Deutschösterreich

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Deutschösterreich war die Bezeichnung für die deutschen Länder der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

[bearbeiten] Geschichte

Als der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn 1918 zerbrach, wurden die deutschen Teile selbständig und gründeten die Republik Deutschösterreich. Die Republik Deutschösterreich erklärte des weiteren, dem Deutschen Reich beizutreten, was jedoch im sogenannten Vertrag von Saint Germain verboten wurde. Ebenfalls wurde der Name "Republik Deutschösterreich" untersagt. Fortan mußte sich dieser Staat Republik Österreich nennen. Die Beitrittsbestrebungen der Sudetendeutschen zu Deutschösterreich wurden am 4. März 1919 gewaltsam niedergeschlagen. Im Volke blieb jedoch die Bezeichnung Deutschösterreich stets lebendig, um seine Zugehörigkeit zur deutschen Nation zu bekennen. 1945 wurde Deutschösterreich nach dem verlorenen Krieg von den Alliierten aus dem Staatsverband des Deutschen Reiches gerissen und als (2.) Republik Österreich wieder als eigener, wenngleich besetzter Staat gegründet.

[bearbeiten] Gebietsansprüche Deutschösterreichs

Von der Nationalversammlung beanspruchtes Staatsgebiet der Republik Deutschösterreich (1918–1919)
Von der Nationalversammlung beanspruchtes Staatsgebiet der Republik Deutschösterreich (1918–1919)

Die Provisorische Nationalversammlung erhob Anspruch auf „die Gebietshoheit über das geschlossene Siedlungsgebiet der Deutschen innerhalb der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder“. Die proklamierte Republik umfasste 118.311 km² und 10,37 Mio. Einwohner, bestehend aus:

Auf Deutsch-Westungarn (später Burgenland) wurde im Sinne des Selbstbestimmungsrechtes der Völker politisch, nicht aber rechtlich Anspruch erhoben. Der rechtliche Anspruch Österreichs entstand erst im Oktober 1919 mit dem Vertrag von Saint-Germain und wurde 1921 weitgehend eingelöst.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Bewußtsein der Deutschösterreicher, Deutsche zu sein, stark geschrumpft. Manche aktuellen Umfragen zeigen auf, daß über 90 % der Deutschösterreicher sich inzwischen als einer "österreichischen Nation" zugehörig fühlen und sich nicht mehr als Deutsche betrachten. Die Saat der Sieger von 1918 und 1945 ging auf. Dies führt sogar dazu, daß Geschichte nachträglich revidiert wird, weshalb einige Deutschösterreicher heute sogar davon ausgehen, daß dieses Österreichbewußtsein schon immer bestanden hätte - tatsächlich gibt es dies erst seit 1945.

Heute wird Deutschösterreich und Deutschösterreicher von der Republik Österreich und den Österreichern nicht mehr benutzt. In nationalen Kreisen hält sich der Begriff jedoch bis heute, um auszudrücken, daß Österreich deutsch ist und die Österreicher Deutsche sind.

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