Dorman-Smith, Reginald

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Reginald Dorman-Smith (* 10. März 1899 in County Cavan, Irland; † 20. März 1977 in Midhurst, Sussex) war ein typischer britischer Kolonialoffizier des Empire und kurzzeitig Politiker.

Erster Weltkrieg

Dorman-Smith wurde in Harrow, Sandhurst und Cambridge Universität ausgebildet. Als Militär des Queen’s Royal Regiment kommandierte er 1919 im Grenzkrieg Britisch-Indiens am Kyber-Pass eine Gruppe der 15.ten Sikh. Gegen ein Lösegeld von mehreren 100.000 Patronen im Wert von 10.000 US$ löste er mit anderen damals seinen späteren Gehilfen, den abgeschossenen Flieger Wally G.N.Richmond, von den Afghanen aus.

Politiker und Churchills Ungnade

1931 wurde er in England Chef der Gewerkschaft der Landwirte, zog für diese ins Parlament und Neville Chamberlain ernannte ihn 1939 zum Agarminister. Unklugerweise wandte er sich im Oktober 1940 gegen den kommenden Stern der Kriegstreiber, Kabinettskollege Winston Churchill, der beim „Siegesprogramm“ vorschlug, „alles was auf den Farmen der Insel vier Beine hat, zu schlachten um Weizen und Korn an die Bevölkerung“ zu verfüttern. Dorman-Smith sagte daraufhin zu Chamberlain, daß er so etwas nicht einmal für Wert halte zu kommentieren, worauf der Plan fallengelassen wurde.

Damit hatte er sich jedoch die Ungnade Churchills zugezogen. Wie viele andere, die Churchill und der Kriegspartei widersprachen, - selbst König Eduard VIII. -, wurde er nach dessen Machtübernahme an einen entlegenen Winkel des Empire wegelobt. Dorman-Smith wurde zum Governeur von Britisch-Burma ernannt.

Britisch-Burma

Dorman-Smith's alter Armeekamerad G.N.Richmond hatte sich unter dem Schutz der britischen Waffen inwischen als burmesischer „Distrikt-Förster“ etabliert, was nichts anderes bedeutete als das er den Einheimischen alte Kunstschätze sowie das Teak-Holz aus den Wäldern stahl, eine selbstentdeckte Jade-Mine ausbeutete und nebenbei Hunderte von Bengal-Tigern erschoß. Da er nicht der Einzige war, wurden die Japaner unter Tomoyuki Yamashita, dem „Tiger von Malaysia“, mit heller Freude begrüßt, als sie im Frühjahr 1942 Burma eroberten; begleitet von 25.000 Kämpfern der burmesischen Unabhängigkeitsarmee (BIA). Dorman-Smith floh mit der gesamten Kolonial-Encourtage inklusive Dienern nach Shimla in Britisch-Indien und lamentierte dort über die Undankbarkeit der Burmesen. (Richmond kam als Saboteur der Abteilung 101 wieder zurück). 1944 stellte Dorman-Smith eine Schattenregierung auf, die allerdings Unabhängigkeit nicht vorsah, weshalb es keinen Burmesen interessierte. Als sich das Kriegsglück im Zweiten Weltkrieg zugunsten der Briten wendete, mussten sie sich dennoch arrangieren.

Der britische General Sir Hubert Rance, der Burma wieder erobert hatte, übergab die Kolonie im Oktober 1945 wieder an Dorman-Smith, der so nach 3 1/2 Jahren aus dem Exil zurückkehrte. Als er wegen Amöbenruhr nach England abging, setzte Militärgouverneur Louis Mountbatten zum 1. September 1946 fluchs wieder seinen alten Stabskumpel Rance ein. Dieser regierte Burma weiter, bis das Land im Januar 1948 nach fast 100 Jahren die Besatzer abwarf und auch vom British Commonwealth of Nations nichts mehr wissen wollte. Dorman-Smith zog sich ins Private zurück und behauptete später, das unter seiner Ägide Burma zumindest im Commonwealth geblieben wäre.

Familie

Bruder Victor Dorman-Smith war Kapitän bei der britischen Marine. Bruder Eric war während des Zweiten Weltkrieges Generalmajor im vorderen Orient, wurde aber wegen seines irischen Habitus im britischen Armeekorps kaum befördert. So besann er sich auf seine Wurzeln, wechselte die Seiten, nannte sich Dorman O’Gowan und wurde 1960 Instrukteur bei der IRA, den Kämpfern für irische Unabhängigkeit.

Literatur

  • Dunlop, Richard: Behind Japanese Lines. Rand MacNelly. 1979