Gericht nach sich zieht, steht er vor einem persönlichen Bankrott. Diesen hat er sich zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben, weil er schließlich selbst den Prozeß in die Wege geleitet hatte. Außerdem hatte er in seiner Argumentation auf Gutachter verzichtet und sich sogar selbst vertreten, statt einen Anwalt mit der Vertretung seiner Interessen zu beauftragen. Auf seiner Internetseite verkündete er nur sarkastisch: „Ouch!“

Während Irving weder Anwalt noch Gutachter beschäftigte, sandte die nun triumphierende Gegenseite mehrere Sachverständige in den Gerichtssaal, darunter den Berliner Politikprofessor Hajo Funke. Die Arbeit dieser Gutachter im Auftrag der Verteidigung wird mit Beträgen zwischen 20.000 und 109.000 britischen Pfund kompensiert. Nach Angaben der britischen Tageszeitung The Guardian hat der Vorsitzende des jüdischen Weltkongresses, Edgar Bronfman, einen beträchtlichen Betrag zu diesem Zweck gespendet. Und die Jüdische Wochenzeitung in England meldete, auch Steven Spielberg habe von Anfang an finanzielle Unterstützung für die Verteidigung geleistet.

Verweise

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