Der siebente Junge

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Der siebente Junge
Der siebente Junge.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Der siebente Junge
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1941
Stab
Regie: Alois Johannes Lippl
Drehbuch: Alois Johannes Lippl
Produktion: Bavaria Filmkunst GmbH
Musik: Ludwig Kusche
Kamera: Oskar Schnirch
Schnitt: Johanna Schmidt
Besetzung
Darsteller Rollen
Heli Finkenzeller Christine
Hans Holt Gardeleutnant Leopold von Röckl
Maria Nicklisch Prinzessin Gabriele von Künzingen-Wernstein
Karl Schönböck Gardeleutnant Ferdinand von Wangenheim
Dagny Servaes Serafine Krallinger
Gustav Waldau Großherzog Ottokar XII, von Künzingen-Wernstein
Fritz Reiff Adjutant Freiherr von Kleßheim
Friedrich Domin Baron Florian von Röckl
Joe Stöckel Kommerzienrat Thomas Krallinger
Charlotte Hamann Susanne von Vornbach
Adolf Gondrell Bürgermeister
Hertha von Hagen Frau des Bürgermeisters
Arnulf Schröder Apotheker Jakob Rennspieß
Josef Eichheim Röckls Diener Nepomuk
Elise Aulinger Hebamme Cordula
Vera Hartegg Krallingers Stubenmädchen Minna
Erna Sellmer Frau Rennspieß
Hans Schulz Krallingers Hausdiener August

Der siebente Junge ist ein deutscher Spielfilm von 1941. Die Dreharbeiten fanden von Dezember 1939 bis März 1940 statt. Die Uraufführung war am 28. April 1941 in Berlin.

Weitere Titel

  • Der 7. Junge (weitere Schreibweise)
  • Liebesurlaub (Untertitel)

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Aus einer kleinen Süddeutschen Residenz treffen gleichzeitig die Gardeleutnants Leopold v. Röckl und Ferdinand v. Wangenheim in dem Städtchen Dürnberg ein. Leopold besucht seinen Onkel, den schrulligen Baron Florian v. Röckl. Ferdinand hingegen wohnt beim Kommerzienrat Krallinger, der mit dem alten Baron seit vielen Jahren verfeindet ist. Beide Leutnants besuchen Dürnberg aus ähnlichen Gründen: Ferdinand soll in der Kleinstadt seinem Vater hinfort den Ärger und die Kosten ersparen, die seine zahlreichen amourösen Abenteuer in der Residenz verursacht haben. Leopold wurde auf Urlaub geschickt, weil seine ein wenig zu intimen Beziehungen zu der jungen, schönen und kapriziösen Prinzessin Gabriele, der Tochter des Landesfürsten, den Hof zu beunruhigen begannen.

Dem alten Krallinger ist der Besuch Ferdinands sehr gelegen. Schon lange möchte er seine hübsche Schwägerin Christine unter die Haube bringen. Und auf den ersten Blick scheint sich auch all das anzuspinnen, was Krallinger Taktik vorausberechnet hatte. – Krallinger hat sechs Kinder, alle sechs sind Buben. Und als seine Frau nun das siebente Kind erwartet, ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, daß auch dieses Kind ein Bub sein wird. Als er gar erfährt, daß bei dem siebenden Jungen der Landesfürst persönlich die Patenschaft zu übernehmen pflegt, kennt seine Freude keine Grenzen.

Die Prinzessin Gabrielle reist inkognito dem Leutnant v. Röckl nach Dürnberg nach. Sie fingiert diese Reise mit einem Besuch bei ihrer Freundin, der ehemaligen Hofdame Susanne von Vornbach. Sie gibt sich als deren Cousine aus; Susanne v. Vornbach aber ist eine jener Damen, mit denen Ferdinand v. Wangenheim eines seiner amourösen Abenteuer hatte und die es im Gegensatz zu Ferdinand aber immer noch nicht vergessen hat. Auf einem großen Ball treffen sich alle Beteiligten. Ferdinand tanzt vor allem mit der Prinzessin. Leopold aber lernt Christine kennen, die ihm schöner und liebenswertee erscheint als die Prinzessin. Doch die Prinzessin hat ein Mittel, Leopold wieder zu sich zu ziehen – sie erzählt ihm von seinem Skandal in der Residenz, der entstanden sei, als man eine Karikatur Leopolds auf den Landesfürsten entdeckte. Diese Karikatur besitzt nun die Prinzessin, die also das Schlimmste verhindern kann.

Leopold ist leidenschaftlicher Maler. Sein sehnsüchtigster Wunsch ist es, den Offiziersberuf aufzugeben und ganz seine Kunst leben. Damit aber stieß er bei seinem Onkel, dem alten Baron, auf heftigsten Widerstand. Und dieser Widerstand steigert sich bis zum offenen Bruch, als der Baron erfahren muß, daß Leopold sich in Christine verliebt hat und verwandtschaftliche Beziehung zu der verhaßten Familie Krallinger aufzunehmen gedenkt. – Vorerst aber hat Leopold noch mit der Prinzessin zu schaffen. Sie läßt sich von ihm malen, und zwar in recht wenig bekleidetem Zustande. Aber Leopold ist durch seine Begegnung mit Christine wie verwandelt. Er sieht in ihr nichts anderes als das sachliche Modell, und aus der von ihr erwarteten Schäferstunde werden Stunden angestrengter künstlerischer Arbeit. Langsam begreift die Prinzessin. Sie ist humorvoll genug, um die Enttäuschung nicht allzu ernst zu nehmen und sich nicht an Leopold zu rächen. Ganz leicht fällt es ihr zwar nicht, aber sie sieht bald ein neues Betätigungsfeld.

Sie beginnt einen Flirt mit Ferdinand v. Wangenheim, diesmal allerdings aus weniger egoistischen Motiven. Denn als Ferdinand, der sich auch in Dürnberg als großer Don Juan fühlt, sie schon erobert zu haben scheint, redet sie ihm heftig ins Gewissen – nicht ihretwegen habe sie sich für ihn interessiert, sondern ihrer sogenannten Cousine Susanne wegen, die ihn liebe und die im Grunde ja auch er liebe. Wenn somit die Prinzessin nach vollbrachter Tat Dürnberg verläßt, hat sich zwar das eine Paar gefunden, mit Christine und Leopold aber sollte es noch einige Komplikationen geben.

Unterdessen ist nämlich Krallingers längst erwartetes siebentes Kind angekommen. Es ist ein Mädel! Christine und die Hebamme wagen Krallinger im ersten Moment nicht die Wahrheit zu sagen, und Krallinger posaunt sein Glück über den siebenten Buben bereits in die Stadt hinaus bis an den Hof des Fürsten, der sich entschließt, die Patenschaft zu übernehmen und zu diesem Zwecke persönlich nach Dürnberg zukommen. Aber kurz vor Eintreffen des Fürsten muß Krallinger entdecken, daß seinem neugeborenen Kind die wesentlichsten Voraussetzung für einen Jungen fehlen. – Christine weiß einen Ausweg: heimlich fährt sie in die Residenz, um dem Fürsten persönlich die Wahrheit zu berichten. Mit Hilfe der Prinzessin gelingt ihr das auch, und der Fürst, der das Mißgeschick von der komischen Seite nimmt, beschließt, trotzdem nach Dürnberg zu kommen. Im fürstlichen Wagen darf auch Christine mitfahren.

In Dürnberg ist unterdessen Krallingers Mißgeschick bekannt geworden. Es geht das Gerücht, der Fürst habe seine Reise abgesagt, die Stadt ist blamiert und irregeführt, die Empörung der zum Empfang des Fürsten versammelten Menge richtet sich gegen Krallinger. Während die aufgeregte Bevölkerung vor seinem Haus eine immer drohendere Haltung einnimmt, trifft auf dem völlig leeren Marktplatz die fürstliche Equipage ein. Aber alle Mißverständnisse klären sich, als der Fürst Krallingers Haus aufsucht, und sich selbst die Patenschaft des Neugeborenen überträgt. Nun gibt auch Baron v. Röckl seine Widerstände gegen die Heiratspläne Leopolds mit Christine auf. In allgemeiner Versöhnung und des Festes endet das heitere Spiel.

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