Deutsche Reichslotterie

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Die Deutsche Reichslotterie war mit einem Spielkapital von 102 Millionen Reichsmark pro Lotterie und 1.250 Lotterieeinnahmen das größte Lotterieunternehmen der Welt.

Hintergrund

Der Sitz der Reichslotterie war im Reichsfinanzministerium in Berlin.

Mit dem Gesetz über die Deutsche Reichslotterie vom 21. Dezember 1938 übernahm das Deutsche Reich die Staatslotterien der Länder mit allen damit verbundenen Vermögenswerten. Schon 1938 wurde im Spielplan der Preußisch Süddeutschen Klassenlotterie der Adler mit dem Hakenkreuz als Wappen abgebildet. Die 1913 gegründete österreichische Klassenlotterie ging während das Zweiten Weltkrieges ebenfalls in die Reichslotterie über. Im Januar 1939 durften die aufgelösten Lotterien letztmalig ihre Ziehung durchführen. Die ersten Ziehungen der Reichslotterie fanden am 16. und 17. Mai 1939 statt. Die Lotterie startete mit 1200.000 Losen und 480.000 Gewinnen.

Die Lose wurden dreifach ausgegeben. Damit hatte die Reichslotterie eine Gesamtlosauflage von 3,6 Millionen. Das Los kostete pro Klasse 24 RM, und die fünf Klassen wurden in Spielperioden umbenannt. Die Werbung wurde aufwendig betrieben, denn es sollte in jedes deutsche Haus ein Los der Reichslotterie. Der Höchstgewinn bis zur 4. Spielperiode lag bei 100.000 RM, erst in der 5. Spielperiode wurde der Hauptgewinn von 1 Million RM ausgespielt. Der Spitzengewinn mit einem Dreifachlos betrug 3 Millionen RM. In den ersten vier Klassen wurden jeweils 30.000 Gewinne und in der fünften Klasse 82 % der Lotterie mit 360.000 Gewinnen ausgespielt. Die Gesamtgewinnsumme lag bei 102.000.000 RM, und es wurde ausdrücklich damit geworben, daß die Gewinne einkommensteuerfrei sind.

Als die Rote Armee an der Oder stand, wurde in Berlin die 12. Reichslotterie beendet. Mit Ablauf der 13. Lotterie am 25. April 1945 wurde sie eingestellt. Gewinne konnten nicht mehr ausbezahlt werden, da zu diesem Zeitpunkt weite Teile Deutschlands besetzt waren und die Lotterie mit ihren Einrichtungen weitgehend zerstört war. Eine Abwicklungsstelle wurde mit der Auflösung der Reichslotterie beauftragt, die gleichzeitig eine neue Lotterie gründen sollte. Dazu kam es allerdings nicht mehr.

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