Decker, Wilhelm (Blutzeuge)
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Wilhelm Decker (* 4. Dezember 1907, † 9. November 1931 in Bremen) war ein Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.
Ernst und innerlich ergriffen zieht die Bremer SA am 9. November 1931 in kleinen Trupps nach einer Gedächtnisfeier für die gefallenen Kameraden ihren Wohnungen zu. Sie denkt nicht daran, daß im „Arbeiter-Radio-Club“ sich Rollkommandos gesammelt haben, um die SA zu überfallen. Plötzlich werden die SA-Männer denn auch von Reichsbanner in Uniform und von Angehörigen des Arbeiter-Samariter-Bundes angegriffen und niedergestochen. Dabei wird der erst kurz zuvor in die SA eingetretene Wilhelm Decker durch einen Stich ins Herz in der Bremer Bornstraße zu Tode getroffen. Ein wilder Kampf zwischen zwanzig SA-Männern und weit über zweihundert roten Strolchen entspinnt sich. Viele schwer und leicht Verwundete bleiben auf dem Platz liegen. Im „Wilhelm-Decker-Haus“, dem früheren sozialdemokratischen Volkshaus, war im dritten Reich die Deutsche Arbeitsfront untergebracht.
Der Sturm 4/Standarte 75, Bremen, Gruppe Nordsee erhielt den Ehrennamen "Wilhelm Decker."
An Decker erinnerte auch ein Findling im "Waller Park" sowie eine Tafel an einem Haus "Am Wandrahm". Alle diese Denkmäler wurden nach der sogenannten Befreiung vorübergehend wieder entfernt.
[bearbeiten] Verweise
[bearbeiten] Literatur
- A.K. Busch: Blutzeugen - Beiträge zur Praxis des politischen Kampfes in der Weimarer Republik, Nordland-Verlag Deutsche Stimme, ISBN-13: 978-3935102209
- Hermann Liese: "Ich kämpfe", München, Eher-Verlag 1943
- Hans Weberstedt, Kurt Langner: "Gedenkhalle Für Die Gefallenen Des Dritten Reiches", Zentralverlag Der NSDAP Franz Eher, München. 1938
